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Antike-Erfahrungen in Goethes Römischen Elegien I und V

Eine Analyse der Römischen Elegien I und V unter dem Gesichtspunkt der Weimarer Klassik

Titel: Antike-Erfahrungen in Goethes  Römischen Elegien I und V

Hausarbeit , 2022 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Fremgen (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Johann Wolfgang Goethe zählt zu den einflussreichsten und bekanntesten Literaten der deutschen Literaturgeschichte, wenn es sich nicht sogar um die prägendste Person in diesem Kontext seit jeher handelt. In seiner Leb- und Wirkzeit zwischen 1749 und 1832 wirkte Goethe im Kontext unterschiedlicher Epochen oder prägte diese maßgeblich mit, so sind vorwiegend Sturm und Drang und die Weimarer Klassik zu nennen. In letztere Epoche sind die zu behandelnden Gedichte Römische Elegien einzuordnen, welche von Goethe nach seiner Italienreise von 1786 bis 1788 verfasst wurden und in Friedrich Schillers Horen 1795 erstpubliziert wurden. Goethe begeisterte sowohl mit epischen, als auch mit dramatischen und lyrischen Werken gleichermaßen, wobei die vorliegenden Gedichte aufgrund ihrer Machart für große Aufregung in Weimar sorgten. Diese Aufregung resultierte aus den erotischen Darstellungen in den Römischen Elegien, weshalb auf den nachfolgenden Seiten die Erfahrungen des lyrischen Ichs mit der Antike, mit besonderem Faktor auf der Liebe, entschlüsselt werden sollen.

In der vorliegenden Hausarbeit liegt der Fokus auf den Römischen Elegien I und V, um an diesen die Wahrnehmung des lyrischen Ichs mit der Umwelt zu prüfen. Eine Betrachtung des literaturhistorischen Kontextes der Lyrik der Weimarer Klassik wird sich hierzu als Erstes auf die Begrifflichkeit und Benennung dieser Epoche fokussieren und im Anschluss die Programmatik der Weimarer Klassik behandeln. Es folgt eine stilistische Analyse der Elegien I und V, in welcher besonders die sprachliche Konzeption der Elegien herausgearbeitet wird. In diesem Kapitel erfolgt ebenso eine Betrachtung der Entstehungsgeschichte der Römischen Elegien und der metrischen Form des Elegischen Distichons. In Kapitel 4 erfolgt die Herausarbeitung antiker Motive in den Elegien sowie eine Betrachtung des Ego in der römischen Gegenwart. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird die Arbeit schließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Literaturhistorischer Kontext: Die Lyrik der Weimarer Klassik

2.1 Der Begriff ,Weimarer Klassik‘

2.2 Programmatik der Weimarer Klassik

3 Analyse der Römischen Elegien

3.1 Die Entstehungsgeschichte der Römischen Elegien

3.2 Das elegische Distichon

3.3 Die Form der Römischen Elegien I und V

3.4 Die rhetorischen Mittel

4 Antike-Erfahrungen in den Römischen Elegien I und V

4.1 Antike Motive in den Elegien I und V

4.2 Das Ego und die römische Gegenwart

5 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung des lyrischen Ichs gegenüber seiner Umwelt in Goethes Römischen Elegien I und V, wobei insbesondere die Rolle der Liebe als Brücke zwischen sinnlicher Erfahrung, ästhetischer Erkenntnis und poetischer Produktion analysiert wird.

  • Literaturhistorische Einordnung der Weimarer Klassik und ihrer Programmatik.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und metrischen Form (elegisches Distichon).
  • Analyse der rhetorischen Gestaltung sowie zentraler antiker Motive.
  • Herausarbeitung der Verbindung von Liebeserfahrung und künstlerischem Schaffensprozess.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das elegische Distichon

Versucht man, die zu untersuchenden Römischen Elegien nach akzentuierendem Versmaß zu bestimmen, so fällt schnell ein gewisser sechshebiger, bezüglich der Kadenzen männlich und weiblich abwechselnder, Sprachrhythmus auf. Dieser ist nicht in ein klares Metrum zu fassen und verläuft ohne Reimschema. Man könnte sagen, es handele sich um Daktylen und Anapäste, welche stets anders angeordnet scheinen. Problematisch wird diese Betrachtung jedoch in jedem zweiten Vers, in welchen stets ein Versfuß abgeschnitten zu sein scheint. Der Name der Dichtung Goethes sowie die eingerückte Erscheinung der Verse lassen jedoch darauf schließen, dass es sich bei den Versen um eine Dichtung im elegischen Distichon handelt und daher eine Betrachtung im quantitierenden Rhythmus naheliegt. Aufgrund der antikisierenden Versform wird im Folgenden auf die Nennung von Strophen verzichtet; stattdessen erfolgt eine Einordnung in Distichen.

