Das Ziel der Arbeit ist es zu beantworten, ob die Ernährung von jungen Erwachsenen durch Social Media beeinflusst wird und negative Folgen hat. Dazu wird die Forschungsfrage "Hat die Social-Media-Nutzung einen Einfluss auf die Ernährung von jungen Erwachsenen?" gestellt. Zur Beantwortung wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt und die herausgesuchten Studien anschließend ausgewertet. Es werden Studien aufgezeigt, die das Thema der Ernährungsbeeinflussung von jungen Erwachsenen durch Social Media untersucht haben. Die Ergebnisse der Studien werden anschließend miteinander verglichen und anschaulich dargestellt.
Social Media ist in der heutigen Zeit nicht mehr aus dem Alltag der Menschen wegzudenken. Was mit dem Internet begann, ist heute eine riesige digitale Welt. Fast 70 Millionen Menschen nutzen allein in Deutschland das Internet, der Großteil auch Social Media und das mehrere Stunden am Tag. Weltweit sind es 2 Milliarden Menschen die allein Facebook täglich nutzen. Social Media ist ein Treffpunkt geworden, ein Ort des Austausches, der Informationsgewinnung, der Ablenkung und der Inspiration.
Eines der Lieblingsthemen auf Social-Media-Plattformen ist die Ernährung, in jeglicher Form. Millionen Menschen sprechen täglich über ihre Ernährung, was sie für richtig und was sie für falsch halten. Influencer:innen bewerben Fastfood, Süßigkeiten und Nahrungsergänzungsmittel. Eine 10.000 Kalorien Tages-Challenge ist keine Seltenheit auf YouTube. Videos, welche Menschen beim bloßen Verzehr von großen und deftigen Mahlzeiten zeigen, werden abends zum Einschlafen geschaut. Food-Communities bilden sich und geben eine „richtige“ Ernährung vor. Mitglieder:innen finden dort Halt und nehmen die Ernährungsgewohnheiten von fremden Menschen an. Der große Trend liegt darin, durch Schönheit, Schlankheit, einem muskulösen und trainierten Körper Anerkennung zu bekommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Aufbau und Methodik
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Veränderung des Medienkonsums
3.2 Begriffserklärung „junge Erwachsene“
3.3 Social Media
3.3.1 Begriffserklärung „Social Media“
3.3.2 Begriffserklärung „Influencer:innen“ und „Follower:innen“
3.3.3 Social-Media-Marketing
3.4 Die meist genutzten Social-Media-Plattformen
3.4.1 Messenger
3.4.2 Blogs
3.4.3 Social Networks
3.4.4 Media Sharing
3.5 Die Ernährung und verschiedene Trends auf Social-Media-Plattformen
3.5.1 Fitspiration und das Körperideal
3.5.2 Essstörungen
3.5.3 Soziale Vergleiche
4 Methodisches Vorgehen – Die Studienrecherche
5 Ergebnisse
5.1 Studiendarstellung
5.2 Hauptergebnisse der Studien
6 Diskussion
6.1 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
6.2 Methodenkritik/Limitationen
7 Schlussfolgerung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Social-Media-Nutzung das Ernährungsverhalten von jungen Erwachsenen beeinflusst und welche psychologischen Prozesse sowie Marketingstrategien dabei eine Rolle spielen.
- Einfluss von Influencer:innen auf das Ernährungsverhalten
- Soziales Vergleichsverhalten und Körperbildwahrnehmung
- Risiken für die Entstehung von Essstörungen (Anorexia, Bulimie, etc.)
- Rolle von Social-Media-Marketing und Fitspiration-Inhalten
- Bedeutung der Medienkompetenz bei der Nutzung digitaler Plattformen
Auszug aus dem Buch
3.1 Veränderung des Medienkonsums
Lebensraum, genau das ist das Internet für viele Menschen, die es nutzen. Es ist keine bloße Technologie mehr. Bibliotheken, Universitäten, Shoppingcenter, Flohmärkte, Amateurkünstler:innen, Stars und solche, die es werden wollen, Spielplätze oder Bordelle. All dies und noch viel mehr gibt es mittlerweile im Internet zu finden. Die reale Welt wird virtuell abgebildet. Für Generationen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, ist dies ein Teil ihrer Kultur und ein Lebensraum der unverzichtbar wirkt (Endres 2018, S. 54). Junge Menschen haben kein Interesse daran, auf einen 24-Stunden Internetzugang und ihr Smartphone zu verzichten. Dies würde für sie nämlich soziale Isolation bedeuten. Schließlich wird mittlerweile fast alles online geregelt. Nur auf klassische Medien, wie Fernsehen und Zeitungen können sie anscheinend verzichten (Zovko 2013, S. 27).
