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Kaiser Konstantin der Große und seine Darstellung in den antiken Zeugnissen des Eusebius von Caesarea. Das christliche Kaiserideal?

Titel: Kaiser Konstantin der Große und seine Darstellung in den antiken Zeugnissen des Eusebius von Caesarea. Das christliche Kaiserideal?

Hausarbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Jana Olejniczak (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit setzt sich mit den spätantiken Werken von Eusebius von Caesarea auseinander, um die Glaubwürdigkeit der Darstellung des Kaisers Konstantin zu untersuchen.

Der Sieg Kaiser Konstantins über den Tyrannen Marcus Aurelius Valerius Maxentius im Jahr 312 nach Chritus stellt für Historiker:innen einen Wendepunkt in der Geschichtsforschung dar. Sowohl aus religiöser, als auch aus politischer Sicht, ist die Schlacht an der Milvischen Brücke ein historisches Ereignis, von dem gegenwärtige Quellen auf unterschiedliche Art und Weise Zeugnis legen.

Insbesondere die Vision, die Konstantin, mit Gottes Hilfe, den Sieg im Kampf mit Maxentius verschafft haben soll, erhält in der damaligen Geschichtsschreibung viel Aufmerksamkeit. Der pagane Konstantin habe sich nach der göttlichen Begegnung zum Christentum bekehrt und allein den Christengott angebetet. Doch inwiefern kann man antiken Quellen Glauben schenken, insbesondere hinsichtlich ihrer Objektivität und Historizität?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bischof von Caesarea: Eusebius (*260 n. Chr.)

2.1 Eusebius auf dem Konzil von Nicäa (325 n. Chr.)

2.2 Die Säkularisierung des Kaisers

3. Kaiser Konstantin - ein Christomimet ?

3.1 Die Darstellung des Kaisers in der Vita Constantini

3.2 Bewertung der Historizität der Quelle

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Vita Constantini von Eusebius von Caesarea auseinander, um zu untersuchen, inwiefern das in der Quelle gezeichnete Idealbild Konstantins des Großen als objektives historisches Zeugnis dienen kann oder als bewusstes politisch-theologisches Instrument zu werten ist.

  • Kritische Analyse der Darstellung Konstantins als "idealer christlicher Kaiser".
  • Untersuchung der Rolle des Eusebius von Caesarea als Zeitzeuge und Hoftheologe.
  • Reflektion der politisch-theologischen Theorie der "Christomimese".
  • Diskussion der Quellenglaubwürdigkeit und historischer Ungereimtheiten.
  • Vergleich zwischen historischer Realität und hagiographischer Überhöhung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Darstellung des Kaisers in der Vita Constantini

Der Sieg Kaiser Konstantins über den Tyrannen Marcus Aurelius Valerius Maxentius im Jahr 312 n. Chr. stellt für Historiker:innen einen Wendepunkt in der Geschichtsforschung dar. Sowohl aus religiöser, als auch aus politischer Sicht, ist die Schlacht an der Milvischen Brücke ein historisches Ereignis, von dem gegenwärtige Quellen auf unterschiedliche Art und Weise Zeugnis legen. Insbesondere die Vision, die Konstantin, mit Gottes Hilfe, den Sieg im Kampf mit Maxentius verschafft haben soll, erhält in der damaligen Geschichtsforschung viel Aufmerksamkeit; Der pagane Konstantin habe sich nach der göttlichen Begegnung zum Christentum bekehrt und allein den Christengott angebetet. Doch inwiefern kann man antiken Quellen Glauben schenken, insbesondere hinsichtlich ihrer Objektivität und Historizität ? Dieser Frage soll am Beispiel der spätantiken Werke von Eusebius von Caesarea (260-340 n.Chr.) nachgegangen werden.

