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Die digitale Arztpraxis. Eine Analyse zu Akzeptanzfaktoren gegenüber ärztlicher Videokonsultation in Österreich

Titel: Die digitale Arztpraxis. Eine Analyse zu Akzeptanzfaktoren gegenüber ärztlicher Videokonsultation in Österreich

Masterarbeit , 2022 , 91 Seiten , Note: 1

Autor:in: Matthias Wagner (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das österreichische Gesundheitssystem sieht sich zunehmenden Herausforderungen ausgesetzt. Eine immer älter werdende Bevölkerung mit zunehmend chronischen Krankheiten bei gleichzeitig abnehmender Anzahl an Ärzten/Ärztinnen – speziell in ländlichen Gebieten Österreichs – begünstigt eine zukünftig inadäquate medizinische Versorgung. Eine flächendeckende Einführung und Nutzung ärztliche Videokonsultationen (ÄVK) haben das Potenzial einen möglichen Versorgungsnotstand entgegenzuwirken und sich zudem dauerhaft im Gesundheitswesen zu etablieren.

Die vorliegende Arbeit untersucht mögliche Einflussfaktoren der Nutzungsintention österreichischer Patienten gegenüber ärztlicher Videokonsultationen. Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen der Technologieakzeptanzforschung und dem darin häufig verwendeten Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 (UTAUT2) wurde ein Modell mit letztlich sieben Konstrukten entwickelt, um die Intention zur Nutzung zu erklären (R2 = 0,83). Diese Konstrukte sind: Leistungserwartung, Aufwandserwartung, erleichternde Bedingungen, sozialer Einfluss, hedonische Motivation, Kostenbewertung und Gewohnheit. Drei dieser Konstrukte konnte ein signifikanter Einfluss nachgewiesen werden: Leistungserwartung, hedonische Motivation und Gewohnheit.

Mit dieser Arbeit konnte ein Beitrag zur weitestgehend unbehandelten Technologieakzeptanzforschung im Kontext der Telemedizin in Österreich geleistet werden. Erkenntnisse hieraus können von Entscheidungsträger sowohl aus der öffentlichen Hand als auch aus dem privaten Sektor gleichermaßen bei der Einführung und Weiterentwicklung kommerzieller und/oder gemeinnütziger ÄVK-Anwendungen verwendet und berücksichtigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Motivation

1.2 Zielsetzung und Fragestellung

1.3 Aufbau

1.4 Methoden

2. GRUNDLAGEN VIDEOKONSULTATION

2.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung

2.1.1 eHealth

2.1.2 Telemedizin

2.1.3 Videokonsultation

2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen für Videokonsultationen in Österreich

2.3 Technische Voraussetzungen für Videokonsultationen

2.3.1 Infrastrukturelle Voraussetzungen

2.3.2 Individuelle und applikationsbasierte Voraussetzungen

2.3.3 Datenschutz und Regularien

3. GRUNDLAGEN TECHNOLOGIEAKZEPTANZ

3.1 Der Akzeptanzbegriff

3.2 Technologieakzeptanzmodelle

3.2.1 Historische Entwicklung

3.2.2 Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT)

3.2.3 Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 (UTAUT2)

4. TELEMEDIZIN IN ÖSTERREICH

4.1 Akzeptanz telemedizinischer Anwendungen aus der Sicht von Endanwendern

4.2 Telemedizinische Anwendungen in Österreich

4.3 Digitalisierung im österreichischen Gesundheitswesen

5. FORSCHUNGSDESIGN

5.1 Konzeption des Forschungsmodells

5.2 Hypothesenbildung

6. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZU AKZEPTANZ GEGENÜBER ÄRZTLICHER VIDEOKONSULTATIONEN

6.1 Prüfung der Messinstrumente

6.1.1 Erhebung und Prüfung der Daten

6.1.2 Evaluation des Messmodells

6.1.3 Schlussfolgerungen

6.2 Adaptiertes Forschungsmodell

6.3 Datenerhebung und Stichprobe

7. ERGEBNISSE

7.1 Deskriptive Datenaufbereitung

7.2 Evaluation des Messmodells

7.2.1 Interne-Konsistenz-Reliabilität

7.2.2 Konvergenzvalidität

7.2.3 Diskriminanzvalidität

7.2.4 Schlussfolgerungen aus der Evaluation des Messmodells

7.3 Evaluation des Strukturmodells

7.3.1 Prüfung der Kollinearität

7.3.2 Prüfung der Pfadkoeffizienten

7.3.3 Prüfung des Bestimmtheitsmaßes R²

7.3.4 Prüfung der f²-Effektstärke

7.3.5 Prüfung der Prognoserelevanz

7.3.6 Prüfung der q²-Effektstärke

7.4 Prüfung der Hypothesen

7.5 Interpretation der Ergebnisse

8. DISKUSSION

8.1 Zusammenfassung

8.2 Implikationen

8.3 Limitierungen und Kritik

8.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Akzeptanzfaktoren österreichischer Patientinnen und Patienten gegenüber ärztlicher Videokonsultation, um Potenziale und Hürden bei deren Implementierung im österreichischen Gesundheitswesen aufzuzeigen und somit einen Beitrag zur Schließung aktueller Forschungslücken in der Telemedizinakzeptanzforschung zu leisten.

