In dieser Hausarbeit wird erläutert, wie man im Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Unterricht mithilfe des Films "Maria ihm schmeckt´s nicht!" das Empathievermögen, die Perspektivenübernahme und die Perspektivenkoordination lernen kann. Das primäre Ziel ist es, dass die Schüler und Schülerinnen offener gegenüber dem Fremden werden und der Angstabbau gegenüber dem Unbekannten kann nur erfolgen, wenn sie das nötige Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel besitzen.
Der Einsatz des Films "Maria ihm schmeckt´s nicht!" ist für den Unterricht einer Hauptschulklasse sehr gut geeignet, denn alle in ihm behandelten Themen, wie Fremdheitserfahrungen, gesellschaftliche Probleme, Vorurteile, Sterotype, Multi-Kulti-Gesellschaft und Schulung der Empathie werden laut Lehrplan in den Jahrgangsstufen sieben bis neun behandelt. Jedoch sollte man beim Einsatz dieses Films als Lehrkraft beachten, dass man mit der Klasse alle Klischees und Stereotype bespricht, damit sich die SuS nicht das negativ gezeigte Verhalten der Figuren aneignen. Außerdem ist dieser Film nur für die Jahrgangsstufen sieben bis neun geeignet, da die Sprache sowie die Thematik auf höherem Niveau sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Unterrichtsanalyse
2.1 Sachanalyse
2.1.1 Handlungsorientierter Umgang im Literaturunterricht
2.1.2 DaF- und Filmdidaktik
2.1.3 Fremdheit
2.2 Kompetenzerwartungen
2.2.1 Bildungsgehalt/ Bildungsstandards
2.2.2 Lehrplanbezug
2.2.3 Lernziele
2.2.3.1 Groblernziel
2.2.3.2 Teillernziele
3. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
4. Unterrichtssequenz zum Film
4.1 Didaktische Überlegung
4.2 Geplante Unterrichtssequenz
4.3 Schriftliche Planung
4.3.1 Bild der Lerngruppe
4.3.2 Ausformulierter Unterrichtsverlauf
4.3.2.1 Erste Unterrichtseinheit: Einstieg
4.3.2.2 Zweite Unterrichtseinheit: Erarbeitung
4.3.2.3 Dritte Unterrichtseinheit: Ergebnissicherung
4.3.2.4 Vierte Unterrichtseinheit: Vertiefung
4.3.2.5 Fünfte Unterrichtseinheit: Abschluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie durch den Einsatz des Films „Maria ihm schmeckt's nicht!“ in einer neunten Klasse Empathiefähigkeit und Perspektivwechsel gefördert werden können, um Vorurteile gegenüber dem Fremden abzubauen.
- Handlungsorientierte Literaturdidaktik
- DaF- und Filmdidaktik im Unterricht
- Analyse und Dekonstruktion von Stereotypen und Klischees
- Interkulturelle Kompetenzentwicklung
- Praktische Implementierung von Unterrichtssequenzen
Auszug aus dem Buch
Die drei Ebenen der Fremdheit nach Justin Stagl
Die Arbeit mit Standbildern ist sehr einfach und spannend. Es gibt mehrere Arten, Standbilder zu entwickeln, wobei jeweils verschiedene Zielsetzungen verfolgt werden können. Die letzte Methode, die ich erwähnen will, ich die Dolmetscheraufgabe, die ich auch als Methode bei meiner geplanten Unterrichtseinheit verwende. Bei dieser Aufgabe gibt es einen Dolmetscher und im Gegensatz zum Übersetzer - gesprochenen Text mündlich oder mittels Gebärdensprache von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache überträgt.
Die Unterrichtsequenz wird in einer neunten Klasse einer Haupt- und Mittelschule kurz nach dem Zwischenzeugnis (Ende Februar bis Mitte März) stattfinden, da die SuS in diesem Schuljahr ihren Qualifizierenden Hauptschulabschluss erwerben werden. Es sollte genau in diesem Zeitraum sein, damit die gewählten Themen aus der siebten und achten Klasse nochmal wiederholt werden. In dem DaZ-Quali sind bisher Themen, wie Integration, Vorurteile, Perspektivenwechsel- und übernahme und Multi-Kulti-Gesellschaft vorgekommen. Die Sequenz umfasst insgesamt 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, die maximal 2 Wochen dauern sollte.
Kapitelzusammenfassung
Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl „Fremdheit“ und erläutert das Ziel, durch den Film „Maria ihm schmeckt's nicht!“ Empathie und Perspektivwechsel bei Schülern zu fördern.
Unterrichtsanalyse: Hier werden theoretische Grundlagen wie die handlungsorientierte Literaturdidaktik, DaF-Didaktik und der soziologische Begriff der Fremdheit nach Justin Stagl wissenschaftlich fundiert.
Einsatzmöglichkeiten im Unterricht: Dieses Kapitel benennt konkrete Schulfächer wie GSE, Ethik und Deutsch, in denen der Film aufgrund seiner Thematik gewinnbringend eingesetzt werden kann.
Unterrichtssequenz zum Film: Der Hauptteil beschreibt die didaktische Planung, die Lerngruppe, die methodischen Ansätze (z.B. Dolmetscheraufgabe) und den detaillierten Verlauf der Unterrichtseinheiten zur Filmarbeit.
Schlüsselwörter
Fremdheit, Empathie, Perspektivwechsel, Filmdidaktik, DaF, Maria ihm schmeckt's nicht, Handlungsorientierung, Literaturunterricht, Integration, Vorurteile, Stereotypen, Interkulturelle Kompetenz, Mittelschule, Rollenspiel, Filmanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt den methodischen Einsatz des Films „Maria ihm schmeckt's nicht!“ im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht der neunten Klasse.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Förderung von Empathie, der Abbau von Vorurteilen sowie die Entwicklung interkultureller Kompetenz bei Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Schülern durch aktive Filmarbeit einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und den Umgang mit dem Begriff „Fremdheit“ reflektiert zu schulen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der Methoden wie szenisches Spiel, Standbilder und die „Dolmetscheraufgabe“ zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Film nutzt.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der DaF- und Filmdidaktik sowie eine detaillierte, praxisnahe Unterrichtsplanung für neun Einheiten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von Fremdheit, Empathiefähigkeit, DaF-Didaktik und handlungsorientiertem Filmunterricht aus.
Warum spielt die „Dolmetscheraufgabe“ eine besondere Rolle?
Die Dolmetscheraufgabe dient den Schülern als praktische Methode, um sprachliche Barrieren und die Bedeutung von Mimik und Gestik für das gegenseitige Verständnis unmittelbar zu erfahren.
Wie sieht der Autor die Rolle der Lehrkraft bei diesem Projekt?
Die Lehrkraft trägt die Verantwortung, die Angst vor dem Fremden durch gezielten Kompetenzerwerb zu relativieren und ein verständnisvolles Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern.
- Quote paper
- Isabella Menardi (Author), 2016, Unterrichtssequenz für den DaZ- Unterricht. Einsatz des Spielfilms "Maria ihm schmeckt´s nicht!" unter dem Aspekt der Fremdheitserfahrung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273299