Der Dreh- und Angelpunkt in der Kommunikation bildet seit einigen Jahren das Smartphone. Es macht möglich, dass immer mehr Menschen vollkommen unabhängig von Raum und Zeit nah einander sind. Sie können jederzeit miteinander kommunizieren, ob per Telefonat, Chat oder Video. Dabei liefert die Technologie immer facettenreichere medial gestützte Ausdrucksformen, sich einander mitzuteilen und auch Emotionen zu transportieren. Geschehen tut dies zum Beispiel über Filter versehene Selfies, GIFs, Emojis, Hashtags oder generell über Fotos und Videos, die sich inzwischen in hoher Qualität mit dem Smartphone und begleitenden Apps herstellen lassen (Kobilke 2017, S. 10). Der primäre mediale Träger, der im Internet hauptsächlich genutzt wird, sind Fotografien und Videos. Die digitale Kultur ist somit eine Kultur der Visualität. Insbesondere die Bildkommunikation hat mit dem Beginn der digitalen Wende erheblich zugenommen. Fast kann von einer Gesellschaft der Bilder gesprochen werden. Dies wurde bisher nicht getan, weil Bilder schon immer ein Teil der menschlichen Kommunikation war (Oswald 2021, S. 51).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Ernährungsbeeinflussung durch soziale Medien und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage.
2 Aufbau und Methodik: Erläuterung der systematischen Vorgehensweise bei der Literaturrecherche und Gliederung der Arbeit.
3 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Grundlagen zu Medienkonsum, Social-Media-Plattformen, Influencer-Marketing und Ernährungstrends wie Fitspiration.
4 Methodisches Vorgehen – Die Studienrecherche: Detaillierte Dokumentation des Suchprozesses in Datenbanken und Festlegung der Ein- und Ausschlusskriterien für die Studien.
5 Ergebnisse: Darstellung und Analyse der ausgewählten Studien sowie eine tabellarische Zusammenfassung deren Hauptergebnisse.
6 Diskussion: Kritische Reflexion der Forschungsergebnisse, Diskussion der Hypothesen und Analyse von Limitationen der Untersuchung.
7 Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ableitung von Empfehlungen für Politik, Prävention und Forschung.
Schlüsselwörter
Social Media, Ernährungsverhalten, junge Erwachsene, Influencer, Fitspiration, Essstörungen, Body Image, Körperbildwahrnehmung, Soziale Vergleiche, Online-Marketing, Ernährungskommunikation, Medienkonsum, Literaturrecherche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit hauptsächlich?
Der Fokus der Bachelorarbeit liegt auf der Untersuchung, wie die tägliche Nutzung von sozialen Medien das Ernährungsverhalten von jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren beeinflusst.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt unter anderem die Rolle von Influencer:innen, das Marketing von Lebensmittelkonzernen auf digitalen Plattformen, das Phänomen Fitspiration und dessen Auswirkungen auf das Körperbild.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: "Hat die Social-Media-Nutzung einen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von jungen Erwachsenen?", wobei insbesondere negative Folgen und psychologische Faktoren beleuchtet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Der Autor führt eine systematische Literaturrecherche und anschließende Auswertung existierender Studien durch, um den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema abzubilden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einführung in die Social-Media-Welt und eine detaillierte Analyse wissenschaftlicher Studien, welche die Auswirkungen der Plattformen auf Nutzer:innen empirisch untersuchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe für diese Arbeit sind Social Media, Fitspiration, Essstörungen, Körperbildwahrnehmung, Influencer-Marketing und Ernährungskommunikation.
Gibt es auch positive Effekte der Social-Media-Nutzung auf die Ernährung?
Ja, laut der ausgewerteten Literatur können Fitspiration-Inhalte auch als Ansporn dienen, sportlich aktiver zu werden und sich bewusster zu ernähren, wobei dieser Effekt jedoch oft in eine ungesunde Spirale umschlagen kann.
Was besagt die Theorie des Sozialen Vergleichs in diesem Kontext?
Menschen neigen dazu, sich automatisch mit anderen auf sozialen Medien zu vergleichen. Da dort meist idealisierte, ästhetisierte Bilder gezeigt werden, empfinden die Nutzer:innen ihr eigenes Abbild oft als minderwertig, was den Druck zur Ernährungsanpassung erhöht.
Welche Rolle spielen Influencer:innen bei der Ernährungsweise ihrer Follower?
Influencer:innen fungieren oft als Vertrauenspersonen und Vorbilder. Durch ihre authentisch wirkende Art (auch wenn diese inszeniert ist) übernehmen Follower unkritisch deren Ernährungsempfehlungen, was zur Etablierung fragwürdiger Ernährungsmuster führen kann.
Warum ist die Altersgruppe der jungen Erwachsenen besonders gefährdet?
Diese Gruppe nutzt soziale Medien übermäßig oft und befindet sich in einer Lebensphase, in der das Streben nach Anerkennung und einem idealisierten Körperbild besonders ausgeprägt ist, was die Empfänglichkeit für ungesunde Trends erhöht.
- Citation du texte
- René Penders (Auteur), 2022, Sorgen Social Media für eine ungesunde Ernährung? Der Einfluss sozialer Medien auf das Essverhalten von jungen Erwachsenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274260