Nanas strahlen Lebensfreude aus und sind nahbar. Sie wurden teilweise von Kindern bemalt (in Zusammenarbeit mit der Künstlerin), was einer Lerngruppe die Angst nehmen kann, den Originalen nicht gerecht werden zu können. Nikis freundlicher und menschlicher Zug, Kindern ihre Kunst anzuvertrauen, kann sie für schwache Schüler einer Klasse sympathisch machen. Ihre leuchtenden Farben und weichen Ornamente laden zum Betrachten und Staunen ein. Ich finde, dass die Nanas Offenheit und Fröhlichkeit ausstrahlen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. NIKI DE SAINT PHALLE - BIOGRAFIE EINER KÜNSTLERIN
2.1. LEBENSLAUF
2.2. IHR KÜNSTLERISCHES SCHAFFEN
3. DIE NANAS
3.1. IDEOLOGIE HINTER DEN NANAS
3.2. AUFBAU DER NANAS
4. DREIDIMENSIONALES GESTALTEN
5. AUSGEWÄHLTE, VON SAINT PHALLE VERWENDETE MATERIALIEN
5.1. PAPPMACHÉ
5.1.1. Begriffliche Klärung
5.1.2. Geschichte und Entwicklung des Pappmaché
5.1.3. Techniken
5.1.4. Zusammensetzung von Pappmaché
5.2. GIPS
5.2.1. Begriffliche Klärung
5.2.2. Historische Bedeutung von Gips
5.2.3. Zubereitung von Gips
5.2.4. Gestaltungmöglichkeiten mit Gips
6. BEGLEITENDE FRAGESTELLUNGEN
7. ZUR PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
7.1. ZIELE DER UNTERRICHTSEINHEIT
7.2. STRUKTUR DER UNTERRICHTSEINHEIT
7.3. ÜBERLEGUNGEN ZUR LERNGRUPPE
7.4. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN
7.5. SACHSTRUKTURANALYSE
7.6. LERNVORAUSSETZUNGEN UND INDIVIDUELLE LERNAUSGANGSLAGE
7.7. PÄDAGOGISCHE KONSEQUENZEN/ DIFFERENZIERUNGSMAßNAHMEN
7.8. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
8. TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER UNTERRICHTSSEQUENZEN
8.2. NACH DER UNTERRICHTSEINHEIT
9. AUSFÜHRL. DARSTELLUNG AUSGEWÄHLTER UNTERRICHTSSEQUENZEN
9.1. „NIKI UND IHRE NANAS.“ (2. SEQUENZ – 45 MIN.)
9.1.1. Ziele
9.1.2. Didaktische Überlegungen
9.1.3. Sachstrukturanalyse
9.1.4. Lernvoraussetzungen und individuelle Lernausgangslage
9.1.5. Differenzierungsmaßnahmen und Pädagogische Konsequenzen
9.1.6. Methodische Überlegungen
9.1.7. Geplanter Verlauf der Unterrichtssequenz „Niki und ihre Nanas“
9.1.8. Reflexion der Unterrichtssequenz
9.2. „UNSERE NANA WIRD EINE FRAU.“ (9. SEQUENZ – 45 MIN.)
9.2.1. Ziele
9.2.2. Didaktische Überlegungen
9.2.3. Sachstrukturanalyse
9.2.4. Lernvoraussetzungen und individuelle Lernausgangslage
9.2.5. Differenzierungsmaßnahmen und Pädagogische Konsequenzen
9.2.6. Methodische Überlegungen
9.2.7. Geplanter Verlauf der Unterrichtssequenz „Unsere Nana wird eine Frau“
9.2.8. Reflexion der Unterrichtssequenz
10. ABSCHLIEßENDE REFLEXION
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die motivierende Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Niki de Saint Phalle an eine achte Klasse durch eine langfristig angelegte Unterrichtseinheit. Die Arbeit verfolgt die Forschungsfrage, wie durch die praktische Auseinandersetzung mit den "Nana"-Figuren sowie die Arbeit mit verschiedenen Materialien Lernzuwachs, Ausdauer und ein positiveres Selbstbild der Schülerinnen und Schüler gefördert werden können.
- Biografie und künstlerisches Schaffen von Niki de Saint Phalle
- Ideologie und Aufbau der "Nanas"
- Theorie und Praxis des dreidimensionalen Gestaltens
- Materialkunde und Verarbeitungstechniken (Pappmaché und Gips)
- Planung und Reflexion einer komplexen Unterrichtseinheit
Auszug aus dem Buch
3. Die Nanas
Die Nanas – Frauenplastiken mit prallen Körperformen und winzigen Köpfen – entstanden also getrieben von der Faszination für Mutterschaft und Geburt. Niki hatte zwar selbst schon zwei Mutterschaften durchlebt, konnte sich aber erst jetzt - aus der Distanz - für die äußerlichen Veränderungen, die auf das werdende Kind hinwiesen, interessieren. Was sie sah, veränderte ihre Arbeit. Nikis Skulpturen verloren ihren starren Charakter.
