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Kollokationen und Phraseologismen im Italienischen

Spiegel der sprachlichen Kreativität oder Problematik für den Sprachschüler?

Title: Kollokationen und Phraseologismen im Italienischen

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 45 Pages , Grade: 1

Autor:in: Franziska Lottes (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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„Als John nach seiner After-work-Party im Club in seinem Appartement auf der 16. Etage angekommen war, setzte er sich sofort an seinen Laptop, um im Internet zu surfen, dabei seine Emails zu checken und danach noch ein bisschen im Chatroom zu plaudern und ein wenig zu chillen“- was sich hier für den einen oder anderen wie ein Zitat aus einem Science Fiction Roman anhören mag, ist für andere eine ganz normale und leicht verständliche Aussage über einen Mann und dessen Tätigkeiten in seiner Freizeit. Dieser Satz verdeutlicht auf drastische Weise, welch großen Einfluss das Englische auf das Vokabular anderer Sprachen und deren Sprecher hat, wie alltäglich Anglizismen im Lexikon (im mentalen vielleicht noch mehr als im gedruckten) von EFL-learnern ebenso wie dem von nicht englischsprachigen Personen enthalten sind.
Die überwältigende und nach Meinung einiger Wissenschaftler auch bedrohlich starke Beeinflussung des Englischen auf andere Sprachen der Welt sowie dessen Benutzung für die Vermittlung von nicht nur fachspezifischen Daten und Fakten sondern zunehmend auch für Allgemeinwissen beschäftigt Linguisten schon seit mehreren Jahrzehnten und soll daher auch Basis dieser Arbeit sein, in der zunächst die Bedeutung des Englischen als Lingua Franca dargestellt werden soll. Des Weiteren wird auf die Rolle der Länder bezüglich dieser Bedeutung und dieses Einflusses eingegangen werden. Nach diesen allgemein gehaltenen Passagen, wird im weiteren Verlauf spezifisch die Wechselbeziehung zwischen dem Englischen und Italienischem dargestellt und die Verbreitung von Anglizismen und deren Rolle in der italienischen Sprache ebenso wie die italienischen Termini im Englischen untersucht werden. Gefahren und Vorteile einer von vielen Seiten gefürchteten „Verenglischung“ der Muttersprache sollen aufgezeigt und es wird untersucht werden, ob die Angst vor einer „Englischepedemie“ generell berechtigt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlegende Definitionen

2.1 Kollokationen

2.1.1 Eigenschaften

2.1.2 Klassifizierungen

2.2 Phraseologismen

2.2.1 Eigenschaften

2.2.2 Klassifizierungen

2.3 Idiome

2.3.1 Funktionen

2.3.2 Eigenschaften

2.3.3 Hierarchien

2.4 Hyperonym-Hyponym-Beziehungen zwischen Kollokationen, Phraseologismen und Idiomen?

3 Beziehungen der Elemente der Kollokationen untereinander

3.1 Tautologie

3.2 Kontradiktion

3.3 Restriktionen

4 Sprachspezifität der Kollokationen, Phraseologismen und Idiome

4.1 Vergleiche ausgewählter Ausdrücke in der italienischen, deutschen und englischen Sprache

4.2 Resultierende Problematiken für den Sprachschüler

5 Die Erfassung von Kollokationen, Phraseologismen und Idiomen in Wörterbüchern

6 Zusammenfassung und Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Kollokationen, Phraseologismen und Idiome hinsichtlich ihrer Definitionen, Funktionen und Eigenschaften, um zu klären, ob diese sprachlichen Phänomene Ausdruck kreativer Sprachproduktion oder eine signifikante Lernhürde für Nicht-Muttersprachler darstellen.

  • Systematische Definition und Differenzierung von Kollokationen, Phraseologismen und Idiomen.
  • Analyse der inneren Beziehungen (Tautologie, Kontradiktion, Restriktionen) dieser sprachlichen Einheiten.
  • Untersuchung der Sprachspezifität durch einen trilingualen Vergleich (Italienisch, Deutsch, Englisch).
  • Bewertung der Repräsentation dieser Phänomene in ein- und zweisprachigen Wörterbüchern.
  • Diskussion der daraus resultierenden Herausforderungen für den Spracherwerb.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Eigenschaften

Die Mehrgliedrigkeit der Kollokationen hat bereits bei der Definition Erwähnung gefunden. Demnach bestehen sie aus einer Basis und mindestens einem Kollokator, wobei Sinclair und Jones den Terminus node anstelle von „Basis“ verwenden, der für sie jene „lexikalische Einheit [bezeichnet], deren Kollokationsverhalten studiert wird“. Diese semantisch autonomen Basen, oder node, die Thomaßen zufolge auch in der Kollokation ihre eigentliche Bedeutung nicht verlieren, unterscheiden die Kollokationen von den locuzioni (feste Redewendungen), deren Komponenten jedwede ursprüngliche, wörtliche Bedeutung in der Verbindung abgelegt haben.

