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Die Kolonialzeit Deutschlands in Namibia. Sind ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet Entschädigungen zu zahlen?

Título: Die Kolonialzeit Deutschlands in Namibia. Sind ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet Entschädigungen zu zahlen?

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2019 , 60 Páginas , Calificación: 13

Autor:in: Anonym (Autor)

Política - Tema: Historia de las relaciones internacionales
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Um die Leitfrage, ob ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet sind, ehemaligen Kolonien Entschädigungen zu zahlen, im Falle der ehemaligen Kolonie Deutsch‐Südwestafrikas, dem heutigen Namibia, beantworten zu können, muss man zunächst die Geschichte unserer Kolonialherrschaft betrachten. Dazu soll dieser Aufsatz zunächst den Beginn der Kolonie erläutern, wobei besonders die Gründe der Koloniebildung und die Verwaltung der Kolonie wichtig sind, um die später aufkommenden Konflikte verstehen und erklären zu können. Bei den aufkommenden Konflikten werde ich mich in diesem Aufsatz auf die Aufstände der Herero und Nama Völker konzentrieren, da diese die Geschehnisse in Gang setzten, die heute häufig als Völkermord bezeichnet werden. Bei diesen Aufständen werden jeweils die Vorgeschichte bzw. die Gründe für die Konflikte herausgearbeitet und dann die Eskalierung derer betrachtet. Des Weiteren werde ich den Verlauf der beiden Aufstände untersuchen, um somit auch die Auswirkungen dieser erklären zu können. Die Folgen beider Aufstände sind die gleichen: die Erschaffung von Konzentrationslagern, die Zwangsarbeit und der Völkermord an beiden Stämmen, wobei diskutiert werden muss, ob es sich bei den Geschehnissen tatsächlich um einen Völkermord handelte. Genau diese Folgen der Aufstände sind es, die die Herero und Nama zu der Klage um Entschädigung bewegten und daher sind sie wichtig, um die Schuldfrage und die Frage nach Kompensation der Schäden zu beantworten. Um die Klage und die möglichen Ausgänge besser analysieren zu können, werde ich auch andere, vorhergehende Klagen, die sich mit der Leitfrage beschäftigen betrachten und mit der Klage der Herero und Nama vergleichen.

Durch die großen und weitreichenden Auswirkungen der Kolonialzeit, sowohl auf Deutschland als auch auf die Kolonien, sind die Geschehnisse bis heute ein wichtiger Teil unserer Geschichte und durch die Klage gewinnen sie nochmals an Aktualität. Daher hielt ich es für angemessen und sogar erforderlich die Geschichte der deutschen Kolonialzeit nochmals zu analysieren und neu zu beurteilen. Aus diesem Grund wählte ich "die Kolonialzeit Deutschlands in Namibia" als Thema dieser Arbeit und hoffe meine Leitfrage "Sind ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet, ehemaligen Kolonien Entschädigungen zu zahlen?" an dem Beispiel der beiden Länder beantworten zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika

2.1 Bildung der Kolonie

2.2 Verwaltung der Kolonie

3. Die Aufstände

3.1 Der Herero-Aufstand

3.1.1 Vorgeschichte

3.1.2 Verlauf des Aufstandes

3.2 Der Nama-Aufstand

3.2.1 Vorgeschichte

3.2.2 Verlauf des Aufstandes

4. Die Folgen beider Aufstände

4.1 Konzentrationslager

4.2 Zwangsarbeit

5. Die Dekolonisation und Nachkolonialzeit

6. Die Beziehung zwischen Deutschland und Namibia

7. Die Klage der Herero und Nama

7.1 Inhalte der Klage

7.2 Diskussion des Völkermordes

7.3 Einschätzung der Erfolgsaussichten der Klage unter Betrachtung ähnlicher, vorgehender Klagen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moralische und rechtliche Verpflichtung ehemaliger Kolonialmächte zu Entschädigungszahlungen am Beispiel der deutschen Kolonialgeschichte in Namibia und der daraus resultierenden Klage der Herero und Nama gegen die Bundesrepublik Deutschland.

  • Historische Aufarbeitung der Gründung und Verwaltung der Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
  • Analyse der Aufstände der Herero und Nama sowie deren traumatische Folgen wie Konzentrationslager und Zwangsarbeit.
  • Untersuchung der aktuellen diplomatischen und rechtlichen Situation bezüglich einer Entschädigung und Anerkennung als Völkermord.
  • Diskussion über Erfolgsaussichten und die moralische Verantwortung Deutschlands gegenüber den Nachkommen der Opfer.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„[Die Kolonialisierung] ist ein Verbrechen, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, eine wirkliche Barbarei. Dem müssen wir uns stellen. Und wir müssen uns entschuldigen bei all jenen, denen wir das angetan haben“1, so sprach sich Emmanuel Macron, der französische Staatspräsident, über Frankreichs Kolonialgeschichte im Frühjahr 2017 aus. Eine Aussage, die nicht nur die Schuld Frankreichs an Verbrechen während der Kolonialzeit anerkennt, sondern auch die Möglichkeit der Wiedergutmachung anspricht. Es ist also kein Wunder, dass diese Worte eine Kontroverse hervorbrachten, denn viele in Frankreich und auch in anderen ehemaligen Kolonialmächten zögern, die Frage nach der Schuld und nach der Kompensation zu beantworten. „Sind ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet ehemaligen Kolonien Entschädigungen zu zahlen?“, dies ist die Frage, von der viele Nationen nun unter Druck stehen eine Antwort zu finden.

