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Romantische Klaviermusik: Schuberts Impromptu Op. 90, Nr. 4

Titel: Romantische Klaviermusik: Schuberts Impromptu Op. 90, Nr. 4

Seminararbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabian Gedicke (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird ein spätes Werk Schuberts, das Impromptu Op. 90, Nr. 4 in As-Dur, dahingehend untersucht, ob und inwiefern es sich bei diesem Stück um ein romantisches bzw. schon um ein Stück mit „romantischem“ Charakter handelt. Die Definitionen von Romantik und Impromptu werden in den historischen Kontext eingebunden und methodisch auf Grundlage der Werkanalyse in Beziehung zueinander gesetzt.

Zweifellos gehört Franz Schubert zu den wohl berühmtesten und konstruktivsten Komponisten der klassischen Musikgeschichte. Neben den Orchesterwerken, der Kirchenmusik und den Chorgesängen wird Schubert auch oft auf die Rolle des Schöpfers des Liedes, welches einen immensen Anteil seines Schaffens darstellt, reduziert.
Die meisten Kompositionen Schuberts sind für das Klavier geschriebene Stücke. So lässt sich Schuberts Klaviermusik unterteilen in Sonaten, Fantasien, Tänze, Märsche und Klavierstück-Zyklen. Die erst um 1824 komponierten Klavierstück - Zyklen, bestehend aus den acht Impromptus und den Moments musicaux, sind bis heute die beliebtesten Stücke aus Schuberts Klavierwerk. Sowohl die Impromputs in As, als auch das Impromptu in Ges sind geeignete Zugabestücke für viele klassische Pianisten.
Über das zweite Stück des zweiten Impromptuheftes von 1827 schreibt Alfred Baumgartner in Musik der Romantik, dass es spätromantische Klänge vorausnehme.
Doch was macht den enormen Erfolg dieser Stücke aus? Wieso zählt man diese Musik zur Romantik und inwiefern folgen sie der Idee einer romantischen Komposition?
Anhand welcher Parameter lässt sich Schuberts späte Klaviermusik als romantische Musik bezeichnen und wo lassen sich im Notentext Passagen finden, die eine genrespezifische Aussagekraft besitzen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Romantik

2.2. Schuberts Klaviermusik

2.2.1. Charakterstück und Impromptu

2.2.2. Definition & Herkunft

3. Analyse Op.90 No4

3.1. Romantische Parameter im Impromptu

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Impromptu Op. 90 Nr. 4 von Franz Schubert, um zu analysieren, inwieweit dieses Werk Merkmale und Charakteristika der Epoche der Romantik in sich trägt. Ziel ist es, durch eine musikalische Werkanalyse und die Einbettung in den historischen Kontext aufzuzeigen, wie Schubert kompositorische Parameter nutzte, um romantische Ideale musikalisch greifbar zu machen.

  • Grundlagen und Definition des Begriffs Romantik als musikalisches und kulturelles Phänomen
  • Einordnung von Schuberts Klaviermusik und die historische Bedeutung des Impromptus
  • Detaillierte formale und harmonische Werkanalyse von Schuberts Impromptu Op. 90 Nr. 4
  • Untersuchung romantischer Parameter wie Dynamik, Melodik und Modulation im Notentext
  • Reflexion über die Rezeption und die Bedeutung der romantischen Klangsprache

Auszug aus dem Buch

3. Analyse Op.90 No4

Im nun folgenden Teil wird das Impromptu Op. 90, Nr. 4 von Franz Schubert analysiert. Neben weiteren musikalischen Parametern werden besonders Melodik, Harmonik und Artikulation berücksichtigt.

Das im ¾- Takt geschriebene Stück ist mit 277 Takten das vierte und längste Impromptu des ersten Impromptuheftes (D899) aus dem Jahr 1827. Es ist in der Tonart As-Dur komponiert und ist als Allegretto mit einer Viertelschlagzählzeit von 88-92 Schlägen pro Minute zu spielen. Die Taktart bleibt über das gesamte Stück hinweg gleich. Formal bedient sich das Impromptu der Rondo-Form; es kontrastiert also ein beginnender A-Teil mit einem deutlich hörbar abweichenden B-Teil, welcher dann wieder an den sich wiederholenden A-Teil anschließt (A-B-A Form). Das Stück ist im pianissimo geschrieben, allerdings ist es mit einigen Übergangsdynamiken (crescendi und decrescendi), sowie punktuellen Akzenten auf besonders hervorzuhebenden Tönen versehen.

