Verkehrsinfrastrukturprojekte sind auf Basis des Unikatsstatus meistens mit hohen und kostspieligen Unsicherheiten verbunden, welche sich auf verschiedensten Wegen bemerkbar machen können. Ungewiss- und Unsicherheiten werden in den nächsten Jahren stetig wachsen und der entsprechende Druck auf die zeitliche Umsetzung eines Infrastrukturprojektes ebenfalls, was zwangsläufig zu einer Erhöhung der Effizienz führen muss.
Speziell in der Bauwirtschaft besteht ein enormer Konkurrenzdruck, speziell im Preiswettbewerb, welcher keinen Spielraum für das Risikomanagement zulässt. Dennoch ist klar hervorzuheben, dass durch neue Herausforderungen, Digitalisierung, Elektrifizierung und Vernetzung umfangreiche Veränderungen vorgenommen werden können, auch in Unternehmen, welche in der Bauwirtschaft angesiedelt sind. Aktuelle Strukturen der Unternehmen der Bauwirtschaft stehen am Beginn der Implementierungsphase, diese Eigenschaften einzubringen und entsprechend zu handeln.
Speziell ist es nötig, dass die Unternehmensstrategie bzw. Projektstrategie überdacht wird und zur Verfügung stehende Hilfsmittel wie das Risikomanagement ihre Anwendung finden. Durch ein gezieltes Risikomanagement kann gewährleistet werden, dass Projektziele erreicht und ohne Überraschungen durchgeführt werden. Speziell für weitere Projekte ist dies für einen Auftraggeber von wichtiger Bedeutung, um einen zukünftigen, qualifizierten Partner zu finden. Durch das Risikomanagement wird klar, welche Gefahren und welche Chancen während der Bauzeit entstehen können und wie diese bewältigt werden können, um den Projekterfolg zu garantieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Arbeit
2 Allgemeine Grundlagen zu Infrastrukturprojekten
2.1 Grundlagen zu Infrastrukturprojekten
2.1.1 Merkmale von Verkehrsinfrastrukturprojekten
2.1.2 Aufbau von Verkehrsinfrastrukturprojekten
2.1.2.1 Projektphasen von Infrastrukturprojekten
3 Allgemeine Grundlagen des Risikomanagements
3.1 Wichtige Normen des Risikomanagements
3.2 Begriffsdefinition
3.2.1 Risiko
3.2.2 Risikomanagement
3.2.3 Risikomanagementsystem
3.2.4 Risikomanagementprozess
3.2.4.1 Risikostrategie
3.2.4.2 Risikoidentifikation
3.2.4.3 Risikoanalyse
3.2.4.4 Risikobewältigung
3.2.4.4.1 Risikovermeidung
3.2.4.4.2 Risikoverminderung
3.2.4.4.2.1 Risikodiversifizierung
3.2.4.4.3 Risikoübertragung
3.2.4.4.4 Risikoübernahme
3.2.4.5 Risikosteuerung
3.2.4.6 Risikostrategie
3.3 Aufgaben und Ziele des Risikomanagements
4 Der Neubau der zweiten Stammstrecke in München
4.1 Aufgabenstellung und Projektgrundlagen
4.1.1 Planfeststellung der zweiten Stammstrecke München
4.1.1.1 Planfeststellungsabschnitt 1 (PFA 1)
4.1.1.2 Planfeststellungsabschnitt 2 (PFA 2)
4.1.1.3 Planfeststellungsabschnitt 3 (PFA 3)
4.2 Kosten und Finanzierung
4.3 Der Tunnel
4.4 Streckenverlauf
4.5 Der Neubau der unterirdischen Stationen
4.6 Erschließungsbauwerke
5 Messbarkeit verschiedener Risikomanagement- Methoden
5.1 Brainstorming und Brainwriting
5.2 Risiko- Checkliste
5.3 FMEA - Fehler-Möglichkeits- und Einfluss- Analyse
5.4 Wirkungsanalyse
5.5 Szenario-Analyse
5.6 ABC-Analyse (Pareto-Analyse, Lorenz-Kurve)
6 Nachhaltigkeit des Risikomanagements
6.1 Risikosteuerung
6.2 Risikomanager
6.3 Implementierung von Workshops
6.3.1 Aufbau der Workshops
6.3.2.1 Begrüßung
6.3.2.2 Risikomanagementübersicht
6.3.2.3 Planung des Risikomanagements
6.3.2.4 Risikoidentifizierung
6.3.2.5 Risikoanalyse Teil I
6.3.2.6 Risikoanalyse Teil II
6.3.2.7 Maßnahmenplan gegen Risiken
6.3.2.8 Risikosteuerung
6.3.2.9 Verabschiedung
6.3.3 Ziele des Workshops
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Messbarkeit und Nachhaltigkeit des Risikomanagements im Kontext von komplexen Verkehrsinfrastrukturprojekten, dargestellt am Beispiel des Neubaus der zweiten Stammstrecke in München. Das primäre Ziel ist es, Methoden für ein effektives Risikomanagement zu evaluieren, die eine messbare Steigerung des Projektfortschritts ermöglichen, um die Fertigstellung innerhalb der Budget- und Zeitvorgaben bei maximaler Qualität zu sichern.
