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Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Jobmotor und Cluster?

Title: Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Jobmotor und Cluster?

Seminar Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robert Schwanitz (Author)

Health - Miscellaneous
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MV ist ein Flächenland, wie die bereits benannte Einwohnerzahl pro Quadratkilometer deutlich macht. In dieser Fläche liegt auch ein Reiz, nämlich landschaftliche Schönheit und damit touristische Attraktivität. Diese ist auch in der bundesweit längsten Küstenlinie von rund 1.700 km begründet, so wie in den küstennahen Inseln Rügen, Usedom, Poel und Hiddensee, die als beliebte Reiseziele dienen. (vgl. MV das Landesportal, 2007). Zwar musste MV 2006 einen Rückgang in den Übernachtungszahlen hinnehmen, aber die allgemeine Tendenz hin zu steigenden Zahlen in diesem Bereich ist ungebrochen. So wurden 1995 noch 13,4 Millionen Übernachtungen registriert, während es 2004 24,4 Millionen waren und 2006 bereits wieder ein Anstieg auf 24,8 Millionen verbucht werden konnte. MV hat also in diesem Wirtschaftszweig deutlich zugelegt (vgl. Statistisches Landesamt MV, 2007, 63; Statistisches Amt MV, 2007).
Die Landesregierung von MV hat sich allerdings nicht nur zum Ziel gesetzt diesen erfolgreichen Wirtschaftszweig weiter auszubauen, sondern auch auf grundlegend neue Technologien und Verknüpfungen zu setzen. Die Landesinitiative „MV tut gut“ ist zwar überwiegend auf die touristische Attraktivität MVs ausgerichtet, allerdings wird hier auch ein anderer Ansatz deutlich: Die Verknüpfung der Tourismusbranche mit der Gesundheitswirtschaft. Mit dieser Initiative wird verstärkt auf den Trend Wellness bzw. Gesundheitstourismus gesetzt, der sich in den letzten Jahren immer mehr als Wirtschaftsfaktor etabliert (vgl. Gruner+Jahr, 2005). Zusammen mit der traditionell starken Landwirtschaft kann hier für MV eine Chance liegen in einer zukunftsträchtigen Branche Fuß zu fassen.
Diese Arbeit hat zum Ziel diese Entwicklung in MV zu analysieren und zu bewerten. Hat sich in MV bereits ein Wirtschaftscluster mit den genannten Verknüpfungsmerkmalen herausgebildet, das für das Land eine Zukunftsperspektive auch für neue Beschäftigung bietet? Eine Definition von Cluster, zugeschnitten auf MV, wird im Laufe dieser Arbeit ebenfalls erfolgen. Diese Definition kombiniert mit der Darstellung der Gesundheitswirtschaft anhand der „Gesundheitszwiebel“ (siehe Abb. 1) des Instituts Arbeit und Technik soll die Basis für eine Analyse MVs in diesem wichtigen Wirtschaftszweig sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Gesundheitswirtschaft in MV

1.1 Der Kernbereich

1.1.1 Stationärer Bereich - Krankenhäuser

1.1.2 Ambulanter und Reha-Sektor

1.2 Der Clusterbegriff

1.2.1 Einordnung des Clusterbegriffs in das Analyseschema

1.3 Die Vorleistungs- und Zulieferindustrie

1.3.1 Einordung der Vorleistungs- und Zulieferindustrie als Cluster und in die Gesundheitswirtschaft

1.4 Der Randbereich

1.4.1 Wellness und Gesundheitstourismus

1.4.2 Exkurs: Das Unternehmen Medigreif

1.4.3 Gesunde Ernährung

1.4.4 Einordnung des Randbereichs als Cluster und in die Gesundheitswirtschaft

2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das Potenzial der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern als Motor für wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung. Dabei wird untersucht, inwieweit sich durch die Verknüpfung von medizinischer Versorgung, Tourismus und Wellness regionale Wirtschaftscluster bilden lassen, die zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.

  • Strukturanalyse der Gesundheitswirtschaft mittels des Modells der "Gesundheitszwiebel"
  • Evaluation des Clusterbegriffs im Kontext regionaler Wirtschaftsförderung
  • Untersuchung der Potenziale in Kernbereich, Vorleistungsindustrie und Randbereichen (Tourismus/Wellness)
  • Fallstudienbasierte Analyse erfolgreicher Unternehmensmodelle in der Region
  • Bewertung politischer Landesinitiativen für die wirtschaftliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Clusterbegriff

Bevor nun die Vorleistungs- und Zulieferindustrie so wie der Randbereich einer näheren Analyse unterzogen werden, soll der Begriff des Clusters näher definiert werden, um die Analyse dieser Bereiche unter Verwendung dieses Begriffs zu ermöglichen. In den letzten Jahren hat der Clusterbegriff zunehmend Verwendung gefunden und ist in der Politik zum Synonym für eine erfolgreiche Standortpolitik geworden. Die Frage stellt sich also, was unter diesem positiv besetzten Begriff zu verstehen ist.

