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Mit welchen Methoden untersucht die Kulturanthropologie Ikonologie und Ikonografie in visuellen Grafiken?

Título: Mit welchen Methoden untersucht die Kulturanthropologie Ikonologie und Ikonografie in visuellen Grafiken?

Trabajo Escrito , 2020 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Ciencias Culturales - Ciencias culturales empíricas
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Die Kulturanthropologie, welche sich aus der Völkerkunde herauskristallisiert hat, wird als eine empirische Kulturwissenschaft definiert und beschäftigt sich mit soziokulturellen Phänomenen, folglich dem Erfassen von Dingen, Gestalten, Verhalten, Handlungen und Interaktionen. Im Mittelpunkt stehen sowohl Theorien, welche zur sinnvollen Formulierung von Fragestellungen beitragen und empirische Untersuchungen bedingen, als auch die Selbstreflexion und deren Beobachtung. Die visuelle Kommunikation anhand unbewegter Bilder bietet aus kulturanthropologischer
Sicht ein äußerst aussichtsreiches Untersuchungsfeld, das bei dem Rezipienten Gedächtnisbilder und Emotionen hervorruft. Der Fokus soll hierbei auf die ikonologische Bildanalyse gerichtet werden. Die Ikonologie, welche eng mit der Ikonografie zusammenhängt, definiert eine signifikante, qualitative Forschungsmethode, welche auf die Bewusstmachung von Bilddeutungen abzielt.

Während sich die ikonologische Analyse mit der symbolischen Deutung beschäftigt, erforscht die ikonografische Untersuchung die Art und Weise des Illustrierten und dessen Inszenierung. Wichtig sind die Zusammenhänge von Bild, Kontext und Bedeutung und deren Wandel im Zeitalter. Nach dem Kunsthistoriker Erwin Panofsky (1892-1968) bildet die
ikonografische Analyse das Fundament, auf dem die ikonologische Interpretationsmethode realisiert werden kann. Im Folgenden werden ikonologische Methoden beziehungsweise Arten von Herangehensweisen anhand von drei Grafiken präsentiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methoden der kulturanthropologischen Bildanalyse

2.1 Die Analyse öffentlicher Bilder in den Medien nach Falk

2.2 Volkskundliche Fotografie am Beispiel eines Printmediums nach Hägele

2.3 Fotografie in der ethnologischen Praxis nach Overdick

2.3.1 Der fotografische Produktionsprozess: Die Feldforschung

2.3.2 Das Fotointerview

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht verschiedene wissenschaftliche Methoden der Kulturanthropologie zur Analyse visueller Darstellungen, insbesondere im Hinblick auf Ikonologie und Ikonografie. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bilder kulturelle Deutungen konstruieren, welche Rolle der Kontext bei der Interpretation spielt und wie Forscher diese Medien methodisch fundiert als Quellen nutzen können.

  • Grundlagen der ikonologischen Bildanalyse und Bildinterpretation
  • Kulturelle und soziale Prägung der menschlichen Wahrnehmung
  • Methoden der Fotoforschung in der ethnologischen Praxis
  • Transformation vom Fotografieren hin zur wissenschaftlichen Dokumentation
  • Kritische Reflexion über Bildmanipulation und Inszenierung

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Das Fotointerview

Das Fotointerview wird als eine „kulturwissenschaftliche Befragungsmethode“ (Overdick, 2010, S. 212) definiert, bei welcher ausgewählte Interviewpartner anhand einer Vorlage befragt bzw. interviewt werden. Diese Methode bedient sich an der bildlichen Potentialität von fotografischen Bildern und knüpft an die konzipierten Strategien der intellektuellen Diagnostik an, indem sie auf die individuellen Interpretationen und Erzählungen der interviewten Personen abzielt. Anhand der präsentierten Fotos werden Wege eröffnet, welche dem Rezipienten das ‚Innere‘ der Kultur zeigen sollen. In Bezug auf die Resultate des Fotointerviews ist anzumerken, dass diese stets vielfältig und durch freie Assoziationen sowie emotionale Zustände, Prozessbeschreibungen und präzise Personenidentifikationen gekennzeichnet sind. Eine klare Stärke von Fotografie ist die Lieferung von konkreten Erzählanreizen, welche das Interview sowohl deutlich strukturieren als auch „offen für individuelle Deutungen und Bewertungen lassen“ (Overdick, 2010, S. 213).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung visueller Medien für die Konstruktion von Wirklichkeit ein und erläutert die Bedeutung der Ikonologie und Ikonografie als zentrale Analysemethoden der Kulturanthropologie.

