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Wahrgenommene Finanzkompetenz. Der Einfluss auf die Altersvorsorge

Titel: Wahrgenommene Finanzkompetenz. Der Einfluss auf die Altersvorsorge

Seminararbeit , 2022 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Niklas Czwalinna (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die demografische Entwicklung und das daraus resultierende sinkende Rentenniveau lassen eine fundierte Altersvorsorge für den Erhalt des Lebensstandards in der Zeit nach der Erwerbstätigkeit immer wichtiger erscheinen. Hierbei handelt es sich in der Regel um komplexe Entscheidungen, die ein fundiertes Maß an Finanzkompetenz voraussetzen. Neben der Finanzkompetenz beeinflusst auch das Vertrauen in die eigene Finanzkompetenz in einem nicht geringem Maße die Entscheidungsfindung von Individuen. So lassen sich Menschen bei Entscheidungen neben ihrem tatsächlichen Wissen auch von dem leiten, was sie zu wissen glauben.

In dieser Seminararbeit wird thematisiert, inwiefern die wahrgenommene Finanzkompetenz die Altersvorsorge beeinflusst. Es wird zunächst erläutert, auf welche Art und Weise quantitative Maße für die objektive sowie subjektive/wahrgenommene Finanzkompetenz erhoben werden können. Anschließend wird ausgeführt, welchen Einfluss die wahrgenommene Finanzkompetenz auf die Ruhestandsplanung, das Sparen für den Ruhestand und die Effektivität der Altersvorsorge hat. Hierfür werden ausgewählte Forschungsarbeiten zu der Thematik mit ihren Ergebnissen vorgestellt.

Im Rahmen dieser Studien wird unter anderem gezeigt, dass die wahrgenommene Finanzkompetenz die Entscheidungsfindung von Individuen bei der Altersvorsorge beeinflussen kann. So geben Personen, die großes Vertrauen in ihre finanziellen Fähigkeiten setzen, bei Befragungen mit einer größeren Wahrscheinlichkeit an, dass sie sich mit der Altersvorsorge auseinander gesetzt haben als Individuen, die ein geringes Vertrauen in ihre finanziellen Kompetenzen besitzen. Ungeachtet dessen sind Probanden, die ihr Finanzwissen überschätzen, nicht zwangsläufig effektiver bei der Altersvorsorge als Individuen, die ihr eigenes Wissen unterschätzen.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage, Aufbau und Zusammenfassung der Ergebnisse

1.2 Begriffserläuterung

2. Erhebung der objektiven Finanzkompetenz (OFL)

3. Erhebung der wahrgenommenen Finanzkompetenz (SFL)

4. Der Einfluss der wahrgenommenen Finanzkompetenz auf die Ruhestandsplanung/ das Sparen für den Ruhestand

5. Der Einfluss der wahrgenommenen Finanzkompetenz auf die Effektivität der Altersvorsorge

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht, inwiefern die subjektive Einschätzung der eigenen finanziellen Fähigkeiten, die sogenannte wahrgenommene Finanzkompetenz, das Entscheidungsverhalten und die Vorsorgemaßnahmen von Individuen bei der Altersplanung beeinflusst. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, ob eine hohe Selbstwahrnehmung als Substitut für objektives Finanzwissen dienen kann oder zu einer Überschätzung führt, die die Effektivität der Altersvorsorge beeinträchtigt.

  • Wahrgenommene Finanzkompetenz vs. objektive Finanzkompetenz
  • Einfluss auf die Ruhestandsplanung und Sparaktivitäten
  • Effektivität der Altersvorsorge (Nettovermögen, Aktienbesitz, Rentenkonten)
  • Analyse der Über- bzw. Untervertrauens-Effekte
  • Einbindung aktueller internationaler Studien (z. B. Yeh/Ling 2022, Angrisani/Casanova 2021)

Auszug aus dem Buch

1.1 Ausgangslage, Aufbau und Zusammenfassung der Ergebnisse

Die demografische Entwicklung und das daraus resultierende sinkende Rentenniveau lassen eine fundierte Altersvorsorge für den Erhalt des Lebensstandards in der Zeit nach der Erwerbstätigkeit immer wichtiger erscheinen. Hierbei handelt es sich in der Regel um komplexe Entscheidungen, die ein fundiertes Maß an Finanzkompetenz voraussetzen. Neben der Finanzkompetenz beeinflusst auch das Vertrauen in die eigene Finanzkompetenz in einem nicht geringem Maße die Entscheidungsfindung von Individuen. So lassen sich Menschen bei Entscheidungen neben ihrem tatsächlichen Wissen auch von dem leiten, was sie zu wissen glauben (vgl. Kramer 2016:199).

In dieser Seminararbeit wird thematisiert, inwiefern die wahrgenommene Finanzkompetenz die Altersvorsorge beeinflusst. Es wird zunächst erläutert, auf welche Art und Weise quantitative Maße für die objektive sowie subjektive/wahrgenommene Finanzkompetenz erhoben werden können. Anschließend wird ausgeführt, welchen Einfluss die wahrgenommene Finanzkompetenz auf die Ruhestandsplanung, das Sparen für den Ruhestand und die Effektivität der Altersvorsorge hat. Hierfür werden ausgewählte Forschungsarbeiten zu der Thematik mit ihren Ergebnissen vorgestellt.

