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Myanmar und die Rohingya. Die Auswirkungen des Rakhaing-Konflikts

Título: Myanmar und die Rohingya. Die Auswirkungen des Rakhaing-Konflikts

Tesis (Bachelor) , 2020 , 26 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Cagdas Celik (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Demografía, planeamiento urbanístico y ordenación territorial
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Das Leid der Rohingya in Myanmar ist mittlerweile ein international heiß diskutiertes Thema, vor allem seit dem Konflikt am 25. August 2017 in der Verwaltungseinheit Rakhaing–Staat. Dieses Ereignis führte dazu, dass nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) über 700.000 Rohingya nach Bangladesch flüchteten. Der UN-Sonderbeauftragte für Menschenrechte in Myanmar, Yanghee Lee, spricht bei diesem regionalen Konflikt von einem Genozid. Immer mehr Fragen häuften sich bezüglich dieser Ereignisse über die Jahre auf und immer mehr Akteure scheinen darin verwickelt zu sein. Eine dieser Akteurinnen ist die Elie-Wiesel Preisträgerin Aung San Suu Kyi. Ironischerweise entwickelt sich gerade diese Preiskrönung zu einer Last ihrerseits, denn der birmanischen Politikerin wird aufgrund ihrer passiven Haltung in diesem Konflikt viel Schuld zugeschrieben. Der ehemalige Beauftragte für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der Deutschen Bundesregierung Markus Löning kritisierte die Vorwürfe gegenüber Aung San Suu Kyi und konstatiert eine Überschätzung ihres Einflusses in Myanmar.

Durch diese kleine Einführung ist zu erkennen, dass der Rakhaing–Konflikt mehrere Dimensionen umfasst. Auf der einen Seite werden der Regierung von Myanmar schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und auf der anderen Seite sitzt in dieser Regierung mit Aung San Suu Kyi eine Politikerin, welche für ihren gewaltlosen Kampf für Demokratie und
Menschenrechte in ihrem Land im Jahre 1991 den Friedensnobelpreis zuerkannt bekam.

Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse wird im Rahmen dieser Arbeit versucht, den Ursprung des regionalen Konflikts im Rakhaing–Staat zu untersuchen und dabei aufbauend auf politische Wendungen in Myanmar einzugehen. Um eine schlüssige Untersuchung zu ermöglichen, ist es vonnöten, die nationalen als auch internationalen Dimensionen des Rakhaing–Konflikts und seine Auswirkungen auf soziokultureller, soziopolitischer und medialer Ebene genauer zu untersuchen. Diese Arbeit wurde vor dem Militärputsch im Jahre 2021 verfasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Forschungsfrage

1.2. Hypothesen

1.3. Die geographische Konfliktforschung als methodische Vorgehensweise

1.4. Zentrale Definitionen und Begriffsklärungen

2. Ein historischer Blick auf Myanmar nach der Unabhängigkeit

2.1. Aung San: der Kampf um die birmanische Unabhängigkeit

2.2. Bürgerkriege im Rakhaing- Staat

3. Flucht und Vertreibung

3.1. Der erste große Flüchtlingsstrom im Jahre 1978

3.1.1. Die Operation Dragon King 1978

3.1.2. Rückführungsabkommen mit Myanmar

3.1.3. Das Burma Citizenship Law

3.2. Militärdiktatur von 1988 bis 2010

3.2.1. Die Pyi–Thaya– Operation

3.2.2. (K)ein Zwang zur Rückkehr

3.3. Politischer Neuanfang

3.3.1. Weitere Ausschreitungen im Jahre 2012

3.3.2. Die Rückkehr von Aung San Suu Kyi

3.3.3. Der Rakhaing–Konflikt im Jahre 2017

4. Die Akteure

4.1. Die nationale Ebene: ethnisch-religiöse und politische Akteure

4.2. Die internationale Ebene

4.3. Türkische Initiativen im Rohingya- Konflikt

5. Demographische Daten

6. Die Rezeption des Rohingya–Konflikts in den internationalen Medien

7. Interpretation und Schlussfolgerung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die nationalen und internationalen Dimensionen des Konflikts im birmanischen Rakhaing-Staat. Dabei wird insbesondere analysiert, wie politische Rahmenbedingungen, ethnisch-religiöse Spannungen und mediale Rezeptionen die Lebenssituation der Rohingya beeinflussen und welche Rolle dabei Akteure wie Aung San Suu Kyi oder internationale Unterstützungsinitiativen spielen.

  • Historische Konfliktursachen in Myanmar nach der Unabhängigkeit
  • Die systematische Ausgrenzung und Fluchtbewegungen der Rohingya
  • Die Rolle des Militärs und die politische Positionierung von Aung San Suu Kyi
  • Analyse der nationalen und internationalen Akteure im Konfliktgeschehen
  • Einfluss demographischer Daten und medialer Wahrnehmung auf den Konflikt

Auszug aus dem Buch

3.1.3. Das Burma Citizenship Law

Das am 15. Oktober 1982 eingeführte „Burma Citizenship Law“ bedeutete das endgültige Aus für die Rechte der Rohingya im Land. Die Ablehnung der Rohingya als Staatsbürger motivierte buddhistische Nationalisten zu rassistischen Gewalttaten. Durch die bürokratische Ausschließung erlebten bzw. erleben die Rohingya jegliche Art von Diskriminierung:

