1. Aufgabenstellung
Der Agenten-Vertrag 1. Lesen Sie bitte den Agentenvertrag in einem ersten Schritt aufmerksam durch.
2. Um Verträge in der Praxis verstehen und interpretieren zu können, ist es immer ratsam, die Perspektive einer der Vertragsparteien einzunehmen und den Vertrag aus deren Blickwinkel zu analysieren. Wählen Sie bitte entweder die Perspektive des Agenten oder die des Teams "van der D.". Lesen Sie bitte den Vertrag noch einmal aus Sicht Ihrer gewählten Partei zweimal durch und berücksichtigen Sie dabei insbesondere die Interessen der jeweiligen Partei.
3. Demnächst findet ein Treffen zwischen den beiden Vertragsparteien statt, im Rahmen dessen die Vertragsinhalte noch einmal diskutiert werden und der Vertrag zum Abschluss gebracht werden soll. Als eine der beiden Vertragsparteien nehmen Sie an der Verhandlung teil. Bitte stellen Sie auf max. 5 Seiten schriftlich dar, welche Vertragsinhalte Sie aus Sicht Ihrer Partei für gut befinden und welche Sie unbedingt in der Verhandlung ändern wollen. Überlegen Sie sich dabei auch eine geeignete Strategie, die andere Partei von Ihren Interessen zu überzeugen. Stellen Sie abschließend kurz dar, welche "deal breakers" aus Ihrer Sicht in dem Vertrag enthalten sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabenstellung
2. Die Interessen, die ich als Sportler verfolge
2.1 Mein Agent möchte…
2.2. Ich will…
3. Deal Breakers
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der rechtlichen und strategischen Gestaltung von Agentenverträgen aus der Perspektive eines Profisportlers auseinander. Das primäre Ziel besteht darin, die Interessen des Sportlers bei der Vertragsgestaltung zu wahren, potenzielle "Deal Breakers" zu identifizieren und die rechtliche Wirksamkeit von Klauseln unter Berücksichtigung geltender Gesetze zu prüfen.
- Analyse der gegensätzlichen Interessen zwischen Sportler und Vermittler/Manager
- Definition von Verhandlungsstrategien zur Absicherung von Sportlerinteressen
- Identifikation von unzulässigen Knebelverträgen und rechtlichen Verstößen
- Bewertung von Provisionsregelungen im Rahmen der Vermittlervergütungsverordnung
- Prüfung der Wirksamkeit von Beraterverträgen nach BGB und Rechtsberatungsgesetz
Auszug aus dem Buch
3. Vertragsverhandlung und Deal Breakers
Ich Bereite mich als Sportler auf die Vertragsverhandlung mit meinem zukünftigen Manager so vor, dass ich ihn mit sachlichen Argumenten, wie Gesetzesgrundlagen verdeutlichen kann warum ich folgende Vertragsklauseln geändert haben will und warum der Restliche Vertrag so bestehen bleiben kann. Um nicht unglaubwürdig zu wirken ist es meiner Ansicht nach das Beste wenn ich mir einen Rechtsbeistand in Form eines Anwaltes zu den Verhandlungen mitnehme der auf dieses Recht spezialisiert ist und der mir bei der Klärung solcher Vertragsinhalte helfen kann. Folgende Verstöße „Deal Breakers“ sind mir im Vertrag des Managers Aufgefallen die ich mit Ihm besprechen und anschließend zu meinen Gunsten ändern möchte:
Ein erheblicher Deal Breaker, der sofort ins Auge fällt ist, dass der Manager eine Klausel im Vertrag hat nach der er „mehr „ als 10% vom Jahresgehalt bekommen könnt. Hier ist also keine Obergrenze festgelegt, jedoch darf er nur maximal 14% bekommen, dies bezieht sich auf das Jahresgehalt eines Sportlers (VermitVergV § 2 Abs.1).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabenstellung: Dieses Kapitel erläutert die Anforderung, einen konkreten Agentenvertrag aus der Sicht einer Vertragspartei zu analysieren und für eine anschließende Verhandlung strategisch aufzuarbeiten.
2. Die Interessen, die ich als Sportler verfolge: Hier werden die gegensätzlichen Erwartungshaltungen des Managers hinsichtlich Vermittlung und Exklusivität sowie die spezifischen Forderungen und Schutzbedürfnisse des Sportlers gegenübergestellt.
3. Deal Breakers: Dieses Kapitel identifiziert kritische, teils rechtswidrige Klauseln im Managervertrag und begründet deren Unwirksamkeit unter Verweis auf geltende Gesetze wie das Rechtsberatungsgesetz und das BGB.
Schlüsselwörter
Sportrecht, Eventrecht, Agentenvertrag, Spielervermittler, Athletenmanagement, Vertragsverhandlung, Vermittlervergütung, Rechtsberatungsgesetz, Knebelvertrag, Provisionsregelung, Sportlerinteressen, Vertragsgestaltung, Rechtsbeistand, Haftung, BGB
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und die strategische Vorbereitung für Verhandlungen zwischen einem Sportler und dessen Manager oder Vermittler.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Vertragsinhalten, der Durchsetzung von Sportlerinteressen, der rechtlichen Prüfung von Provisionsklauseln und der Vermeidung von unzulässigen Knebelverträgen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit einem Agentenvertrag, um durch sachliche Argumentation und rechtliche Fundierung vorteilhafte Vertragsbedingungen für den Sportler auszuhandeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine juristische und praxisorientierte Analyse angewandt, bei der Vertragsbedingungen durch die Perspektive der Vertragsparteien gespiegelt und mit einschlägigen Gesetzestexten abgeglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der beiderseitigen Interessen sowie die Identifikation konkreter "Deal Breakers", die aufgrund ihrer Unzulässigkeit eine Vertragsanpassung oder -ungültigkeit nach sich ziehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Sportrecht, Agentenvertrag, Vermittlervergütung und die rechtliche Unwirksamkeit von Knebelverträgen.
Warum wird ein Rechtsbeistand für die Verhandlung empfohlen?
Ein Anwalt soll die Glaubwürdigkeit des Sportlers stärken und bei der komplexen Klärung rechtlicher Vertragsinhalte unterstützen, um Fallstricke zu vermeiden.
Welche Konsequenz hat ein Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz?
Verstößt ein Manager durch seine Tätigkeit gegen das Rechtsberatungsgesetz, führt dies gemäß § 134 BGB zur Unwirksamkeit des Vertrages, was Rückzahlungsansprüche für den Athleten begründen kann.
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- Benjamin Klug (Author), 2009, Sportrecht: Spielervermittler, Athletenmanager und Künstleragenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127789