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Differenzielles Torschusstraining im Fußball

Title: Differenzielles Torschusstraining im Fußball

Diploma Thesis , 2009 , 112 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. Manuel Pircher (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Um technische Fertigkeiten im Sport zu verbessern, wird oft empfohlen die gleiche Bewegung immer wieder zu wiederholen. Solche Lernstrategien nehmen an, dass es generalisierte Programme gibt, die durch ständiges Üben eingeschliffen werden können. Aufgrund der Individualität der Bewegung und dem Fakt, dass nie zwei gleiche Bewegungen hintereinander ausgeführt werden können, muss dieser Ansatz hinterfragt werden. Aus diesen Überlegungen heraus wurde der klassische Trainingsansatz mit dem differenziellen Trainingsansatz verglichen. Ein grundlegendes Element dieses Ansatzes ist die zentrale Bedeutung von Bewegungsdifferenzen und Bewegungsfehlern während des motorischen Lernens.
In einem Pre-Posttest Design wurden 28 talentierte Fußballspieler im Alter von 8 bis 9 Jahren in 2 Gruppen trainiert. Gruppe 1 trainierte den Torschuss nach dem klassischen Trainingsansatz mit methodischen Übungsreihen und Wiederholung der Übungen. Gruppe 2 trainierte nach dem differenziellen Ansatz, wobei keine Bewegung zweimal ausgeführt wurde. Die Ergebnisse bestätigen, dass durch differenzielles Training, auch bei jungen Athleten, ein größerer Lerneffekt im motorischen Lernen erzielt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Differenzielles Training: Modeerscheinung oder Notwendigkeit?

2 Kontrolle und Steuerung von Bewegungen

2.1 Regelkreismodelle (Closed-Loop-Modelle, action approaches)

2.1.1 Feedbackmöglichkeiten

2.1.1 Ergänzung der Closed-Loop-Modelle: Servomechanismen

2.1.2 Reflexe in der unbewussten Closed-Loop Steuerung

2.2 Programmtheorien (Open-Loop-Modelle, motor approaches)

2.2.1 Aufbau und Inhalt der Programmtheorien

2.2.2 Belege für motorische Programme

2.2.3 Kritik an den Programmtheorien

2.2.4 Motorische Programme und Feedback (mixed approaches)

2.3 Generalisierte motorische Programme (GMP - Theorie)

2.3.1 Impuls-Timing Theorie

2.3.2 Gestalt-Konstanz-Hypothese

2.3.3 Kritikpunkte an der GMP-Theorie

2.4 Systemdynamische Modelle (action approaches)

2.4.1 Der Ansatz von Bernstein

2.4.2 Der ökologische Ansatz nach Gibson (ecological approach)

2.4.3 Synergetik - Die Lehre vom Zusammenwirken

3 Motorisches Lernen

3.1 Die klassischen Lerntheorien

3.1.1 Stufentheorie nach Meinel und Schnabel

3.2 Differenzielles Lernen und Lehren

3.2.1 Physiologische Mechanismen im Bewegungslernen

3.2.2 Traditionelles und differenzielles Verständnis von Variation

3.2.3 Variationsmöglichkeiten

3.2.4 Kritik an den klassischen Lernmethoden

3.2.5 Andere Konzepte des variablen Übens

3.2.6 Methodische Leitlinien im differenziellen Training

3.3 Ausgewählte Studien zum differenziellem Lernen

3.3.1 Differenzielles Lernen im Kugelstoßen

3.3.2 Differenzielles Training der Sprungkraft im Nachwuchshandball

3.3.3 Differenzielles Training des Fußballtorschusses

3.3.4 Differenzielles Training des Fußballpassspieles

4 Differenzielles Torschusstraining im Fußball

4.1 Zielsetzung

4.2 Untersuchungsmethodik

4.3 Ergebnisse

4.3.1 Ausgangsniveau der beiden Trainingsgruppen

4.3.2 Trainingseffekte

4.3.3 Personenbezogene Veränderungen

4.3.4 Trainingseffekte in den einzelnen Schussarten

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität des differenziellen Lernens im Vergleich zum klassischen Trainingsansatz anhand eines Torschusstrainings bei Kindern im Alter von 8 bis 9 Jahren. Ziel ist es, den Lernzuwachs bei motorischen Fertigkeiten unter Berücksichtigung von Bewegungsvariationen zu analysieren und praktische Empfehlungen für das kindgerechte Techniktraining abzuleiten.