2 Methoden der kulturanthropologischen Bildanalyse: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Ansätze zur Bildanalyse, wobei insbesondere die diskursiv-ikonologische Arbeit, die volkskundliche Fotoforschung und die ethnographische Praxis von Overdick detailliert beleuchtet werden.

2.1 Die Analyse öffentlicher Bilder in den Medien nach Falk: Der Fokus liegt auf Francesca Falks Methode, die öffentliche Bilder mittels einer Verbindung von Kunstgeschichte und Diskursanalyse auf ihre zugrundeliegenden gesellschaftlichen Botschaften hin untersucht.

2.2 Volkskundliche Fotografie am Beispiel eines Printmediums nach Hägele: Ulrich Hägele plädiert für die Einbettung der Fotografie in ihren sozialen Kontext und analysiert die dokumentarische Kraft sowie die Gefahr der Inszenierung in historischen Bildquellen.

2.3 Fotografie in der ethnologischen Praxis nach Overdick: Dieses Kapitel erläutert die Fotografie als "visuelles Notizbuch" in der Ethnologie und stellt verschiedene methodische Zugänge sowie konkrete Feldforschungstechniken vor.

2.3.1 Der fotografische Produktionsprozess: Die Feldforschung: Der Prozess der fotografischen Produktion innerhalb der Feldforschung wird in eine Vorbereitungs- und eine Aufbereitungsphase unterteilt, wobei die Kontextualisierung der Bilder im Vordergrund steht.

2.3.2 Das Fotointerview: Diese Sektion beschreibt das Fotointerview als eine spezifische Befragungsmethode, bei der Fotografien als Katalysatoren für die Erzählungen und subjektiven Deutungen der Interviewpartner dienen.

3 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass es keine universelle Methode gibt, betont jedoch die Notwendigkeit einer methodisch reflektierten, interdisziplinären Herangehensweise zur Analyse komplexer Bildkommunikation.

Schlüsselwörter

Kulturanthropologie, Ikonologie, Ikonografie, Bildanalyse, Ethnografie, Fotoforschung, Visuelle Kommunikation, Feldforschung, Fotointerview, Bildinterpretation, Kulturwissenschaft, Wahrnehmungspsychologie, Dokumentation, Bildkontext, Bildunterschrift

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den wissenschaftlichen Methoden der Kulturanthropologie zur Analyse und Interpretation von visuellen Materialien wie Bildern und Fotografien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen zählen die Ikonologie, die ethno-fotografische Forschung, visuelle Diskursanalyse sowie die kritische Untersuchung von Bildinszenierungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kulturanthropologen visuelle Inhalte methodisch korrekt beschreiben, deuten und in ihren historischen sowie sozialen Kontext einbetten können.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Autorin untersucht primär ikonologische und ikonografische Analysemethoden sowie die methodischen Ansätze von Falk, Hägele und Overdick, einschließlich des Fotointerviews.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung unterschiedlicher Forschungsansätze, wobei die theoretische Fundierung durch praktische Beispiele wie das Plakat "Das volle Boot" oder Capas "Fallender Soldat" ergänzt wird.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?

Zentrale Begriffe sind Kulturanthropologie, Bildanalyse, Ikonologie, Ethnografie, visuelle Kommunikation und Fotointerview.

Wie unterscheidet sich das "Fotointerview" von einer klassischen Befragung?

Beim Fotointerview dienen Fotografien als assoziatives Medium, das Informanten als Experten für die Deutung der Bildinhalte einbindet, statt sie nur zu ihren Meinungen zu befragen.

Welche Rolle spielt die "gerichtete Wahrnehmung" in der Bildanalyse?

Der Begriff beschreibt, dass die menschliche Wahrnehmung kulturell und sozial vorgeprägt ist, wodurch Betrachter dazu neigen können, störende Informationen auszublenden und Bilder subjektiv zu interpretieren.

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Detalles

Título
Mit welchen Methoden untersucht die Kulturanthropologie Ikonologie und Ikonografie in visuellen Grafiken?
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
15
No. de catálogo
V1274469
ISBN (PDF)
9783346723406
ISBN (Libro)
9783346723413
Idioma
Alemán
Etiqueta
methoden kulturanthropologie ikonologie ikonografie grafiken
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Mit welchen Methoden untersucht die Kulturanthropologie Ikonologie und Ikonografie in visuellen Grafiken?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274469
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