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Gründe und Ursache für die Annexion der Krim. Eine staatskonstruktivistische Sichtweise

Titel: Gründe und Ursache für die Annexion der Krim. Eine staatskonstruktivistische Sichtweise

Seminararbeit , 2022 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Manuel Talarico (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit möchte sich gezielt mit der Annexion des ostukrainischen Staatsgebiets befassen und hinterfragen, warum das russische Regime die rechtswidrige Annexion durchführte. Waren die Osterweiterung der North Atlantic Treaty Organization (NATO), ressourcentechnische Gründe oder die Verteidigung der ethnisch-verwandten russischen Volksgemeinschaften in der Provinz Grund für den Angriff? Das Elaborat möchte die Frage dabei mithilfe des Konstruktivismus versuchen zu beantworten.

Laut dem Zeitungskorpus des Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache wird der Begriff der Zeitenwende so häufig wie niemals zuvor in der deutschen Medienlandschaft verwendet. Die Verwendung erfuhr seit 1989 – der letzten, mit der Auflösung der kommunistischen Herrschaftssysteme in Mittel- und Osteuropa in der Forschung weitestgehend anerkannten Zeitenwende – bis ins Jahr 1996 eine Steigung. Heutzutage erlebt das Wort eine Art zweite Renaissance und übertrifft sogar die Häufigkeit des ehemaligen Höhepunktes um das Zehnfache.

Den genauen Gründen des Kurvenverlaufs gebührt eine eigene Arbeit, jedoch kann vor allem der hervorstechende Wert im Jahr 2022 mit dem Überfall Russlands in die Ukraine gedeutet werden. So nutzen derzeit Journalisten, Wissenschaftler und vor allem Politiker die Bezeichnung in einem inflationären Maße. Auch Olaf Scholz verwendete bereits drei Tage nach Kriegsausbruch den Terminus.

Dass der diesjährigen Invasion eine lange Entwicklungsgeschichte vorangeht, ist umfangreich bekannt. Bereits kurz nach dem Untergang der Sowjetunion (UdSSR) in den 90er-Jahren erfolgten erste russische Abspaltungsversuche der Krim. Neben kontinuierlichen Streitigkeiten zwischen den Mächten und ihren beziehungsweise von den Vereinten Nationen (UN) angestrebten Friedensverträgen, gipfelte der Konflikt 2014 zwischenzeitlich in der Annexion der Kriminsel durch die Russische Föderation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 2022 – ein Paradigmenwechsel?

2 Methode, Literaturbericht und theoretische Konzeptualisierung

2.1 Verlauf und Methode der Studie

2.2 Literaturbericht

2.3 Der Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt

2.3.1 Akteure

2.3.2 Strukturen

2.3.3 Prozesse

2.4 Theoretische Annahme

3 Empirische Analyse

3.1 Historische Ausgangslage und Ablauf der Annexion

3.2 Hypothesenanalyse

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der rechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland unter Anwendung des staatskonstruktivistischen Erklärungsmodells von Alexander Wendt. Ziel ist es zu analysieren, ob russisches Handeln in diesem Kontext maßgeblich durch eine wahrgenommene kulturelle Verbundenheit und identitätsstiftende Normen gegenüber der Krimbevölkerung motiviert war.

  • Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt
  • Theorie der sozialen Identität und Sicherheit in der internationalen Politik
  • Historische Analyse der russisch-ukrainischen Beziehungen
  • Demographische Faktoren und die Rolle russischsprachiger Identität
  • Analyse politischer Rhetorik als Ausdruck normativer Handlungslogik

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Akteure

In der Betrachtung der niedrigsten Ebene ist es wichtig, auf zwei Punkte hinzuweisen. Zum einen sei die Bestimmung der relevanten Akteure und zum anderen die „Logik der Angemessenheit“ zu nennen. So konstatiert der staatszentrierte Konstruktivismus einen „einheitlich handelnden Staat“. Die Akteure handeln darüber hinaus nicht nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung, „sondern danach, was sie tun müssen, um ihren normativen Verpflichtungen nachzukommen, moralischen Prinzipien Genüge zu tun oder gesellschaftlichen Regeln und Erwartungen zu entsprechen.“ Dabei unterscheidet man zwischen habituellem, dem Folgen normierter Verhaltensabläufe, normativen, dem Agieren aus Überzeugung und dem kommunikativem Handeln nach vorherigem Bestimmen des bestgeeignetsten Vorgehens.