„Sie begannen, ihre Glieder zu strecken und sich allmählich in den reichlich vorhandenen Raum auszudehnen. Die Zauberin schien ihnen Leben eingehaucht zu haben, [...]“
Entsprechend der fröhlichen Ausstrahlung der Figuren ist auch ihre Farbigkeit. Reine Farben ziehen sich in Flächen, Symbolen, Ornamenten und Linien über die Skulptur. Alle Formen sind rund, wie die Dame, die sie zieren. Die Linien sind weich, fast organisch. Rechte Winkel gibt es nicht, da Niki de Saint Phalle diese zu hart und unpassend für die Nanas fand.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin begründet die Wahl des Themas Niki de Saint Phalle durch das hohe Motivationspotenzial der Nanas für die spezifische Lerngruppe und beschreibt die pädagogische Relevanz der langfristigen Projektarbeit.
2. NIKI DE SAINT PHALLE - BIOGRAFIE EINER KÜNSTLERIN: Dieses Kapitel skizziert den Lebenslauf der Künstlerin sowie ihre künstlerische Entwicklung von den frühen Schießbildern bis hin zu den weltberühmten Nanas.
3. DIE NANAS: Es werden die Entstehungsgeschichte, die ideologische Bedeutung als Symbol der befreiten Frau sowie der Aufbau und die Materialwahl der Nana-Figuren analysiert.
4. DREIDIMENSIONALES GESTALTEN: Hier erfolgt eine theoretische Einbettung des plastischen Gestaltens und eine Differenzierung zwischen den Arbeitsweisen von Bildhauer und Plastiker.
5. AUSGEWÄHLTE, VON SAINT PHALLE VERWENDETE MATERIALIEN: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Einführung in die Materialeigenschaften, Geschichte und Verarbeitungstechniken von Pappmaché und Gips.
6. BEGLEITENDE FRAGESTELLUNGEN: Es werden zentrale Fragen zu den drei Hauptbereichen der Unterrichtseinheit (dreidimensionales Gestalten, Kunstbetrachtung, Materialumgang) formuliert.
7. ZUR PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT: Ein umfassender Planungsteil, der Ziele, Struktur, Lerngruppenanalyse, Didaktik und Sachstrukturanalyse der Unterrichtseinheit enthält.
8. TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER UNTERRICHTSSEQUENZEN: Dieses Kapitel bietet eine kompakte tabellarische Übersicht über die geplanten Unterrichtsstunden inklusive der Reflexionen.
9. AUSFÜHRL. DARSTELLUNG AUSGEWÄHLTER UNTERRICHTSSEQUENZEN: Eine detaillierte Ausarbeitung ausgewählter Sequenzen mit Fokus auf Zielsetzungen, Methodik und Reflexion der Lernprozesse.
10. ABSCHLIEßENDE REFLEXION: Ein Fazit, in dem die Autorin den Erfolg der Unterrichtseinheit evaluiert und auf die persönlichen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler sowie die methodischen Herausforderungen zurückblickt.
Schlüsselwörter
Niki de Saint Phalle, Nanas, Kunstunterricht, Plastisches Gestalten, Pappmaché, Gips, Mutterschaft, Didaktik, Unterrichtsplanung, Lernbehinderung, Kreativität, Materialerfahrung, Bildbetrachtung, Dreidimensionalität, Frauendarstellung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion einer umfangreichen Unterrichtseinheit im Fach Kunst, in der Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse eigene Nanas nach dem Vorbild der Künstlerin Niki de Saint Phalle fertigen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Biografie und Philosophie der Künstlerin, die theoretischen Grundlagen des plastischen Gestaltens, die spezifischen Materialeigenschaften von Pappmaché und Gips sowie die praktische Umsetzung im schulischen Kontext.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Hauptziel ist es, die Ausdauer und das künstlerische Selbstbewusstsein einer bisher kunstunerfahrenen Lerngruppe durch ein motivierendes, langfristiges Projekt zu stärken und dabei sowohl kunsttechnische Fähigkeiten als auch inhaltliche Auseinandersetzungen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Autorin nutzt eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode, eingebettet in eine strukturierte pädagogische Planung, ergänzt durch fortlaufende Reflexion der Lernschritte und der Zielerreichung der Schülerinnen und Schüler.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über die Künstlerin und Materialien sowie einen praktischen Teil, der detailliert die Planung, Differenzierungsmaßnahmen, den tabellarischen Ablauf und die Reflexion der Unterrichtssequenzen darstellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nanas, Niki de Saint Phalle, plastisches Gestalten, Unterrichtsplanung, Pappmaché, Materialerfahrung und Lernzuwachs charakterisieren.
Warum spielt die Grotte in Herrenhausen eine Rolle im Unterrichtskonzept?
Die Grotte dient als Lernort für die direkte Begegnung mit dem Werk der Künstlerin, wobei die Schüler durch ein Quiz zur intensiven Wahrnehmung von Farb-, Form- und Raumgestaltung angeregt werden.
Welche Herausforderungen bei der Materialwahl werden thematisiert?
Die Autorin reflektiert die Problematik der Materialkosten und -qualität, insbesondere die Verarbeitungsschwierigkeiten bei grobkörnigem Pappmaché und die notwendige Anpassung von Techniken wie dem Glattstreichen.
Welche Rolle spielt die "Hilfeliste" in der Unterrichtseinheit?
Die Hilfeliste dient als pädagogisches Differenzierungsmittel, um Schülern Autonomie zu ermöglichen und den Bedarf an individueller Zuwendung durch die Lehrkraft sowie die Hilfe durch Mitschüler zu steuern.
- Quote paper
- Svenja Nemetz (Author), 2004, Die Künstlerin Niki de Saint Phalle. Dreidimensionalen Gestalten mit Pappmaché und Gips., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127571