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Das Problem des Moral Hazard durch Gewährung von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen

Title: Das Problem des Moral Hazard durch Gewährung von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maximilian Ludwig (Author)

Economics - Finance
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob bei der Vergabe von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen ein Moral Hazard Problem vorliegt und wie sich dieses bisher ausgewirkt hat. Im nächsten Kapitel werden Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen in das System des Finanzausgleichs eingeordnet. Darauf folgt ein kurzer Überblick über die Geschichte des Finanzausgleichs mit Fokus auf die Entwicklung der Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen. Der Frage, ob bei ihrer Vergabe ein Moral Hazard Problem vorliegt, wird im folgenden Kapitel nachgegangen. Zunächst wird ein Schema entwickelt, mit dem geprüft werden kann, ob ein Moral Hazard Problem vorliegt und mit diesem die Vergabe der unterschiedlichen SoBEZ geprüft. Im Folgenden werden dann die in den Fortschrittsberichten “Aufbau Ost“ ausgewiesenen Quoten der Mittelverwendung mit Hilfe von Daten über die Haushalte der entsprechenden Bundesländer analysiert, um Einblicke in die Haushaltsgestaltung der Länder, die zu den ausgewiesenen Quoten führt, zu erhalten. Weiterhin wird ein dynamischer Aspekt des Moral Hazard Problems diskutiert. Im letzten Kapitel wird schließlich die Relevanz der Problemtypen bewertet und ein kurzes Fazit formuliert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Finanzausgleich und Bundesergänzungszuweisungen

2.1 Der gegenwärtige Finanzausgleich und seine Rechtsgrundlagen

2.2 Einsatz vom Bundesergänzungszuweisungen

2.3 Änderungen im Zeitablauf

3 Moral Hazard

3.1 Charakteristika

3.2 Übertragbarkeit auf die Vergabe von SoBEZ

3.2.1 Vergabe gemäß §11 III FAG

3.2.2 Andere SoBEZ

3.3 Fehlverhalten

3.3.1 Missbrauch der Mittel aus SoBEZ

3.3.2 Hoffen auf einen Bail-Out

4 Heutige Relevanz

4.1 Dynamisches Problem

4.2 Statisches Problem

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob bei der Vergabe von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen (SoBEZ) ein Moral-Hazard-Problem vorliegt. Dabei wird analysiert, inwieweit die Mittelverwendung der Bundesländer den gesetzlichen Vorgaben entspricht und wie sich das Aussicht auf einen Bail-Out auf das fiskalische Verhalten auswirkt.

  • Analyse des bundesstaatlichen Finanzausgleichs und der Rolle von SoBEZ.
  • Anwendung der Agency-Theorie (Moral Hazard) auf die Mittelvergabe an die Länder.
  • Empirische Untersuchung der Mittelverwendungsquoten anhand von "Fortschrittsberichten Aufbau Ost".
  • Differenzierung zwischen statischen und dynamischen Moral-Hazard-Problemen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Charakteristika

Das Moral Hazard Problem ist eines der beiden generischen Agency Probleme und zeichnet sich in seiner Basisversion durch eine charakteristische 5-stufige Zeitstruktur aus (siehe z.B. Macho-Stadler & Pérez-Castrillo 2001, S.37f [8]). Diese Stufen sind:

1. Der Prinzipal entwirft einen Vertrag, indem er eine Tätigkeit an eine andere Person / Institution (den Agenten) delegiert.

2. Der Agent kann den Vertrag entweder annehmen oder ablehnen - eine Verhandlung der Bedingungen ist im Basismodell nicht vorgesehen.

3. Der Agent investiert Mühe in die Erfüllung seines Auftrages.

4. Die Mühe des Agenten und Zufallsgrößen beeinflussen das Ergebnis seiner Handlung.

5. Der Prinzipal empfängt das Ergebnis der Handlung des Agenten. Er kann, da das Ergebnis der Handlung aufgrund der Zufallsgrößen nur grob mit dem Aufwand des Agenten korreliert ist, aus dem Ergebnis nicht unmittelbar auf den Aufwand des Agenten schließen.

