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Ein konzeptionelles Kurzprogramm zur Primärprävention

Betriebliche Gesundheitsvorsorge in der ambulanten Pflege

Title: Ein konzeptionelles Kurzprogramm zur Primärprävention

Diploma Thesis , 2008 , 142 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Christian Ovelhey (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Summary Excerpt Details

Der Arbeitsmarkt der ambulanten Pflege stellt hohe Anforderungen an die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Schichtdienst ist an der Tagesordnung,
Wochenenddienst ebenfalls. Die Pflegenden stehen oftmals unter
Zeitdruck sollen aber eine persönliche und qualitativ hochwertige Pflege an
und mit dem Menschen durchführen. Waschen, Anziehen, Körperpflege, medizinische
Versorgung, Essensgaben und vieles mehr stehen auf dem täglichen
Programm. Persönliche Gespräche mit Angehörigen, Ärzten, Therapeuten
und anderen am Pflegeprozess beteiligten Personen …all das sind zusätzliche
Spannungsfelder im Alltag einer Pflegekraft.
Die Belastungsfaktoren, denen Pflegekräfte ausgesetzt sind, sind vielfältig
und vielschichtig, sind physischer und psychischer Natur, sind unterschiedlich
stark ausgeprägt und zu unterschiedlichen Zeitpunkten präsent. Aber alle
nehmen sie Einfluss auf den physischen und psychischen Gesundheitszustand
der Betroffenen.
So verwundert es nicht, dass im Pflegemarkt dringend nach Personal gesucht
wird. Ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen scheiden immer früher
aus dem Beruf aus, die Zahlen der Auszubildenden sind laut Berufsgenossenschaft
für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) rückläufig.
Von einem Pflegenotstand ist bereits die Rede (BGW, 2006).
Unter diesem Blickwinkel rückt die Primärprävention immer mehr in den
Fokus. Mitarbeiter müssen befähigt werden, ihren Beruf länger auszuüben.
Diese Arbeit untersucht einen Ansatz, die zuvor beschriebene Problematik
zu beheben.
Zunächst wird der Forschungsgegenstand näher betrachtet, um die physischen
und psychischen Belastungen der Pflegekräfte herauszustellen, und
dem Begriff der Prävention Profil zu verleihen. Zusätzlich werden Argumente
herausgearbeitet, warum Primärprävention auch für Arbeitgeber von Interesse
ist.
Anschließend wird aus den aktuellen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen
und unter Berücksichtigung der physischen und psychischen Belastungen
der Pflegekräfte ein theoretisches Gerüst als Grundlage eines Trainingskonzepts
erarbeitet.
Darauf basierend wurde das konzeptionelle Kurzprogramm zur Primärprävention
für Pflegekräfte entwickelt, was über einen Zeitraum von sechs
Wochen in einer ambulanten Pflegestation durchgeführt und evaluiert wurde.
Die Ergebnisse, ihre Interpretation und ihre möglichen Auswirkungen und
Zusammenhänge im bzw. auf das Berufsfeld Pflege werden am Ende dieser Arbeit dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Situationsanalyse

2.1 Arbeitsmarkt Pflege

2.1.1 Exkurs Pflegeversicherung

2.1.2 Situation des Pflegemarkts

2.1.3 Perspektiven des Pflegemarkts

2.2 Situationsanalyse der Pflegekräfte

2.2.1 Anforderungs- und Belastungsprofil der Pflegekräfte „heute“

2.2.2 Anforderungs- und Belastungsprofil der Pflegekräfte „morgen“

3. Gegenstandsanalyse

3.1 Begriffseingrenzung Gesundheitsförderung

3.2 Begriffseingrenzung Prävention

3.3 Betriebliche Primärprävention

3.3.1 Motive für eine betriebliche Primärprävention

3.3.2 Primärprävention im Arbeitsmarkt Pflege

4. Theoretische Inhaltsaufbereitung

4.1 Rücken und Rumpf

4.1.1 Aufbau und Funktion der Rückenmuskulatur

4.1.2 Aufbau und Funktion der Rumpfmuskulatur

4.1.3 Risikobilder

4.2 Kraft

4.2.1 Definition der Kraft

4.2.2 Dimensionen der Kraft

4.2.3 Kraft und inter-/intramuskuläre Koordination

4.2.4 Bedeutung der Kraft und inter-/intramuskulären Koordination

4.3 Krafttraining

4.3.1 Dimensionen des Rücken- und Rumpfkrafttrainings

4.3.2 „Sanftes Krafttraining“ nach Mießner (2003)

