Herstellung einer Lavalampe als Experiment für Kinder (Kindergarten)


Ausarbeitung, 2022

20 Seiten, Note: 1,0

Jasanta Jeschke (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Didaktische Überlegung
1.1 Kurze Beschreibung der Aktivität ...
1.2 Begründung der Gruppenzusammensetzung ......
1.3 Begründung der Aktivitätenwahl
1.4 Sachanalyse ..
1.4.1 Notwenige Materialien zum Basteln einer Lavalampe
1.4.2 Anleitung zur Herstellung einer Lavalampe ..
1.4.3 Wie funktioniert eine Lavalampe? ...
1.5 Konkrete Ziele ...
1.6 Auseinandersetzung mit dem Bildungs- und Entwicklungsfeld
1.7 Verbindung mit anderen Bildungs- und Entwicklungsfeldern ...

2. Methodische Überlegungen
2.1 Eigene Vorbereitung .
2.2 Verlauf

3. Literaturangaben...

1. Didaktische Überlegung

1.1. Kurze Beschreibung der Aktivität

Das Kinderhaus Eulenspiegel ist als Haus der kleinen Forscher zertifiziert. Somit legen wir einen großen Wert auf das alltägliche Forschen mit den Kindern. Aus diesem Grund wurden wir, vor circa einem halben Jahr, frisch mit vielen neuen Materialien ausgestattet. Dadurch haben wir nun mehr Möglichkeiten. Wir wollen die unglaubliche Neugier und den großen Forschergeist der Kinder dadurch fördern.

Vor einigen Jahren standen in vielen Kinderzimmern noch Lavalampen. Allerdings findet man diese heutzutage nur noch selten vor. Auch die meisten unserer Kinder kennen das Phänomen einer Lavalampe nicht. Geschweige den Begriff.

Ich möchte zusammen mit den Kindern ein Experiment zu dem Thema verschiedene Dichten bei Flüssigkeiten machen und die Kinder ihre eigene Lavalampe selber bauen lassen – ganz ohne Strom.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Angebot zum Bildungs- und Entwicklungsfeld Denken wird in einer Kleingruppe von insgesamt vier drei- und vier-Jährigen Kindern in unseren Schulkinder-/ Experimentezimmer durchgeführt.1 Geplant ist für die Bildungsaktivität ein Zeitraum von circa 45 Minuten.

Als Motivation wird die Lavalampe frei zugänglich für alle Kinder im Gruppenraum aufgestellt. Sodass sie von allen Kindern beobachtet werden kann.

Als Einstieg werde ich eine Kiste mit den gebrauchten Materialien zum Herstellen einer Lavalampe zusammenlegen. Die Kinder werden von mir persönlich gefragt, ob sie an diesem Experiment teilnehmen möchten und ob sie glauben, dass man aus den gezeigten Materialien, aus der Kiste, eine eigene Lavalampe basteln kann. Anschließend begleite ich die Kinder in das Experimentezimmer.

Der Hauptteil der Bildungsaktivität besteht im Experimentieren mit den Materialien und den verschiedenen Dichten der Flüssigkeiten Öl und Wasser.

Als Abschluss hat jedes Kind seine eigene Lavalampe gebastelt und darf diese auch mit nach Hause nehmen.

1.2. Begründung der Gruppenzusammensetzung

Für die angeleitete Aktivität wähle ich eine Kleingruppe von vier Kindern aus, welche im Alter zwischen drei und vier Jahren liegen.

Trotz der fast gleichen Altersstufe, sind die Kinder in ihrem Wesen ganz unterschiedlich. Denn jedes Kind hat einen unterschiedlichen Entwicklungsstand, unterschiedliche Stärken und eine individuelle Art und Weise an verschiedene Dinge sich heran zu trauen. Darum können alle Kinder durch diese Gruppen Konstellation voreinander lernen und die Anderen, mit ihrem bereits vorhandenen Wissen, bereichern.

Ich habe mich für eine Kleingruppe von vier Kindern entschieden. Da insbesondere die Jüngeren bisher noch nicht viel zum Forschen in unserer Einrichtung gekommen sind und sie somit auch noch nicht die gängigen Abläufe kennen. Es sollte eine schöne Atmosphäre herrschen. Darum wählte ich bei dieser Altersstufe eine etwas kleinere Gruppengröße aus. Einmal damit die Kinder nicht durch zu viele Sinneseindrücke überfordert sind und auch jedes Kind zu Wort kommen kann. Außerdem habe ich somit die Möglichkeit auf jedes einzelne Kind individuell eingehen zu können.

Außerdem lassen es die Rahmenbedingungen für ein Experiment auch größer nicht zu. Um einen ordentlichen Blick auf die Materialien des Experimentes und auf das eigene Geschehen oder das der Anderen haben zu können, sollte nur ein einzelner Tisch mit passend hohen Stühlen verwendet werden. Außerdem braucht es um den Tisch genügend Platz, damit ich individuell agieren kann und bei Hilfe ohne Stolpersteine zu den Kindern zustoßen kann.