Bei der Betrachtung des ersten A-Teils (Takt 1-106) fällt auf, dass sich dieser gut in kleinere, einzelne Abschnitte gliedern lässt. Das Stück beginnt mit einem in der rechten Hand arpeggierenden, in Sechzehntelnoten gespielten abfallenden As-Moll Akkord, welcher durch einen zugrundeliegenden As-Moll Dreiklang in der linken Hand harmonisch gestützt wird. Rhythmisch wird dieser auf die für einen ¾-Takt unüblich betonte zweite Zählzeit gelegt. Dieser über zwei Takte gestreckte Melodieverlauf endet mit einem im staccato geschriebenen Es-Dur Akkord auf der dritten Zählzeit und wiederholt sich in den nun folgenden Takten. Es lässt sich beobachten, dass die Phrasen vom ersten Abschnitt des A-Teils (Takt 1-31) an drei markanten Stellen unterbrochen, aber nicht abgeschlossen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Franz Schubert als bedeutenden Komponisten vor und wirft die zentrale Forschungsfrage auf, inwiefern sein Impromptu Op. 90 Nr. 4 als romantisches Werk verstanden werden kann.

2.1. Romantik: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Romantik, beleuchtet ihre historischen Wurzeln und benennt allgemeine Charakteristika der romantischen Musik.

2.2. Schuberts Klaviermusik: Hier wird der Stellenwert der Klavierzyklen innerhalb von Schuberts Werk definiert sowie die Gattung des Charakterstücks und des Impromptus näher beleuchtet.

2.2.1. Charakterstück und Impromptu: Es wird die kompositorische Form des Charakterstücks sowie die Begriffsherkunft und -interpretation des Impromptus im 19. Jahrhundert analysiert.

2.2.2. Definition & Herkunft: Dieses Kapitel setzt sich mit der Einordnung von Schuberts Impromptu-Heften auseinander und diskutiert die Verknüpfung historischer Einflüsse mit der Entstehung dieser Klavierwerke.

3. Analyse Op.90 No4: Es erfolgt eine detaillierte formale, harmonische und strukturelle Analyse des Impromptus Op. 90 Nr. 4, wobei Besonderheiten der Dynamik und Satztechnik herausgearbeitet werden.

3.1. Romantische Parameter im Impromptu: Dieser Abschnitt fasst zusammen, welche spezifischen romantischen Merkmale wie Modulation, Trugschlüsse und dynamische Gestaltung sich im analysierten Impromptu nachweisen lassen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Schwierigkeit, Romantik an einzelnen Werken zu definieren, während die Bedeutung von Schuberts Stilmittel für nachfolgende Komponistengenerationen hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Franz Schubert, Romantik, Impromptu, Klaviermusik, Rondo-Form, Harmonik, Modulation, Charakterstück, Musikwissenschaft, Werkanalyse, Dynamik, 19. Jahrhundert, musikalische Struktur, Klavierwerk, romantischer Geist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Impromptu Op. 90 Nr. 4 von Franz Schubert, um zu verstehen, wie klassische und romantische Elemente in diesem Werk zusammenwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die musiktheoretische Analyse, die Definition der Epoche der Romantik sowie die spezifische Gattung der Klaviermusik des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob und inwiefern Schuberts Impromptu als romantisches Stück charakterisiert werden kann und durch welche musikalischen Parameter dieser Effekt erzeugt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine detaillierte musikalische Werkanalyse, kombiniert mit einer historischen Einordnung und der Einbeziehung zeitgenössischer sowie fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der strukturellen Untersuchung des Impromptus, unterteilt in die Betrachtung des A-Teils und des Trio-Teils, ergänzt durch die Identifikation spezifischer romantischer Stilmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Franz Schubert, Romantik, Impromptu, Harmonik, Modulation, Klavierwerk und Werkanalyse.

Warum wird das Impromptu Op. 90 Nr. 4 als besonders relevant für die Romantik erachtet?

Das Werk weist laut der Arbeit typische romantische Merkmale wie extensive Melodiebögen, komplexe Modulationsverläufe und eine bewusste Lenkung der Hörerwartungen durch Trugschlüsse auf.

Welche Rolle spielt die Dynamik in Schuberts Komposition gemäß der Analyse?

Extreme dynamische Kontraste, wie sie im untersuchten Impromptu vorkommen, dienen als wichtiges Gestaltungsmittel, um dem Werk eine "lyrische" und subjektiv emotionale Ausdruckskraft zu verleihen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Romantische Klaviermusik: Schuberts Impromptu Op. 90, Nr. 4
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Autor
Fabian Gedicke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1271919
ISBN (PDF)
9783346715449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
romantische klaviermusik schuberts impromptu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Gedicke (Autor:in), 2018, Romantische Klaviermusik: Schuberts Impromptu Op. 90, Nr. 4, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271919
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Leseprobe aus  19  Seiten
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