- Grundlagen und Systematik des Risikomanagements
- Projektspezifische Anforderungen und Rahmenbedingungen der zweiten Stammstrecke
- Evaluation diverser Methoden zur Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung
- Implementierung von Risikomanagement-Workshops als Steuerungsinstrument
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Verkehrsinfrastrukturprojekte sind auf Basis des Unikatsstatus meistens mit hohen und kostspieligen Unsicherheiten verbunden, welche sich auf verschiedensten Wegen bemerkbar machen können. Ungewiss- und Unsicherheiten werden in den nächsten Jahren stetig wachsen und der entsprechende Druck auf die zeitliche Umsetzung eines Infrastrukturprojektes ebenfalls, was zwangsläufig zu einer Erhöhung der Effizienz führen muss.
Speziell in der Bauwirtschaft besteht ein enormer Konkurrenzdruck, speziell im Preiswettbewerb, welcher keinen Spielraum für das Risikomanagement zulässt. Dennoch ist klar hervorzuheben, dass durch neue Herausforderungen, Digitalisierung, Elektrifizierung und Vernetzung umfangreiche Veränderungen vorgenommen werden können, auch in Unternehmen, welche in der Bauwirtschaft angesiedelt sind. Aktuelle Strukturen der Unternehmen der Bauwirtschaft stehen am Beginn der Implementierungsphase, diese Eigenschaften einzubringen und entsprechend zu handeln. Speziell ist es nötig, dass die Unternehmensstrategie bzw. Projektstrategie überdacht wird und zur Verfügung stehende Hilfsmittel wie das Risikomanagement ihre Anwendung finden. Durch ein gezieltes Risikomanagement kann gewährleistet werden, dass Projektziele erreicht und ohne Überraschungen durchgeführt werden. Speziell für weitere Projekte ist dies für einen Auftraggeber von wichtiger Bedeutung, um einen zukünftigen, qualifizierten Partner zu finden. Durch das Risikomanagement wird klar, welche Gefahren und welche Chancen während der Bauzeit entstehen können und wie diese bewältigt werden können, um den Projekterfolg zu garantieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz des Risikomanagements in der Bauwirtschaft aufgrund zunehmender Projektunsicherheiten und wirtschaftlichen Drucks.
2 Allgemeine Grundlagen zu Infrastrukturprojekten: Es werden die verschiedenen Formen von Infrastrukturen definiert und die besonderen Herausforderungen von Verkehrsinfrastrukturprojekten dargelegt.
3 Allgemeine Grundlagen des Risikomanagements: Die theoretischen Basisnormen und die zentralen Begriffe sowie der Risikomanagementprozess werden umfassend definiert.
4 Der Neubau der zweiten Stammstrecke in München: Das Kapitel liefert eine detaillierte Projektvorstellung und beschreibt die planungsrechtlichen sowie baulichen Besonderheiten.
5 Messbarkeit verschiedener Risikomanagement- Methoden: Hier werden unterschiedliche Methoden wie Brainstorming, FMEA oder ABC-Analyse im Hinblick auf deren Eignung und Vor- und Nachteile verglichen.
6 Nachhaltigkeit des Risikomanagements: Der Schwerpunkt liegt auf der operativen Steuerung durch Workshops und der systematischen Einbindung des Managements in den Prozess.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer konsequenten, risikoorientierten Planung zur Sicherstellung des Projekterfolgs.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Verkehrsinfrastruktur, zweite Stammstrecke, Risikoklassifizierung, Risikoanalyse, Risikoidentifikation, Projektmanagement, Bauwirtschaft, Risikosteuerung, Risikobewältigung, Infrastrukturprojekt, Risikokultur, Risikostrategie, Risikomatrix, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Anwendung und Bedeutung von Risikomanagement bei komplexen Infrastrukturprojekten, speziell unter Berücksichtigung hoher Planungs- und Ausführungsunsicherheiten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Bereiche sind die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, die methodische Einordnung von Risikoanalysen sowie deren praktische Implementierung in den Lebenszyklus von Großbauprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist der Nachweis, dass ein nachhaltiges Risikomanagement durch methodische Strukturierung messbare Erfolge für den Projektabschluss (in Zeit und Kosten) erbringen kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit analysiert Methoden wie die FMEA, das Brainstorming, die ABC-Analyse und die Szenario-Analyse, um eine methodische Vergleichbarkeit zu schaffen.
Was ist der inhaltliche Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Fallstudie des S-Bahn-Projektes in München und die methodische Diskussion zur Operationalisierung der Risikosteuerung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?
Wesentliche Begriffe sind Risikomanagement, Risikokommunikation, Stammstrecke München, methodische Risikobewertung und Nachhaltigkeit im Projektmanagement.
Warum ist das Risikomanagement gerade bei der zweiten Stammstrecke München besonders kritisch?
Aufgrund der hohen Investitionssummen, der extrem dichten urbanen Bebauung und der langen Bauphasen entstehen komplexe Risiken, die ohne systematisches Handeln den Projekterfolg gefährden.
Wie werden die Risiken im Rahmen der ABC-Analyse klassifiziert?
Die Risiken werden anhand ihrer Tragweite (Kostenimpact) in drei Kategorien (A, B, C) eingeteilt, um eine priorisierte Abarbeitung der kritischsten Risikoereignisse zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Niklas Goedecke (Autor:in), 2021, Messbarkeit und Nachhaltigkeit des Risikomanagements am Beispiel des Neubaus der zweiten Stammstrecke in München, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274422