Aufgrund des letzten Punktes besteht die Gefahr, dass der Agent zu wenig Mühe in seine Aufgabe investiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage bezüglich eines möglichen Moral-Hazard-Problems bei SoBEZ und gibt einen Ausblick auf die methodische Vorgehensweise.

2 Finanzausgleich und Bundesergänzungszuweisungen: Dieses Kapitel ordnet SoBEZ in das System des Finanzausgleichs ein und erläutert die geschichtliche Entwicklung sowie die Rechtsgrundlagen.

3 Moral Hazard: Hier werden theoretische Grundlagen des Moral-Hazard-Problems definiert und auf die spezifische Vergabe von SoBEZ sowie den potenziellen Bail-Out-Effekt bei den Bundesländern übertragen.

4 Heutige Relevanz: Das Kapitel bewertet die Dynamik und Statik des Moral-Hazard-Problems unter Berücksichtigung jüngster Rechtsentwicklungen und zieht ein abschließendes Fazit.

Schlüsselwörter

Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen, SoBEZ, Moral Hazard, Finanzausgleich, Agency-Theorie, Aufbau Ost, Bail-Out, Infrastruktur, Mittelverwendung, Haushaltsnotlage, Föderalismus, Haushaltssanierung, Finanzkraft, Bundesverfassungsgericht, Länderfinanzausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die Gewährung von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen an Bundesländer Anreize für ineffizientes Verhalten (Moral Hazard) schafft, anstatt die intendierte Infrastrukturförderung zu erreichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Systematik des deutschen Finanzausgleichs, die Agency-Theorie, die Analyse öffentlicher Haushalte der Länder sowie die Auswirkungen von BVerfG-Urteilen auf das fiskalische Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein theoretisches Schema zur Identifikation von Moral-Hazard-Problemen zu entwickeln und dieses empirisch anhand von Haushaltsdaten und Fortschrittsberichten der Länder zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein theoretisches Agency-Modell auf die Mittelvergabe angewendet und durch eine ökonometrische Analyse (OLS-Schätzung) der Verwendungsquoten der Mittel in den Bundesländern ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt die theoretische Einordnung des Moral Hazards, die Überprüfung der Vergabe gemäß §11 FAG sowie die empirische Auswertung der "Aufbau Ost"-Fortschrittsberichte zur Aufdeckung von Fehlverhalten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Moral Hazard, Finanzausgleich, SoBEZ, Mittelverwendung, fiskalische Disziplin und Agency-Probleme.

Wie unterscheidet der Autor zwischen statischem und dynamischem Moral Hazard?

Das statische Problem bezieht sich auf den aktuellen Missbrauch von Mitteln für Konsum statt Investitionen, während das dynamische Problem die Hoffnung auf künftige Bail-Outs beschreibt, die zu einer dauerhaft leichtfertigen Haushaltspolitik führt.

Welche Erkenntnis ergibt sich hinsichtlich der Länder?

Die Untersuchung zeigt ein heterogenes Bild: Während Sachsen die Mittel weitgehend zielkonform einsetzt, zeigt Berlin in der Vergangenheit ein ausgeprägtes Fehlverhalten, das vermutlich auf die Erwartung externer Hilfe zurückzuführen war.

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Details

Title
Das Problem des Moral Hazard durch Gewährung von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen
College
University of Hamburg  (Institut für Finanzwissenschaft)
Course
Seminar im Fach Finanzwissenschaften
Grade
1,0
Author
Maximilian Ludwig (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V127736
ISBN (eBook)
9783640340736
ISBN (Book)
9783640337668
Language
German
Tags
Finanzwissenschaften Länderfinanzausgleich Jan Schnellenbach Bundesergänzungszuweisungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Ludwig (Author), 2008, Das Problem des Moral Hazard durch Gewährung von Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127736
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