Anfangs, bevor es Wechselkurse gab, tauschten die Menschen Waren. Jede Ware hatte einen bestimmten Wert, der gegen einen Wert einer anderen Ware stand und es zu gerechtem Tausch kam. So wurden, wie im Sprachgebrauch angewandt, „Eier gegen Milch“ getauscht. Dies funktionierte jedoch dann nicht mehr, als Gold zur Währung wurde. Eine Goldmünze hatte genau den Wert, der auf der jeweiligen Münze eingeprägt war. Gold wurde zum Tauschmittel/Zahlungsmittel. Ein Tausch- oder Zahlungsmittel ist etwas, das Käufer an Verkäufer geben, wenn sie Güter erwerben. Viel später kam es zu den einzelnen Währungen.
Die Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Weltbank als Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) übernahmen nach dem Zweien Weltkrieg währungs- und entwicklungspolitische Aufgaben. Wiederum entstand das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT), welches der Pionier der Welthandelsorganisation (WTO) war. Hieraus entstand das Bretton-Woods System mit der Bindung des US-Dollars an den Goldpreis. Nachdem das System „fester Wechselkurse“ von Bretton-Woods im Jahre 1973 geschwächelt hat, sind die Nachteile der flexiblen Wechselkurse stark ersichtlich. Die Währungsturbolenzen verdeutlichen diese Nachwirkungen zusätzlich. Oskar Lafontaine für Deutschland und Dominique Strauß-Kahn für Frankreich unterstützten die Idee der drei „Welt-Währungen“- Euro, US-Dollar und Yen. Hiermit könnte der schmale Grad zwischen flexiblen und fixen Wechselkursen bestritten werden. Ein Vorteil dieser Idee ist die Stabilisierung des Weltwährungssystems. Kritiker jedoch belächeln diese Idee und sehen es als einen undurchführbaren Entwurf an, da die Zentralbankpolitik unterdrückt wird und es noch zu stärkeren Währungsschwankungen führen kann.
In der jetzigen Hausarbeit geht es jedoch vielmehr darum, warum es zu Wechsel-kursschwankungen kommt. Vorab werden die Begriffe erklärt und anhand von Bei-spielen greifbar gemacht. Zum Ende hin folgen die Gründe für Wechselkursschwankungen und deren Erläuterung.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung
2.0 Wechselkurs
2.1 Definition
2.2 Nominaler Wechselkurs
2.2.1 Mengennotierung
2.2.2 Preisnotierung
2.3 Realer Wechselkurs
2.4 Auf- und Abwertung
3.0 System fixer Wechselkurse
3.1 Bretton-Woods
3.2 Zusammenbruch des Bretton-Woods Systems
4.0 System flexibler Wechselkurse
5.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für Wechselkursschwankungen und erläutert die Funktionsweise von Währungssystemen sowie die zugrunde liegenden ökonomischen Begrifflichkeiten.
- Definition und Arten von Wechselkursen (nominal vs. real)
- Mechanismen der Mengen- und Preisnotierung
- Historische Betrachtung des Bretton-Woods-Systems
- Funktionsweise und Nachteile flexibler Wechselkurssysteme
- Einflussfaktoren auf Währungsbewegungen wie Marktverhalten und Krisen
Auszug aus dem Buch
2.2 Nominaler Wechselkurs
Der nominale Wechselkurs ist das Verhältnis, zu dem die Währung eines Landes, gegen die Währung eines anderen Landes getauscht werden kann.
2.2.1 Mengennotierung
Bei der Mengennotierung gibt der Kurs an, wie viel ausländische Geldeinheiten man für einen feststehenden Betrag der Inlandswährung erhält oder bezahlen muss.
Kurs = Menge der ausländischen Währungseinheit für 1 EUR (Euro)
Die Mengennotierung ist ein fester Bestandteil des nominalen Wechselkurses.
Beispiel: Liegt der Preis für den Euro bei 1,24 US-Dollar, so kaufen wir für 1,24 US-Dollar 1 Euro ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Tauschmitteln ein und stellt die Problematik der Wechselkursschwankungen sowie das Ziel der Arbeit dar.
2.0 Wechselkurs: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen wie nominaler und realer Wechselkurs sowie die Methoden der Mengen- und Preisnotierung erläutert.
3.0 System fixer Wechselkurse: Hier wird das Bretton-Woods-System als historische Währungsordnung beleuchtet und dessen Zusammenbruch thematisiert.
4.0 System flexibler Wechselkurse: Dieses Kapitel erklärt die Bildung von Wechselkursen durch Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt und benennt Risiken dieser Systeme.
5.0 Fazit: Das Fazit fasst die Einflussfaktoren auf Wechselkursänderungen zusammen und weist auf die Komplexität der Prognostizierbarkeit hin.
Schlüsselwörter
Wechselkurs, Währung, Nominaler Wechselkurs, Realer Wechselkurs, Mengennotierung, Preisnotierung, Bretton-Woods, Devisenmarkt, Wechselkursrisiko, Aufwertung, Abwertung, IWF, Globalisierung, Währungspolitik, Finanzkrisen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Ursachen von Wechselkursschwankungen im internationalen Währungssystem.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition von Wechselkursen, dem Vergleich fixer und flexibler Währungssysteme sowie den treibenden Kräften hinter Währungsbewegungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Mechanismen hinter Wechselkursschwankungen verständlich zu erklären und die historischen sowie aktuellen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Erläuterung ökonomischer Modelle und der exemplarischen Darstellung von Berechnungsbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe), die Darstellung des Bretton-Woods-Systems und die Analyse des Systems flexibler Wechselkurse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wechselkurs, Devisenmarkt, Währungspolitik, Mengennotierung, Preisnotierung und das Bretton-Woods-System.
Welche Bedeutung hat das Bretton-Woods-System für die heutige Zeit?
Es diente als historischer Grundbaustein für die internationale Währungsordnung und bildet den Ausgangspunkt für das Verständnis des Übergangs zu heutigen, flexibleren Systemen.
Wie unterscheiden sich Mengen- und Preisnotierung?
Bei der Mengennotierung ist der Betrag der Inlandswährung fix (z.B. 1 EUR = X USD), während bei der Preisnotierung der Betrag der Fremdwährung fix ist (z.B. 1 USD = X EUR).
Warum sind Wechselkursschwankungen oft schwer vorhersehbar?
Aufgrund der Vielzahl an Einflussfaktoren wie politischer Lage, Markterwartungen, Zinsänderungen und Spekulationen bleibt die präzise Erklärung der Bewegungen komplex und oft unbefriedigend.
Was ist das sogenannte Trilemma der Währungspolitik?
Es beschreibt das Spannungsfeld zwischen der Unvereinbarkeit von autonomer Geldpolitik, fixen Wechselkursen und freiem Kapitalverkehr.
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- Andrea Kansy (Author), 2008, Warum schwanken die Wechselkurse?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127574