Zudem sollte jedes Kind die Chance haben die Gruppe durch ihre Beobachtungen oder durch ihr bereits vorhandenes Wissen bereichern zu können. Allerdings handelt es sich hier um jüngere Kinder, die eventuell nicht so lange ihre Konzentration beim Zuhören, halten können. Weshalb sich eine kleine Gruppe sich in diesem Fall besser eignet.

Kind 1 (männlich, 4,5 Jahre)

Für das erste Kind habe ich mich entschieden, da er ein sehr freundlicher und wissbegieriger Junge ist und somit an Bildungsaktivitäten außerhalb des Freispieles immer gerne dabei ist. Er ist motiviert sich mit den verschiedensten Themen auseinanderzusetzen und trägt gerne zu Konversationen bei. Er ist offen für noch nicht Bekanntes und teilt ebenso viel Lebensfreude aus. Er gehört zu den Kindern mit denen alle anderen, unabhängig vom Altersunterschied, sehr gerne spielen. Er lernt sehr gerne dazu und lässt sich auch gerne inspirieren. Allerdings fehlt ihn manchmal der Mut vor anderen Kindern zu sprechen oder es fehlt ihm manchmal auch an Selbstvertrauen. Durch das Angebot wird sein Wissen erweitert, sein Sprachgebrauch trainiert und hoffentlich wächst sein eigenes Selbstvertrauen. Außerdem kann er seine Konzentration und Ausdauer trainieren. Zusätzlich lernt er durch das Forschen über den Tellerrand hinaus zu rätseln und wie man sich eigene Denkprozesse anlegt und anwendet.

Kind 2 (männlich, 4,4 Jahre)

Beim zweiten Kind handelt es sich um einen sehr fröhlichen, klugen und aufgedrehten Jungen. Er ist sehr wissbegierig und liebt alles was er noch nicht kennt. Er stellt sich gerne neuen Herausforderungen. Durch seine Selbstsicherheit ermutigt bzw. inspiriert er gerne andere Kinder. Er kann manchmal aber auch seine eigenen Grenzen schlecht einschätzen. Er hat ebenfalls keine Scheu Fragen zu stellen und sich Hilfe zu suchen. Aus diesem Jungen sprudelt manchmal nur so seine Energie aus ihm raus. Dementsprechend lässt er sich gerne mal von dem Quatsch der Anderen anstecken oder verleitet auch andere Kinder mitzumachen. Durch die Aktivität kann das Kind seine Konzentrationsdauer verbessern und diese verlängern. Manchmal kann er auch sehr ungeduldig sein und spricht auch gerne den Anderen ins Wort. Durch die Bildungsaktivität kann er seine Aufmerksamkeitsspanne sowie seine sozialen Fähigkeiten verbessern. Da er auch manchmal sehr grobmotorisch agiert und in manchen Konfliktsituationen nicht genau weiß, wie er mit diesen umgehen soll. Kann er durch die Anderen seine sozialen Fähigkeiten erproben, verbessern und seine Teamfähigkeit erweitern.

Kind 3 (weiblich, 3,8 Jahre)

Es handelt sich hierbei um ein recht schüchternes Mädchen, die im Alltag nicht besonders auffällt. Die allerdings, wenn sie mit ihren Mitmenschen erst einmal warm geworden ist, richtig aufblühen kann. Sie versucht sich von den Jungs ehr fernzuhalten, da ihr das meisten zu wild und zu dreckig zugeht. Sie ist ein kreatives Kind, die auch sprachlich sehr fit ist. Manchmal braucht sie noch Hilfe von Erzieher oder von anderen Kindern. Hat allerdings keine Scheu bei Problemen um Hilfe zu fragen. An Unbekanntes tastet sie sich ehr vorsichtig heran. Sie ist allerdings ein sehr emphatisches Kind, die gerne Regeln einhält und auch gerne mal den anderen Kindern dazu verleitet, diese ebenfalls einzuhalten. Durch das Experiment soll sie ihr Wissen erweitern und Freude am forschen erfahren und somit an Selbstvertrauen gewinnen. Gleichzeitig lernt sie die männlichen Kinder auch eventuell von einer anderen Seite kennen und kann somit ihren Freundeskreis erweitern.

Kind 4 (weiblich, 3,9 Jahre)

Das letzte Mädchen habe ich ausgesucht, da sie sprachlich sehr weit ist und darum meistens von der Entwicklung fortgeschrittener eingestuft wird, als sie tatsächlich ist. Es handelt sich um ein Mädchen, was sich selbst nur schwierig beschäftigen kann und somit viel in Gedanken schwebt. Sie verhält sich gerne Erwachsen. Sie wirkt sehr taff, vor allem durch ihren großen Wortschatz. Zudem setzt sie gerne ihren Willen durch. Besonders an ihrer Kooperations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit sollte gearbeitet werden. Durch die Aktivität möchte kann sie ihr Wissen erweitern und ihr wird das Experimentieren nähergebracht. Dies regt hoffentlich ihren Forschergeist sowie ihre Kreativität an. Durch das Bildungsangebot soll sie die Kinder besser kennenlernen und somit ihren Freundeskreis erweitern. Da sie, wenn überhaupt, nur zu ein paar vereinzelten Kindern bisher den Kontakt gesucht hat. Ebenso wird durch die Aktivität ihre Sozial- und Teamfähigkeit trainiert.

