In der folgenden Ausarbeitung wird die Endphase des Beratungsprozesses nach Culley zusammengefasst. Gegenstand der Ausarbeitung ist dabei, wie der Klient (wird nachfolgend als Subjekt gesehen) Handwerkszeug erlernt, um seine Probleme zu lösen und mit ihnen umgehen zu können. Dafür wird zuerst beleuchtet, wie die Ziele entwickelt werden und welche Kriterien zur Aufstellung dieser Ziele beachtet werden müssen. Nachdem dieser Punkt abgeschlossen wurde, wird beleuchtet, welche Hilfen bei der Zielsetzung möglich sind. Als Beispiel wird hier im Folgenden die Kraftfeldanalyse beschrieben und erklärt. Danach geht die Ausarbeitung dazu über, die Probleme des Zielsetzungsprozesses zu definieren. Mit dem Abschluss des Zielsetzungsprozesses konzentriert sich die Arbeit dann darauf, wie die spezifischen Handlungen geplant und umgesetzt werden, ehe der Abschluss forciert wird.
Als Grundlage für die Zusammenfassung wurde das Buch: Beratung als Prozess: Lehrbuch kommunikativer Fertigkeiten von Sue Culley benutzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziele entwickeln
2.1 Die Kriterien der Zielsetzung nach Brammer
2.1.1 „Der Klient muss sie wollen“
2.1.2 „der Klient muß sie [die Ziele] selber entwickeln und formulieren“
2.1.3 „Ziele müssen operationalisiert werden, so daß Fortschritte beobachtbar sind und eingeschätzt werden können.“
2.2 Hilfe bei der Zielsetzung
2.2.1 Die Kraftfeldanalyse
2.3 Schwierigkeiten bei der Erreichung von Zielen
3. Handlungen Planen
4. Abschließen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit fokussiert sich auf die Endphase des Beratungsprozesses nach Sue Culley und erläutert, wie Klienten befähigt werden, Problemlösungsstrategien zu entwickeln, ihre Ziele wirksam zu formulieren, Handlungspläne zu erstellen und den Beratungsprozess zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
- Methoden der zielführenden Beratung und Zielfindung nach Brammer und Egan
- Anwendung der Kraftfeldanalyse zur Ressourcen- und Hindernisidentifikation
- Strategien zur Planung und Umsetzung spezifischer Handlungswege
- Umgang mit Blockaden und Widerständen im Beratungsprozess
- Gestaltung des professionellen Abschlusses der Beratungsbeziehung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 „Der Klient muss sie wollen“
Der Klient des Beratungsgespräches muss sich mit den gesetzten Zielen identifizieren und diese auch wirklich erreichen wollen. Der Berater/die Beraterin muss den Klienten dabei unterstützen, die konkreten Ziele zu erreichen aber auch dabei diese zu benennen (vgl. Culley 2015, S.156). Dabei sollte der Klient die Zeile selbst formulieren. Ein vorgegebenes Ziel ist wenig hilfreich und darüber hinaus eventuell sogar kontraproduktiv. Formuliert der Klient die Ziele eigenständig, dann steigt damit auch die Möglichkeit, dass diese den zeit- und arbeitsintensiven Weg der Problemlösung schlussendlich auch bestreiten. Darüber hinaus wird so ebenfalls verhindert, dass der Klient Ziele bearbeitet, die für diesen eine eher untergeordnete Priorität besitzen (vgl. ebd.). Die verschiedenen Zielvorstellungen der Klienten sollten dabei angehört und die Ursachen dieser Zielsetzungen sollten analysiert werden (vgl. ebd., S.157). Außerdem sollte eine Kosten-Nutzen Aufstellung durchgespielt werden, um die realisierbaren Ziele herauszufiltern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung umreißt die behandelte Endphase des Beratungsprozesses und definiert das Ziel, den Klienten mit dem notwendigen Handwerkszeug zur eigenständigen Problemlösung auszustatten.
2. Ziele entwickeln: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit einer klaren Strategieentwicklung, bei der Klienten lernen, ihre eigenen Ziele zu identifizieren, zu operationalisieren und dabei ihre persönlichen Werte zu berücksichtigen.
2.1 Die Kriterien der Zielsetzung nach Brammer: Hier werden drei wesentliche Kriterien erläutert, die sicherstellen, dass Ziele durch den Klienten gewollt, selbst formuliert und beobachtbar operationalisiert werden.
