Die vorliegende Ausarbeitung ist ein Unterrichtsentwurf für eine dritte Klasse einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperlich motorische Entwicklung. Als Grundlage dient der Kernlehrplan Evangelische Religionslehre für Grundschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Schüler werden, wegen der Komplexität ihrer Störungsbilder, im Folgenden einzeln vorgestellt. Dies ist außerdem erforderlich, um bei der Unterrichtsplanung dem Förderbedarf jeden Kindes gerecht zu werden. Die Unterrichtsstunde ist auf ca. 30-40 Minuten angesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lerngruppenanalyse
2.1 Leistungsniveau
2.2 Lernklima
2.3 Interaktion
2.4 Lernausgangslage
3. Reihenkontext
4. Kompetenzorientierte Zielsetzungen der Stunde
5. Erläuterungen zu didaktisch-methodischen Entscheidungen
5.1 Kurzexegese
5.2 Elementarisierung
6. Geplanter Unterrichtsverlauf
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit umfasst einen Unterrichtsentwurf für den Religionsunterricht an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung, der mithilfe des Konzepts der Elementarisierung eine alters- und entwicklungsgerechte Auseinandersetzung mit christlichen Inhalten ermöglicht. Ziel ist es, den Schülern durch die Symbolik der "Hände" einen Zugang zum Handeln Jesu und zu grundlegenden Werten wie Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Vertrauen zu eröffnen.
- Analyse der individuellen Lernausgangslagen und körperlich-motorischen Voraussetzungen der Schüler
- Einsatz des Modells der Elementarisierung für einen inklusiven und kompetenzorientierten Religionsunterricht
- Reflexion über förderliche Lernumgebungen, wie den Einsatz von Snoezelen-Räumen zur basalen Stimulation
- Thematisierung ethischer Grundwerte wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft anhand biblischer Perikopen
- Integration handlungsorientierter Methoden und multisensorischer Zugänge zur Inklusion der Schüler
Auszug aus dem Buch
Ceren (9 ½ Jahre alt).
Ceren ist ein Mädchen mit spinaler Muskelatrophie vom Typ III. Sie kann kurze Strecken selbstständig laufen und selbstständig sitzen. Für die Schulpause und längere Strecken benötigt sie ihren Rollstuhl. Durch die Atrophie ist Ceren in ihren grob- und feinmotorischen Fähigkeiten eingeschränkt, lernt jedoch den Umgang damit und gewinnt so immer mehr Selbstständigkeit. Sie kann einfache Wörter schreiben und simple Sätze lesen, außerdem hat sie keine Schwierigkeiten zu sprechen. Erschwert wird das Schreiben durch eine an beiden Händen vorhandene Brachydaktylie. Dies führt zu einer Verkürzung und zu einem Fehlen einiger Gelenke in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Ceren ist ein waches Mädchen, das motiviert am Unterricht teilnimmt und eine ihrem Alter entsprechend lange Zeit konzentriert arbeiten kann. Sie ist in der Klasse gut sozialisiert und unterstützt aktiv schwächere Mitschüler. Durch ihren muslimischen Hintergrund hat Ceren einen engen Bezug zu Religion, kennt jedoch kaum Bibelinhalte. Ihre Eltern begrüßen es, dass ihre Tochter den Umgang mit der Bibel und den christlichen Festen lernt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt den Unterrichtsentwurf für eine dritte Klasse einer Förderschule vor, der auf dem Kernlehrplan Evangelische Religionslehre NRW basiert.
2. Lerngruppenanalyse: In diesem Kapitel werden die Lernausgangslagen, das Leistungsniveau, das Lernklima und die Interaktionsstrukturen der heterogenen Klassengruppe detailliert beschrieben.
3. Reihenkontext: Hier wird der tabellarische Überblick der Unterrichtsreihe gegeben, der die Stundenthemen und die entsprechenden kompetenzorientierten Zielsetzungen auflistet.
4. Kompetenzorientierte Zielsetzungen der Stunde: Dieses Kapitel definiert das Hauptlernziel der Stunde, die Hände als Instrumente im Umgang mit der Umwelt zu begreifen, sowie spezifische Teillernziele.
5. Erläuterungen zu didaktisch-methodischen Entscheidungen: Dieser Teil reflektiert die Anwendung des Elementarisierungsmodells und die pädagogischen Hintergründe des Unterrichtsvorhabens.
6. Geplanter Unterrichtsverlauf: Hier wird der phasenweise Ablauf der Unterrichtsstunde inklusive didaktischer Kommentare für die Lehrkraft skizziert.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Förderschule, Elementarisierung, Körperlich-motorische Entwicklung, Inklusion, Nächstenliebe, Basale Stimulation, Unterrichtsentwurf, Kompetenzorientierung, Soziale Kompetenz, Individuelle Förderung, Bibelarbeit, Unterrichtsreihe, Handeln Jesu, Vertrauen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit präsentiert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den evangelischen Religionsunterricht in einer dritten Klasse an einer Förderschule für körperlich-motorische Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsreihe?
Die Reihe fokussiert sich auf die Bedeutung der "Hände" als Symbol für menschliches Handeln und das Handeln Jesu, eingebettet in biblische Erzählungen wie die Kindersegnung.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichts?
Das Hauptziel ist es, dass die Schüler ihre Hände als Instrumente zur Interaktion in ihrer Umwelt wahrnehmen und ein grundlegendes Verständnis für ethisches Handeln entwickeln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit stützt sich primär auf das Modell der Elementarisierung nach Friedrich Schweitzer sowie auf das sonderpädagogische Prinzip der basalen Stimulation.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet eine umfassende Analyse der Lerngruppe, die didaktische Begründung der Unterrichtsplanung sowie einen konkreten Verlaufsplan für die Stundeneinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Elementarisierung, Religionsunterricht, sonderpädagogische Förderung, Nächstenliebe und individuelle Lernausgangslage.
Wie wird mit der Heterogenität der Schüler umgegangen?
Durch individualisierte Lernangebote und den Einsatz begleitender Betreuungskräfte wird sichergestellt, dass jedes Kind entsprechend seiner körperlich-motorischen Möglichkeiten am Unterricht partizipieren kann.
Welche Rolle spielt das Symbol der Hand?
Die Hand dient als zentrales Symbol für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln, sowie für die Zuwendung und Nächstenliebe Jesu gegenüber allen Menschen, unabhängig von körperlichen Einschränkungen.
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- Anonym (Author), 2019, Was machen meine Hände? Gutes und böses Handeln anhand von Selbstversuchen (3. Klasse Religion), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273768