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Die Rolle der "Pike" im Onlinejournalismus

Title: Die Rolle der "Pike" im Onlinejournalismus

Essay , 2008 , 13 Pages , Grade: N.N.

Autor:in: Holger Laschka (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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„Journalismus ist Handwerk. Wenn ihr gute Handwerker seid, werdet ihr auch gute Journalisten.“ Mit dieser klaren Aussage plädiert der Hamburger Professor und Leiter der renommierten Henri-Nannen-Schule, Dr. Christoph Fasel, für eine solide Ausbildung der Nachwuchsjournalisten aller Genres. Diese Ausbildung findet an seinem Institut multimedial statt. Doch Basis ist auch für Fasel der klassische Kärrnerweg über den lokalen Printjournalismus: „Der Weg beginnt in der Grasnarbe, in den Lokalredaktionen. Dort lernt man das Handwerk von der Pike auf. Auch die Henri-Nannen-Schüler gehen in die Lokalredaktionen.“

Journalismus ist – wie kaum ein anderes Berufsfeld – ein Tummelplatz für Quer- und Seiteneinsteiger, Neben- und Hobbyberufler. Während die Redaktionen der Tageszeitungen früher wie heute traditionell mit gut ausgebildeten Journalisten – die in der Regel ein hauseigenes Volontariat absolviert haben – besetzt sind, hat die Ausbreitung der elektronischen Medien zu einem starken Anstieg des Bedarfs an journalistischen Mitarbeitern geführt, die oft multiple Talente mitbringen müssen: Recherche, journalistische und technische Beitragsaufbereitung, Moderation und ein gewisses Maß an Entertainment liegen beispielsweise beim Lokalradio oft in ein und derselben Hand. Dass diese Person häufig auch noch mit verhältnismäßig geringen Honoraren entlohnt wird, wirkt sich negativ auf die journalistische Qualität aus.

Die Schleusen auf dem journalistischen Arbeitsmarkt so richtig geöffnet hat indes erst der Onlinejournalismus. Während Print- und elektronische Medien vergleichweise hohe Marktbarrieren mit sich bringen – von der Markteintrittsinvestition über die Erfüllung rechtlicher Auflagen bis hin zur betrieblichen Organisation – bietet das Internet praktisch Jedermann die Möglichkeit, ohne nennenswerte Kosten publizistisch (und damit auch journalistisch) tätig zu werden. Das Stichwort lautet hier „ePublishing“.

...

Für den Onlinejournalisten bedeutet dies, dass er ebenso wie sein (ausgebildeter) Print- oder Rundfunkkollege das klassische journalistische Handwerkszeug beherrschen muss. Er ist darüber hinaus aber zusätzlich gefordert, multimediale und technische Kompetenz zu erwerben und seinen Leser im vielschichtigen Umfeld des Internets an die Hand zu nehmen, um ihn objektiv und mit konstanter Qualität journalistisch zu versorgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Onlinejournalismus – Printjournalismus im Netz?

2. Ausbildung von Onlinejournalisten – Erarbeitung eines Profils

2.1. Ausbildungsschwerpunkte Multimedialität und Non-Linearität

2.2. Ausbildungsschwerpunkte Interaktivität und Kommunikativität

2.3. Ausbildungsschwerpunkte Ubiquität und Echtzeit-Aktualität

3. Onlinejournalismus – eine echte berufliche Perspektive?

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die Erarbeitung eines Anforderungsprofils für moderne Onlinejournalisten unter Berücksichtigung der spezifischen technischen Anforderungen des Mediums sowie die Untersuchung der aktuellen beruflichen Perspektiven in diesem Bereich.

  • Klassische journalistische Qualitätskriterien im Online-Bereich
  • Kompetenzanforderungen und Ausbildung für Onlinejournalisten
  • Die Auswirkungen von Web 2.0 und Hypermedia auf die journalistische Arbeit
  • Herausforderungen durch Interaktivität und Echtzeit-Aktualität
  • Arbeitsfelder und Vergütungssituation für Online-Redakteure

Auszug aus dem Buch

1. Onlinejournalismus – Printjournalismus im Netz?

„Journalismus ist Handwerk. Wenn ihr gute Handwerker seid, werdet ihr auch gute Journalisten.“ Mit dieser klaren Aussage plädiert der Hamburger Professor und Leiter der renommierten Henri-Nannen-Schule, Dr. Christoph Fasel, für eine solide Ausbildung der Nachwuchsjournalisten aller Genres. Diese Ausbildung findet an seinem Institut multimedial statt. Doch Basis ist auch für Fasel der klassische Kärrnerweg über den lokalen Printjournalismus: „Der Weg beginnt in der Grasnarbe, in den Lokalredaktionen. Dort lernt man das Handwerk von der Pike auf. Auch die Henri-Nannen-Schüler gehen in die Lokalredaktionen.“

Journalismus ist – wie kaum ein anderes Berufsfeld – ein Tummelplatz für Quer- und Seiteneinsteiger, Neben- und Hobbyberufler. Während die Redaktionen der Tageszeitungen früher wie heute traditionell mit gut ausgebildeten Journalisten – die in der Regel ein hauseigenes Volontariat absolviert haben – besetzt sind, hat die Ausbreitung der elektronischen Medien zu einem starken Anstieg des Bedarfs an journalistischen Mitarbeitern geführt, die oft multiple Talente mitbringen müssen: Recherche, journalistische und technische Beitragsaufbereitung, Moderation und ein gewisses Maß an Entertainment liegen beispielsweise beim Lokalradio oft in ein und derselben Hand. Dass diese Person häufig auch noch mit verhältnismäßig geringen Honoraren entlohnt wird, wirkt sich negativ auf die journalistische Qualität aus.

