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Der Begriff des "generalisierten Anderen" in G.H. Meads "Mind, Self and Society"

Title: Der Begriff des "generalisierten Anderen" in G.H. Meads "Mind, Self and Society"

Essay , 2007 , 6 Pages , Grade: B

Autor:in: Christine Porath (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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In seinem Werk „Mind, Self and Society“ (welches posthum herausgebracht wurde und eigentlich eine Sammlung von Meads Studenten ist) versucht George Herbert Mead das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft näher zu bestimmen. Wichtig ist dabei unter anderem die Frage, wie genau sich die individuelle Identität sowie der Verstand des Menschen im Zusammenhang mit seinem sozialen Milieu entwickelt. Von Bedeutung ist hierbei vor allem die Frage, ob das Individuum die Voraussetzung für eine Gesellschaft ist, die sich auf seinem Verhalten gründet, oder ob umgekehrt die Gesellschaft die entscheidende Bedingung für die Entstehung von Individuen (d.h. von denkenden Wesen mit Selbstbewusstsein und Selbstidentität), die unterschiedlich sind, obwohl sie in der gleichen Gesellschaft aufwachsen. Dies bedeutet folgendes zu fragen:
„Wie können wir Universalität, die allgemeine Formulierung, die jede Interpretation der Welt begleiten muß, erreichen und doch weiterhin Nutzen ziehen aus den Unterschieden, die dem Individuum als unverwechselbarem zugehören.“ (Küsgen 2006, 194) Meads Theorie sagt im Großen und Ganzen, dass der Mensch nicht als vernünftiges Wesen (wohl als vernunftbegabt, aber nicht im Besitz der Vernunft und der Fähigkeit zur Reflexion) und mit einem „Selbst“ ausgestattet auf die Welt kommt. Mead begreift das Selbst in diesem Zusammenhang als etwas, das die Fähigkeit hat, sich selbst reflexiv zu sehen, d.h. als Objekt: „The self has the characteristic that it is an object to itself“ (Mead 1967, 136). [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begriff des generalisierten Anderen in G.H. Meads „Mind, Self and Society“

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Ausarbeitung untersucht das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft in George Herbert Meads Werk „Mind, Self and Society“. Der Fokus liegt dabei auf der Entstehung des Selbst durch Interaktion und die zentrale Bedeutung des Konzepts des „generalisierten Anderen“ für die Identitätsbildung und die Reflexionsfähigkeit des Menschen innerhalb sozialer Strukturen.

  • Die Entwicklung des Selbst durch soziale Interaktion und Kommunikation.
  • Die Funktion von Gesten, Symbolen und internalisierten Reaktionen.
  • Die Definition und Wirkungsweise des „generalisierten Anderen“.
  • Das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Determination und individueller Handlungsfreiheit.
  • Die kritische Reflexion über die Konsistenz und Veränderbarkeit von Identität.

Auszug aus dem Buch

Der Begriff des generalisierten Anderen in G.H. Meads „Mind, Self and Society“

In seinem Werk „Mind, Self and Society“ (welches posthum herausgebracht wurde und eigentlich eine Sammlung von Meads Studenten ist) versucht George Herbert Mead das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft näher zu bestimmen. Wichtig ist dabei unter anderem die Frage, wie genau sich die individuelle Identität sowie der Verstand des Menschen im Zusammenhang mit seinem sozialen Milieu entwickelt. Von Bedeutung ist hierbei vor allem die Frage, ob das Individuum die Voraussetzung für eine Gesellschaft ist, die sich auf seinem Verhalten gründet, oder ob umgekehrt die Gesellschaft die entscheidende Bedingung für die Entstehung von Individuen (d.h. von denkenden Wesen mit Selbstbewusstsein und Selbstidentität), die unterschiedlich sind, obwohl sie in der gleichen Gesellschaft aufwachsen.

