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"Die Kraniche des Ibycus" von Friedrich Schiller. Die übernatürliche Macht der Poesie

Title: "Die Kraniche des Ibycus" von Friedrich Schiller. Die übernatürliche Macht der Poesie

Term Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robin Helm (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In der vorliegenden Hausarbeit wird sowohl der Versuch unternommen, die Idee Schillers einer "übernatürlichen Macht der Poesie" zu ergründen, als auch beabsichtigt, dieses Poesieverständnis anhand der Ballade "Die Kraniche des Ibycus" zu analysieren.

Der erste inhaltliche Gliederungspunkt befasst sich mit der am 26. Juni 1784 von Schiller gehaltenen Rede zum Thema "Die Schaubühne als eine moralische Anstalt". Hierbei soll die Wichtigkeit herausgestellt werden, wie bedeutend das Theater für Schillers Poesieverständnis war. Bemerkenswert ist, was die Ausführungen dieses Vortrages umso interessanter macht, dass Schiller diese Rede 13 Jahre vor der Entstehung der Ballade "Die Kraniche des Ibycus" gehalten hatte.

Im zweiten Abschnitt steht die Entstehungsgeschichte der Ballade im Blickpunkt, wobei das umfangreiche Wirken Goethes auf Schiller und vor allem das polare Poesieverständnis der beiden Dichter dargelegt werden soll. Danach folgt eine strukturelle Analyse des Gedichts, in welcher aufgezeigt werden soll, warum sich gerade die Gattung der Ballade für Schillers Poesieverständnis besonders gut eignete. Abschließend befasst sich der letzte Gliederungspunkt des Hauptteils mit dem von Schiller entworfenen griechischen Großtheater.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Schaubühnenaufsatz Schillers von 1784

3. Entstehung der Ballade und das konträre Poesieverständnis Goethes und Schillers

4. Strukturelle Analyse der Ballade

5. Aufbau und Rolle des Theaters als zentraler Handlungsort

6. Schlussbetrachtung

7. Bibliographie

7.1. Primärliteratur

7.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das von Friedrich Schiller entwickelte Konzept der „übernatürlichen Macht der Poesie“ und analysiert dessen konkrete Umsetzung und Wirkmächtigkeit anhand der Ballade „Die Kraniche des Ibycus“ unter Einbeziehung des Theaterverständnisses des Autors.

  • Schillers Poetologie und die „Macht der Poesie“
  • Die Bedeutung des Theaters als moralische Anstalt
  • Der Einfluss der Zusammenarbeit zwischen Schiller und Goethe
  • Strukturelle Analyse der Ballade und ihre gattungsspezifischen Merkmale
  • Die Funktion des griechischen Theaters als Tribunal

Auszug aus dem Buch

2. Der Schaubühnenaufsatz Schillers von 1784

Das erste inhaltliche Kapitel soll sich vornehmlich damit befassen, welche Rolle und Wirkungskräfte der junge Schiller der Schaubühne zumaß und inwieweit diese Aspekte in den Kranichen des Ibycus übernommen wurden.

Anlässlich seiner 1784 erfolgten Aufnahme in die „kurfürstlich Deutsche Gesellschaft“ hielt Schiller jene berühmt gewordene Antrittsrede mit dem Titel Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich bewirken? Erst später nannte Schiller den Aufsatz dann in Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet um.7

Zur damaligen Zeit, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, wurde das Theater eher als ein Ort der Unterhaltung angesehen und sogar als „sündhaft“ deklariert. Dagegen versuchte Schiller zu argumentieren, indem er auf die sittlichen, intellektuellen, moralischen und emotionalen Wirkungen, des Theaters auf das Publikum, hinwies.

So stellte Schiller fest: „Mit welch herrlichen Empfindungen, Entschlüssen, Leidenschaften schwellt sie unsere Seele, welche göttliche Ideale stellt sie uns zur Nacheiferung aus!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage zur „übernatürlichen Macht der Poesie“ ein und stellt den Aufbau der Untersuchung dar.

2. Der Schaubühnenaufsatz Schillers von 1784: Dieses Kapitel erläutert Schillers frühe theoretische Grundannahmen zur moralischen Wirkung des Theaters und deren spätere Relevanz für die Ballade.

3. Entstehung der Ballade und das konträre Poesieverständnis Goethes und Schillers: Hier wird der Einfluss Goethes beschrieben und die unterschiedliche Auffassung von Naturkräften versus künstlerischer Inszenierung gegenübergestellt.

4. Strukturelle Analyse der Ballade: Dieses Kapitel analysiert die formale Gestaltung und die Gattungsmerkmale der Ballade, die Schillers Anliegen besonders unterstützt haben.

5. Aufbau und Rolle des Theaters als zentraler Handlungsort: Der Fokus liegt hier auf der theatralen Inszenierung des Erinnyenchores, der als Instrument der poetischen Gerechtigkeit fungiert.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie erfolgreich Schiller seine poetologische Theorie in der Ballade „Die Kraniche des Ibycus“ realisiert hat.

7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Die Kraniche des Ibycus, Macht der Poesie, Weimarer Klassik, Schaubühne, Ballade, Erinnyen, Nemesis, Theater, Poetik, Literaturanalyse, Kunstidee, Johann Wolfgang von Goethe, Schuld und Sühne, Tribunal.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Konzept der „Macht der Poesie“ bei Friedrich Schiller und wie dieses speziell in seiner Ballade „Die Kraniche des Ibycus“ angewendet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen Schillers Theaterverständnis, seine Poetologie, die Zusammenarbeit mit Johann Wolfgang von Goethe sowie die Analyse von Motiven wie Gerechtigkeit, Schuld und Sühne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, wie Schiller die Idee einer „übernatürlichen Macht der Poesie“ konzipierte und durch welche literarischen Mittel er dieses Verständnis in „Die Kraniche des Ibycus“ veranschaulicht.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den historischen Kontext (Schillers Theaterrede von 1784) als auch die Entstehungsgeschichte der Ballade und aktuelle Forschungspositionen einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schillers Aufsatz zum Theater, das Verhältnis zu Goethes Naturverständnis, eine strukturelle Analyse des Gedichts sowie die Untersuchung des Theaters als zentralem Handlungsort.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören „Macht der Poesie“, „Schaubühne“, „Erinnyen“, „Nemesis“ sowie das Konzept der Poetologie der Weimarer Klassik.

Wie spielt die „Moralische Anstalt“ eine Rolle für das Verständnis der Ballade?

Schiller betrachtete das Theater als eine Institution, die durch ihre Wirkung beim Publikum moralische Besserung bewirken kann; genau diese transformierende Kraft nutzt er in der Ballade, um die Mörder zu entlarven.

Warum spielt der Chor der Erinnyen eine so entscheidende Rolle in der Arbeit?

Der Chor dient als künstlerisches Werkzeug, das durch Immersion und Suggestion eine so starke Wirkung erzielt, dass die moralische Wahrheit (die Tat der Mörder) zwangsweise ihren Weg ans Licht findet.

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Details

Title
"Die Kraniche des Ibycus" von Friedrich Schiller. Die übernatürliche Macht der Poesie
College
University of Heidelberg
Grade
1,3
Author
Robin Helm (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1274398
ISBN (PDF)
9783346719317
ISBN (Book)
9783346719324
Language
German
Tags
kraniche ibycus friedrich schiller macht poesie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robin Helm (Author), 2022, "Die Kraniche des Ibycus" von Friedrich Schiller. Die übernatürliche Macht der Poesie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274398
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