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Psychische Komorbidität in der medizinischen Rehabilitation. Psychologische Diagnostik anhand eines Fallbeispiels

Title: Psychische Komorbidität in der medizinischen Rehabilitation. Psychologische Diagnostik anhand eines Fallbeispiels

Term Paper , 2020 , 37 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Thema psychische Komorbidität in der medizinischen Rehabilitation. Zunächst werden im folgenden Kapitel zum Thema psychische Komorbidität in der somatischen Rehabilitation, ausgewählte, theoretische und empirische Grundlagen, zu den Punkten Häufigkeit, Ätiologie, mögliche Screening-Verfahren und vertiefte Psychodiagnostik, beschrieben. Ebenso wird auf besondere berufliche Problemlagen eingegangen und Indikationsregelungen und Behandlungsoptionen genannt. In Bezug auf die Problematik erfolgt noch eine Auseinandersetzung mit Besonderheiten, die in der Psychodiagnostik bei somatisch erkrankten Rehabilitanden vorkommen.

Im dritten Kapitel wird das Beispiel, eines klassischen Falls einer somatisch-erkrankten Rehabilitandin (Frau M., 37 J.), erläutert, die auch an einer psychisch-komorbiden Störung leidet und BBPL aufweist. Anhand des Falls erfolgt eine mögliche Veranschaulichung der psychodiagnostischen Vorgehensweise, die Indikationsstellung und mögliche Behandlungsoptionen der einzelnen Problemlagen. Das Kapitel endet mit Erläuterungen zu Therapieoptionen und Dokumentation. Final wird im letzten Kapitel über bessere Integrationsmöglichkeiten der Psychodiagnostik, diskutiert, wie psychische Komorbidität, besser erkannt werden kann. Die Arbeit schließt mit einem kurzen Ausblick zur Thematik ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medizinische Rehabilitation

2.1 Psychische Komorbidität in der medizinischen Rehabilitation

2.2 Häufigkeit komorbider psychischer Störungen

2.3 Ätiologie psychischer Komorbidität

2.4 Psychologische Diagnostik komorbider psychischer Störungen

2.4.1 Dimensionale und Kategoriale Diagnostik

2.4.2 Psychometrische Parameter

2.4.3 Instrumente zur Erfassung psychischer Störungen

2.4.3.1 PHQ-9

2.4.3.2 HAD-S

2.4.3.3 GHQ-12

2.4.3.4 BDI-II

2.4.4 Instrumente zur Erfassung beruflicher Problemlagen

2.4.4.1 Würzburger Screening

2.4.4.2 SIBAR

2.4.4.3 SPE-Skala

2.4.4.4 SIMBO

2.4.4.5 Auswahl des Screening-Instrumentes

2.5 Vertiefte Psychodiagnostik

2.6 Besonderheiten in der Psychodiagnostik bei somatisch-erkrankten Rehabilitanden

2.7 Indikationsstellung zur Behandlung komorbider psychischer Störungen

2.8 Umsetzung des psychodiagnostischen Vorgehens

2.9 Behandlung und Dokumentation

3 Der Fall Frau M.

3.1 Einzelheiten zum Fallbeispiel

3.2 Psychodiagnostisches Vorgehen

3.2.1 Eingangsscreening

3.2.2 Vertiefte Psychodiagnostik

3.2.2.1 Besondere berufliche Problemlage

3.2.2.2 Besonderheiten in der Psychodiagnostik

3.2.3 Indikationsstellung

3.2.4 Behandlungsoptionen und Dokumentation

3.2.5 Optimierung postrehabilitativer Maßnahmen

4 Diskussion

4.1 Zusammenfassung

4.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderung psychischer Komorbidität bei somatisch erkrankten Patienten in der medizinischen Rehabilitation. Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer systematischen Psychodiagnostik aufzuzeigen, um unerkannt bleibende psychische Störungen frühzeitig zu identifizieren und geeignete therapeutische sowie berufsbezogene Maßnahmen einzuleiten.

  • Prävalenz und Ätiologie psychischer Komorbidität in der somatischen Rehabilitation
  • Einsatz und Validität verschiedener Screening-Instrumente (z.B. PHQ-9, HADS)
  • Beruflich orientierte Diagnostik bei besonderen beruflichen Problemlagen (BBPL)
  • Psychodiagnostischer Stufenplan und vertiefte klinische Diagnostik
  • Fallbeispielbasierte Veranschaulichung des rehabilitativen Vorgehens

Auszug aus dem Buch

3.1 Einzelheiten zum Fallbeispiel

Im Folgenden wird ein Fallbeispiel der 37- jährigen Rehabilitandin Frau M. erläutert, die nach einem stationären Akutkrankenhausaufenthalt eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB), nach einer Knie-Totalendoprothese (TEP= Einsatz eines künstlichen Kniegelenkes) links, erhält. Der sozialmedizinische Dienst des Akutkrankenhauses hat aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit und BBPL sowie der Tendenz zur Frührente, eine bedarfsgerechte Klinik ausgesucht. Die Einrichtung ist daher auch auf berufsorientierte Diagnostik spezialisiert.

