In unserer heutigen Welt gibt es unglaubliche Massen an Texten, Aufsätzen und Büchern, die den Sinn des Lebens zu erklären versuchen. Aber bis heute konnte keine gemeinsame Grundlage gefunden werden, die allgemeingültig die Menschen zufrieden stellen könnte. Die Bedeutung unserer Existenz basiert nicht nur auf der Nennung von Fakten und der Entwicklung von biologischen Evolutionstheorien, sondern beinhaltet immer auch die individuellen Ansichten, Interpretationen und Intuitionen der Menschen. Schlagen wir aber eine Verbindung zwischen Intellekt und Gefühl, zwischen Geist und Herz, kommen wir der wahren Bedeutung von Religion um vieles näher. Menschen scheinen nicht nur den Wunsch nach Gemeinschaft, gemeinsamen Glaubensgrundlagen und Regeln zu besitzen, sie streben im gleichen Maße nach Individualität und Einzigartigkeit, um eine persönliche Bedeutung in das Leben hineinzutragen. Dabei liefern Symbole in unserer Welt eine feste Grundlage um dieses verwirklichen zu können. Insbesondere religiöse Symbole bringen die Gläubigen einer Gemeinschaft zusammen, sind Verkörperungen der höchsten Werte des Lebens und ermöglichen es gleichzeitig dem Einzelnen ein tieferes Verständnis für seinen eigenen Glauben zu entwickeln. Symbole machen die abstrakten Weltvorstellungen greifbar, ohne die unterschiedlichen Vorstellungen und Gefühle der Menschen zu verletzten. In der folgenden Arbeit möchte ich auf die Kunst und auf einige Symbole und Zeichen des Buddhismus eingehen. Bevor diese aber beschrieben werden, gebe ich einen kleinen Einblick in das Leben derer, die verstärkt an der Verbreitung des Buddhismus, dessen Kunst und Zeichensprache mitgewirkt haben – die Mönche.
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
1 Allgemeine Fakten
1.1 Mönche
1.2 Ordination
2 Das Kloster
2.1 Allgemeines
2.2 Architektur
2.2.1 Das Vihara
2.2.2 Die Stupas
3 Symbole und Zeichen im Buddhismus
3.1 Mandalas
3.2 Das Lebensrad
3.3 Buddhafiguren
3.3.1 Physische Charakteristika
3.3.2 Gesten und Körperhaltungen
3.3.3 Mudras -Symbolsprache der Hände
4 Abschlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die tiefere Bedeutung von Kunst, Symbolen und Zeichen im Buddhismus zu ergründen und deren Funktion als Hilfsmittel für die spirituelle Praxis sowie als Vermittler der buddhistischen Lehre aufzuzeigen.
- Die Lebensweise und Ordination von buddhistischen Mönchen als Träger der Lehre.
- Die architektonische und spirituelle Bedeutung buddhistischer Klöster.
- Die symbolische Funktion von Mandalas und dem Lebensrad als Meditationsvorlagen.
- Die Ikonografie und Bedeutung der Mudras in der Darstellung von Buddhafiguren.
