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Die Anti-Matsch-Tomate. Geschichte, Bedeutung und das Anti-Sense-Verfahren

Title: Die Anti-Matsch-Tomate. Geschichte, Bedeutung und das Anti-Sense-Verfahren

Pre-University Paper , 2022 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Biology - Genetics / Gene Technology
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Um das durch Unwissen verursachte Misstrauen gegenüber Gentechnik zu bekämpfen, beschäftigt sich diese Facharbeit mit den Grundlagen und den Anfängen der Gentechnik in den 90er Jahren. Dieses Thema, vor allem die Grüne Gentechnik (Genetische Verfahren in der Landwirtschaft), ist von besonderem Interesse, da die herkömmlichen Herstellungsmethoden von Nahrungsmitteln in der Zukunft, mit steigender Weltbevölkerung und schwieriger werdenden klimatischen Bedingungen, keine ausreichende Versorgung garantiert. Doch es muss eine Akzeptanz in der Bevölkerung für die Forschung und den Einsatz von genetisch veränderten Pflanzen geben. Jedoch ist dies nur möglich, wenn von Firmen und Regierungen offen über gewisse Risiken und Unsicherheiten berichtet wird.

Der erste gentechnisch veränderte Organismus für den menschlichen Konsum, die Anti-Matsch-Tomate (Flavr-Savr-Tomato), wurde im Mai 1994 in den USA eingeführt. Sie war der Beginn für eine Reihe von genetisch veränderten Pflanzen, die bis heute eingesetzt werden. Die ursprüngliche Anti-Matsch-Tomate ist heute nicht mehr im Einsatz, doch an diesem Beispiel lassen sich einige gentechnische Grundlagen und das sogenannte Anti-Sense-Verfahren gut erläutern. Zu Beginn dieser Arbeit wird der Begriff Gentechnik genauer erörtert, definiert und die historische Entwicklung betrachtet. Im Anschluss folgt die Einführung in die Geschichte der Anti-Matsch-Tomate und das gentechnische Anti-Sense-Verfahren wird genauer untersucht. In Kapitel 4 wird der aktuelle Stand der Gentechnik kurz besprochen und abschließend wird ein generelles Fazit über den Einsatz von gentechnisch verändertem Lebensmittel gezogen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemein Gentechnik

2.1. Bedeutung / Relevanz der Gentechnik

2.2. Historische Entwicklung

3. Anti-Matsch-Tomate

3.1. Grund für die Forschungen

3.2. Antisense Verfahren

3.2.1. Verfahren / Ablauf

3.2.1.1. Gentransfer / Ti-Plasmide

3.2.2. Vorteile

3.2.3. Risiken / Kritik

3.3. Weiterentwicklung

3.4. Fazit

4. Aktueller Stand Gentechnik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Gentechnik und analysiert anhand der „Anti-Matsch-Tomate“ ein konkretes Anwendungsbeispiel zur Optimierung von Nutzpflanzen, um sowohl die technischen Hintergründe als auch die Akzeptanz und Risiken der Grünen Gentechnik kritisch zu erörtern.

  • Grundlagen und Geschichte der Gentechnik
  • Das Verfahren der Antisense-Technologie
  • Methoden des Gentransfers mittels Ti-Plasmiden
  • Diskussion von Risiken, Kritik und gesellschaftlicher Akzeptanz
  • Aktueller Stand der Gentechnik und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Verfahren / Ablauf

Beim Antisense-Konzept wird der Abschnitt der DNA, der für die Produktion des Enzyms Polygalacturonase verantwortlich ist, kopiert und in die bestehende DNA eingesetzt. Für das Einführen der DNA nutzen die Forscher einen Vektor („Genfähre“), in diesem Fall das Bakterium „Agrobakterium tumefaciens“. Die neu eingesetzte Kopie wird aber in umgedrehter Reihenfolge eingesetzt, sodass an der Stelle des codogene Strang, der komplementäre Strang ist. Dieser komplementäre Strang ist zwar bereits natürlicherweise auf dem nicht codierenden Strang vorhanden, kann jedoch von der RNA-Polymerase bei der Transkription nicht in mRNA umgeschrieben werden. Nach dem Einbau liegt in der DNA das normale Gen und das neu eingesetzte umgedreht Gen vor. Jetzt kann das neu eingesetzte Gen, durch zum Beispiel das Hinzufügen einer Bindungsstelle für die RNA-Polymerase, auch bei der Transkription in mRNA umgeschrieben werden. Es werden nun während des Reifeprozesses mRNA-Moleküle des codogenen Strangs und des komplementären Strangs produziert. Beide verlassen nach der Prozessierung den Zellkern, doch bevor die Ribosome das Enzym herstellen können, bilden die beiden mRNA Stränge aufgrund ihrer Komplementarität einen Doppelstrang. Die Ribosome könne den Doppelstrang nicht lesen und es entsteht kein Polygalacturonase Enzym. Die Bildung des Enzyms kann so um das hundertfach reduziert werden. Durch diese gentechnische Veränderung wird die Haltbarkeit der Tomate deutlich verbessert, wodurch sie länger in ihrem Heimatland reifen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Grundlagen der Gentechnik ein und definiert das Ziel der Arbeit anhand der Anti-Matsch-Tomate als Pionierbeispiel für genetisch veränderte Lebensmittel.

