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Die Entwicklung von Open Source Software (OSS)

Ein Beispiel für die Integration des Open Innovation Konzeptes in Organisationen?

Title: Die Entwicklung von Open Source Software (OSS)

Seminar Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bernhard Ellmer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In der vorliegenden Arbeit wird neben der Darstellung der Idee und Geschichte von Open Source Software (OSS) explizit darauf eingegangen, wie der Prozess der Innovation in der OSS Entwicklung abläuft. Des Weiteren erfolgt eine systematische Analyse davon, wie bei OSS Entwicklungsprozessen das Konzept der Open Innovation angewendet wird und wie die Herausforderungen des Konzepts der Open Innovation in Unternehmen organisatorisch gelöst werden.
“Open Source“ ist das Schlagwort für ein heute immer wichtiger werdendes Phänomen, das es schon seit den 70er Jahren in der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) gibt, nämlich so genannte quelloffene Software. In der Anfangszeit der Datenverarbeitung war
es üblich, dass Softwareentwickler ihren Quellcode, also die Basis ihrer Produkte, untereinander austauschten. Somit waren sie in der Lage, sich gegenseitig zu helfen und durch einen offenen Prozess der Innovation die Qualität ihrer Produkte zu verbessern.
Durch die Kommerzialisierung von Software während der 70er und 80er Jahre wurde diesem offenen Entwicklungsprozess von Seiten der Softwarekonzerne jedoch ein Riegel vorgeschoben. Innovation im Softwarebereich fand von nun an hauptsächlich in den geschlossenen Forschungs- und Entwicklungszentren (F&E) der großen
Softwareunternehmen statt. Ab diesem Zeitpunkt wurde somit “Closed Software“ verkauft; Software, bei welcher der Quellcode verschlossen ist und Änderungen und Modifikationen
dem Entwickler vorbehalten bleiben. Die Wiedergeburt von quelloffener Software Ende der 90er Jahre hat jedoch auch bei den großen Softwareunternehmen zu einem Umdenken geführt: So sind heutzutage alle renommierten Softwarefirmen in OSS
Projekte involviert.
“Open Innovation“ bezeichnet ebenfalls ein Phänomen, das seit Anfang dieses Jahrzehntes durch Chesbrough bekannt wurde. Open Innovation kann als Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen und damit als aktive strategische Nutzung der
Außenwelt zur Vergrößerung des eigenen Innovationspotentials bezeichnet werden (vgl. Gassmann und Enkel, S. 132ff).
Das Konzept der Open Innovation ist also neu. Ebenso ist “Open Source“ (OS) ein neuer Begriff für ein vergleichsweise älteres Phänomen und steht für eine Art quelloffener Software.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Idee von OSS

2.1 Definitorische Abgrenzungen von Free Software, Open Source Software und Closed Software

2.2 Idee von OSS

3 Open Innovation

4 Open Source in Unternehmen als eine Form von Open Innovation

4.1 Zusammenhänge zwischen OSS und Open Innovation

4.2 Umsetzung von Open Innovation bei der OSS Entwicklung - Organisatorische Herausforderungen von Open Innovation bei der OSS Entwicklung und ihre Lösung

4.2.1 Maximierung des Nutzens interner Forschungskapazitäten (Interne Innovation)

4.2.2 Die Integration externer Innovationen in die eigene Firma (Externe Innovation)

4.2.3 Schaffen von externen Anreizen, die eigene Firma mit Innovationen zu unterstützen (Motivation externer Innovation)

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, inwiefern die Entwicklung von Open Source Software (OSS) als ein praktisches Beispiel für die Anwendung des Open-Innovation-Konzepts in Organisationen dienen kann und wie dabei organisatorische Herausforderungen bewältigt werden.

  • Vergleich zwischen traditionellen Closed-Innovation-Modellen und Open-Innovation-Strategien.
  • Definitorische Abgrenzung von Free Software, Open Source Software und proprietärer Software.
  • Analyse der organisatorischen Anforderungen an das Management in OSS-Projekten.
  • Untersuchung von Motivationsmechanismen für individuelle Entwickler sowie für beteiligte Organisationen.
  • Beleuchtung der strategischen Nutzung externer Innovationsquellen zur Steigerung des eigenen Innovationspotenzials.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Maximierung des Nutzens interner Forschungskapazitäten (Interne Innovation)

Eine zentrale Herausforderung bei Open Innovation ist es, einen Weg zu finden, die eigenen F&E Kapazitäten so einzusetzen, dass diese für das Unternehmen von größtmöglichem Nutzen sind. Laut West und Gallagher kann die interne F&E Abteilung folgendermaßen genutzt werden:

• Schaffung von Innovationen, um diese intern zu kommerzialisieren (traditioneller Ansatz)

• Schaffung von absorbierenden Kapazitäten, um externes Wissen identifizieren zu können