  • Vergleich von klassischen und differenziellen Trainingsmethoden
  • Grundlagen der motorischen Steuerung und des motorischen Lernens
  • Systemdynamische Modelle und Selbstorganisation im Sport
  • Empirische Untersuchung der Torschussgenauigkeit bei Nachwuchsspielern
  • Ableitung methodischer Leitlinien für das Training

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Physiologische Mechanismen im Bewegungslernen

„Die Beschaffenheit der neuronalen Vorgänge, die mit dem Vollzug sportmotorischer Fertigkeiten und sportmotorischen Lernens einhergehen, ist weitgehend unbekannt. Jedoch verweisen tierexperimentelle Befunde zu motorischen Lernvorgängen – in Verbindung mit humanexperimentellen Befunden und Modellberechnungen – auf die Bedeutung phasischer, dopaminergener Aktivität, neuronaler Entladungssynchronisationen und synaptischer Plastizität für sportmotorisch relevante Lernvorgänge (Beck, 2007).“

Im Folgenden werden diese 3 sportmotorisch Relevanten Informationsverarbeitungsvorgänge skizziert.

- Die neuronale Plastizität

- Entladungssynchronisationen

- Dopaminerge Aktivität als Lernsignal

Zusammenfassung der Kapitel

Differenzielles Training: Modeerscheinung oder Notwendigkeit?: Diskutiert die Notwendigkeit, Individualität im Fußball zu fördern, statt Spieler in starre Konzepte zu pressen.

Kontrolle und Steuerung von Bewegungen: Analysiert verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Bewegungskontrolle, von klassischen Regelkreis- bis hin zu systemdynamischen Ansätzen.

Motorisches Lernen: Beleuchtet klassische Lerntheorien und stellt das differenzielle Lernen als Ansatz vor, der Schwankungen als Lernchance nutzt.

Differenzielles Torschusstraining im Fußball: Präsentiert die empirische Untersuchung, in der die Effektivität des differenziellen gegenüber dem klassischen Torschusstraining bei Kindern geprüft wurde.

Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse über die Überlegenheit des differenziellen Lernansatzes bei der Förderung motorischer Fertigkeiten zusammen.

Schlüsselwörter

Differenzielles Lernen, Bewegungskoordination, Torschusstraining, Fußball, motorisches Lernen, Systemdynamik, Selbstorganisation, Bewegungsvariation, Feedback, neuronale Plastizität, Dopamin, Techniktraining, Kindesalter, Bewegungskontrolle, Trainingswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Effektivität des differenziellen Lernens im Vergleich zum traditionellen, methodisch geprägten Techniktraining, speziell im Fußball-Torschusstraining bei Kindern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Bewegungskoordination, Modellen des motorischen Lernens und der praktischen Erprobung des differenziellen Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu belegen, dass ein differenzieller Trainingsansatz, der hohe Bewegungsvariabilität provoziert, effektiver zu motorischen Lernerfolgen führt als das klassische Einschleifen von Bewegungsmustern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein Pre-Post-Retentionstest-Design mit zwei Trainingsgruppen, um den Lernfortschritt bei 8- bis 9-jährigen Fußballern statistisch zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung aus der Synergetik und systemdynamischen Modellen sowie der detaillierten Beschreibung der durchgeführten Trainingsstudien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie "differenzielles Lernen", "Bewegungsvariabilität", "Selbstorganisation", "Systemdynamik" und "Trainingsmethodik" sind zentral.

Wie unterscheidet sich die differenzielle Trainingsgruppe in der Studie von der klassischen?

Die differenzielle Gruppe führte keine Übung zweimal identisch aus und provozierte durch Variationen (z.B. verschiedene Bälle, Positionen) gezielt "Fehler" und Schwankungen, während die klassische Gruppe methodische Reihen mit vielen Wiederholungen und Korrekturen nutzte.

Welches Ergebnis erbrachte die Untersuchung im Bereich der Torschussgenauigkeit?

Die differenzielle Gruppe konnte ihre Trefferleistung vom Pretest bis zum Posttest signifikant stärker steigern als die traditionelle Trainingsgruppe.

Warum ist das "Rauschen" oder die Variabilität für das Lernen wichtig?

Gemäß dem systemdynamischen Ansatz dient dieses "Rauschen" als notwendige Information, die den Lernenden zwingt, sich permanent an neue Bedingungen anzupassen und ein individuelles Bewegungsoptimum zu finden.

Excerpt out of 112 pages  - scroll top

Details

Title
Differenzielles Torschusstraining im Fußball
College
University of Innsbruck  (Institut für Sportwissenschaft)
Grade
1
Author
Mag. Manuel Pircher (Author)
Publication Year
2009
Pages
112
Catalog Number
V127451
ISBN (eBook)
9783640341863
ISBN (Book)
9783640342037
Language
German
Tags
Trainingswissenschaft Fußball differenzielles Lernen Techniktraining Bewegungslernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Manuel Pircher (Author), 2009, Differenzielles Torschusstraining im Fußball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127451
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