Zusammenfassung der Kapitel

1 2022 – ein Paradigmenwechsel?: Das Kapitel führt in die aktuelle sicherheitspolitische Lage ein und erläutert den im Diskurs inflationär verwendeten Begriff der „Zeitenwende“ im Kontext des russischen Überfalls auf die Ukraine.

2 Methode, Literaturbericht und theoretische Konzeptualisierung: Hier wird das methodische Vorgehen als qualitative Einzelfallstudie dargelegt und die theoretischen Grundlagen des Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt für die spätere Analyse operationalisiert.

3 Empirische Analyse: Dieses Kapitel stellt das historische Fundament der Krim-Problematik dar und unterzieht die Hypothese einer kulturellen Verbundenheitslogik der kritischen Prüfung anhand demographischer Daten und politischer Aussagen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und reflektiert die Stärken sowie Grenzen der Anwendung konstruktivistischer Erklärungsansätze auf den untersuchten Fall.

Schlüsselwörter

Krim, Annexion, Staatskonstruktivismus, Alexander Wendt, Identität, Normen, Ukraine, Russland, Internationale Beziehungen, Einzelfallstudie, Sicherheitspolitik, Historische Kontextualisierung, Normenkatalog, Politische Rhetorik, Geopolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 unter der theoretischen Perspektive des Staatskonstruktivismus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von identitätsorientierten Theorien der Internationalen Beziehungen mit historischen Ereignissen sowie der demographischen Ausgangslage in der betroffenen Region.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum das russische Regime die rechtswidrige Annexion durchführte, und prüft dabei, inwiefern dies auf eine russische Wahrnehmung der kulturellen Verbundenheit zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine qualitative Einzelfallstudie mit deduktivem Vorgehen, um den russisch-ukrainischen Konflikt um die Krim zu analysieren.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Konzeptualisierung mittels Wendts Staatskonstruktivismus sowie eine empirische Analyse, die historische Ursachen und aktuelle demographische Zahlen miteinander in Bezug setzt.

Was sind die charakteristischen Schlagworte der Studie?

Neben dem zentralen Begriff der Annexion bestimmen Begriffe wie Staatskonstruktivismus, Identität, normatives Handeln und regionale demographische Entwicklungen die Arbeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle der russischen Rhetorik?

Der Autor interpretiert die öffentlichen Aussagen von Wladimir Putin, wie etwa den Vergleich der Krimbevölkerung mit einem „Schicksal als Sack Kartoffeln“, als Ausdruck einer konstruktivistischen Absicht, sich als Beschützer einer russischen Ethnie zu etablieren.

Welches Fazit zieht die Untersuchung hinsichtlich der Hypothese?

Die Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Hypothese der kulturellen Verbundenheit als ein wesentlicher Erklärungsfaktor für das russische Handeln mithilfe der gewählten Faktoren gestützt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gründe und Ursache für die Annexion der Krim. Eine staatskonstruktivistische Sichtweise
Veranstaltung
Einführung in die Internationale Politik
Note
2,0
Autor
Manuel Talarico (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1275223
ISBN (eBook)
9783346719645
ISBN (Buch)
9783346719652
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Annexion Russland Krim Ukraine Ukraine-Krieg Annexion der Krim Europa Krieg Konstruktivismus Staatskonstruktivismus Wendt Alexander Wendt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuel Talarico (Autor:in), 2022, Gründe und Ursache für die Annexion der Krim. Eine staatskonstruktivistische Sichtweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1275223
Blick ins Buch
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