  • Technologieakzeptanzforschung im Kontext der österreichischen Telemedizin
  • Anwendung des Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 (UTAUT2) Modells
  • Analyse von Einflussfaktoren wie Leistungs- und Aufwandserwartung
  • Einfluss von Datenschutzbewusstsein und Gewohnheit auf die Nutzungsintention
  • Implikationen für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Telemedizin

Zweck der Telemedizin ist die Erbringung von Gesundheitsleistungen unter Einsatz verschiedener Arten der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) mit dem Ziel Gesundheitsergebnisse zu verbessern. Des weiteren sollen mit dieser Form der Behandlung geografische Hindernisse überwunden werden (eHealth, 2010).

[Telemedicine is] The delivery of health care services, where distance is a critical factor, by all health care professionals using information and communication technologies for the exchange of valid information for diagnosis, treatment and prevention of disease and injuries, research and evaluation, and for the continuing education of health care providers, all in the interests of advancing the health of individuals and their communities. (eHealth, 2010)

Wie Sood et al. (2007) in ihren Auswertungen von 200 Telemedizin-Definitionen feststellen, sind im Allgemeinen vier wesentliche Perspektiven des Begriffs zu erkennen:

Medizinische Perspektive: es werden Gesundheitsdienstleistungen ausgeübt.

Technologische Perspektive: zur Ausübung von Gesundheitsdienstleistungen werden Informations- und Kommunikationssysteme verwendet.

Räumliche Perspektive: beschreibt die Distanz zwischen Empfänger und Sender von Gesundheitsdienstleistungen.

Nutzenperspektive: diese Perspektive beschreibt den Mehrwert, der durch Telemedizin geschaffen wird, vor dem Hintergrund zunehmender Versorgungsschwierigkeiten in der Medizin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund der Herausforderungen des österreichischen Gesundheitswesens und definiert die Forschungsfrage sowie den methodischen Aufbau.

2. GRUNDLAGEN VIDEOKONSULTATION: Hier werden zentrale Begriffe wie eHealth, Telemedizin und Videokonsultation definiert sowie die infrastrukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich beleuchtet.

3. GRUNDLAGEN TECHNOLOGIEAKZEPTANZ: In diesem Teil werden theoretische Akzeptanzkonzepte und -phasen erläutert sowie relevante wissenschaftliche Modelle der Akzeptanzforschung dargestellt.

4. TELEMEDIZIN IN ÖSTERREICH: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Telemedizin in Österreich und analysiert die Akzeptanz aus Sicht der Endanwender.

5. FORSCHUNGSDESIGN: Hier wird das auf dem UTAUT2-Modell basierende Forschungsmodell entworfen und die Hypothesenbildung für die empirische Untersuchung dargelegt.

6. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZU AKZEPTANZ GEGENÜBER ÄRZTLICHER VIDEOKONSULTATIONEN: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise, inklusive der Prüfung der Messinstrumente und der Datenerhebung.

7. ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten ausgewertet, das Mess- und Strukturmodell evaluiert und die aufgestellten Hypothesen geprüft.

8. DISKUSSION: Der finale Teil fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Implikationen für die Praxis, reflektiert die Limitierungen der Arbeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Telemedizin, Videokonsultation, Technologieakzeptanz, UTAUT2, Österreich, Gesundheitswesen, Patientenakzeptanz, Gesundheitsversorgung, Digitalisierung, Datenschutz, Nutzungsintention, Telemonitoring, eHealth.

Häufig gestellte Fragen

Worum handelt es sich in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die die Bereitschaft österreichischer Patientinnen und Patienten beeinflussen, ärztliche Videokonsultationen zu nutzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die technologischen Grundlagen der Telemedizin, die theoretische Einordnung von Akzeptanzmodellen, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich sowie die empirische Auswertung einer Nutzerbefragung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: Was beeinflusst die Nutzungsintention von österreichischen Patientinnen und Patienten gegenüber ärztlicher Videokonsultation?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein theoretisches Modell (basierend auf UTAUT2) mittels Partial Least Squares Strukturgleichungsmodellierung (PLS-SEM) analysiert wird.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil?

Neben den theoretischen Grundlagen der Telemedizin und Akzeptanzforschung steht die empirische Untersuchung im Fokus, bei der Daten durch Online-Fragebögen erhoben und statistisch ausgewertet wurden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Telemedizin, UTAUT2, Österreich, Akzeptanz, Gesundheitswesen, Digitalisierung und Patientin/Patient.

Warum spielt der Datenschutz in dieser Arbeit eine besondere Rolle?

Da es sich um hochsensible, gesundheitsrelevante Daten handelt, ist der Datenschutz eine kritische Hürde für die Akzeptanz gegenüber digitalen Anwendungen wie der Videokonsultation.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse der empirischen Analyse?

Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Leistungs- und Aufwandserwartung sowie die Gewohnheit und hedonische Motivation signifikante Einflüsse auf die Nutzungsintention haben.

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Details

Titel
Die digitale Arztpraxis. Eine Analyse zu Akzeptanzfaktoren gegenüber ärztlicher Videokonsultation in Österreich
Note
1
Autor
Matthias Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
91
Katalognummer
V1272726
ISBN (PDF)
9783346717917
ISBN (Buch)
9783346717924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arztpraxis eine analyse akzeptanzfaktoren videokonsultation österreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Wagner (Autor:in), 2022, Die digitale Arztpraxis. Eine Analyse zu Akzeptanzfaktoren gegenüber ärztlicher Videokonsultation in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1272726
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Leseprobe aus  91  Seiten
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