Werbung und Marketing-Aktivitäten sind in hohem Maße abhängig von der zielgruppengerechten Ansprache und Gestaltung der Werbemaßnahmen. Dies gilt in gleichem Maße bei der Einführung von Innovationen. Dabei spielt bei den Einzelmaßnahmen neben der Ansprache der richtigen Zielgruppe auch die zeitliche Planung des Einsatzes von Werbeaktivitäten bezogen auf die jeweilige Zielgruppe eine besondere Bedeutung. Die Art der Werbemittel ist wiederum abhängig vom Zeitpunkt des Einsatzes der Marketingmaßnahmen
Werbung ist als Ansprache oder Anpreisung an die potentiellen Kunden auch eine Form von Kommunikation.
Um Maßnahmen wirksam zu gestalten ist es daher unerlässlich, sich mit den Wirkungsweisen der Kommunikation auseinander zu setzen.
Insbesondere die inter- und intrapersonellen Diffusionsprozesse spielen eine große Rolle und sind unbedingt zu beachten.
Im Rahmen einer Projektwoche am Institut für Arbeitwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum wurde daher die DIAS-Matrix entwickelt.
Das Kürzel DIAS ist die Abkürzung von DEEP IMPACT ADVERTISING STRATEGY.
DIAS bezeichnet somit eine Strategie, durch vorgelagerte strategische Überlegungen hinsichtlich der jeweiligen Zielgruppen durch die auszuwählenden Werbemaßnahmen einen möglichst starken Eindruck zu hinterlassen.
Mit Hilfe des Tools soll die Effektivität von Marketingsaktivitäten erhöht werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Gründe für die Entwicklung des DIAS-Modells
Das DIAS-Modell
Die Stakeholderanalyse
Die DIAS-Matrix
Weitere Erfolgskriterien
Controlling
Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit stellt mit der DIAS-Matrix (Deep Impact Advertising Strategy) ein Modell zur zielgruppen- und phasengerechten Einführung von Innovationen vor. Ziel ist es, Werbemaßnahmen durch eine strukturierte, strategische Planung so zu gestalten, dass sie in verschiedenen Diffusionsphasen eine maximale Wirkung bei der jeweiligen Zielgruppe erzielen.
- Grundlagen der zielgruppengerechten Marketingkommunikation
- Entwicklung und Aufbau des DIAS-Modells als Analyse-Tool
- Integration der Stakeholderanalyse in den Marketingprozess
- Anwendung der DIAS-Matrix zur zeitlichen Planung von Marketing-Aktivitäten
- Messbarkeit und Controlling von Werbemaßnahmen
Auszug aus dem Buch
Die Stakeholderanalyse
Das DIAS-Modell hat als Ausgangspunkt die umfassende Stakeholderanalyse. Damit soll ermittelt werden, welche Personen, Gruppen, Institutionen etc. überhaupt von den zu planenden Aktivitäten oder Neuerungen in irgendeiner Form betroffen sind.
Die Stakeholderanalyse orientiert sich an folgenden Punkten: 1. Identifikation nach Rolle und Namen, 2. Ausmaß der Betroffenheit, 3. Klärung wesentlicher Zielsetzungen, 4. Generelles Interesse und Einfluss/Motivationsrichtung, 5. Analyse der Chancen durch den jeweiligen Stakeholder, 6. Analyse der Risiken durch den jeweiligen Stakeholder und der daraus resultierenden Konfliktpotentiale, 7. Maßnahmen für die Projektarbeit.
Dieses Stakeholder-Zielsystem kann mit dem Zielsystem des Marketing-Projektes abgeglichen werden. Es ergibt sich eine Schnittmenge der gleichen Ziele und Interessen. Hieraus resultiert die anzusprechende Zielgruppe.
Die ermittelte Zielgruppe ist für eine gezielte Ansprache immer noch zu inhomogen. Dies liegt an der unterschiedlichen interpersonellen Diffusion, mit der Neuerungen, also auch die zu vermittelnde Botschaft, von den Adressaten als Gruppe verinnerlicht werden. Dabei korrelliert auf der Gruppenebene die Wahrscheinlichkeit, die Botschaft aufzunehmen, mit Ihrer allgemeinen Relevanz. Nach dieser Maßgabe wird die Zielgruppe in die vermutete Adoptoren-Klasse unterteilt und eingeordnet.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Notwendigkeit einer zielgruppengerechten Marketingkommunikation bei der Einführung von Innovationen dargelegt und das Kürzel DIAS als "Deep Impact Advertising Strategy" eingeführt.
