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Frühkindlicher Bilingualismus und Code-Switching. Vor- und Nachteile einer bilingualen Erziehung

Title: Frühkindlicher Bilingualismus und Code-Switching. Vor- und Nachteile einer bilingualen Erziehung

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sibel Inekli (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Die vorliegende Hausarbeit gibt einen praxisnahen Überblick über die Thematik des frühkindlichen Bilingualimus. Vor- und Nachteile einer bilingualen Erziehung werden diskutiert, auch wird ausführlich auf das Phänomen des Code-Switchings eingegangen. Zahlreiche Beispiele, vor allem aus dem Deutschen und dem Türkischen, illustrieren die Ausführungen der Autorin.

Die Fähigkeit, mehrere Sprachen zu sprechen und zu verstehen, wird als Mehrsprachigkeit oder Bilingualismus bezeichnet, wobei die beteiligten Sprachen sehr unterschiedlich oder sehr ähnlich sein können. Als bilingual werden aber nur solche Personen bezeichnet, die tatsächlich verschiedene Sprachen sprechen, d.h. wenn die Sprachen in ihrer Syntax, ihrer Aussprache und in ihrem Vokabular unterschiedlich sind.

Durch natürliche Kommunikationssituationen können Kinder zwei oder mehr Sprachen gleichzeitig erlernen. Der Erwerb von zwei oder mehr Sprachen, der bis zum Ende des dritten Lebensjahres beginnt, wird in der Forschung als bilingualer Erstspracherwerb bezeichnet. Vom dritten bis zum vierten Lebensjahr wird der Erwerb einer zweiten oder weiteren Sprache als Zweitspracherwerb des Kindes definiert.

In der Regel wachsen Kinder bilingual auf, wenn die Elternteile verschiedene Sprachen sprechen und auch bestrebt sind, diese an ihre Kinder weiter zu geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Mehrsprachigkeit (Bilingualismus)

1.1 Was ist Mehrsprachigkeit, und welche Wege führen dort hin?

2. Grammatikalische Zwänge beim Erwerb von zwei Sprachen

3. Vor und Nachteile der bilingualen Erziehung

3.1 Vorteile der bilingualen Erziehung

3.2 Nachteile der bilingualen Erziehung

4. Code- Switching

4.1 Definitionen zum Sprachmodus

4.2 Beispiele für Sprachmischungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des frühkindlichen Bilingualismus und untersucht die strukturellen sowie grammatikalischen Besonderheiten beim Erwerb von zwei Sprachen. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Sprachmischungen kein Defizit darstellen, sondern als Ausdruck einer kreativen, mehrsprachigen Kompetenz zu verstehen sind.

  • Grundlagen der Mehrsprachigkeit und verschiedene Erwerbswege
  • Grammatikalische Zwänge und die Entwicklung von Sprachsystemen
  • Vor- und Nachteile sowie Mythen der bilingualen Erziehung
  • Analyse von Code-Switching und Sprachmischungen (deutsch-türkisch)

Auszug aus dem Buch

4. Code- Switching

Kann Code-Switching als mehrsprachige Kompetenz gesehen werden?

Es entwickelten sich innerhalb der Code-Switching Forschung drei Forschungsrichtungen, erstens die grammatische, die soziolinguistische und die interaktionale. Als Vorreiter der jeweiligen Forschungsrichtungen gelten für die grammatische Forschung Shana Poplack, für die soziolinguistische Blom bzw. Gumperz und für die interaktionale Forschung Peter Auer.

Heute rückt das Forschungsinteresse der CS-Forschung auch in den Bereich der Neurolinguistik, der Anthropologie, der Psycholinguistik und der Psychologie. Die soziolinguistischen und pragmatischen Forschungen richten sich an die Fragestellungen, in welchen Situationen CS möglich bzw. wahrscheinlich ist und wie CS funktional im lebensweltlichen Kontext von Sprechern verwendet wird. Die grammatische Forschungsrichtung analysiert die grammatikalischen Zwänge für CS, zum Beispiel an welchen syntaktischen Stellen es möglich ist CS zu verwendet.