4.3.3 Anwendbarkeit des „sanften Krafttrainings“

4.4 Stress und Entspannung

4.4.1 Definition und Entstehung von Stress

4.4.2 Definition von Entspannung/Entspannungsreaktion

4.5 Entspannungsverfahren

4.5.1 Entspannungsverfahren – ein Überblick

4.5.2 Die Progressive Muskelrelaxation (PMR)

5. Methodik

5.1 Fragestellung und Hypothesenbildung

5.2 Projektdesign

5.3 Evaluationsinstrumente

5.3.1 Der Pre-Fragebogen

5.3.2 Der Post-Fragebogen

5.3.3 Der Eingangs- und Ausgangstest

5.4 Probandenrekrutierung

5.5 Beschreibung der Aktiv- und Passivgruppe

5.6 Trainingsinhalte

5.7 Problemfelder

5.8 Datenauswertung

6. Ergebnisdarstellung

6.1 Aktivgruppe

6.1.1 Eingangs- und Ausgangstest

6.1.2 Pre- und Post-Fragebögen

6.2 Passivgruppe

6.2.1 Pre- und Post-Fragebögen

6.3 Gruppenvergleich der Pre-Fragebögen

6.4 Gruppenvergleich der Post-Fragebögen

6.5 Projektbewertung

6.6 Drop-out

7. Hypothesenzentrierte Ergebnisinterpretation

8. Diskussion

8.1 Diskussion I – Die Ergebnisse

8.2 Diskussion II – Ausblick

9. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Belastungsfähigkeit von Pflegekräften durch ein konzeptionelles Kurzprogramm zur Primärprävention zu steigern, um den physischen und psychischen Anforderungen des Berufsalltags besser zu begegnen. Dabei wird evaluiert, ob ein gesundheitsorientiertes Trainingsprogramm (sanftes Krafttraining kombiniert mit Progressiver Muskelrelaxation) das subjektive Belastungsempfinden der Mitarbeiter positiv beeinflussen kann.

  • Analyse der physischen und psychischen Belastungsprofile in der ambulanten Pflege.
  • Erarbeitung eines theoretischen Fundaments für präventive Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.
  • Vorstellung und Begründung des Konzepts „Sanftes Krafttraining“ nach Mießner (2003).
  • Integration von Entspannungsverfahren (PMR) als „Coping-Skill“ gegen Stress im Berufsalltag.
  • Empirische Untersuchung zur Wirksamkeit des Trainingsprogramms mittels Vorher-Nachher-Vergleichen.

Auszug aus dem Buch

4.3.3 Anwendbarkeit des „sanften Krafttrainings“

Das sanfte Krafttraining stellt die ideale Form des Krafttrainings für Pflegekräfte im Rahmen einer betrieblichen Primärprävention dar. Was es ausmacht und warum es ideal zu sein scheint, wird im folgenden Text deutlich.

Das sanfte Krafttraining basiert, wie im vorherigen Kapitel erwähnt, auf der Annahme, dass jede Person mit unterschiedlicher Motivation, unterschiedlichen Vorraussetzungen, unterschiedlichen vorangegangenen Belastungen, etc…- sprich mit einer unterschiedlichen Tagesform ihr Training absolviert. Daraus leitet sich die Annahme ab, dass dem Übenden nicht ein Trainings-Soll-Wert vorgegeben werden kann, da die Tagesform, teilweise erheblich, die Leistungsfähigkeit der Person beeinflusst.

Genau diese Grundvorrausetzungen finden sich auch bei Pflegekräften im ambulanten Dienst.

Die Belastungen der Angestellten unterscheiden sich dahingehend, dass jeder Mitarbeiter unterschiedliche Patienten mit unterschiedlichen Anforderungen zu versorgen hat. Sie formen maßgebliche die letztendliche „Tagesform“, mit der die Person das Training absolviert.

Zusätzlich ist die Belegschaft recht heterogen in Bezug auf ihre körperlichen Merkmale, was wiederum das Prinzip der individuellen Trainingsgestaltung erfordert.

Ebenfalls entscheidend ist das Schichtdienstsystem. Das bedeutet, dass einige Pflegekräfte noch frisch und ausgeruht vor ihrer Schicht das Trainingsprogramm absolvieren können, andere jedoch schon durch ihren Arbeitstag beeinflusst worden sind.

Daran anknüpfend bietet das sanfte Krafttraining einen weiteren Pluspunkt. Es verzichtet auf eine Trainingsplangestaltung mit unterschiedlichen Übungen und unterschiedlich vorgegebenen Intensitäten für jeden Übenden.

Stattdessen sind die Übenden selbst für sich verantwortlich, d.h. auf Grund ihres eigenen Belastungsempfindens steuern sie ihre Belastung und Trainingsintensität.