Dazu wird zunächst die Theologie vom logos skizziert, wie Eusebius sie in seinem Werk Laus Constantini (335 n.Chr.) darstellt. Anhand dieser soll ein Einblick in Eusebius‘ Vorstellung des Kaiserbildes ermöglicht werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Darstellung des Kaisers in der Vita Constantini, sowie in der Historia Ecclesiastica näher untersucht, um anschließend ihre Glaubwürdigkeit bewerten zu können. Das abschließende Fazit fasst die Untersuchungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die gegenwärtige Arbeit mit antiken Quellen, hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit und Verwendung in der Geschichtsforschung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext der Tetrarchie und Konstantins Aufstieg sowie die zentrale Fragestellung nach der Objektivität der Vita Constantini.

2. Der Bischof von Caesarea: Eusebius (*260 n. Chr.): Dieses Kapitel skizziert das Leben und Wirken des Eusebius, seine Rolle bei der Verteidigung beim Konzil von Nicäa und seine politisch-theologischen Überlegungen.

3. Kaiser Konstantin - ein Christomimet ?: Hier wird das Konzept des "Christomimeten" analysiert, wobei die Darstellung Konstantins in den Schriften des Eusebius kritisch auf ihre historische Korrektheit hin geprüft wird.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die Vita Constantini als Mischform aus Biographie und Lobrede zu verstehen ist, die primär das christliche Kaiserideal propagieren wollte.

Schlüsselwörter

Eusebius von Caesarea, Kaiser Konstantin der Große, Vita Constantini, Christomimet, Historizität, christliches Kaiserideal, Antike, Römische Geschichte, Konzil von Nicäa, Geschichtsforschung, Quellenkritik, Mailänder Vereinbarung, Christogramm, Politische Theologie, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Werk "Vita Constantini" von Eusebius von Caesarea und analysiert kritisch, wie der Autor das Bild Kaiser Konstantins als idealen christlichen Herrscher konstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Person Eusebius als Hoftheologe, das Konzept der "Christomimese" sowie die historische Verlässlichkeit, Objektivität und die rhetorischen Absichten der antiken Quelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit und den historischen Wahrheitsgehalt der Vita Constantini zu bewerten, um festzustellen, inwieweit sie als objektive historische Quelle oder als politisches Instrument der Kaiseridealisierung zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Methode, bei der historische Zeugnisse im Kontext ihrer Entstehungszeit, der Intention des Autors und im Vergleich mit anderen historischen Befunden untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Darstellung Konstantins im Eusebius-Werk, insbesondere der Vision vor der Schlacht an der Milvischen Brücke, der Analyse von Ungereimtheiten und der historischen Einordnung des dort präsentierten Kaiserbildes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Abhandlung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Christomimet, Historizität, Quellenkritik, Eusebius von Caesarea, Konstantin der Große, Vita Constantini und das christliche Kaiserideal.

Warum bezweifelt die Autorin die Historizität der Quelle bei den Darstellungen über die Speere?

Die Autorin weist auf einen chronologischen Widerspruch hin: Eusebius behauptet, auf den Speeren seien Bilder des Kaisers und dessen Söhne zu sehen gewesen, jedoch war zum Zeitpunkt der Schlacht nur ein Sohn Konstantins geboren.

Inwiefern beeinflusste Eusebius' Rolle als Hofbischof das Werk laut dieser Untersuchung?

Laut der Untersuchung agierte Eusebius nicht als neutraler Historiker, sondern als Hoftheologe, dessen primäres Anliegen es war, den Kaiser als idealen Vertreter Gottes zu legitimieren, weshalb kritische Aspekte wie Konstantins Familienmorde bewusst ausgelassen wurden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kaiser Konstantin der Große und seine Darstellung in den antiken Zeugnissen des Eusebius von Caesarea. Das christliche Kaiserideal?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Konstantin der Große
Note
2,7
Autor
Jana Olejniczak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1273670
ISBN (PDF)
9783346724205
ISBN (Buch)
9783346724212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstantin Kaiser Römisches Reich Konstantinische Wende Eusebius Christentum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Olejniczak (Autor:in), 2022, Kaiser Konstantin der Große und seine Darstellung in den antiken Zeugnissen des Eusebius von Caesarea. Das christliche Kaiserideal?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273670
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Leseprobe aus  14  Seiten
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