1.3. Begründung der Aktivitätenwahl

Die Neugier von Kindern ist unermesslich und wird jeden Tag neu erlebt. Sie haben großes Interesse daran, die Welt zu begreifen und zu erforschen. Dabei kommen sie ständig mit naturwissenschaftlichen Phänomenen, technischen Fragen und Fragen der Nachhaltigkeit in Berührung: morgens schäumt die Zahncreme beim Zähneputzen. Aus dem winzigen Lautsprecher im Auto kommt laute Musik. Und was macht Schokolade so unglaublich lecker?

Der wohl größte Punkt der für das Forschen spricht ist, dass es zum Denken anregt. Was, wie, wodurch, warum, wozu? Der Prozess des Denkens muss unterstützt werden, um beispielsweise Phänomenen im Alltag und in der Natur auf die Spur zu kommen. Kinder treten in Beziehung zu ihrer Umwelt, indem sie beobachten, vergleichen und forschen. Dabei entwickeln sie, auch im Austausch mit anderen Kindern und Bezugspersonen, eigene Erklärungsmodelle.2

Forschen fördert ebenso das Sozialverhalten der Kinder. Beim forschen sind nämlich alle gefragt und beteiligt. Jedes Kind bereichert den Forschungsprozess mit seiner individuellen Perspektive und seinen eigenen Vorerfahrungen.

So wird zeitgleich auch die Sprachbildung der Kinder unterstützt. Forscherische Tätigkeiten, bei denen sich die Kinder mit Neuem auseinandersetzten, sind oft geprägt durch besondere Dynamik und eigenmächtige Stimmungen, die Kinder zum sprechen anregen. Überraschendes begegnet den Kindern bei ihren Erkundungen, regt ihre Fantasie an und wirft Fragen auf. Intensives Erleben drängt danach Worte zu finden für unbekannte Dinge und Prozesse.3

Rund um gesagt ist Forschen ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung der Kinder. Leider kamen in vergangener Zeit insbesondere die jüngeren Kinder unser Kindergartengruppe dem Forschen zu kurz. Obwohl es hierfür kein Startalter gibt. Umso wichtiger finde ich es nun auch den kleinen im Hause das Forschen und Experimentieren ermöglichen zu können.

Das Weitern wie bereits erwähnt, kennen viele der Kinder heutzutage keine Lavalampen mehr. Obwohl wie ich finde sind sie sehr schön anzusehen sind. Sie haben mich in meiner Kindheit ebenfalls sehr begeistert. Die Kinder erfahren die Möglichkeit etwas Neues zu lernen und das Funktionieren des Gegenstandes dahinter ebenfalls zu verstehen.

Ebenso erhalten die Kinder durch das Bildungsangebot die Möglichkeit etwas über die Dichte verschiedener Flüssigkeiten kennenzulernen, damit zu experimentieren und etwas über das Verhalten von homogenen Flüssigkeiten und Kohlenstoffdioxid zu lernen. Einfach gesagt, warum Öl und Wasser sich nicht vermischen und warum erst die Bläschen hochsteigen mit der Lebensmittelfarbe und anschließend wieder absinken.

Es besteht Bezug zur Lebensnähe der Kinder. Da die Materialien des alltäglichen Gebrauchs verwendet werden. Darum findet man dieses Phänomen auch im Alltag der Kinder wieder. Beispielweise wenn man eine Hühnersuppe kocht. Da schwimmt oben ebenfalls die Fettaugen, da diese schwerer sind als die klare Brühe die sich darunter befindet.

[...]


1 https://wir-testen-und-berichten.de/wp-content/uploads/Lavalampe-selbstgemacht-Anleitung-Kinder-Experiment.jpg (abgerufen am 06.03.2022 um 18:00 Uhr)

2 Vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport; 2 Auflage (2015): Orientierungsplan, Seite 143-144

3 Vgl. https://www.herder.de/kiga-heute/fachmagazin/archiv/2019-49-jg/3-2019/10-gruende-in-der-kita-zu-forschen/ (abgerufen am 06.03.2022 um 18:00 Uhr)

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Herstellung einer Lavalampe als Experiment für Kinder (Kindergarten)
Note
1,0
Autor
Jahr
2022
Seiten
20
Katalognummer
V1273956
ISBN (Buch)
9783346731395
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herstellung, lavalampe, experiment, kinder, kindergarten
Arbeit zitieren
Jasanta Jeschke (Autor:in), 2022, Herstellung einer Lavalampe als Experiment für Kinder (Kindergarten), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273956

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