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Die Entstehung des Zeitungswesens in der Frühen Neuzeit. Kaspar Stielers Abhandlung "Zeitungs Lust und Nutz"

Titel: Die Entstehung des Zeitungswesens in der Frühen Neuzeit. Kaspar Stielers Abhandlung "Zeitungs Lust und Nutz"

Hausarbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Annalena Held (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung des Zeitungswesens in der Frühen Neuzeit und den Reaktionen darauf. Nach einem kurzen Überblick über Merkmale von Zeitungen und die Entstehung in Deutschland, soll der Hauptgegenstand Kaspar Stielers Abhandlung „Zeitungs Lust und Nutz“ sein.

In dessen Biographie gab es viele Berührungspunkte mit dem Zeitungswesen. Seine Heimatstadt Erfurt galt als Nachrichtenzentrum im siebzehnten Jahrhundert. Die Arbeit zeigt seine wichtigsten Argumente für Zeitungen auf. Außerdem gibt er Informationen über die Merkmale und Entstehung der Zeitungen. Das zweite Buch ist dem Nutzen der Zeitungen für verschiedene Lesergruppen gewidmet. Und das dritte Buch gibt einen Leitfaden zum Zeitungswesen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung des Zeitungswesens

3. Kaspar Stieler

4. Zeitungs Lust und Nutz

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entstehung des frühneuzeitlichen Zeitungswesens und analysiert im Hauptteil die Abhandlung „Zeitungs Lust und Nutz“ von Kaspar Stieler, um dessen Positionen zum Wesen, Nutzen und zur Rezeption von Zeitungen im 17. Jahrhundert darzulegen.

  • Historische Entwicklung des Zeitungswesens im 17. Jahrhundert
  • Biografische Einordnung von Kaspar Stieler und sein Bezug zum Pressewesen
  • Analyse der Struktur und Argumentation von „Zeitungs Lust und Nutz“
  • Bewertung des Nutzens von Zeitungen für verschiedene soziale Gruppen
  • Diskurs um Pressefreiheit, Qualitätssicherung und Zensur in der Frühen Neuzeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Merkmale und Vorläufer von Zeitungen

Es gibt vier Merkmale, die Zeitungen kennzeichnen. Das erste Merkmal ist Publizität, das Öffentlichkeit und somit allgemeine Zugänglichkeit beinhaltet. Weiterhin sind Zeitungen durch Aktualität gekennzeichnet, d.h. sie sind auf die Gegenwart bezogen und betreffen die gegenwärtige Existenz, die beeinflussend, neu und gegenwärtig wichtig ist. Zeitungen sind universell und umfassen damit alle Themenbereiche. Das vierte Merkmal ist unbegrenzte Periodizität, was bedeutet, dass Zeitungen in regelmäßigen Abständen immer wiederkehren und auf fortlaufende Erscheinung angelegt sind. Von allen genannten Kriterien wird das höchstmögliche Ausmaß angestrebt.

Im Folgenden soll auf Vorläufer von Zeitungen eingegangen werden. Dies waren zunächst öffentliche Gesetzestexte, Lieder und religiöse und politische Rhetorik, die nur das Merkmal der Publizität besitzen. Auch die acta diurna ist eine Vorform der Zeitung. Sie wurde an öffentlichen Plätzen Roms angeschlagen und berichtete über Tagesereignisse, war dabei jedoch kaum aktuell und universell.

Der Begriff Zeitung stammt von den Privatbriefen, die im 14. Jahrhundert zidinge oder zidunge genannt wurden. Diese Formen wurden aus dem mittelniederdeutschen bzw. mittelniederländischen tidinge für Botschaft, Nachricht entlehnt. Im ausgehenden Mittelalter entwickelte sich bei Fürsten, Kirchen, Klöstern, Universitäten und im Handel ein reger Briefverkehr. Dabei wurden private, aber auch politische, wissenschaftliche und geschäftliche Nachrichten verbreitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des frühneuzeitlichen Zeitungswesens ein und definiert Kaspar Stielers Abhandlung als zentrales Untersuchungsobjekt.

2. Entstehung des Zeitungswesens: Es werden die definitorischen Merkmale von Zeitungen sowie deren historische Vorläufer und die ersten gedruckten Ausgaben im 17. Jahrhundert erläutert.

3. Kaspar Stieler: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Stielers nach, der durch vielfältige Hofämter und eine universelle Bildung geprägt war.

4. Zeitungs Lust und Nutz: Eine detaillierte Analyse der gleichnamigen Abhandlung, die Struktur, inhaltliche Argumente und die Bedeutung für die Publizistik untersucht.

5. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass Stielers Werk ein bis heute wichtiges Dokument für das Verständnis von Zeitungen als soziale Notwendigkeit darstellt.

Schlüsselwörter

Kaspar Stieler, Zeitungswesen, Frühe Neuzeit, Zeitungs Lust und Nutz, Publizität, Aktualität, Periodizität, Pressegeschichte, Medienkritik, Nachrichtentransfer, 17. Jahrhundert, Zeitungsleser, Mediennutzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Entstehung des Zeitungswesens in der Frühen Neuzeit und der spezifischen Rolle, die Kaspar Stielers Abhandlung „Zeitungs Lust und Nutz“ dabei einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Merkmale von Zeitungen, die historische Entwicklung der Presse, die biographische Verbindung des Autors zur Medienszene sowie der Nutzen von Zeitungen im politischen und privaten Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Stielers Argumente für das Zeitungswesen nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie er das Medium als soziale Notwendigkeit für die bürgerliche Gesellschaft begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der historische Quellen und Sekundärliteratur zur Pressegeschichte sowie Stielers Originalwerk systematisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Zeitungsentwicklung sowie eine kapitelweise Untersuchung von Stielers dreibändiger Abhandlung „Zeitungs Lust und Nutz“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Publizität, Aktualität, Periodizität, Medienevolution, Kaspar Stieler und politische Informationsvermittlung.

Warum sah Stieler in Zeitungen eine soziale Notwendigkeit?

Für Stieler waren Zeitungen essenziell, um Wissensdefizite durch räumliche Distanz auszugleichen und Entscheidungsträgern wie Politikern oder Kaufleuten ein fundiertes Handeln zu ermöglichen.

Wie bewertet Stieler die Rolle des Zeitungslesers?

Stieler sieht an den Leser hohe Anforderungen: Er müsse über "ein gutes Gehirn" und Gedächtnis verfügen sowie die Fähigkeit besitzen, Nachrichten durch Vergleich kritisch zu prüfen.

Welche Rolle spielt die Zensur laut der Arbeit im Text von Stieler?

Stieler befürwortet eine Steuerung des Zeitungswesens, wobei er die Zensur weniger als Unterdrückung, sondern als Mittel zur Qualitätssicherung und Redlichkeit versteht.

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Details

Titel
Die Entstehung des Zeitungswesens in der Frühen Neuzeit. Kaspar Stielers Abhandlung "Zeitungs Lust und Nutz"
Hochschule
Universität Erfurt
Note
2,0
Autor
Annalena Held (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V1273677
ISBN (PDF)
9783346724014
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zeitungswesen Kaspar Stieler Zeitungs Lust und Nutz Erfurt Frühe Neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annalena Held (Autor:in), 2016, Die Entstehung des Zeitungswesens in der Frühen Neuzeit. Kaspar Stielers Abhandlung "Zeitungs Lust und Nutz", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273677
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Leseprobe aus  19  Seiten
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