Ich werde mich im weiteren Teil meiner Ausarbeitung an die grammatische Forschungsrichtung richten und versuchen grammatikalische Zwänge im Gebrauch von zwei Sprachen näher zu bringen.

Dazu möchte ich weitere Beispiele aus dem grammatischen Bereich beim CS nennen. Ich werde mich auf bilinguale deutsch-türkisch Sprecher beziehen, aber vorweg möchte ich noch zwei wichtige Definitionen zum Sprachmodus nennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mehrsprachigkeit (Bilingualismus): Definition und Abgrenzung des Begriffs sowie Erläuterung der verschiedenen Wege, auf denen Kinder oder Erwachsene mehrere Sprachen erwerben können.

2. Grammatikalische Zwänge beim Erwerb von zwei Sprachen: Diskussion der „Fusionshypothese“ und des „Drei-Phasen-Modells“ sowie Untersuchung, wie bilinguale Kinder ihre Sprachsysteme voneinander trennen.

3. Vor und Nachteile der bilingualen Erziehung: Analyse der gesellschaftlichen und psychologischen Argumente für und gegen zweisprachige Erziehung, wobei Vorurteile empirisch hinterfragt werden.

4. Code- Switching: Detaillierte Betrachtung des Phänomens Sprachwechsel, inklusive der Definition von Sprachmodi und der Analyse konkreter deutsch-türkischer Sprachmischungen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Sprachmischungen als kreative Leistung und Zeichen gelungener Mehrsprachigkeit zu interpretieren sind.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Bilingualismus, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Fusionshypothese, Code-Switching, Sprachmodus, Interferenzfehler, Transfer, Sprachmischung, Bilinguale Erziehung, Migrationshintergrund, grammatikalische Zwänge, Sprachkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den frühkindlichen Bilingualismus im Kontext einer Migrationsgesellschaft und beleuchtet die sprachliche Entwicklung bei Kindern, die mit zwei Sprachen aufwachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Theorien zum Spracherwerb, die Unterscheidung von Sprachmodi, die grammatikalische Analyse von Sprachkontakt sowie die Bewertung von Chancen und Risiken bilingualer Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Sprachmischungen bei bilingualen Kindern kein Anzeichen von Überforderung oder Kompetenzdefiziten sind, sondern ein natürlicher Teil der mehrsprachigen Entwicklung.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Modellen aus der Bilingualismusforschung, insbesondere im Bereich der grammatikalischen Code-Switching-Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Bilingualismus, die Untersuchung grammatikalischer Zwänge beim Spracherwerb und die praxisnahe Analyse von Code-Switching-Formen anhand deutsch-türkischer Sprachbeispiele.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Bilingualismus, Code-Switching, Sprachmodus, Interferenz, Spracherwerbsphasen und die soziolinguistische Perspektive auf Sprachmischungen.

Wie unterscheidet sich der monolinguale vom bilingualen Sprachmodus?

Im monolingualen Modus wird eine Sprache weitgehend deaktiviert, während im bilingualen Modus beide Sprachen aktiv sind und je nach Kommunikationspartner oder Situation in unterschiedlichen Anteilen verwendet werden.

Warum treten bei bilingualen Kindern Mischungen auf, die als „fehlerhaft“ interpretiert werden könnten?

Dies sind oft sogenannte Interferenzfehler oder Transfers, die entstehen, wenn Strukturen der einen Sprache auf die andere übertragen werden. Die Arbeit zeigt jedoch, dass diese Konstruktionen oft regelgeleitet und hochkomplex sind.

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Details

Title
Frühkindlicher Bilingualismus und Code-Switching. Vor- und Nachteile einer bilingualen Erziehung
College
University of Bremen
Course
Mehrsprachigkeit in der Migrationgesellschaft
Grade
1
Author
Sibel Inekli (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V127740
ISBN (eBook)
9783668170308
ISBN (Book)
9783668170315
Language
German
Tags
frühkindlicher bilingualismus code-switching vor- nachteile erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sibel Inekli (Author), 2008, Frühkindlicher Bilingualismus und Code-Switching. Vor- und Nachteile einer bilingualen Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127740
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