Auch Deutschland wird durch eine Klage der Herero und Nama aus Namibia, der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dazu gedrängt seine Schuld an den Geschehnissen zu Kolonialzeiten, die häufig als Völkermord bezeichnet werden, anzuerkennen und Entschädigungen an die zurückgebliebenen Völker zu zahlen. Die Auswirkungen der Kolonialzeit sind somit weder überstanden noch vergessen und die Schuldfrage dadurch noch immer so aktuell wie sie es schon vor 100 Jahren war. So muss man heute erneut die Geschichte betrachten und neu beurteilen, welche Auswirkungen die Kolonialherrschaft hatte, ob wir als deutsche Bürger Schuld an diesen haben und ob wir sie kompensieren müssen. Deutschland muss diese Entscheidung im Fall der Herero und Nama entscheiden. Doch sind die Geschehnisse im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika nur eins von vielen Beispielen der Auswirkungen der Kolonialzeit und somit auch ein gute Basis um die Leitfrage beantworten zu können. Denn die Frage und die Entscheidung bleibt gleich, auch wenn man andere Länder, andere Kolonien und andere Völker betrachtet. So wird die Entscheidung der Klage der Herero und Nama den Weg ebnen für die Beantwortung der Frage, ob ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet sind ehemaligen Kolonien Entschädigungen zu zahlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der moralischen und rechtlichen Verantwortung ehemaliger Kolonialmächte ein und formuliert die Leitfrage der Arbeit anhand des Falls Namibia.

2. Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika: Das Kapitel behandelt die koloniale Landnahme durch Lüderitz, die Gründung des Schutzgebietes und die darauf folgende Verwaltung und rassistisch geprägte Herrschaftspraxis.

3. Die Aufstände: Hier werden die Vorgeschichte und der Verlauf der Aufstände der Herero- und Nama-Völker detailliert untersucht, die als direkte Reaktion auf die deutsche Unterdrückung begannen.

4. Die Folgen beider Aufstände: Dieses Kapitel analysiert die systemische Internierung in Konzentrationslagern und die Zwangsarbeit, die zu einer extrem hohen Mortalitätsrate unter den einheimischen Völkern führten.

5. Die Dekolonisation und Nachkolonialzeit: Der Abschnitt skizziert den Übergang vom Ende der deutschen Herrschaft bis zur Unabhängigkeit Namibias, einschließlich der Rolle der Apartheid-Verwaltung.

6. Die Beziehung zwischen Deutschland und Namibia: Hier wird die anhaltende finanzielle Unterstützung Deutschlands beleuchtet und die Kritik an der mangelnden offiziellen Anerkennung des Völkermords diskutiert.

7. Die Klage der Herero und Nama: Das Kapitel befasst sich mit den Inhalten der Sammelklage in New York, der juristischen Debatte über den Begriff Völkermord und den Erfolgsaussichten der Kläger vor dem Hintergrund der Staatenimmunität.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchung zusammen, indem es zwischen der rechtlichen Unklarheit und der moralischen Verpflichtung Deutschlands unterscheidet und die Notwendigkeit einer offiziellen Geschichtsaufarbeitung betont.

Schlüsselwörter

Deutsch-Südwestafrika, Herero, Nama, Kolonialzeit, Völkermord, Entschädigung, Reparationen, Konzentrationslager, Zwangsarbeit, Schutzverträge, Deutschland, Namibia, Klage, Schuldfrage, Geschichtsaufarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob ehemalige Kolonialmächte wie Deutschland moralisch und rechtlich verpflichtet sind, ehemaligen Kolonien Entschädigungen für begangene Verbrechen zu zahlen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die deutsche Kolonialgeschichte in Südwestafrika, die Unterdrückung der Herero und Nama, die Folgen in Form von Konzentrationslagern, die aktuelle Klage um Reparationen und die Schuldfrage der Bundesrepublik Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Leitfrage zu beantworten, ob ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet sind, ehemalige Kolonien zu entschädigen, wobei der Fall des Völkermords an den Herero und Nama als Untersuchungsgrundlage dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine historische Analyse durch, arbeitet die Ereignisse anhand von Fachliteratur, Augenzeugenberichten und offiziellen Erlassen auf und führt eine juristische Einschätzung der aktuellen Klage sowie der Erfolgsaussichten durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Koloniebildung, die Analyse der Aufstände (Herero und Nama), die katastrophalen Folgen (Konzentrationslager, Zwangsarbeit) und die kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Klage und den historischen Schuldverhältnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Herero, Nama, Deutsch-Südwestafrika, Völkermord, Entschädigung, Reparationen und koloniale Schuld charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen der Klage der Herero und Nama?

Der Autor schätzt die juristischen Erfolgsaussichten aufgrund fehlender Präzedenzfälle und der Staatenimmunität als gering ein, betont jedoch die wachsende moralische und politische Bedeutung der Klage.

Warum ist der Begriff „Völkermord“ in dieser Arbeit so prägnant?

Der Begriff ist zentral, da die Anerkennung der Geschehnisse als Völkermord durch die deutsche Regierung die Basis für rechtlich verbindliche Reparationsforderungen darstellt, die Deutschland bisher politisch zu vermeiden sucht.

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Detalles

Título
Die Kolonialzeit Deutschlands in Namibia. Sind ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet Entschädigungen zu zahlen?
Curso
Geschichte
Calificación
13
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
60
No. de catálogo
V1278036
ISBN (PDF)
9783346771513
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kolonie Deutsche Kolonien Namibia Geschichte Politik Völkermord Klage Herero Nama Entschädigung Deutsch-Südwestafrika Aufstand zwangsarbeit Konzentrationsarbeit Südwestafrika Afrika Kolonialschuld Kultur Kolonialisierung Genozid
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Die Kolonialzeit Deutschlands in Namibia. Sind ehemalige Kolonialmächte dazu verpflichtet Entschädigungen zu zahlen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278036
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