Das elegische Distichon wurde in der Antike vorwiegend für Liebeselegien, wie beispielsweise in den Amores von Ovid, oder aber in Epigrammen als Grabinschriften verwendet. Maßgebend war der klagende Charakter der Elegie, weshalb die Elegien auch als ,Klagegesänge‘ bezeichnet wurden. Das elegische Distichon zeichnet sich durch einen Hexameter, bestehend aus sechs Daktylen, und einem Pentameter, bestehend aus fünf Daktylen, aus. Die kurzen Versfüße des Daktylus können durch eine Länge ersetzt werden, sodass sich ein Spondeus ergibt (- v v). Die Schlussformel im Hexameter bleibt jedoch in den meisten Fällen fest als Adoneus verankert (- v v - x), im Pentameter folgen den letzten zwei Hebungen zwei Doppelsenkungen. Die letzte Silbe im Hexameter kann immer lang oder kurz sein und wird daher anceps genannt. Im Pentameter trennt eine feste Zäsur nach der dritten Hebung den Vers, weshalb eine jeweils halbe Quantität in der Mitte und am Ende des Pentameters auftauchen. Wie alle antiken Versmaße bleibt das elegische Distichon reimlos.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung der Zielsetzung, durch die Analyse der Elegien I und V die Wahrnehmung des lyrischen Ichs zu untersuchen.

2 Literaturhistorischer Kontext: Die Lyrik der Weimarer Klassik: Erörterung der Begrifflichkeiten und der Programmatik dieser Epoche sowie ihrer Einordnung um 1800.

3 Analyse der Römischen Elegien: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, der metrischen Form des Distichons und der rhetorischen Mittel in den ausgewählten Gedichten.

4 Antike-Erfahrungen in den Römischen Elegien I und V: Untersuchung der Übernahme antiker Motive und der Entwicklung des lyrischen Ichs in der römischen Umgebung.

5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse hinsichtlich der Bedeutung der Liebe als zentrales Element für ästhetische Wahrnehmung und poetisches Schaffen.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang Goethe, Römische Elegien, Weimarer Klassik, Antike, Liebe, metrische Form, elegisches Distichon, Liebeslyrik, ästhetische Erkenntnis, lyrisches Ich, Autonomieästhetik, Rom, Mimesis, literaturhistorischer Kontext.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Goethes Römischen Elegien, insbesondere den Gedichten I und V, und deren Einbettung in den Kontext der Weimarer Klassik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Antike-Rezeption, die dichterische Form des elegischen Distichons sowie die Verbindung von erotischer Erfahrung und künstlerischer Produktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geprüft werden, wie das lyrische Ich seine Umwelt wahrnimmt und wie die Liebe als vermittelnde Instanz zur Erkenntnis der Antike und des eigenen Schaffens führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den historischen Kontext als auch eine werkimmanente, stilistische Untersuchung der Gedichte kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte, das Versmaß, die rhetorische Mittel sowie die konkrete Darstellung antiker Motive und die Rolle des Ichs in der römischen Gegenwart.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Weimarer Klassik, Liebeslyrik, Antike, Distichon, ästhetische Erkenntnis und sinnliche Wahrnehmung.

Warum spielt die Liebe eine so wichtige Rolle für das lyrische Ich?

Die Liebe dient als Schlüssel, der dem anfangs unbedarften Ich den Zugang zur Ästhetik und zur Tiefe der römischen Geschichte und Kunst erst erschließt.

Wie verändert sich die Wahrnehmung zwischen Elegie I und V?

Während das Ich in Elegie I noch als touristischer Beobachter auftritt, der Rom noch nicht voll begreift, führt die Integration der Liebe in Elegie V zur Erleuchtung und zum Verständnis der Kunst.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antike-Erfahrungen in Goethes Römischen Elegien I und V
Untertitel
Eine Analyse der Römischen Elegien I und V unter dem Gesichtspunkt der Weimarer Klassik
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
PS Goethes Gedichte
Note
1,3
Autor
Sarah Fremgen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
22
Katalognummer
V1276165
ISBN (PDF)
9783346728005
ISBN (Buch)
9783346728012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe Gedichte Elegien Römisch WeimarerKlassik Klassik Analyse Lyrik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Fremgen (Autor:in), 2022, Antike-Erfahrungen in Goethes Römischen Elegien I und V, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1276165
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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