Beispielstunde für die Einführung des Brustbeinschlags bei Erwachsenen mit Migrationshintergrund bzw. sprachlichen Barrieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Stunde
1.1 Adressatengruppe
1.2 Gegenstand
1.3 Themenbegründung
1.4 Gesamtzusammenhang
2. Ziele der Stunde
3. Stundenverlauf
3.2 Tabellarischer Stundenverlauf
Zielsetzung & Themen der Lehrprobe
Das Hauptziel dieser Examenslehrprobe ist die Vermittlung und Vertiefung der Brustschwimmtechnik bei einer heterogenen Gruppe ausländischer Studierender mit geringen Vorkenntnissen, wobei der Fokus auf dem Brustbeinschlag und der Einführung des Brustarmzugs liegt.
- Adressatenspezifische Vermittlung der Brustschwimmtechnik für Anfänger
- Methodische Progression von der Wassergewöhnung zur Grobkoordination
- Berücksichtigung interkultureller und sprachlicher Barrieren im Sportunterricht
- Förderung von Vertrauen und Selbstsicherheit im Element Wasser
- Einsatz von Partnerübungen zur Technikverbesserung und Motivation
Auszug aus dem Buch
1.2 Gegenstand
„ Brustschwimmen ist die am häufigsten verbreitete Schwimmtechnik. Dadurch, dass der Kopf während des Schwimmens mühelos über Wasser gehalten werden kann, erlaubt die Brustschwimmtechnik auch älteren und untrainierten Menschen, längere Strecken zurückzulegen, ohne sich dabei übermäßig zu verausgaben“ ( Bissig / Gröbli 2004, S.103 ). Unter anderem aus einer solchen Feststellung ergibt sich, dass das Brustschwimmen dem Anfänger eine relativ ökonomische Schwimmfähigkeit ermöglicht, was im Anfängerbereich durchaus wünschenswert ist.
Da ich es in meiner Gruppe ebenfalls mit Anfängern zu tun haben, ist die Einführung der Brustschwimmtechnik im Hinblick auf das erreichen einer adressatenspezifischen Schwimmfähigkeit eine daraus resultierende, logische Konsequenz. Das Brustschwimmen wird auf Grund seiner Bewegungsausführung noch einmal in zwei Teilkomplexe eingeteilt, und zwar in den Brustbeinschlag und den Brustarmzug, welche dann in Kombination möglichst symmetrisch ausgeführt werden sollten ( vgl. Bissig / Gröbli 2004, S.103-105 ). Hinzu kommt dann auch noch eine veränderte Art der Atmung, was Rhythmus und Timing in Bezug auf normales Atmen angeht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Stunde: Einführung und theoretische Einordnung der Zielsetzung für eine heterogene Schwimmgruppe unter Berücksichtigung der speziellen Lernvoraussetzungen.
1.1 Adressatengruppe: Beschreibung der interkulturellen, heterogenen Zusammensetzung der Gruppe, ihrer Motivation sowie der spezifischen Herausforderungen bezüglich der Schwimmerfahrung und individueller Ängste.
1.2 Gegenstand: Theoretische Begründung der Wahl des Brustschwimmens als ökonomische Schwimmtechnik für Anfänger und Analyse der motorischen Teilkomplexe.
1.3 Themenbegründung: Erläuterung, warum das Brustschwimmen trotz koordinativer Herausforderungen eine wichtige Ergänzung zum Kraulschwimmen für diese spezielle Teilnehmergruppe darstellt.
1.4 Gesamtzusammenhang: Einordnung der Unterrichtseinheit in die gesamte Ausbildungsreihe als Vertiefungsstunde zur Einführung neuer Bewegungsmuster.
2. Ziele der Stunde: Auflistung der angestrebten Kompetenzen auf motorischer, kognitiver sowie sozial-affektiver Ebene.
3. Stundenverlauf: Detaillierte Darstellung der didaktisch-methodischen Planung vom Beckenrand bis zur Partnerübung.
3.2 Tabellarischer Stundenverlauf: Übersichtliche Zusammenfassung der Phasen, Intentionen, Inhalte und methodischen Maßnahmen der Stunde.
Schlüsselwörter
Brustschwimmen, Brustbeinschlag, Brustarmzug, Schwimmfähigkeit, Anfängerschwimmen, Wassergewöhnung, Bewegungsabläufe, Motorik, Grobkoordination, Hochschulsport, Bewegungsangst, Techniktraining, Interkulturelle Gruppe, Schwimmunterricht, Bewegungslehre
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den Planungsentwurf für eine Examenslehrprobe, bei der die Brustschwimmtechnik in einer Anfängergruppe ausländischer Studierender eingeführt und vertieft werden soll.
Was sind die zentralen Themenfelder der Lehrprobe?
Die zentralen Felder umfassen die motorische Vermittlung von Brustbeinschlag und Brustarmzug, die psychologische Unterstützung bei Wasserangst sowie die didaktische Anpassung an eine sehr heterogene, interkulturelle Gruppe.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Erreichung einer adressatenspezifischen, ökonomischen Schwimmfähigkeit bei Teilnehmern, die teilweise Vorkenntnisse besitzen, aber noch große Hemmungen im Wasser zeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine sportdidaktische Unterrichtsplanung erstellt, die auf wissenschaftlicher Literatur zum Schwimmenlernen basiert und methodische Progressionen (Vom Groben zum Feinen) nutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Adressatengruppe, die Begründung des Schwimmstils, die Festlegung von Lernzielen sowie die methodische Planung des Stundenverlaufs inklusive Partnerübungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Brustschwimmen, Grobkoordination, Anfängerschwimmen, Schwimmfähigkeit und Wassergewöhnung.
Wie wird mit sprachlichen Barrieren im Kurs umgegangen?
Da die Deutschkenntnisse der Studierenden mangelhaft sind, wird teilweise auf Englisch kommuniziert, wobei visuelle Demonstrationen und die Schautafel zur Unterstützung dienen.
Warum werden Partnerübungen in den Stundenverlauf integriert?
Partnerübungen sollen zum einen die Motivation steigern und zum anderen eine gegenseitige Korrektur sowie eine visuelle Kontrolle der Bewegungsausführung ermöglichen, während der Trainer überwachend eingreift.
- Arbeit zitieren
- Dipl.Sportwissenschaftler Christian Ovelhey (Autor:in), 2006, Einführung des Brustbeinschlags bei einer Anfänger-Schwimmgruppe ausländischer Studierender ohne oder mit geringen Vorkenntnissen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127783