Stark eingeschränkte Bürgerrechte: kein Wahlrecht, kein Zugang zu höherer Bildung

Auferlegung von Sondersteuern

Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit: „Militär und Polizeikräfte untersagen den Rohingya das Verlassen ihrer Ortschaften […]. Es handelt sich um ein extrem restriktives Umfeld. Bewegungsfreiheit für die Rohingya gibt es nicht.“, berichtet Alexey Yusupov, der für die Friedrich-Ebert-Stiftung in Myanmar arbeitet (HAAS 2017)

Einschränkung ihrer Heiratsrechte

Manipualtion der Geburten- und Todesregistern der Rohingya durch die Regierung: Einschränkung der Rechte der Kinderzahlen pro Familie; Ausstellungsverweigerung von Geburtsurkunden für Neugeborene

Forcierung zur Zwangsarbeit (40 Prozent sind Kinder)

Konfiszierung ihrer Ländereien: Dörfer und Siedlungen der Rohingya gelten in Myanmar größtenteils als illegal erbaut und können daher jederzeit unangekündigt beschlagnahmt oder gar zerstört werden.

Meldungen von willkürlichen Festnahmen, Folterungs– und Vergewaltigungsdelikten (vgl. CIMINO und SCHEDLER 2014: 8)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das komplexe Leid der Rohingya in Myanmar ein und skizziert die Notwendigkeit einer differenzierten Untersuchung der nationalen sowie internationalen Dimensionen des Rakhaing–Konflikts.

2. Ein historischer Blick auf Myanmar nach der Unabhängigkeit: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Hintergründe Myanmars nach dem Zweiten Weltkrieg, einschließlich des Widerstandskampfes unter Aung San und der Entstehung von Bürgerkriegen im Rakhaing–Staat.

3. Flucht und Vertreibung: Der Fokus liegt auf der systematischen Entrechtung der Rohingya, den großen Flüchtlingswellen seit 1978 und den Auswirkungen repressiver Gesetze sowie politischer Machtwechsel.

4. Die Akteure: Hier werden die zentralen Akteure des Konflikts, von religiösen Hardlinern bis zur politischen Führungsebene, und der Einfluss internationaler Unterstützungsprogramme analysiert.

5. Demographische Daten: Dieses Kapitel untersucht statistische Daten der Volkszählung, um den Rückgang der muslimischen Bevölkerung und die damit verbundene politische Instrumentalisierung zu belegen.

6. Die Rezeption des Rohingya–Konflikts in den internationalen Medien: Hier wird der mediale Umgang mit dem Konflikt und die weltweite Wahrnehmung der humanitären Katastrophe beleuchtet.

7. Interpretation und Schlussfolgerung: Dies ist eine analytische Synthese, in der die aufgestellten Hypothesen mit den gewonnenen Erkenntnissen abgewogen werden, um die komplexe Situation der Rohingya einzuschätzen.

8. Fazit: Das Fazit fasst das fortwährende Dilemma zusammen und thematisiert das Scheitern internationaler sowie nationaler Lösungsversuche angesichts politischer Realitäten.

Schlüsselwörter

Rohingya, Myanmar, Rakhaing-Staat, Konfliktforschung, Menschenrechte, Flucht, Vertreibung, Aung San Suu Kyi, Militärdiktatur, Burma Citizenship Law, Genozid, Diskriminierung, internationale Akteure, Religionskonflikt, Bevölkerungsdaten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen des Rakhaing-Konflikts in Myanmar und beleuchtet dabei die soziokulturelle, soziopolitische und mediale Situation der Rohingya.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Genese der Ausgrenzung, die Rolle des Militärs, die mediale Berichterstattung sowie die Rolle nationaler und internationaler Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Ursprung des regionalen Konflikts zu untersuchen und auf Basis der politischen Entwicklungen in Myanmar die Dimensionen der Auswirkungen auf die Rohingya kritisch zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt den Ansatz der geographischen Konfliktforschung unter Einbeziehung historischer Analysen und der Auswertung politischer sowie statistischer Daten.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung seit der Unabhängigkeit, die Mechanismen der Vertreibung, die Diskriminierung durch Gesetze sowie die Akteurskonstellationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Begriffe wie Rohingya, Rakhaing-Staat, Menschenrechte, Militärdiktatur und Burma Citizenship Law sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Aung San Suu Kyi?

Die Arbeit beleuchtet sie als gefangene Symbolfigur, deren Handlungsspielraum durch die militärisch geprägte Verfassung extrem eingeschränkt ist, was sie jedoch nicht von der politischen Verantwortung entbindet.

Welche Rolle spielen ausländische Initiativen, etwa aus der Türkei?

Die Arbeit zeigt, dass die Türkei durch humanitäre Hilfe und diplomatische Botschaftsöffnungen versucht, einen eigenen Weg globaler Einflussnahme im Konfliktgebiet zu gehen.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Myanmar und die Rohingya. Die Auswirkungen des Rakhaing-Konflikts
Universidad
University of Vienna
Calificación
2
Autor
Cagdas Celik (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
26
No. de catálogo
V1276021
ISBN (PDF)
9783346725264
ISBN (Libro)
9783346725271
Idioma
Alemán
Etiqueta
myanmar rohingya auswirkungen rakhaing-konflikts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Cagdas Celik (Autor), 2020, Myanmar und die Rohingya. Die Auswirkungen des Rakhaing-Konflikts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1276021
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