Kollokationen können jedoch durchaus zu Idiomen werden, wie auch schon Heid bemerkte; werden sie doch schon von manchen Linguisten als Vorstufe eines solchen benannt. Im Falle des Wandels beziehungsweise der Entwicklung einer Kollokation zu einem Idiom werden die „Verbindungen [unter den Konstituenten] immer komplexer, (…) während gleichzeitig die Projektion eines Inhaltsmerkmals immer mehr in den Hintergrund tritt“.

Die These jedoch, dass sich, wie Pearce es formuliert, Kollokationen dadurch auszeichnen, „dass ihre Konstituenten nicht durch Synonyme ersetzt werden können“, würde Kollokationen den Idiomen gleichsetzen. Diese Annahme nach Pearce ist jedoch nicht richtig. Die Lexeme verspüren und fühlen können als Synonyme für empfinden gebraucht werden und würden in einer Verbindung mit dem Nomen Angst den Sinn der Kollokation, nämlich Angst haben nicht entstellen, sondern ihn vielmehr noch weiter spezifizieren beziehungsweise könnte die Kollokation somit dem Kontext besser angepasst werden. Bading spricht in diesem Zusammenhang vom „kommunikativ-situative[n] Kontext, [demnach] Kollokatoren der gleichen Ebene (…) nicht alle identisch und willkürlich ersetzbar [sind]. Es gibt [vielmehr] einen Unterschied zwischen mündlicher oder schriftlicher Kommunikation, Fachsprache oder allgemeiner Sprache“. Die Basen müssen dabei unverändert bleiben, der Kollokator kann in manchen Fällen durch Synonyme ersetzt werden, eine Substituierbarkeit ist also in gewissem Maß gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung anhand der Synonymieproblematik und skizziert das Ziel der Arbeit, Kollokationen, Phraseologismen und Idiome als mögliche Hürden für Fremdsprachenlerner zu untersuchen.

2 Grundlegende Definitionen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem Kollokationen, Phraseologismen und Idiome definiert, in ihren Eigenschaften beleuchtet und voneinander abgegrenzt werden.

3 Beziehungen der Elemente der Kollokationen untereinander: Hier werden die internen Charakteristika von Kollokationen, insbesondere Tautologie, Kontradiktion und Restriktionen, detailliert analysiert.

4 Sprachspezifität der Kollokationen, Phraseologismen und Idiome: Es erfolgt ein trilingualer Vergleich von Ausdrücken sowie eine Diskussion über die daraus resultierenden Schwierigkeiten für den Sprachschüler.

5 Die Erfassung von Kollokationen, Phraseologismen und Idiomen in Wörterbüchern: Die Arbeit prüft, wie Diktionäre diese komplexen Phrasen repräsentieren und welche Lücken in der lexikographischen Erfassung bestehen.

6 Zusammenfassung und Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Grad der Kreativität gegenüber der Schwierigkeit, die diese Sprachbausteine für Lernende darstellen.

Schlüsselwörter

Kollokationen, Phraseologismen, Idiome, Sprachwissenschaft, Lexikologie, Semantik, Fremdsprachenlernen, Sprachspezifität, Syntax, Idiomatizität, Wörterbuch, Sprachproduktion, Sprachnorm, Mehrgliedrigkeit, Kontinuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktischen Probleme von Kollokationen, Phraseologismen und Idiomen im Italienischen sowie deren Vergleich mit dem Deutschen und Englischen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Klassifizierung dieser festen Wendungen, ihre internen semantischen Strukturen sowie ihre Behandlung in der Wörterbuchlexikographie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu ermitteln, ob der Gebrauch dieser Phrasen ein Zeichen hoher sprachlicher Kreativität ist oder ob der Schwierigkeitsgrad beim Erlernen als signifikante Barriere überwiegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse linguistischer Standardwerke sowie einem kontrastiven Vergleich ausgewählter Ausdrücke in drei Sprachen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Eigenschaften und Klassifizierungen, die semantischen Beziehungen (Tautologie, Kontradiktion) sowie die Schwierigkeiten bei der Übersetzung und Erfassung in Wörterbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kollokationen, Phraseologismen, Idiome, Lexikologie, Sprachspezifität und Fremdsprachenlernen.

Wie unterscheiden sich Kollokationen von Idiomen in der Wörterbucherfassung?

Kollokationen werden oft nur implizit unter dem Lemma der Basis aufgeführt, während Idiome aufgrund ihrer Intransparenz meist in speziellen Subeinträgen oder Anhängen gelistet werden müssen.

Warum stellt die Sprachspezifität eine Hürde für Lernende dar?

Da jede Sprache ihre eigene „interpretative Matrix“ besitzt, lassen sich die Komponenten von Idiomen selten eins-zu-eins übersetzen, was eine rein strukturelle Analyse unmöglich macht.

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Details

Title
Kollokationen und Phraseologismen im Italienischen
Subtitle
Spiegel der sprachlichen Kreativität oder Problematik für den Sprachschüler?
College
Martin Luther University
Grade
1
Author
Franziska Lottes (Author)
Publication Year
2008
Pages
45
Catalog Number
V127293
ISBN (eBook)
9783640393442
Language
German
Tags
Kollokationen Phraseologismen Italienischen Spiegel Kreativität Problematik Sprachschüler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Lottes (Author), 2008, Kollokationen und Phraseologismen im Italienischen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127293
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