2.1.1 „Der Klient muss sie wollen“: Dieses Unterkapitel betont die Identifikation des Klienten mit seinen Zielen und die Bedeutung der Selbstformulierung für die Erfolgsaussichten der Problemlösung.
2.1.2 „der Klient muß sie [die Ziele] selber entwickeln und formulieren“: Der Abschnitt konzentriert sich auf die Abstimmung der Ziele auf die eigene Lebenswelt sowie die Gewährleistung ihrer Realisierbarkeit.
2.1.3 „Ziele müssen operationalisiert werden, so daß Fortschritte beobachtbar sind und eingeschätzt werden können.“: Hier wird die Wichtigkeit präziser Formulierungen und zeitlicher Rahmen für die Fortschrittskontrolle hervorgehoben.
2.2 Hilfe bei der Zielsetzung: Dieses Kapitel stellt Unterstützungsmöglichkeiten für Klienten vor, die trotz erfolgreicher Vorarbeit Schwierigkeiten haben, ihre Ziele oder Handlungsbedarfe zu artikulieren.
2.2.1 Die Kraftfeldanalyse: Es wird erklärt, wie dieses Instrument hilft, positive und negative Kräfte im Leben des Klienten zu gewichten, um so die Erreichbarkeit von Zielen realistisch einzuschätzen.
2.3 Schwierigkeiten bei der Erreichung von Zielen: Die Ausführungen behandeln Hinderungsgründe, wie zu umfangreiche Zielsetzungen oder mangelnde Motivation, und bieten Lösungsansätze wie die Priorisierung durch Teilziele.
3. Handlungen Planen: Hierbei geht es um die Auswahl der besten Handlungsmethoden, das Überwinden von Vorbehalten und die Schaffung von Belohnungssystemen zur Verhaltensänderung.
4. Abschließen: Das Kapitel beschreibt den geplanten Abschluss des Beratungsprozesses, einschließlich des Rückblicks auf den Lernprozess und den Umgang mit möglichen emotionalen Reaktionen beim Ende der Beratung.
5. Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die Essenz der Beratungs-Endphase als entscheidendes Element, um dem Klienten zu dauerhafter Autonomie zu verhelfen.
Schlüsselwörter
Beratungsprozess, Zielsetzung, Klient, Handlungsplanung, Problemlösung, Kraftfeldanalyse, Operationalisierung, Lebenswelt, Selbstwirksamkeit, Motivation, Verhaltensänderung, Belohnungssystem, Reflexion, Evaluation, Beratungsschluss
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Endphase eines Beratungsprozesses und erläutert, wie Klienten durch professionelle Anleitung in die Lage versetzt werden, Eigenverantwortung für ihre Lebensveränderungen zu übernehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der zielgerichteten Kommunikation, der Erarbeitung realistischer Pläne, der Ressourcenanalyse mittels spezieller Methoden sowie dem professionellen Abschluss der Beratungsbeziehung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Lesern eine strukturierte Darstellung zu geben, wie ein Klient das notwendige Handwerkszeug erwirbt, um Probleme eigenständig und motiviert anzugehen und zu lösen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf etablierte Beratungskonzepte, insbesondere die Kriterien der Zielsetzung nach Brammer, die Kraftfeldanalyse nach Levin sowie Techniken des Brainstormings und der Satzergänzung nach Egan und Culley.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Zielentwicklung, der Handlungsplanung und des Beratungsschlusses, inklusive konkreter Analysetechniken für den Berater.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zielsetzung, Strategieentwicklung, Handlungsplan, Klientenfokus und Beratungsprozess definiert.
Warum ist die Kraftfeldanalyse für den Beratungsprozess relevant?
Die Kraftfeldanalyse ist relevant, da sie dem Klienten hilft, die subjektiven Einflüsse seines Lebensraums zu objektivieren und zu verstehen, welche Kräfte ihn bei seiner Veränderung unterstützen oder behindern.
Welche Rolle spielt die emotionale Arbeit beim Abschluss der Beratung?
Beim Abschluss kann eine entstehende emotionale Nähe dazu führen, dass der Klient Gefühle der Trauer entwickelt; daher muss der Berater offen für diese Emotionen sein und den Blick auf die gewonnene neue Denkweise des Klienten lenken.
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- Anonym (Autor:in), 2021, Die Endphase des Beratungsprozesses nach Sue Cuelly, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1276754