Gründe für die Entwicklung des DIAS-Modells: Das Kapitel begründet die Notwendigkeit, Diffusionsprozesse zu strukturieren, um die Werbewirkung durch gezielte Charakterisierung der Zielgruppe und entsprechende Anpassung der Botschaft zu optimieren.
Das DIAS-Modell: Das Gesamtmodell wird als Tool für Projektarbeit vorgestellt, das aus verschiedenen zeitlich gestaffelten Teilmodulen besteht.
Die Stakeholderanalyse: Es wird erläutert, wie durch die Analyse von Stakeholdern die Zielgruppe identifiziert und aufgrund ihrer Relevanz in Adoptoren-Klassen eingeteilt wird.
Die DIAS-Matrix: Dieses Kapitel beschreibt das zentrale Analyseraster, in dem inter- und intrapersonelle Diffusionsprozesse verschmelzen, um zeitlich strukturierte Werbemaßnahmen abzuleiten.
Weitere Erfolgskriterien: Hier werden Faktoren wie Häufigkeit, Thematisierung, Umsetzung und Intensivierung als ergänzende Erfolgsparameter genannt.
Controlling: Das Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit eines Monitorings in jeder Phase, um die Effizienz der Marketingmaßnahmen messbar zu machen.
Fazit: Das Modell wird als kognitiv eingängige Methode zur Unterstützung der Effektivität von Innovationsvermarktung zusammenfassend bewertet.
Schlüsselwörter
DIAS-Matrix, Innovationsmarketing, Stakeholderanalyse, Werbemaßnahmen, Diffusionsprozesse, Zielgruppenplanung, Marketingstrategie, Werbekommunikation, Adoptionsklassen, Projektmanagement, Zielgruppenanalyse, Marketing-Controlling, Deep Impact Advertising Strategy, Innovationsführung, Marktkommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt ein systematisches Modell namens DIAS-Matrix vor, das als strategisches Tool für die Einführung von Innovationen und die Planung von Marketing-Aktivitäten dient.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der zielgruppengerechten Kommunikation, der Stakeholderanalyse, dem Verständnis von Diffusionsprozessen und der zeitlichen Steuerung von Marketing-Instrumenten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Bereitstellung eines Modells, das Marketing-Verantwortlichen hilft, durch strategische Vorüberlegungen einen möglichst starken Eindruck bei der jeweiligen Zielgruppe zu hinterlassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Modell basiert auf der Strukturierung von Innovations- und Projektmanagementprozessen, ergänzt durch Ansätze aus der Kommunikationswissenschaft und Diffusionsforschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erläutert den Aufbau des DIAS-Modells, angefangen bei der Stakeholderanalyse über die Clusterbildung der Zielgruppen bis hin zur konkreten Zuordnung von Botschaften und Instrumenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind DIAS-Matrix, Innovationsmarketing, Zielgruppenanalyse, Diffusionsprozesse und Marketing-Controlling.
Wie unterscheidet sich die interpersonelle von der intrapersonellen Diffusion?
Die interpersonelle Diffusion betrachtet die Aufnahme von Neuerungen auf Gruppenebene (Adoptoren-Klassen), während die intrapersonelle Diffusion die individuellen mentalen Prozesse und Einstellungen eines Einzelnen beleuchtet.
Warum ist ein Controlling für die DIAS-Strategie notwendig?
Das Controlling dient dazu, in jeder Phase der Marketing-Aktivität zu überprüfen, ob die gewählten Botschaften und Instrumente die beabsichtigte Wirkung bei der Zielgruppe erzielt haben und ob Anpassungen erforderlich sind.
- Quote paper
- Dipl.-mult. , MOM Udo Rosowski et al. (Author), 2008, Einführung in die DIAS-Matrix - Die Deep Impact Advertising Strategy, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127375