Im Rahmen dieser Studien wird unter anderem gezeigt, dass die wahrgenommene Finanzkompetenz die Entscheidungsfindung von Individuen bei der Altersvorsorge beeinflussen kann. So geben Personen, die großes Vertrauen in ihre finanziellen Fähigkeiten setzen, bei Befragungen mit einer größeren Wahrscheinlichkeit an, dass sie sich mit der Altersvorsorge auseinander gesetzt haben als Individuen, die ein geringes Vertrauen in ihre finanziellen Kompetenzen besitzen (vgl. Yeh/Ling 2022; Parker et al. 2012; Anderson et al. 2017; Angrisani/Casanova 2021). Ungeachtet dessen sind Probanden, die ihr Finanzwissen überschätzen, nicht zwangsläufig effektiver bei der Altersvorsorge als Individuen, die ihr eigenes Wissen unterschätzen (vgl. Angrisani/Casanova-2021:528).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz der Altersvorsorge vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dar und führt in das Konzept der wahrgenommenen Finanzkompetenz ein.

2. Erhebung der objektiven Finanzkompetenz (OFL): Erläutert etablierte quantitative Methoden zur Messung finanzieller Bildung, insbesondere die „Big 3“ von Lusardi und Mitchell.

3. Erhebung der wahrgenommenen Finanzkompetenz (SFL): Beschreibt Ansätze zur Messung des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten, inklusive der Ermittlung von Über- oder Untervertrauen durch Differenzmessung.

4. Der Einfluss der wahrgenommenen Finanzkompetenz auf die Ruhestandsplanung/ das Sparen für den Ruhestand: Analysiert auf Basis empirischer Studien, dass Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten das Planungsverhalten positiv korreliert.

5. Der Einfluss der wahrgenommenen Finanzkompetenz auf die Effektivität der Altersvorsorge: Untersucht anhand finanzieller Kennzahlen, ob eine hohe wahrgenommene Kompetenz tatsächlich zu besseren Vorsorgeergebnissen führt.

6. Fazit: Fasst das Ergebnis zusammen, dass zwar Korrelationen zur Planungsaktivität bestehen, jedoch keine eindeutige Kausalität hin zu höherer Vorsorgeeffektivität belegt ist.

7. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.

Schlüsselwörter

Finanzkompetenz, Altersvorsorge, Ruhestandsplanung, Wahrgenommene Finanzkompetenz, Finanzverhalten, Finanzielles Vertrauen, Überschätzung, Untervertrauen, Sparaktivitäten, Behavioral Finance, Finanzwissen, Altersvorsorge-Effektivität, Demografischer Wandel, Probit-Analyse, Investmententscheidungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den psychologischen Einfluss des Vertrauens in die eigenen finanziellen Fähigkeiten (wahrgenommene Finanzkompetenz) auf das tatsächliche Vorsorgeverhalten für den Ruhestand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Abgrenzung von objektivem Wissen zu subjektivem Vertrauen, deren Messmethoden sowie der statistische Zusammenhang dieser Faktoren mit der Ruhestandsplanung und dem realen Sparverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen einer subjektiv wahrgenommenen Finanzkompetenz und der tatsächlichen Effektivität der Altersvorsorge anhand ausgewählter internationaler Studien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet Erkenntnisse aus empirischen, quantitativen Forschungsarbeiten aus, die Probit-Regressionen und Fragebögen zur Datenbasis haben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Methoden zur Erhebung von Finanzkompetenz dargelegt und der Einfluss von „Überschätzern“ und „Unterschätzern“ auf die Altersvorsorge analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Charakteristisch sind Begriffe wie Finanzkompetenz (OFL/SFL), Übervertrauen, Ruhestandsplanung und Vorsorgeeffektivität.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Selbstüberschätzung und Sparen?

Ja, die Studien zeigen, dass sich Personen, die ihr Wissen überschätzen, häufiger mit der Ruhestandsplanung befassen, was aber statistisch nicht zwingend zu einem erfolgreicheren finanziellen Ergebnis führt.

Was ist das zentrale Ergebnis der Auswertung?

Die Arbeit stellt fest, dass Vertrauen in die eigene Kompetenz eine positive Korrelation zur Planungsaktivität aufweist, die finanzielle Vorsorgeeffektivität jedoch komplexer bleibt und durch reine Selbstwahrnehmung nicht garantiert wird.

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Details

Titel
Wahrgenommene Finanzkompetenz. Der Einfluss auf die Altersvorsorge
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Personal Finance
Note
1,7
Autor
Niklas Czwalinna (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
19
Katalognummer
V1277566
ISBN (PDF)
9783346721914
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahrgenommene finanzkompetenz einfluss altersvorsorge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Czwalinna (Autor:in), 2022, Wahrgenommene Finanzkompetenz. Der Einfluss auf die Altersvorsorge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1277566
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Leseprobe aus  19  Seiten
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