Die Schleusen auf dem journalistischen Arbeitsmarkt so richtig geöffnet hat indes erst der Onlinejournalismus. Während Print- und elektronische Medien vergleichweise hohe Marktbarrieren mit sich bringen – von der Markteintrittsinvestition über die Erfüllung rechtlicher Auflagen bis hin zur betrieblichen Organisation – bietet das Internet praktisch Jedermann die Möglichkeit, ohne nennenswerte Kosten publizistisch (und damit auch journalistisch) tätig zu werden. Das Stichwort lautet hier „ePublishing“ – und es umfasst nicht nur die herkömmliche Veröffentlichung in Form einer Internetpräsenz, sondern darüber hinaus auch publizistische Newsletter-Dienste und andere Varianten der elektronischen Informationsverteilung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Onlinejournalismus – Printjournalismus im Netz?: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel des Journalismus durch das Internet und definiert Onlinejournalismus unter Berücksichtigung klassischer Qualitätskriterien.

2. Ausbildung von Onlinejournalisten – Erarbeitung eines Profils: Hier wird das Anforderungsprofil für Onlinejournalisten erstellt, wobei neben handwerklichen Grundlagen vor allem multimediale und technische Kompetenzen im Fokus stehen.

2.1. Ausbildungsschwerpunkte Multimedialität und Non-Linearität: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung von Hypermedia und die Nutzung von Text, Bild und Ton zur journalistischen Informationsvermittlung.

2.2. Ausbildungsschwerpunkte Interaktivität und Kommunikativität: Dieses Kapitel behandelt den Wandel im Rollenverständnis zwischen Journalist und Rezipient durch Web 2.0-Anwendungen wie Wikis und Blogs.

2.3. Ausbildungsschwerpunkte Ubiquität und Echtzeit-Aktualität: Hier werden die Chancen und Risiken der sofortigen weltweiten Verfügbarkeit von Inhalten sowie die Bedeutung journalistischer Sorgfaltspflichten erörtert.

3. Onlinejournalismus – eine echte berufliche Perspektive?: Das abschließende Kapitel analysiert die Beschäftigungssituation, die Vergütung sowie die verschiedenen klassischen Betätigungsfelder für ausgebildete Onlinejournalisten.

Schlüsselwörter

Onlinejournalismus, Ausbildung, Multimedialität, Hypermedia, Web 2.0, Interaktivität, Echtzeit-Aktualität, Journalistische Qualität, E-Publishing, Content-Management, Berufsbild, Redaktionssysteme, Recherche, Online-Redaktion, Pressefreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Berufsbild des Onlinejournalisten im digitalen Zeitalter, von den notwendigen Qualifikationsanforderungen bis hin zu den praktischen Arbeitsfeldern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die journalistische Ausbildung, die Besonderheiten digitaler Publikationsformen (Hypermedia) und die veränderte Interaktion mit dem Publikum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines Anforderungsprofils, das dem Onlinejournalisten hilft, sich in einem komplexen Umfeld professionell zu behaupten.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Es werden gängige Medientheorien, Qualitätsmodelle des Journalismus sowie aktuelle Entwicklungen der Internetnutzung und -techniken herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit fachspezifischen Kompetenzen wie Multimedialität, Interaktivität und Aktualität sowie die berufliche Situation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Konzepte umfassen Multimedialität, Non-Linearität, Web 2.0, Ubiquität und journalistische Sorgfaltspflicht.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Onlinejournalisten von der eines klassischen Redakteurs?

Während klassische Rollen oft „neutral“ waren, agiert der Onlinejournalist heute verstärkt als Partner seiner Leser, der zudem technische Werkzeuge beherrschen muss.

Welche Rolle spielt das Web 3.0 in der Ausbildung?

Das Web 3.0 fungiert als semantisches Netz, das automatisierte Reaktionen auf Wissensnachfrager ermöglicht und somit neue technische Kompetenzen vom Journalisten verlangt.

Was bedeutet die "neue Ganzheitlichkeit" für den Journalisten?

Sie beschreibt ein Phänomen, bei dem der Journalist zunehmend mehr Verantwortung für das gesamte Endprodukt, inklusive technischer und gestalterischer Komponenten, übernimmt.

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Details

Title
Die Rolle der "Pike" im Onlinejournalismus
College
University of Applied Sciences Ansbach
Grade
N.N.
Author
Holger Laschka (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V127294
ISBN (eBook)
9783640334797
ISBN (Book)
9783640334438
Language
German
Tags
Ausbildung Onlinejournalismus ePublishing Perspektiven Onlinejournalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Laschka (Author), 2008, Die Rolle der "Pike" im Onlinejournalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127294
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