Untersucht wird der Verkauf von Aufmerksamkeit am Beispiel des Unternehmens YouTube. YouTube wirtschaftet trotz seiner imensen Aufmerksamkeit noch immer defizitär. Die Anleger fordern schwarze Zahlen. Warum das noch nicht gelungen ist und welche Finanzierungsmöglichkeiten das Unternehmen hat, ist Gegenstand dieser Arbeit.
Vorgestellt wird ein neues Modell, das auf Beobachtungen des Internetmarktes und der Technologiebranche basiert. Der Ansatz versucht abseits der bisherigen Marktstrategie, ALLE Vermögenswerte des Unternehmens zu erfassen und gewinnbringend zu verwerten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Wirtschaftssystem YouTube
2.1 Unternehmensgeschichte
2.2 Finanzierungsmodell
2.3 Geschäftsmodell
2.4 Synergien mit Google
3 Innovative Erlösquellen
3.1 Brandchannels
3.2 Wettbewerbe
3.3 Vertriebswege
3.4 Informationsverkauf
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht medienökonomische Aspekte des Videoportals YouTube, insbesondere vor dem Hintergrund seiner Finanzierung und der Herausforderung, mit dem Faktor Aufmerksamkeit profitabel zu wirtschaften.
- Analyse der Unternehmensgeschichte und Entwicklung von YouTube.
- Untersuchung des Geschäftsmodells und der Einnahmequellen nach der Übernahme durch Google.
- Bewertung innovativer Erlösmodelle wie Brandchannels und Wettbewerbe.
- Diskussion über das Potenzial von Informationsverkauf und technologischen Vertriebswegen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Brandchannels
Jedes YouTube-Mitglied verfügt über ein Profil und einen Kanal mit seinen persönlichen Daten. An diesen zentralen Orten können andere Nutzer öffentliche Videos, Favoriten, Kommentare und Abonnenten einsehen. Über diesen Kanal können User in Kontakt treten und interagieren. Diese Kanäle haben eine eigene URL und können von den Usern individuell angepasst werden. Dadurch entsteht ein Zusatzwert für den Nutzer, der aus den interaktiven Möglichkeiten besteht. Neben privaten Nutzern, sind auch Firmen, Medieninstitutionen und politische Parteien Eigentümer eines eigenen Kanals und können somit in einen direkten Dialog mit ihren Kunden oder Parteimitgliedern treten. Für das Einrichten eines solchen Kanals, bedarf es lediglich einer Registrierung.
Anders verhält es sich bei den speziell eingerichteten Brandchannels, die eine enorme Einnahmequelle darstellen, jedoch bisher lediglich in den USA eingeführt worden sind. Eine Wertschöpfung, die dem Unternehmen hohe Umsätze verspricht. Auf Anfrage teilte der Konzern mit, das Unternehmen für 200.000 USD einen Kanal zur Markenpräsenz auf YouTube einrichten können. Sie unterscheiden sich im Aufbau zu den beschriebenen Kanälen kaum, allerdings kann ein direkter Link zu dem werbetreibenden Unternehmen eingerichtet und Werbebanner geschaltet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Web 2.0 und User Generated Content ein und definiert die Problemstellung der mangelnden Profitabilität von YouTube trotz hoher Aufmerksamkeit.
2 Das Wirtschaftssystem YouTube: Dieses Kapitel analysiert die Geschichte, die Finanzierung durch Venture Capital sowie das Geschäftsmodell und die Synergieeffekte nach dem Verkauf an Google.
3 Innovative Erlösquellen: Hier werden neue Anwendungsformen wie Brandchannels, Wettbewerbe, strategische Vertriebswege und das Modell des Informationsverkaufs detailliert untersucht.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass YouTube trotz seines innovativen Geschäftsmodells bisher defizitär bleibt, jedoch durch die Unterstützung von Google und neue Erlösquellen langfristiges Potenzial besitzt.
Schlüsselwörter
YouTube, Web 2.0, User Generated Content, Geschäftsmodell, Finanzierung, Google, Online-Werbung, Aufmerksamkeit, Brandchannels, Wettbewerbe, Vertriebswege, Informationsverkauf, Erlösquellen, Mediensystem, Internetökonomie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht die medienökonomische Situation von YouTube und analysiert, wie das Unternehmen trotz seiner enormen Reichweite und Aufmerksamkeit bisher defizitär wirtschaftet und welche Finanzierungsstrategien es verfolgt.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Im Zentrum stehen die Unternehmensgeschichte, das Finanzierungsmodell, die verschiedenen Werbeformen im Geschäftsmodell sowie innovative Wege zur Erlössteigerung, wie etwa Brandchannels.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel der Arbeit ist es, die Erlösquellen des Unternehmens herauszuarbeiten, das Finanzierungsmodell zu durchleuchten und die wirtschaftlichen Chancen von YouTube zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine ökonomische Analyse des Geschäfts- und Finanzierungsmodells von YouTube unter Einbeziehung von Sekundärdaten, Rechenbeispielen zur Infrastruktur und einer strategischen Betrachtung potenzieller zukünftiger Einnahmequellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des bestehenden Wirtschaftssystems (Geschichte, Finanzierung, Werbemodelle) und die Analyse innovativer Einnahmequellen wie Brandchannels und Wettbewerbe.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie User Generated Content, Aufmerksamkeit, Google-Synergien, digitale Werbeformen und virales Marketing.
Warum ist die Datenlage für die Analyse problematisch?
Die Analyse wird dadurch erschwert, dass die Muttergesellschaft Google keine spezifischen Einnahmen und Ausgaben für die Tochtergesellschaft YouTube veröffentlicht.
Welche Rolle spielt der sogenannte Informationsverkauf?
Der Informationsverkauf wird als potenzielle, zukünftige Erlösquelle betrachtet, bei der YouTube Nutzerdaten und Videoinhalte durch Analyse-Software auswertet, um daraus wertvolles Wissen für Unternehmen zu generieren.
- Quote paper
- Sandra Yvonne Richter (Author), 2008, Finanzierungsmöglichkeiten von YouTube, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127369