Meads Theorie sagt im Großen und Ganzen, dass der Mensch nicht als vernünftiges Wesen (wohl als vernunftbegabt, aber nicht im Besitz der Vernunft und der Fähigkeit zur Reflexion) und mit einem „Selbst“ ausgestattet auf die Welt kommt. Mead begreift das Selbst in diesem Zusammenhang als etwas, das die Fähigkeit hat, sich selbst reflexiv zu sehen, d.h. als Objekt: „The self has the characteristic that it is an object to itself“ (Mead 1967, 136).

Erst in der Interaktion und Kommunikation mit anderen Menschen, d.h. in der Gesellschaft selbst und nur dort, kann sich ein Selbst entwickeln und mit diesem auch das Individuum. Dazu ist es notwendig, dass der Mensch in einem sozialen Zusammenhang handelt und die Reaktionen seiner Mitmenschen erfasst. Dies muss zunächst (d.h. am Anfang, wenn man die Entwicklung des Selbst genetisch betrachtet) als rein „co-operative activity“ (ebd., 144) verstanden werden, die vermittelt durch Sprache oder allgemeiner durch Gesten und Symbole stattfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begriff des generalisierten Anderen in G.H. Meads „Mind, Self and Society“: Diese Arbeit analysiert Meads Sozialtheorie, indem sie den Prozess der Identitätsbildung durch soziale Interaktion beleuchtet und das Konzept des generalisierten Anderen als integratives Element des Selbstverständnisses darlegt.

Schlüsselwörter

George Herbert Mead, Mind Self and Society, generalisierter Anderer, Identität, Selbst, Sozialpsychologie, soziale Interaktion, Symbol, Kommunikation, Normen, Gesellschaft, Reflexion, Rollenerwartung, Internalisation, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit George Herbert Meads Theorie der Identitätsentwicklung, insbesondere damit, wie sich ein individuelles „Selbst“ erst durch soziale Interaktion innerhalb einer Gesellschaft herausbildet.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Kommunikation, die Bedeutung von Symbolen und Gesten, das Konzept des „generalisierten Anderen“ sowie das Verhältnis von gesellschaftlichen Anforderungen zu individueller Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das komplexe Verhältnis zwischen dem Individuum und der Gesellschaft bei Mead zu klären und zu untersuchen, wie Menschen lernen, ihre eigene Rolle und Identität durch die Perspektive anderer zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Textanalyse des Werkes „Mind, Self and Society“ von G.H. Mead unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zur Interpretation soziologischer Begriffe.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Prozess der Internalisation sozialer Normen, die Funktionsweise sozialer Spiele für die Identitätsbildung und die kritische Distanz des Individuums gegenüber gesellschaftlichen Erwartungen erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „generalisierter Anderer“, „Selbst“, „Interaktion“, „Identität“ und „soziale Struktur“ geprägt.

Wie definiert Mead das Selbst in diesem Kontext?

Mead definiert das Selbst als etwas, das die Fähigkeit besitzt, sich selbst reflexiv als Objekt zu betrachten, was nur durch die soziale Interaktion mit anderen möglich wird.

Kann das Individuum nach Mead über die gesellschaftlichen Erwartungen hinauswachsen?

Ja, laut Mead besitzt der Mensch die Fähigkeit zu einer kritischen und distanzierten Haltung, was eine gegenseitige Beeinflussung zwischen Individuum und Gesellschaft ermöglicht und Raum für individuelle Kreativität schafft.

Warum ist das Konzept des „generalisierten Anderen“ so wichtig?

Es dient als abstrakter Begriff für die Gesamtheit der Einstellungen der Gesellschaft, die das Individuum internalisiert, um eine konsistente Identität und eine handlungsfähige Selbstposition zu entwickeln.

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Details

Title
Der Begriff des "generalisierten Anderen" in G.H. Meads "Mind, Self and Society"
College
University of Tromsø  (Institut für Philosophie)
Course
Individum und Gesellschaft
Grade
B
Author
Christine Porath (Author)
Publication Year
2007
Pages
6
Catalog Number
V127485
ISBN (eBook)
9783640372843
Language
German
Tags
Philosophie Ethik G. H. Mead Sozialisierung Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Porath (Author), 2007, Der Begriff des "generalisierten Anderen" in G.H. Meads "Mind, Self and Society", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127485
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