Factoring als Sonderform der Finanzierung


Hausarbeit, 2009

13 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1.0 Definition Factoring

2.0 Arten der Forderungsabtretung
2.1 Offenes/Stilles Factoring
2.2 Halb-offenes Factoring

3.0 Leistungsumfang des Factorings
3.1 Echtes/Unechtes Factoring
3.1.1 Delkrederefunktion
3.2 Fälligkeits-Factoring
3.3 Eigenservice-Factoring

4.0 Ablauf eines Factoring Vorgangs
4.1 Dienstleistungen eines Factoring-Unternehmens
4.2 Vorteile des Factoring
4.3 Nachteile des Factoring
4.4 Vor- und Nachteile im Kontrast
4.5 Voraussetzungen für Factoring

5.0 Statistische Werte
5.1 Geschichte des Factorings bis Heute
5.1.1 Entstehung der Forfaitierung

6.0 Literaturverzeichnis
6.1 Anzahl der Wörter und Zeichen

1.0 Definition Factoring

„Unter Factoring versteht man den fortlaufenden Ankauf von kurzfristigen Geldforderungen aus Waren- und Dienstleistungen. Dabei tritt ein Unternehmen (auch: Factoringkunde, Zedent, Anschlusskunde, Anschlussfirma) seine kurzfristigen Forderungen gegenüber seinen Abneh-mern (auch: Schuldner, Kunde, Drittschuldner, Debitor) an ein anderes Unternehmen (auch: Factoring-Institut, Factor, Zessionar, Factoring-Gesellschaft oder Factoring-Unternehmen) ab, das dann wiederum die Forderungen beim Schuldner eintreibt. Beim Factoring handelt es sich daher um ein Kaufgeschäft und nicht, wie oftmals angenommen, um ein Kreditgeschäft.“1

Factoring kommt aus den USA und ist eine moderne Form der Unternehmensfinanzierung.

2.0 Arten der Forderungsabtretung

2.1 Offenes/Stilles Factoring

Offenes Factoring wird auch notifiziertes Factoring genannt. Hierbei wird der Schuldner über die Übergabe der Forderung informiert. Hierbei sind Zahlungen auf Forderungen nur an das Factoring-Unternehmen möglich und haben alsdann einen schuldbefreienden Effekt.

Stilles Factoring wird auch nichtnotifiziertes Factoring genannt. Beim stillen Factoring bleibt die Abtretung der Forderungen dem Debitor gegenüber unsichtbar. Hier ist das Risiko für das Fac-toring-Unternehmen sehr groß. Ein Kunde könnte hier nicht existierende Forderungen an den Factor abtreten.2 „In Deutschland ist stilles Factoring nicht üblich.“3

2.2 Halb-offenes Factoring

Bei halb-offenem Factoring bleibt die Abtretung der Forderungen dem Debitor gegenüber, wie beim stillen Factoring, unsichtbar. Er bekommt jedoch eine Bankverbindung bzw. ein Konto zugewiesen, an die der Debitor zu zahlen hat. Die Tilgung der Forderung erfolgt somit direkt an den Inhaber.4

3.0 Leistungsumfang des Factorings

3.1 Echtes/Unechtes Factoring

Bei echtem Factoring übernimmt das Factoring-Unternehmen auch das Delkredererisiko, d. h., das Zahlungsausfallrisiko. Wenn der Debitor zahlungsunfähig ist, ist es dem Factoring-Institut nicht möglich auf den Factoring-Kunden zuzugreifen. Bei unechtem Factoring wird diese Ge-fährlichkeit nicht vom Factoring-Unternehmen übernommen. Hier bleibt das Ausfallrisiko beim Factoring-Kunden. „In Deutschland kommt fast ausschließlich echtes Factoring zum Einsatz.“4