Laut Buskies (1999) und Mießner (2003) liegt die effektivste Intensität bei einem Wert von acht bis elf (bezogen auf die RPE-Skala in Abb.10).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohen physischen und psychischen Anforderungen des Pflegealltags und skizziert die Notwendigkeit von Primärprävention zur Stärkung der Mitarbeiterressourcen.

2 Situationsanalyse: Dieses Kapitel analysiert den Arbeitsmarkt Pflege, die demographischen Entwicklungen und das daraus resultierende Anforderungs- und Belastungsprofil der Pflegekräfte.

3 Gegenstandsanalyse: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung und Begriffseingrenzung der Primärprävention und Gesundheitsförderung sowie die Herleitung von Motiven für Arbeitgeber.

4 Theoretische Inhaltsaufbereitung: Dieser Hauptteil behandelt die Anatomie von Rücken und Rumpf, die physiologischen Grundlagen der Kraft sowie Ansätze zu Stress und Entspannung als Basis für das Trainingskonzept.

5 Methodik: Der Abschnitt beschreibt das Projektdesign, die Auswahl der Evaluationsinstrumente (Fragebögen und Tests) sowie die Rekrutierung und Beschreibung der Aktiv- und Passivgruppen.

6 Ergebnisdarstellung: Hier werden die erhobenen Daten der Aktiv- und Passivgruppe deskriptiv aufbereitet und die signifikanten Veränderungen der Belastungswerte dargestellt.

7 Hypothesenzentrierte Ergebnisinterpretation: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen und prüft deren statistische Signifikanz.

8 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse kritisch, bewertet die Wirksamkeit des Kurzprogramms und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Primärprävention im Pflegesektor.

9 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Eignung des Programms zur Stärkung der Belastungstoleranz von Pflegekräften.

Schlüsselwörter

Ambulante Pflege, Primärprävention, Betriebliche Gesundheitsförderung, Rückengesundheit, Rumpfmuskulatur, Sanftes Krafttraining, Progressive Muskelrelaxation, Belastungsprofil, Stressprävention, Pflegenotstand, Belastungssteuerung, RPE-Skala, Arbeitnehmergesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Evaluation eines konzeptionellen Kurzprogramms zur Primärprävention, um die körperliche und psychische Belastungssituation von Pflegekräften im ambulanten Dienst zu verbessern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen zählen die Situationsanalyse des Pflegemarkts, anatomische Grundlagen der Rumpfmuskulatur, trainingswissenschaftliche Prinzipien der Kraft sowie Stress- und Entspannungsmanagement.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die Belastungsfähigkeit der Pflegekräfte in Bezug auf ihre täglichen Arbeitsabläufe durch ein niedrigschwelliges Trainingsprogramm zu erhöhen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie ein experimentelles Projektdesign mit Pre- und Post-Fragebögen und standardisierten physischen Eingangstests zur Evaluation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine anatomische/physiologische Theoriebildung (Rücken/Rumpf, Kraft, Stress) und die methodische Beschreibung des Trainings (sanftes Krafttraining und PMR) sowie die anschließende Ergebnisauswertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Primärprävention, ambulante Pflege, sanftes Krafttraining, Progressive Muskelrelaxation (PMR), Belastungstoleranz und betriebliche Gesundheitsförderung sind die prägenden Begriffe.

Warum wurde das „sanfte Krafttraining“ als Methode gewählt?

Es zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus, benötigt keine Geräte, lässt sich individuell auf die Tagesform der Pflegekräfte anpassen und ist somit besonders gut in den Arbeitsalltag integrierbar.

Welche Rolle spielt die Progressive Muskelrelaxation (PMR) in der Arbeit?

Die PMR fungiert als „Coping-Skill“, um mentale Entlastung zu schaffen und die Wahrnehmung für muskuläre Spannungszustände zu schärfen, was präventiv gegen schmerzhafte Verspannungen hilft.

Wie bewerten die Teilnehmer das Kurzprogramm?

Die Teilnehmer nahmen das Programm sehr positiv an; sie berichteten von einer verbesserten Körperhaltung, reduzierten Schmerzen und einem allgemeinen Zuwachs an physischer Kraft.

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Details

Title
Ein konzeptionelles Kurzprogramm zur Primärprävention
Subtitle
Betriebliche Gesundheitsvorsorge in der ambulanten Pflege
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1.3
Author
Christian Ovelhey (Author)
Publication Year
2008
Pages
142
Catalog Number
V127734
ISBN (eBook)
9783640340729
ISBN (Book)
9783640336760
Language
German
Tags
Kurzprogramm Primärprävention Betriebliche Gesundheitsvorsorge Pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Ovelhey (Author), 2008, Ein konzeptionelles Kurzprogramm zur Primärprävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127734
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