2. Allgemein Gentechnik: Kapitel 2 erläutert die Definition und Anwendungsbereiche der Gentechnik sowie die historische Entwicklung und die Relevanz für die moderne Nahrungsmittelversorgung.

3. Anti-Matsch-Tomate: Dieses Hauptkapitel analysiert das Antisense-Verfahren, die technischen Prozesse des Gentransfers sowie die Vor- und Nachteile dieses spezifischen Ansatzes zur Haltbarkeitssteigerung.

4. Aktueller Stand Gentechnik: Hier wird der heutige Stand der genetischen Optimierung, insbesondere unter Verwendung moderner Methoden wie CRISPR/Cas, im globalen Kontext betrachtet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken der grünen Gentechnik zusammen und betont die Notwendigkeit einer strengen staatlichen Überwachung.

Schlüsselwörter

Gentechnik, Grüne Gentechnik, Anti-Matsch-Tomate, Flavr-Savr-Tomato, Antisense-Verfahren, Polygalacturonase, Gentransfer, Ti-Plasmide, Agrobakterium tumefaciens, CRISPR/Cas, Lebensmittelsicherheit, Genexpression, Transgene Organismen, Biopolitik, Ernährungssicherung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Gentechnik, insbesondere der sogenannten Grünen Gentechnik, und nutzt die Anti-Matsch-Tomate als Fallbeispiel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Historie der Gentechnologie, das biologische Antisense-Verfahren, Methoden des Gentransfers und die ethische sowie praktische Kritik an gentechnisch veränderten Lebensmitteln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für genetische Verfahren zu fördern und zu analysieren, wie durch das Unterbinden spezifischer Enzyme die Haltbarkeit von Lebensmitteln technisch optimiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird beim Antisense-Verfahren angewendet?

Es wird der Abschnitt der verantwortlichen DNA gespiegelt und in die Zelle eingebracht, sodass komplementäre mRNA-Stränge einen Doppelstrang bilden, der von Ribosomen nicht translatiert werden kann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Anti-Matsch-Tomate, dem Prozess der Genexpression, der Nutzung von Bakterien als Genfähren und der weltweiten Anbau-Statistik von transgenen Pflanzen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Gentechnik, Antisense-Konzept, Polygalacturonase, Ti-Plasmide, transgene Pflanzen und Ernährungssicherung.

Warum war die ursprüngliche Anti-Matsch-Tomate kommerziell nicht erfolgreich?

Sie erzielte ihren Zweck nur eingeschränkt, war teurer als konventionelle Produkte und stieß auf großes Misstrauen bei den Konsumenten, was ihren schnellen Rückzug vom Markt zur Folge hatte.

Welche Gefahr besteht bei der Verwendung von Antibiotika-Resistenzgenen?

Es wird kritisiert, dass sich diese Resistenzen durch Auskreuzen in der Umwelt verbreiten könnten und bei Aufnahme durch Bakterien im menschlichen Darm Antibiotika ihre therapeutische Wirkung verlieren könnten.

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Details

Title
Die Anti-Matsch-Tomate. Geschichte, Bedeutung und das Anti-Sense-Verfahren
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
19
Catalog Number
V1278150
ISBN (PDF)
9783346729323
Language
German
Tags
Genetik Gentechnik Anti-Matsch-Tomate Antisense-Verfahren Gentransfer Risiken Gentechnik Chancen Gentechnik Gen Blockieren Eigenschaften Verändern Historische Entwicklung Anti-Matsch-Tomate Flavr-Savr-Tomate mRNA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Die Anti-Matsch-Tomate. Geschichte, Bedeutung und das Anti-Sense-Verfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278150
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