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Nachhaltigkeit als Element im unternehmerischen Zielsystem. Möglichkeiten und Grenzen des Controllings

Titel: Nachhaltigkeit als Element im unternehmerischen Zielsystem. Möglichkeiten und Grenzen des Controllings

Bachelorarbeit , 2022 , 100 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Ossenbeck (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus ökologischen sowie sozialen Gründen wird das Thema Nachhaltigkeit immer relevanter, nun mittlerweile auch ökonomisch. Nachhaltigkeit erfährt eine große Notwendigkeit und besteht historisch schon lange, aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Betrachtung noch recht neu und birgt viel Potenzial. Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie das betriebswirtschaftliche Controlling im Hinblick auf das Steuerungssystem eine nachhaltige Entwicklung erfahren kann, was heute schon um-gesetzt wird, welche Herausforderungen im Implementierungsprozess aktuell bestehen und welche Lösungsansätze bereits erarbeitet sind. Es werden erarbeitete Konzepte aus der Literatur aufgenommen und Impressionen aus der Praxis mittels eines Experteninterviews gegenübergestellt. Stand heute ergeben sich noch zu große Regulierungslücken, die Umsetzung verläuft zu individuell und die Hindernisse werden teils noch als groß angesehen. Allerdings lohnt der Aufwand einer Systemerweiterung in Form von statistisch belegter erhöhter Zukunftsfähigkeit für Unternehmen.

Innerhalb der Arbeit soll der bisherige Stand der Forschung induktiv hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen
Zielkonformität der Nachhaltigkeit sowie die Entwicklung der betriebswirtschaftlichen Disziplin untersucht werden, sowie die Frage, wie die Transformation eines Zielsystems hin zu einem auf der Triple Bottom Line basierenden stattfinden kann. Über die Untersuchung eines Zielsystems sowie einiger ausgewählter Kennzahlen hinaus werden diese in
das Gesamtbild gesetzt und kritisch beurteilt.

Die Wahl der Methodik innerhalb der Recherche bezieht sich quantitativ auf eine Literaturrecherche. Darüber hinaus wird den Konzepten der Literatur über ein qualitatives Experteninterview ein Einblick aus der unternehmerischen Praxis, insbesondere hinsichtlich der Gestaltung des Transformationsprozesses, entgegengestellt. Methodisch erfolgt die Auswahl der Experten auf dem Kriterium eines Unternehmens, welches in einer etablierten Branche tätig ist und hier als "Pionier" ein effizientes Nachhaltigkeitscontrolling bereits eingeführt hat. Das Forschungsziel besteht darin, die Theorien aus der Literatur aus dem Blickwinkel der unternehmerischen Praxis kritisch zu hinterfragen und einen Erfahrungsbericht über die Machbarkeit und Herausforderungen des Prozesses einzusehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2 Forschungsfrage und Ziel

1.3 Aufbau und Methodik

2 Grundlagen

2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzungen

2.1.1 Nachhaltigkeit

2.1.2 Controlling

2.1.3 Nachhaltigkeitscontrolling

2.1.4 Shareholder-Ansatz

2.1.5 Stakeholder-Ansatz

2.2 Historischer Hintergrund und Entwicklung des Forschungsstandes

2.2.1 Brundtland-Bericht

2.2.2 Weitere internationale Vereinbarungen

2.2.3 Triple Bottom Line

3 Hauptthema

3.1 Nachhaltigkeitscontrolling: rechtliche Legitimation

3.1.1 Konformität mit Aktiengesetz

3.1.2 Regulierung durch Berichtspflicht

3.1.3 Nichtregulierte Rahmenwerke

3.2 Nachhaltigkeitscontrolling: betriebswirtschaftliche Legitimation

3.2.1 Nachhaltigkeit betriebswirtschaftlich als Messgröße zulässig?

3.2.2 Traditionelles Zielsystem mit Fokus auf Shareholder-Ansatz

3.2.3 Neues Zielsystem mit Fokus auf Stakeholder-Ansatz

3.2.4 Implementierungstiefe

3.3 Implementierung eines unternehmerischen Zielsystems auf Basis der TBL

3.3.1 Anforderungen an ein entsprechendes Zielsystem

3.3.2 Einführung eines nachhaltigen Zielsystems

3.3.3 Entwicklung nachhaltiger Kennzahlen

3.3.4 Auswahlprozess geeigneter Kennzahlen

3.3.5 Nachhaltiges Rechnungswesen

3.3.6 Beispiele neu entwickelter Kennzahlen

3.3.7 Gegenüberstellung der „Kosten & Nutzen“ des erweiterten Zielsystems

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie betriebswirtschaftliches Controlling in ein nachhaltiges Steuerungssystem transformiert werden kann. Dabei wird analysiert, welche Herausforderungen bei der Implementierung bestehen, welche gesetzlichen und theoretischen Grundlagen existieren und wie Unternehmen praxisnah soziale sowie ökologische Zielgrößen quantifizieren können.

  • Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Controlling- und Steuerungssysteme
  • Gegenüberstellung von Shareholder- und Stakeholder-Ansätzen im Kontext von ESG-Kriterien
  • Analyse gesetzlicher Rahmenbedingungen (wie CSR-Richtlinie, EU-Taxonomie) und freiwilliger Standards (wie GRI, DNK)
  • Praktische Herausforderungen bei der Datenerhebung und Kennzahlenentwicklung in Unternehmen
  • Bedeutung der Triple Bottom Line für eine langfristige Unternehmenssteuerung

Auszug aus dem Buch

Nachhaltigkeitscontrolling: betriebswirtschaftliche Legitimation

Nachdem die rechtlichen Rahmenbedingungen und der bisherige Fortschritt der Regulierung dargestellt sind, soll im Folgenden der Fokus auf der Rechtfertigung des Nachhaltigkeitscontrollings aus dem Blickwinkel der Betriebswirtschaft gelegt werden. Mit anderen Worten geht es um die Frage, ob über den Horizont der Regulierung hinaus die Festlegung nachhaltigkeitsorientierter Zielgrößen betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.

Anfänglich ist zu klären, ob das Konstrukt der Nachhaltigkeit mit dem Wirkungsbereich der Betriebswirtschaft vereinbar ist. Beispielsweise ließen sich Risiken wie eine Minimierung von Sanktionen durch das Befolgen der Regulierung identifizieren. Darüber hinaus ist jedoch auch eine intrinsische Motivation zur Implementierung vonnöten, da gemäß der „conditio-sine-qua-non“-Formel eine lediglich reine Erfüllung der geltenden Gesetze per se keine aktive Verfolgung der Ziele zur Bedeutung hat. Darüber hinaus lassen sich statistisch signifikante Vorteile der Implementierung auf den langfristigen Unternehmenserfolg feststellen. Zu Motivationsgründen eines Transformationsprozesses hat eine aus Interviews mit Unternehmen verschiedener Branchen und Größen zusammengefasste Studie ergeben, dass in der Praxis oftmals doch die ökonomischen Gründe und Argumente überwiegen und soziale sowie ökologische Faktoren bestenfalls zweitrangig als Anlass angesehen werden.

So zeigt sich, dass das theoretische Potenzial eines positiven Effekts die Implementierung der Nachhaltigkeit als betriebswirtschaftliche Messgröße durchaus rechtfertigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert die Relevanz der Nachhaltigkeit im Controlling und stellt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten einer Integration in ein unternehmerisches Zielsystem.

2 Grundlagen: Liefert die theoretische Basis durch Begriffsdefinitionen (Nachhaltigkeit, Controlling) und skizziert den historischen Kontext sowie die Entwicklung hin zur Triple Bottom Line.

3 Hauptthema: Analysiert detailliert die rechtliche und betriebswirtschaftliche Legitimation eines Nachhaltigkeitscontrollings sowie konkrete Implementierungsansätze und Kennzahlensysteme.

4 Fazit: Fasst zusammen, dass eine nachhaltige Unternehmenssteuerung trotz bestehender Hürden wie Datenflut und Quantifizierungsproblemen einen betriebswirtschaftlich belegbaren Mehrwert für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen darstellt.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Controlling, Nachhaltigkeitscontrolling, Triple Bottom Line, Stakeholder-Ansatz, Shareholder-Ansatz, ESG-Kriterien, Kennzahlensysteme, Unternehmenssteuerung, Nachhaltigkeitsbericht, CSR-Richtlinie, EU-Taxonomie, Zukunftsfähigkeit, Risikomanagement, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration von Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in die betriebswirtschaftliche Unternehmenssteuerung, insbesondere durch das Instrument des Controllings.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung und praktischen Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen, der Rolle von Stakeholdern sowie der regulatorischen Einbettung durch Gesetze und freiwillige Standards.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein unternehmerisches Zielsystem so erweitert werden kann, dass es nachhaltige ökonomische, soziale und ökologische Faktoren gleichermaßen berücksichtigt und steuerbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung sowie einer qualitativen Expertenbefragung, um einen Abgleich mit der unternehmerischen Praxis zu ermöglichen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rechtfertigung des Nachhaltigkeitscontrollings sowie der konkreten Implementierung durch Kennzahlen und ein nachhaltiges Rechnungswesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Nachhaltigkeitscontrolling, Triple Bottom Line, Stakeholder-Value und Zukunftsfähigkeit sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Welche Rolle spielt die EU-Taxonomie in diesem Dokument?

Die EU-Taxonomie wird als bedeutendes regulatorisches Instrument hervorgehoben, das ein gemeinsames Verständnis für das Attribut „green“ schafft und die nichtfinanzielle Berichterstattung mit der finanziellen verknüpft.

Warum ist die Datenqualität laut der Arbeit so entscheidend für das Nachhaltigkeitscontrolling?

Gute Entscheidungen basieren auf guten Informationen; ohne eine saubere Datenbasis und hochqualitative Eingangsdaten lassen sich die vielschichtigen Nachhaltigkeitsaspekte nicht sinnvoll in hierarchische Kennzahlensysteme überführen.

Ende der Leseprobe aus 100 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltigkeit als Element im unternehmerischen Zielsystem. Möglichkeiten und Grenzen des Controllings
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,3
Autor
Alexander Ossenbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
100
Katalognummer
V1275452
ISBN (eBook)
9783346724953
ISBN (Buch)
9783346724960
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachhaltigkeit Controlling Nachhaltigkeitscontrolling Sustainability Kennzahlen KPI Stakeholder-Ansatz Triple Bottom Line
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Ossenbeck (Autor:in), 2022, Nachhaltigkeit als Element im unternehmerischen Zielsystem. Möglichkeiten und Grenzen des Controllings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1275452
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Leseprobe aus  100  Seiten
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