Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), deren Hauptausschuss im Jahre 1919 als Teil der sozialdemokratischen Partei durch Marie Juchacz gegründet wurde, ist „ein anerkannter Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege“, der demokratisch und föderativ aufgebaut sowie „konfessionell neutral“ ist (Landesarbeitsgemeinschaft AWO NRW 2002: 1ff).
Die Leitsätze der AWO begründen sich durch das Handeln nach den Werten des freiheitlich-demokratischen Sozialismus: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Als Mitgliederverband kämpft die AWO für eine sozial gerechte Gesellschaft. Verfolgt wird dies mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen (vgl. Landesarbeitsgemein-schaft AWO NRW 2002: 4). Welche Aufgaben die AWO beinhaltet, wird in dieser Arbeit näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Aufgaben der AWO
1.1 Familienarbeit und Familienbildung
1.2 Erholung, Kuren, Reisen
1.3 Kindertagesbetreuung
1.4 Jugendarbeit
1.5 Altenarbeit
1.6 Behindertenarbeit
1.7 Frauenförderungsarbeit
1.8 Beratungsdienste
1.9 Gesundheitshilfe
1.10. Internationale Aktivitäten
1.11 Fort- und Weiterbildung
2. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit gibt einen Überblick über die vielfältigen Aufgabengebiete der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, um die soziale Ausrichtung und die aktuellen Herausforderungen des Verbandes darzustellen.
- Historischer Kontext und Gründung der AWO
- Leitwerte und sozialpolitischer Anspruch
- Detaillierte Analyse der operativen Tätigkeitsfelder
- Qualitätsmanagement in der sozialen Dienstleistung
- Wettbewerbspositionierung und demografische Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
1.3 Kindertagesbetreuung
Kindertageseinrichtungen der AWO sind soziale Dienstleitungen für Familien und Kinder. Hierzu wird Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder in unterschiedlichster Form angeboten. Die AWO verfügt über Krippen, Horte, Kindergärten, Kindertagesstätten, Spielkreise und Eltern-Kind-Gruppen.
Die ersten AWO- Kindergärten wurden in den 20er Jahren eröffnet mit dem ursprünglichen Gedanken, Kinder aufzunehmen, „deren Eltern aus sozialen, gesundheitlichen und erzieherischen Gründen nicht ausreichend imstande (...) [waren], für ihre Kinder selbst zu sorgen.“ Somit galt Kindertagesbetreuung als „Unterstützung und Ergänzung der Familienerziehung“. Daneben wurden insbesondere Einzelkinder aufgenommen, um ihnen „in der Gemeinschaft den Übergang in die Schule zu erleichtern“.
Heute ist die AWO offen für alle Gesellschaftsgruppen, d.h. „sozialer Einfluss, politische Einstellung, Rasse oder Religion der Eltern und Familien...“ spielen für die Aufnahme in die Kindertageseinrichtungen keine Rolle. Die AWO verfügt derzeitig über ca. 120 000 Plätze in insgesamt 1800 Kindertageseinrichtungen, welche die grundlegenden Ziele verfolgen, die Kinder frühzeitig am Gemeinwesen zu beteiligen und soziale Werte und Kompetenzen zu vermitteln. Des Weiteren will die AWO die Möglichkeit zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben, womit die Schaffung von Ganztagsplätzen eng verbunden ist. Die Hälfte aller Institutionen für Kinder sind daher Ganztagseinrichtungen. Mit den AWO Kindereinrichtungen soll zum Abbau von Benachteiligungen beigetragen werden, was z.B. mit integrativ ausgestatteten Kindertagesstätten für Kinder mit und ohne Behinderung erreicht wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt die AWO als demokratischen Spitzenverband vor, definiert ihre Grundwerte des freiheitlich-demokratischen Sozialismus und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der Aufgabengebiete.
1. Aufgaben der AWO: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Auflistung der operativen Tätigkeitsfelder der AWO, die von Familienbildung über Alten- und Behindertenarbeit bis hin zu internationaler Hilfe und Fortbildungsangeboten reicht.
2. Schlussbemerkung: Der Autor resümiert die aktuelle Wettbewerbssituation der AWO und weist auf die Notwendigkeit hin, durch eine attraktivere Angebotsstruktur für jüngere Generationen die Zukunftsfähigkeit des Verbandes zu sichern.
Schlüsselwörter
Arbeiterwohlfahrt, AWO, Soziale Arbeit, Wohlfahrtspflege, Familienbildung, Kindertagesbetreuung, Altenarbeit, Jugendarbeit, Behindertenarbeit, Ehrenamt, Sozialdienstleistungen, Qualitätsmanagement, Wettbewerb, Sozialer Sozialismus, Hilfe zur Selbsthilfe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Beschreibung der verschiedenen Aufgabenbereiche, die die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als einer der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland wahrnimmt.
Was sind die zentralen Themenfelder der AWO?
Zu den zentralen Feldern zählen die Familienarbeit, Kindertagesbetreuung, Jugend- und Altenarbeit, die Behindertenhilfe, Frauenförderung sowie internationale Aktivitäten und das System der Fort- und Weiterbildung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über das breite Dienstleistungsangebot der AWO zu geben und dabei aufzuzeigen, wie der Verband auf soziale, wirtschaftliche und politische Anforderungen reagiert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Ausarbeitung basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung aktueller Beiträge sowie Internetquellen der AWO, um den aktuellen Stand der Aufgabenbereiche abzubilden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Handlungsfelder der AWO detailliert beschrieben, wobei jedes Feld (von 1.1 bis 1.11) spezifische Ziele und Dienstleistungsangebote darlegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Dienstleistung, Wohlfahrtsverband, ehrenamtliches Engagement, Qualitätsmanagement und die sozialpolitische Ausrichtung der AWO definiert.
Warum spielt die Altenarbeit eine so bedeutende Rolle für die AWO?
Sie stellt das größte Aufgabengebiet des Verbandes dar, was sich auch in einer hohen Mitgliederzahl bei den über 60-Jährigen widerspiegelt, jedoch gleichzeitig die Herausforderung birgt, jüngere Generationen stärker anzusprechen.
Welche Rolle spielt die "Marktöffnung" für die Zukunft der AWO?
Die Marktöffnung erfordert von der AWO, wie auch von anderen Wohlfahrtsverbänden, im Wettbewerb leistungsfähiger, flexibler und kundenorientierter zu agieren, um in einem schwierigen Umfeld bestehen zu können.
- Quote paper
- Katharina Gorski (Author), 2005, Die Aufgaben der AWO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127288