3.1.1 Delkrederefunktion

In der Praxis verschafft sich das Factoring-Unternehmen vor Vertragsabschluss Klarheit über die Bonität der Debitoren des Klienten. Üblicherweise wird jedem Debitoren ein spezielles Li­mit eingeräumt, bis zu dem das Factoring-Unternehmen bereit ist, Forderungen vom An-schlusskunden gegen diesen Debitor anzukaufen. Die Höhe dieses Limits wird von der Bonität der Debitoren und dem Umfang der Geschäftsbeziehung bestimmt. Eine Kreditwürdigkeitsprü-fung ist notwendig. Bei einer Vielzahl von kleineren Debitoren wird i. d. R. nur stichprobenartig die Bonitätsprüfung, anhand von eingeholten Bank- und Büroauskünften, vorgenommen. Ist nach einem festgesetzten Zeitraum, nach der Fälligkeit der Forderungen durch den Abnehmer, keine Zahlung erfolgt, gilt der Delkredere-Fall als eingetreten, und der Klient erhält den Ge-genwert der verkauften Forderungen bis zur Höhe der vereinbarten Grenze.5

3.2 Fälligkeits-Factoring

Fälligkeits-Factoring wird auch Maturity-Factoring genannt. Hier nutzt der Factoring-Kunde die vollständige Delkrederefunktion. Das Factoring-Unternehmen zahlt die Forderungen vorab an den Factoring-Kunden. Dieser Vorgang ist wie ein Vorschuss anzusehen. Ist die Forderung dann beim Factoring-Unternehmen eingegangen, ist dieser Vorgang abgeschlossen.6

3.3 Eigenservice-Factoring

Eigenservice-Factoring wird auch Bulk Factoring oder Inhouse Factoring genannt. Hierbei übernimmt das Factoring-Unternehmen das volle Delkredererisiko, jedoch schränkt seine wei-teren Arbeitsleistungen drastisch ein. Die Debitorenbuchhaltung und auch das Mahnwesen behält der Factoring Kunde bei. Kommt es zu einem außergerichtlichen Mahnverfahren, wird das Factoring-Unternehmen lediglich zum Einzug der Forderungen ermächtigt.7

4.0 Ablauf eines Factoring Vorgangs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

8 Abb.1: Ablauf eines Factoring Vorgangs, eigene Darstellung

Hierbei handelt es sich hier um einen Vorgang für ein einzelnes Geschäft, damit es übersich-tlicher ist. In realen Vorgängen befinden sich die mehrere Forderungsbeträge nahezu in der gleichen Abwicklungsphase. Zuerst entsteht ein Kauf. Der Abnehmer (1) kauft beim Factoring-Kunden (2) Waren oder Dienstleistungen. Der Factoring-Kunde (2) stellt dem Abnehmer (1) eine Rechnung aus. Der Abnehmer (1) hat nun Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber dem Factoring-Kunden (2).

[...]


1 Zitat: http://www.foerderland.de/1433.0.html#c10870

2 Vgl. Wöhe, G. Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2005, S. 693

3 Zitat: http://www.foerderland.de/1436.0.html

4 Vgl.: http://www.factoringberater.de/Factoring/Factoringverfahren/offenesfactoring.htm

4 Zitat: http://www.foerderland.de/1436.0.html

5 Vgl.: http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/factoring/factoring.htm

6 Vgl.: http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/faelligkeits-factoring/faelligkeits-factoring.htm

7 Vgl.: http://www.deutsches-factoring-portal.de/lexikon-bulk-factoring.html

8 Abb. 1: Ablauf eines Factoring Vorgangs, eigene Darstellung

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Factoring als Sonderform der Finanzierung
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Oberhausen und Mülheim an der Ruhr e.V.
Note
3,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V127573
ISBN (eBook)
9783640340224
ISBN (Buch)
9783668104174
Dateigröße
539 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Factoring, Sonderform, Finanzierung
Arbeit zitieren
Andrea Kansy (Autor), 2009, Factoring als Sonderform der Finanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127573

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