Unter dem Begriff Inklusion soll in Bezug auf die Fragestellung die Teilnahme und Teilhabe von Menschen am
gesellschaftlichen Zusammenleben, die nicht den gesellschaftlichen Normkriterien vollumfänglich entsprechen, verstanden werden. In Bezug auf den Kontext Schule wird dann von Inklusion gesprochen, wenn ebenfalls Schülerinnen und Schüler Zugang zu dem allgemeinen Schulsystem haben, die die Schulreifekriterien nicht erfüllen
.
Im Folgenden werden die Argumente für und gegen die Nutzung digitaler Endgeräte zur Förderung der Inklusion einander gegenübergestellt. Digitale Endgeräte können einen wichtigen Beitrag dabei leisten, Bildungsangebote an die besonderen visuellen, auditiven und haptischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen anzupassen und auszurichten. Besonders geeignet erscheinen dazu Tablets, welche durch verschiedene Funktionen an die Bedürfnisse von Beeinträchtigten angepasst werden können und somit das integrative Lernen begünstigen können und darüber hinaus aufgrund ihres geringen Gewichts und der Größe des Bildschirms Handlichkeit und Nutzbarkeit vereinen.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1. Einleitung
2. Hauptteil: Einsatz digitaler Endgeräte zur Inklusionsförderung
3. Kritische Betrachtung und Gegenargumente
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Dieses Essay untersucht die Forschungsfrage, ob digitale Endgeräte wie Tablets, Laptops und Smartphones einen hinreichenden Beitrag zur Unterstützung der Inklusion im schulischen Kontext leisten können, indem Lernbarrieren abgebaut und Teilhabemöglichkeiten geschaffen werden.
- Rolle der UN-Behindertenrechtskonvention für das Bildungssystem
- Technische Unterstützungsmöglichkeiten für Schüler mit Beeinträchtigungen
- Kooperatives Lernen und digitale Inklusion im Klassenverband
- Kritische Aspekte wie Konzentrationsstörungen und digitale Exklusion
- Notwendigkeit von Medienkonzepten und didaktischer Lehrerschulung
Auszug aus dem Buch
Einsatz digitaler Endgeräte für inklusive Lernprozesse
Digitale Endgeräte können einen wichtigen Beitrag dabei leisten, Bildungsangebote an die besonderen visuellen, auditiven und haptischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen anzupassen und auszurichten. Besonders geeignet erscheinen dazu Tablets, welche durch verschiedene Funktionen an die Bedürfnisse von Beeinträchtigten angepasst werden können und somit das integrative Lernen begünstigen können und darüber hinaus aufgrund ihres geringen Gewichts und der Größe des Bildschirms Handlichkeit und Nutzbarkeit vereinen.
So steht dem Benutzer des Endgeräts ein sogenanntes VoiceOver zur Verfügung, wodurch mit Hilfe des Screenreaders durch Menüs navigiert werden kann. Diese Funktion eignet sich besonders für Menschen mit Sehbehinderung. Darüber hinaus bieten Verschiedene Funktionen und Einstellungen, wie die Zoom-Vergrößerung, die Lupe und die Text-Vergrößerung ebenfalls Hilfestellungen für sehbehinderte Menschen. Die Sprachausgabefunktion ermöglicht es dem Nutzer sich eine Textauswahl vorlesen zu lassen, weshalb vor allem Menschen mit Sehbehinderungen, aber auch Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten von ihr profitieren. Menschen mit Leseschwierigkeiten bietet diese Funktion die Chance bei dem Lerntempo an Regelschulen mitzuhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den völkerrechtlichen Rahmen durch die UN-Behindertenrechtskonvention dar und führt in die Problemstellung des exklusiven Förderunterrichts ein.
2. Hauptteil: Einsatz digitaler Endgeräte zur Inklusionsförderung: Dieses Kapitel erläutert konkrete technische Hilfsmittel wie VoiceOver, Touch-Einstellungen und die Nutzung von Apps zur Gruppenarbeit im inklusiven Unterricht.
3. Kritische Betrachtung und Gegenargumente: Hier werden Bedenken hinsichtlich potenzieller Konzentrationsstörungen, drohender Exklusion durch ungleiche Lernvoraussetzungen und mangelnder Medienkompetenz der Lehrkräfte thematisiert.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass digitale Medien zwar große Chancen zur Inklusion bieten, deren Erfolg jedoch stark von pädagogischen Konzepten und gezielten Qualifizierungen abhängt.
Schlüsselwörter
Inklusion, digitale Endgeräte, UN-BRK, Förderunterricht, Barrierefreiheit, assistive Technologien, mediale Teilhabe, Schulentwicklung, Medienkompetenz, Lernschwächen, körperliche Beeinträchtigung, kooperatives Lernen, Unterrichtsgestaltung, Digitalisierung, Inklusive Schullandschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von digitalen Endgeräten wie Tablets und Computern im schulischen Kontext und untersucht, inwiefern diese zur Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen beitragen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen rechtliche Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention, technische Hilfsmittel zur Barrierefreiheit und die pädagogische Bedeutung von Medienkonzepten im inklusiven Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob digitale Endgeräte die Inklusion innerhalb der Schulen ausreichend unterstützen können, indem sie Hürden für den Zugang zu Bildung abbauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von Argumenten für und gegen den Einsatz digitaler Medien, ergänzt durch Praxisbeispiele aus verschiedenen Schulen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Funktionen digitaler Geräte (Screenreader, Sprachsteuerung) sowie deren kooperative Nutzung in Applikationen, um die Teilhabe am Unterricht in Regelschulen zu ermöglichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, digitale Endgeräte, Barrierefreiheit, Medienkompetenz und assistive Technologien charakterisiert.
Welche Rolle spielen die Lehrkräfte beim digitalen inklusiven Lernen?
Lehrkräfte sind entscheidend, da sie technisch-didaktische Kompetenzen benötigen, um digitale Endgeräte nicht als Selbstzweck, sondern effizient für die Unterrichtsgestaltung und Differenzierung einzusetzen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Beeinträchtigungen wichtig?
Die Art der Beeinträchtigung (z.B. motorisch vs. geistig) bestimmt, wie effektiv spezifische digitale Werkzeuge eingesetzt werden können, weshalb laut Autorin keine pauschale Aussage zur Wirksamkeit getroffen werden kann.
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- Anonym (Author), 2021, Können digitale Endgeräte die Inklusion innerhalb der Schulen ausreichend unterstützen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1272721