Ursprünglich entstammt der Clusterbegriff den Naturwissenschaften. Er beschreibt eine Menge von losen Einzelteilen (z.B. Moleküle), die sich zu Trauben zusammenfinden und damit als Ganzes anzusehen sind. In den Sozialwissenschaften beschreibt das Cluster den Zusammenhang zwischen verschiedenen Branchen, Unternehmen, Institutionen je nach dem auf welcher Analyseebene die Bewertung stattfindet (vgl. Bruch-Krumbein/Hochmuth, 2000, 24).

Der ökonomisch geprägte Clusterbegriff entzieht sich einer eindeutigen Definition, da er seit Anfang der neunziger Jahre ständig weiterentwickelt wurde. Sicherlich auch befördert durch die zunehmende Verwendung des Begriffs im Zusammenhang mit Regional- bzw. Standortpolitik. PORTER hat zu dieser Diskussion einen wesentlichen Beitrag geleistet, wobei er Cluster nicht auf eine räumliche Maßstabsebene begrenzt, sondern diese sowohl eine lokale als auch eine nationale bzw. internationale Ausdehnung haben können. Generell beschreibt er Cluster als

„[…] eine geographische Konzentration miteinander verbundener Unternehmen, spezialisierter Zulieferer und Dienstleister, Unternehmen in verwandten Branchen und weitere Organisationen z.B. Universitäten, Standardagenturen, Industrieverbände in einem bestimmten Bereich (Branche, Technologiefeld), die miteinander im Wettbewerb stehen und gleichzeitig kooperieren.“ (Porter 1998, 197ff.; zit. n. Kiese/Schätzl, 2008, 10)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Darstellung der wirtschaftlichen Problemlage in Mecklenburg-Vorpommern und Erläuterung der Relevanz einer zukunftsträchtigen Gesundheitswirtschaft.

1. Die Gesundheitswirtschaft in MV: Einführung in die methodische Herangehensweise anhand des „Gesundheitszwiebel“-Modells zur Strukturierung der Analyse.

1.1 Der Kernbereich: Analyse der stationären und ambulanten Versorgungseinrichtungen und deren Konsolidierungsprozess.

1.2 Der Clusterbegriff: Theoretische Definition und Einordnung von Clusterkonzepten für die regionale Analyse.

1.3 Die Vorleistungs- und Zulieferindustrie: Untersuchung von Branchen wie Biotechnologie und deren Rolle innerhalb der Gesundheitswirtschaft.

1.4 Der Randbereich: Analyse der Synergien zwischen Gesundheit, Tourismus und Ernährung als Wachstumsmarkt.

2. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Notwendigkeiten zur weiteren Ausgestaltung der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Schlüsselwörter

Gesundheitswirtschaft, Mecklenburg-Vorpommern, Wirtschaftscluster, Gesundheitszwiebel, Medigreif, Biotechnologie, Gesundheitstourismus, Wellness, regionale Strukturpolitik, Beschäftigungspotenzial, Standortpolitik, Krankenhauswesen, medizinische Versorgung, Netzwerkinitiativen, BioCon Valley.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ökonomische Situation in Mecklenburg-Vorpommern und prüft, ob die Gesundheitsbranche das Potenzial besitzt, als "Jobmotor" für die Region zu fungieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Gesundheitswirtschaft, unterteilt in Kernbereiche (Kliniken), Vorleistungsindustrien (Biotech) und Randbereiche (Wellness/Tourismus), sowie der Anwendung von Cluster-Theorien.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es zu bewerten, ob sich in Mecklenburg-Vorpommern Wirtschaftscluster gebildet haben, die eine positive Zukunftsperspektive für den Arbeitsmarkt bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der das Strukturmodell der "Gesundheitszwiebel" des Instituts Arbeit und Technik nutzt, kombiniert mit theoretischen Cluster-Definitionen von Porter und Kiese/Schätzl.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise von innen nach außen die verschiedenen Bereiche der Gesundheitswirtschaft, ergänzt durch die Vorstellung erfolgreicher Praxisbeispiele wie dem Unternehmen Medigreif.

Welche Schlagworte charakterisieren den Inhalt?

Kernbegriffe sind Gesundheitswirtschaft, Cluster-Bildung, Regionalentwicklung, Biotechnologie, Gesundheitstourismus und beschäftigungsintensive Dienstleistungen.

Welche Rolle spielt der "Randbereich" der Gesundheitswirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern?

Der Randbereich, insbesondere Gesundheitstourismus und Wellness, wird als große Chance identifiziert, da er auf vorhandenen touristischen Strukturen aufbaut und private Investitionen anzieht.

Warum wird das Unternehmen Medigreif als Exkurs herangezogen?

Medigreif dient als erfolgreiches Fallbeispiel, das demonstriert, wie eine wertschöpfungsübergreifende Kombination aus medizinischer Versorgung und touristischen Angeboten unter einem Unternehmensdach gelingen kann.

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Details

Title
Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Jobmotor und Cluster?
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Course
Seminar Regionale Innovationssysteme
Grade
1,3
Author
Robert Schwanitz (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V127352
ISBN (eBook)
9783640339884
ISBN (Book)
9783640338542
Language
German
Tags
Mecklenburg-Vorpommern MV Cluster Clustermanagement Gesundheitswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Schwanitz (Author), 2008, Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Jobmotor und Cluster?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127352
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