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Rechtspopulistische Rhetorik und ihre Auswirkungen auf das Konzept der deliberativen Demokratie am Beispiel der BRD

Titel: Rechtspopulistische Rhetorik und ihre Auswirkungen auf das Konzept der deliberativen Demokratie am Beispiel der BRD

Seminararbeit , 2022 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Manuel Talarico (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird sich die Frage gestellt, ob es sich aufgrund des Wandels der Rhetorik im politischen Alltag um das Ende des friedlichen Verhandelns, respektive des Konzepts der deliberativen Demokratie handelt. Diese Arbeit möchte sich gezielt damit befassen und hinterfragen, welche Auswirkungen speziell rechtspopulistische Rhetorik auf das Modell der deliberativen Demokratie hat. Befinden wir uns bereits in einer post-deliberativen Zeit oder besitzen die Parolen keinen, wenn nicht sogar positive Einflüsse?

Es wurden in der 19. Wahlperiode mit insgesamt 47 Ordnungsrufen so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung vergeben. Analysiert man die Statistiken der momentanen Legislatur des Deutschen Bundestages, so scheint sich der Trend bezüglich der Verschärfung des Tons zu bestätigen. In gerade einmal neun Monaten wurden 13 Verfahren eingeleitet, mehrheitlich gegen Mitglieder der Alternativen für Deutschland (AfD). Den genauen Gründen des Verlaufs gebührt eine eigene Arbeit, jedoch kann der hervorstechende Wert der 19. Legislatur unter anderem mit dem Einzug der AfD-Fraktion gedeutet werden. Zwar existierten beispielsweise mit den Republikanern und der Schill-Partei bereits davor Vertreter eines ähnlichen politischen Lagers, der exponentielle Anstieg rhetorischer Übertretungen, speziell im Bundestag, kann in jüngerer Vergangenheit aber vor allem mit dem Aufstieg der AfD erklärt sowie statistisch belegt werden. Diese Entwicklung kann überraschen. So ist es paradoxerweise doch vor allem die Alternative für Deutschland, die in einem überproportionalen Maße den 5. Artikel des Grundgesetzes, die Meinungsfreiheit betont, ohne welche „Demokratie nicht [funktionieren] würde“. Dass die Meinungsfreiheit „den Vorschriften der all-gemeinen Gesetze“ unterliegt und Anhänger der AfD in ihren Reden oftmals strafrechtlich über die Stränge schlagen, wirkt dabei unverständlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der Ton macht die Musik

2 Vorgehen und Literaturübersicht

2.1 Verlauf und Methode der Studie

2.2 Literaturbericht

3 Begrifflichkeiten und theoretische Konzeptualisierung

3.1 Rechtspopulismus und rechtspopulistische Rhetorik

3.2 Die deliberative Demokratie

4 Empirische Analyse

4.1 Björn Höcke – Rede vom 17.01.2017

4.1.1 Stilistische Merkmale

4.1.2 Negative Effekte auf die deliberative Demokratie

4.1.3 Positive Effekte auf die deliberative Demokratie

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen rechtspopulistischer Rhetorik auf das Modell der deliberativen Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, mittels einer qualitativen Einzelfallstudie einer Rede von Björn Höcke zu analysieren, ob diese Rhetorik das friedliche, auf Argumenten basierende Aushandeln politischer Entscheidungen gefährdet oder ob sie komplementäre Einflüsse ausüben kann.

  • Analyse rechtspopulistischer Sprachmuster und Kommunikationsstrategien.
  • Untersuchung der theoretischen Grundlagen deliberativer Demokratie.
  • Empirische Fallstudie rhetorischer Übertretungen am Beispiel der AfD.
  • Kritische Bewertung der Auswirkungen auf den politischen Diskurs.
  • Reflexion über die Widerstandsfähigkeit demokratischer Institutionen gegenüber medialer Polarisierung.

Auszug aus dem Buch

Björn Höcke – Rede vom 17.01.2017

„Bis jetzt ist unsere Geistesverfassung, unser Gemütszustand immer noch der eines total besiegten Volkes.

Wir Deutschen – und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben – wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.

[...] Und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche Geschichte, mies und lächerlich gemacht. So kann es und darf es nicht weitergehen!

So kann es, so darf es und so wird es nicht weitergehen, liebe Freunde. Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstauflösung. Die gibt es nicht.

Im Gegenteil: Es gibt die moralische Pflicht diese Land, diese Kultur, seinen noch vorhandenen Wohlstand und seine noch vorhandene staatliche Wohlordnung an die kommende Generation weiterzugeben, das ist unsere moralische Pflicht!

