Produktionsplanung unter stochastischen Bedingungen


Hausarbeit, 2008

13 Seiten, Note: 1,6


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Systematischer Überblick in Produktions-und Logistikprozessen
2.1 Ursachen
2.2 Formen
2.3 Bedeutung von Variabilität

3. Entwicklung des Lagerbestandes
3.1 Supply Chain Management
3.2 In Abhängigkeit von der Arbeitsbelastung

4. 100 % Auslastung der Produktionsanlagen
4.1 Vor- und Nachteile
4.2 Zusammenfassung

5. Getakteter Materialfluss (Fließbandabstimmung)

6. Schlussbemerkung

7.0 Literaturverzeichnis
7.1 Anzahl der Wörter und Zeichen

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit wird die Produktionsplanung unter stochastischen Bedingungen behandelt. Stochastik wird aus dem lateinischen „ars coniectandi“ hergeleitet und bedeutet Kunst des Vermutens. Weiterhin ist die Stochastik ein Teilgebiet der Ma-thematik und handelt von Wahrscheinlichkeit und Statistik. Ein einfaches Beispiel ist zum Beispiel der Würfel. Wie viel Sechsen fallen bei 50 Würfen. Hier jedoch be-schränkt sich die Stochastik auf die Produktionsplanung mit dem Grundgedanken, dass die Kundennachfrage zufällig ist und somit die Geschäftsabläufe, Materialflüsse und Produktionsprozesse nicht genau bestimmt werden können. Weiterhin gehen schwankende Bearbeitungszeiten, Maschinenausfälle und Probleme mit Lieferanten in die stochastische Produktionsplanung ein.

2. Systematischer Überblick in Produktions- und Logistikprozessen

Zuerst stellt sich die Frage, wie man systematisch vorgeht, um Produktions- und Lo-gistikprozesse zu erstellen. Vorab müssen die groben Schritte festgelegt werden, wie Erzeugnisplanung, Planung des Fertigungsprogramms und der Beschaffung, Ar-beitsplanung und Fertigungsprozessplanung. In dieser Hausarbeit liegt der Schwer-punkt bei der Arbeits- und Fertigungsprozessplanung.

Die Arbeitsplanung umfasst die Disposition der anzuwendenden Verfahren, der ein-zelnen Arbeitsgänge und der Reihenfolge der Bearbeitung. Ein bedeutsamer Be-standteil ist die Bestimmung des für jeden einzelnen Schritt auferlegten Zeitaufwan-des. Bei der Fertigungsprozessplanung wird der Fertigungsablauf, verbunden auf die einzelnen Produktionsfaktoren, geplant. Die Produktionsplanung ist nie ausnahmslos vollzogen, da es sich um einen fortwährenden Entwicklungsgang handelt. Wenn Planwerte akkurat erreicht werden, handelt es sich um einen Zufall, da es keine voll-kommende Disposition gibt.

Hier gilt: „Es ist besser, ungefähr richtig zu liegen, als exakt falsch!“1

2.1 Ursachen

Hier geht es primär darum, warum überhaupt geplant werden muss. Der Markt spielt hier die hauptsächliche Rolle. Er bestimmt die Nachfrage und somit auch das noch zu produzierende Angebot. Ein Problem, welches bei der Planung eines stochasti-schen Produktionsprozesses entsteht durch die mangelnde Stetigkeit. Maschinen-ausfälle, Lieferschwierigkeiten, Lieferantenflexibilität und die menschliche Arbeitskraft sind nur einige Beispiele, die mit in die Produktionsplanung eingehen müssen. Eben genannte Faktoren können niemals konstant sein. Mit Hilfe dieser bekannten, schätzbaren Größen können Produktions- und Logistikprozesse, anhand von speziel-len Programmen, berechnet werden.

2.2 Formen

Unter der Auswahl der Formen versteht man die Prozesswahl. Überlegungen zur Wahl der Produktionsprozesse- und verfahren sind nicht nur im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte erforderlich. Signifikante Verschiebungen im Kapazi-tätsbedarf, das Aufkommen technisch verbesserter Produktionsanlage, die Notwen-digkeit von größeren Ersatzinvestitionen oder die Errichtung neuer Produktionsstät-ten, können ebenso eine grundlegende Umgestaltung der Produktionssysteme aus-lösen.2

Hierbei wird unterschieden nach der Stetigkeit des Materialflusses, die Anzahl der Produkte, der Größe des Auftragsfassungsvermögens und die Anzahl der erforderli-chen Materialbewegungen. Nach dem Ermitteln dieser Daten, entscheidet man sich zwischen der Einzel-, Serien- und der Massenproduktion.

Bei der Einzelproduktion wird nur eine Einheit eines Produktes hergestellt, wie z. B. eine Zahnprothese. Es werden zwar mehrere Zahnprothesen hergestellt, jedoch indi-viduell angepasst. Hierbei handelt es sich meistens um eine Auftragsfertigung. Ein anderes Beispiel ist die Baubranche. Häuser sehen zwar gleich aus, werden jedoch auch pro Auftrag individuell angefertigt.3

Bei der Serienproduktion wird gleichzeitig, oder unmittelbar aufeinanderfolgend, eine bestimmte Menge homogener Produkte produziert. Die Homogenität dieser Produkte ist das Hauptmerkmal der Serienproduktion. Die Menge ist hierbei nicht von Bedeu-tung. Ein Beispiel für die Serienproduktion ist die die Pharmaindustrie, z. B. Aspirin. Es gibt mittlerweile zwar mehrere Varianten, diese jedoch sind allzeit homogen. Die Individualität entfällt im Gegensatz zur Einzelproduktion.4

Bei der Massenproduktion wird ein homogenes Produkt mit einer noch nicht be-stimmten oder festgelegten Menge produziert. Vorteile hierbei sind die preisgünstige Produktion und der rationalisierte Arbeitsablauf. Nachteile hierbei sind die stetigen Fixkosten, ob überhaupt produziert wird und die Inflexibilität. Ein Beispiel für die Massenproduktion ist die Stromgewinnung. Die Stromwerke produzieren, bzw. er-zeugen nur Strom.5

Zur Verdeutlichung eine Grafik:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

6 Abb. 1 Prozesstypen der Produktion, eigene Darstellung

[...]


1 Zitat: Prof. Dr. Geyer, BWL kompakt, Die 100 wichtigsten Fakten, Haufe, 2007, S. 76

2 Zitat: Tempelmeier & Günter, Produktion und Logistik, 2007, S. 58

3 Vgl. www.wirtschaftslexikon24.de, Einzelfertigung

4 Vgl. www.wirschaftslexikon24.de, Serienproduktion

5 Vgl. www.wirtschaftslexikon24.de, Massenproduktion

6 Vgl. Tempelmeier & Günter, Produktion und Logistik, 2007, S. 59

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Produktionsplanung unter stochastischen Bedingungen
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Oberhausen und Mülheim an der Ruhr e.V.
Note
1,6
Autor
Jahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V127575
ISBN (eBook)
9783640340248
ISBN (Buch)
9783640337590
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Produktionsplanung, Bedingungen
Arbeit zitieren
Andrea Kansy (Autor), 2008, Produktionsplanung unter stochastischen Bedingungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127575

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