Auszug aus dem Buch
3.3.3 Mudras -Symbolsprache der Hände
Die wohl bekannteste Handstellung der Buddhas ist die Andschali-Mudra, bei der beide Handflächen in Brusthöhe zum Gruß oder zum Gebet aneinandergepresst werden. Bei der Vitarka-Mudra ist die rechte Hand, mit der nach außen zeigenden Handfläche erhoben. Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, um die Geste des Lehrens und Erklärens auszudrücken. Manchmal zeigt die linke Hand die gleiche Geste, allerdings nach unten gerichtet. Hält die Buddhasstatue beide Hände in Brusthöhe, formen Zeigefinger und Daumen an jeder Hand einen Kreis und berühren die Fingerspitzen der linken Hand die rechte Handfläche heißt diese Handhaltung "Das Rad der Lehre in Bewegung setzen" (Dharmatschakra-Mudra ) und bezieht sich meist auf Buddhas erste Predigt bei Benares. Bei der Dhyana-Mudra liegen beide Hände, eine auf der anderen, locker mit nach oben gezeigten Handflächen im Schoß. Bilden Mittelfinger und Daumen je ein Dreieck, so symbolisiert diese Handstellung Meditation. Liegt die linke Hand mit der Handfläche nach oben im Schoß und die rechte auf dem rechten Knie mit den Fingern nach unten, so ist dies die Bhumisparscha-Mudra. Diese symbolisiert die Niederlage des Dämonen Mara, bei der Buddha die Erde als Zeugin für seinen Weg anrief und steht symbolisiert zugleich auch für seine Unerschütterlichkeit, da er den Versuchungen und Befehlen des Dämons und seinen Töchtern widerstand. In der Varada-Mudra zeigt der rechte Arm nach unten, während die flache Handfläche nach außen gedreht ist. In dieser Geste zeigt Buddha Barmherzigkeit und Freigebigkeit. Abhaya-Mudra ist die Geste, in der der rechte Unterarm erhoben ist und die flache Handfläche nach außen zeigt. Sie symbolisiert Schutzverheißung und Furchtlosigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die menschliche Suche nach Sinn und die Funktion religiöser Symbole als greifbare Grundlage für abstrakte Weltvorstellungen.
1 Allgemeine Fakten: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Ursprung des Mönchsordens und die wesentlichen Lebensbedingungen, Gebote sowie die Ordinationsstufen von Mönchen.
2 Das Kloster: Hier wird die historische und gesellschaftliche Bedeutung der Klöster als Zentren des religiösen und kulturellen Lebens sowie deren architektonische Entwicklung und Funktion erläutert.
3 Symbole und Zeichen im Buddhismus: Dieses Kapitel befasst sich mit der universellen Sprache der Symbole und analysiert spezifische buddhistische Darstellungen wie Mandalas, das Lebensrad und die Bedeutung der Buddhafiguren.
4 Abschlussbemerkung: Die Abschlussbemerkung reflektiert die Anziehungskraft des Buddhismus im Westen und warnt vor einer oberflächlichen Kommerzialisierung der buddhistischen Symbolik.
Schlüsselwörter
Buddhismus, Symbole, Zeichen, Mönche, Kloster, Mandala, Lebensrad, Buddhafiguren, Mudras, Samsara, Nirvana, Erleuchtung, Ikonografie, Ordination, Meditation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Kunst, Symbolen und Zeichen im Buddhismus und deren Rolle bei der Vermittlung der buddhistischen Lehre.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind das Leben der Mönche, die Architektur von Klöstern, Mandalas, das Lebensrad sowie die Symbolik von Buddhafiguren und Mudras.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese Symbole als Hilfsmittel für Gläubige dienen, um ein tieferes Verständnis für den eigenen Glauben zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Sekundärliteratur zur buddhistischen Kunst, Lehre und Ikonografie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Mönchsleben, die Funktion von Klöstern sowie die detaillierte Deutung verschiedener buddhistischer Symbole wie Mandalas und Mudras behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Buddhismus, Symbole, Ikonografie, Meditation und spirituelle Praxis charakterisieren.
Was unterscheidet das Lebensrad von anderen Symbolen?
Das Lebensrad dient als eine der ältesten Bildformen der buddhistischen Malerei dazu, auch Analphabeten die Vorstellung vom Wirken des Karmas und den Kreislauf der Wiedergeburt zu veranschaulichen.
Warum sind Buddha-Statuen für Gläubige keine Kunstwerke?
Für den Gläubigen sind die Statuen in erster Linie Objekte der Verehrung und Hilfsmittel zur Selbsterkenntnis, nicht primär ästhetische Ziergegenstände.
Welche Funktion hat die Andschali-Mudra?
Die Andschali-Mudra ist eine Handstellung, bei der die Handflächen in Brusthöhe aneinandergepresst werden, um einen Gruß oder ein Gebet auszudrücken.
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- Anja Frank (Author), 2005, Kunst, Symbole und Zeichen des Buddhismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127472