Wenn wir eine Zukunft haben wollen – und wir wollen diese Zukunft haben und immer mehr Deutsche erkennen das, dass auch sie eine Zukunft haben wollen – dann brauchen wir eine Vision. Eine Vision wird aber nur dann entstehen, wenn wir uns wieder selber finden, wenn wir uns wiederselbst entdecken. Wir müssen wieder wir selbst werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Ton macht die Musik: Das Kapitel beleuchtet den historischen Anstieg von Ordnungsrufen im Deutschen Bundestag und setzt diesen in Kontext zum politischen Einzug der AfD-Fraktion.

2 Vorgehen und Literaturübersicht: Hier werden die methodische Einordnung als qualitative Einzelfallstudie sowie der aktuelle Forschungsstand zur Populismusforschung und Rhetorikanalyse dargestellt.

3 Begrifflichkeiten und theoretische Konzeptualisierung: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Begriffe „Rechtspopulismus“ und „deliberative Demokratie“ als normative Grundlage für die Analyse.

4 Empirische Analyse: In diesem Hauptteil wird eine Rede von Björn Höcke rhetorisch dekonstruiert, um sowohl die negativen Folgen für den demokratischen Diskurs als auch mögliche Korrektivfunktionen zu untersuchen.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass rechtspopulistische Rhetorik überwiegend schädlich für deliberative demokratische Prozesse wirkt und empfiehlt einen reflektierten Umgang mit populistischen Provokationen.

Schlüsselwörter

Rechtspopulismus, deliberative Demokratie, Rhetorik, AfD, politische Kommunikation, Agenda-Setting, Polarisierung, Diskurskultur, Sprache, Demokratiegefährdung, Bundestagsreden, Björn Höcke, Korrektivfunktion, politische Kultur, Gesellschaftliche Debatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sprache der Rechtspopulisten und untersucht deren Einfluss auf die deliberative Demokratie, also das Ideal einer Gesellschaft, die Entscheidungen durch den Austausch rationaler Argumente trifft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des Rechtspopulismus, die rhetorische Analyse rechtspopulistischer Sprache im Bundestag sowie deren konkrete Auswirkungen auf die demokratische Diskursqualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob rechtspopulistische Rhetorik zum Ende des friedlichen Verhandelns beiträgt oder ob sie als notwendiges Korrektiv innerhalb eines demokratischen Systems fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Einzelfallstudie, um die rhetorischen Merkmale einer ausgewählten Rede systematisch zu beschreiben und mit existierenden Theorien abzugleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert eine Rede von Björn Höcke auf stilistische Merkmale wie Komplexitätsreduktion, Dramatisierung und Emotionalisierung und diskutiert die Konsequenzen für die deliberative Demokratie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rechtspopulismus, deliberative Demokratie, Agenda-Setting, Polarisierung und der Begriff der Lügenpresse.

Inwiefern beeinflusst der Begriff des „Denkmals der Schande“ die Argumentation des Autors?

Dieser Begriff dient als Fallbeispiel für die Strategie der Komplexitätsreduktion und zeigt, wie rechtspopulistische Akteure historische Kontexte emotionalisieren, um eine „Wir gegen Die“-Konstruktion aufzubauen.

Ist der Autor der Meinung, dass Populismus nur negative Folgen hat?

Nein, der Autor räumt ein, dass Populisten durch das Aufgreifen gesellschaftlicher Missstände eine Korrektivfunktion ausüben können, betont jedoch, dass die Art und Weise der Rhetorik den deliberativen Prozess maßgeblich schädigen kann.

Welche Empfehlung gibt der Autor für den Umgang mit populistischen Provokationen?

Der Autor warnt vor unreflektiertem Antworten auf Social Media und schlussfolgert, dass die demokratisch gemäßigten Kräfte den Dialog suchen müssen, ohne sich in eine destruktive Abwärtsspirale aus Polemik und Gegenpolemik ziehen zu lassen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtspopulistische Rhetorik und ihre Auswirkungen auf das Konzept der deliberativen Demokratie am Beispiel der BRD
Hochschule
Universität Regensburg  (Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft (Westeuropa))
Veranstaltung
Einführung in den Vergleich westlicher Regierungssysteme
Note
1,7
Autor
Manuel Talarico (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1278029
ISBN (eBook)
9783346732538
ISBN (Buch)
9783346732545
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rechtspopulismus Rechts Rhetorik Rechte Rhetorik Rechtspopulistische Rhetorik Deliberative Demokratie Demokratie BRD Bundesrepublik Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuel Talarico (Autor:in), 2022, Rechtspopulistische Rhetorik und ihre Auswirkungen auf das Konzept der deliberativen Demokratie am Beispiel der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278029
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Leseprobe aus  24  Seiten
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