Wenn man sich als Investor gegen Preisschwankungen absichern will, macht man das in der Regel anhand einer Hedgingstrategie mit Futures oder Optionen. Dabei wird ein sogenanntes Basisrisiko eingegangen, um das Preisrisiko zu minimieren. Das Risiko kann gesenkt, aber nie komplett reduziert werden. Das liegt daran, dass immer ein gewisses Systemrisiko (auch Marktrisiko genannt) besteht. Systemrisiko ist das inhärente Risiko, das aus der Unsicherheit der Märkte hervorgeht. Das Basisrisiko wird als Systemrisiko angesehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Basisrisiko
3 Beispiel
4 Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, das Konzept des Basisrisikos im Kontext von Absicherungsstrategien an Finanzmärkten zu erläutern und dessen Auswirkungen auf Investoren anhand praktischer Szenarien zu verdeutlichen.
- Definition und theoretische Grundlagen des Basisrisikos
- Zusammenhang zwischen Systemrisiko und Basisrisiko
- Absicherung mittels Futures und Optionen
- Analyse von Preisdivergenzen und deren Einfluss auf den Nettoverkaufserlös
- Unterscheidung der Gewinnchancen bei steigender oder sinkender Basis
Auszug aus dem Buch
3 Beispiel
Angenommen, ein Maisbauer möchte sich gegen mögliche Preisschwankungen auf dem Markt absichern. Im November beschließt er, eine Leerverkaufsposition (short position) in einem Terminkontrakt einzugehen, um sein Risiko eines möglichen Rückgangs des Kassapreises, zum Zeitpunkt, an dem er seine Ernte auf dem Kassamarkt verkaufen will, zu minimieren. Angenommen, der Kassapreis für Reis beträgt 30€ und der Terminpreis für ein März-Terminkontrakt beträgt 35€, dann beträgt die Basis 5€.
Angenommen, der Landwirt beschließt, die Absicherung im Februar aufgrund fallender Preise aufzuheben. Zu dem Zeitpunkt, an dem er beschließt, seine Marktpositionen zu schließen, liegt der Kassapreis bei 27€ und der Futurespreis für März bei 29€. Er verkauft seine Maisernte zu 27€ pro Einheit und hebt seine Absicherung auf, indem er Futures kauft, um seine Leerverkaufsposition zu 29€ zu schließen. In diesem Fall wird sein Verlust von 3€ pro Einheit auf dem Kassamarkt durch seinen Gewinn von 6€ aus dem Leerverkauf von Futures (35€ - 29€) mehr als ausgeglichen. Daher beträgt sein Nettoverkaufserlös 33€ (27€ Kassapreis + 6 € Futures-Gewinn). Der Landwirt hat durch die Verringerung der Basis von 5 € auf 2 € zusätzliche Gewinne erzielt.
Wenn die Basis konstant bliebe, würde der Landwirt keinen zusätzlichen Gewinn erzielen und auch keinen zusätzlichen Verlust erleiden. Sein Gewinn von 3€ bei den Futures würde den Verlust von 3€ auf dem Kassamarkt genau ausgleichen. Wäre er die Futures-Position nicht eingegangen, hätte er einen Verlust von 3€ pro Einheit erlitten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Absicherung gegen Preisschwankungen ein und definiert das Basisrisiko als eine Form des Systemrisikos.
2 Basisrisiko: Hier wird das Basisrisiko als inhärentes Risiko bei der Absicherung durch Derivate näher erläutert und die Preisbildung zwischen Underlying und Derivat erklärt.
3 Beispiel: Dieses Kapitel illustriert anhand eines Maisbauern die praktischen Auswirkungen von Veränderungen der Basis auf den finalen Verkaufserlös.
4 Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und Publikationen auf, die der Ausarbeitung zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Basisrisiko, Hedging, Terminkontrakt, Derivat, Systemrisiko, Kassapreis, Futures, Preisdivergenz, Preisabsicherung, Finanzmärkte, Leerverkauf, Marktposition, Marktrisiko, Absicherungsstrategie, Terminmarkt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Basisrisiko, einem wichtigen Konzept im Finanzwesen, das bei der Absicherung gegen Preisschwankungen mittels Derivaten auftritt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Basisrisikos, die Funktionsweise von Hedging-Strategien sowie die Analyse von Preisveränderungen zwischen Kassamarkt- und Terminmarktpreisen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Basisrisiko funktioniert und warum es bei der Absicherung von Marktpositionen trotz Risikominderung nicht vollständig eliminiert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf finanzwirtschaftliche Definitionen (u.a. Corporate Finance Institute) sowie klassische ökonomische Theorien zur Effektivität von Absicherungsgeschäften.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird das Basisrisiko definiert und die Dynamik zwischen den Preisen von Assets (Underlying) und entsprechenden Derivaten anhand eines konkreten Praxisbeispiels eines landwirtschaftlichen Erzeugers analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Basisrisiko, Hedging, Futures, Systemrisiko und Preisdivergenz charakterisiert.
Wie wirkt sich eine schrumpfende Basis auf den Landwirt aus dem Beispiel aus?
Wenn sich die Basis verringert, profitiert der Landwirt, der sich durch einen Leerverkauf abgesichert hat, da der Gewinn aus dem Future-Geschäft den Verlust am Kassamarkt übersteigt.
Unterscheiden sich die Gewinnmöglichkeiten für Käufer und Verkäufer bei einer Basisänderung?
Ja, Akteure, die sich vor Preisverlusten schützen (Verkäufer), profitieren von einer sinkenden Basis. Akteure hingegen, die sich vor Preissteigerungen absichern (Käufer), profitieren von einer zunehmenden Basis.
- Arbeit zitieren
- Fabio La Marca (Autor:in), 2021, Basisrisiko, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1276178