Der Kostenträger ist, in Frau M.s Fall, die DRV, da sie noch in einem erwerbsfähigen Alter ist und ihr ärztlicherseits eine gute Prognose für die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit vorhergesagt wurde. Der Aufenthalt ist zunächst für drei Wochen in einer medizinischen Rehabilitationseinrichtung, mit orthopädischem Schwerpunkt, geplant und kann auf ärztliche Empfehlung auch nochmals verlängert werden (DRV, 2018).

zum Fall: Frau M., 37 Jahre, gelernte Verkäuferin, Mutter von zwei Kindern (8 und 10 Jahre alt), hat sich während eines Ski-Urlaubes vor einigen Jahren ihr linkes Knie verletzt. Sie wurde aufgrund dessen mehrfach an ihrem Knie operiert, das jedoch zu keinem Erfolg führte. Letztlich wurde ihr von Ihrem Orthopäden ein künstliches Kniegelenk empfohlen, das sie während eines stationären Aufenthaltes implantiert bekam. Im Anschluss soll nun im Rahmen einer stationären AHB eine medizinisch-orthopädische Rehabilitation erfolgen. Im Zuge der langwierigen und schwierigen Behandlung ihres Knies haben sich bereits chronische Schmerzen entwickelt, die es ihr unmöglich machen das Bein noch normal zu bewegen und im Alltag zu nutzen. Sie nahm, seit des Unfalls, ca. 25 kg Körpergewicht zu. Ihre Stimmung ist nur noch gedrückt. Sie ist gefrustet und fühlt sich allein und völlig überfordert. Außerdem ist sie seit Monaten arbeitsunfähig und kann ihrer Tätigkeit als Verkäuferin in einem Modekaufhaus nicht mehr nachgehen, da die stehende Tätigkeit, der Stress und weitere Anforderungen es ihr aktuell unmöglich machen. Ihr ganzer Alltag dreht sich nur noch um das „kaputte Bein“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz der Früherkennung psychischer Komorbiditäten bei somatischen Patienten und skizziert den Aufbau der systematischen Untersuchung.

2 Medizinische Rehabilitation: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Häufigkeit, Ätiologie und den verschiedenen diagnostischen Instrumenten für psychische sowie berufsbezogene Problemlagen.

3 Der Fall Frau M.: Anhand eines exemplarischen Fallbeispiels wird der gesamte diagnostische und therapeutische Prozess in einer medizinischen Reha-Einrichtung praktisch veranschaulicht.

4 Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert Empfehlungen für eine bessere Integration psychodiagnostischer Verfahren in der klinischen Praxis.

Schlüsselwörter

Psychische Komorbidität, medizinische Rehabilitation, Psychodiagnostik, Screening-Instrumente, PHQ-9, HADS, beruflich orientierte Rehabilitation, BBPL, SIBAR, Knie-Totalendoprothese, Depression, somatische Erkrankung, Indikationsstellung, Stufenplan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, bei Patienten in der medizinischen Rehabilitation gleichzeitig auftretende psychische Störungen und Komorbiditäten effizient zu erkennen und zu behandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einordnung psychischer Belastungen bei körperlichen Erkrankungen, die Vorstellung validierter Screening-Verfahren sowie die Bedeutung beruflich orientierter Diagnostik.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Notwendigkeit und Umsetzung eines systematischen, stufenbasierten Vorgehens in der Psychodiagnostik zu erläutern, um die Qualität der Rehabilitationsergebnisse nachhaltig zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte Literaturanalyse und die methodisch strukturierte Darstellung eines Fallbeispiels (Frau M.) zur Illustration der klinischen Vorgehensweise.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen der psychischen Komorbidität, eine Übersicht gängiger diagnostischer Instrumente und die Anwendung dieser Methoden auf ein Fallbeispiel zur Indikationsstellung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind psychische Komorbidität, Screening-Instrumente wie PHQ-9 und HADS, berufliche Leistungsfähigkeit (BBPL) und der psychodiagnostische Stufenplan der DRV.

Wie lautet die Diagnose im Fall Frau M.?

Frau M. wird nach einer klinischen Anamnese und Anwendung von Diagnose-Checklisten eine mittelgradige Depression (F32.1 nach ICD-10) diagnostiziert.

Warum wird im Fallbeispiel explizit ein Screening am Anfang durchgeführt?

Obwohl ein Screening zu Beginn bei AHB-Patienten manchmal falsch-positive Ergebnisse liefern kann, war es bei Frau M. aufgrund der chronischen Symptomdauer und suizidaler Gedanken zwingend erforderlich.

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Details

Title
Psychische Komorbidität in der medizinischen Rehabilitation. Psychologische Diagnostik anhand eines Fallbeispiels
College
University of Applied Sciences Riedlingen
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
37
Catalog Number
V1273736
ISBN (PDF)
9783346727541
ISBN (Book)
9783346727558
Language
German
Tags
medizinische Rehabilitation psychologische Diagnostik Fallbeispiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Psychische Komorbidität in der medizinischen Rehabilitation. Psychologische Diagnostik anhand eines Fallbeispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273736
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