• Schaffung von Innovationen, die durch unternehmensfremde Kommerzialisierung Erträge generieren (z.B. durch Lizenzvergaben)

• Schaffung von Wissen bzw. Innovationen, die zwar nicht unmittelbar, jedoch aber mittelbar Erträge generieren (z.B. durch den Verkauf verwandter Produkte, neue Geschäftsmodelle)

Eine erfolgreiche Umsetzung von Open Innovation wird regelmäßig mehrere dieser Strategien gleichzeitig miteinander verbinden. Beispielsweise hat der Chiphersteller Intel an mehreren amerikanischen Top-Universitäten Forschungslabore eingerichtet, welche nach beiden Seiten hin offen sind. Wenn eine Innovation vielversprechend ist, rekrutiert Intel die Forscher, um bei der Vermarktung der Technologie mitzuhelfen (vgl. Tennenhouse 2003, S. 47). Ein weiteres gutes Beispiel ist die kostenlose Bereitstellung des OS Betriebssystems Linux durch RedHat, welche es diesem Unternehmen wiederum möglich macht, durch Serviceleistungen wie Wartungsverträge oder kompatible Softwareprodukte Erträge zu erzielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Open Source Software ein und skizziert die Fragestellung, wie OSS-Entwicklungsprozesse als gelebte Open Innovation in Unternehmen verstanden werden können.

2 Definition und Idee von OSS: Dieses Kapitel liefert eine präzise begriffliche Abgrenzung zwischen Free Software, Open Source Software und Closed Source Software und erläutert die zugrundeliegende Idee offener Quellcodes.

3 Open Innovation: Hier wird das Konzept der Open Innovation theoretisch hergeleitet und dem traditionellen, geschlossenen Innovationsmodell gegenübergestellt, um die strategische Notwendigkeit der Öffnung des Innovationsprozesses zu verdeutlichen.

4 Open Source in Unternehmen als eine Form von Open Innovation: Das Hauptkapitel untersucht die faktischen Verbindungen zwischen OSS und Open Innovation und analysiert organisatorische Lösungen für das Management bei der Integration externer Ressourcen und Motivatoren.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, die verdeutlicht, dass OSS-Projekte als beispielhafte organisationale Umsetzung von Open Innovation fungieren und dass ihre Erfolgsfaktoren (Transparenz, Anreizstrukturen) für das moderne Management von hoher Relevanz sind.

Schlüsselwörter

Open Source Software, OSS, Open Innovation, Closed Innovation, Forschung & Entwicklung, Prozessinnovation, Innovationsmanagement, Wissensgemeinschaften, Quellcode, Organisationsstruktur, Anreizsysteme, Co-opetition, Softwareentwicklung, IT-Management, Linux.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittmenge von Open Source Software Entwicklung und dem strategischen Managementkonzept der Open Innovation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von OSS, die historische Entwicklung der Innovationsmodelle (Closed vs. Open), sowie die organisatorische Koordination und Motivation innerhalb von Softwareprojekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen, die Open Source Software entwickeln, das Konzept der Open Innovation anwenden und welche organisatorischen Herausforderungen dabei gelöst werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Analyse bestehender Literatur und theoretischer Modelle zur Innovationsforschung sowie eine Fallbetrachtung relevanter Beispiele wie Linux und Intel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Unternehmen ihre internen F&E-Kapazitäten maximieren, externe Innovationen erfolgreich integrieren und Anreizmechanismen für Entwickler und externe Organisationen schaffen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Open Source, Open Innovation, Innovationspotenzial, Wissensgemeinschaften, organisatorische Herausforderungen und Anreizstrukturen.

Was unterscheidet Open Source Software von Closed Source Software in Bezug auf Innovation?

Während bei Closed Software Innovationen in abgeschirmten F&E-Abteilungen unter Verschluss gehalten werden, ermöglicht der offene Quellcode bei OSS eine kollaborative und inkrementelle Innovationsleistung über Unternehmensgrenzen hinweg.

Wie spielt das Konzept der „Co-opetition“ in die Open-Innovation-Strategie hinein?

Co-opetition beschreibt die Kooperation von Wettbewerbern in bestimmten Bereichen, um durch gemeinsame Standards oder Plattformen neue Märkte zu erschließen, trotz bestehender Konkurrenz in anderen Geschäftsfeldern.

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Details

Title
Die Entwicklung von Open Source Software (OSS)
Subtitle
Ein Beispiel für die Integration des Open Innovation Konzeptes in Organisationen?
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Mittelstandsforschung und Entrepreneurship)
Course
Seminar Innovationsmanagement (HWS 2008)
Grade
2,0
Author
Bernhard Ellmer (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V127368
ISBN (eBook)
9783640339921
ISBN (Book)
9783640338689
Language
German
Tags
Entwicklung Open Source Software Beispiel Integration Open Innovation Konzeptes Organisationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Ellmer (Author), 2008, Die Entwicklung von Open Source Software (OSS) , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127368
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