Welche Vor- bzw. Nachteile bietet die Finanzierungsform equity-based Crowdfunding gegenüber der Beteiligung eines Business Angels für Unternehmensgründer?
Diese vergleichende Analyse bezieht sich auf den deutschen Startup und Gründermarkt unter der theoretischen Prämisse, dass es für die genannten Finanzierungsformen keine Regulierungsverpflichtungen durch Finanzaufsichtsbehörden gibt. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die institutionellen Grundlagen der Finanzierungsformen detailliert erläutert und steuerlich und rechtlich eingeordnet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Institutionelle Grundlagen
2.1. Finanzierung durch Crowdfunding
2.1.1. Ausprägungsformen des Crowdfunding
2.1.2. Der idealtypische Prozess des Crowdfunding
2.1.3. Rechtliche Grundlagen des equity-based Crowdfunding
2.1.4. Steuerliche Auswirkungen des equity-based Crowdfunding
2.2. Finanzierung durch Business Angels
2.2.1. Der idealtypische Prozess bei der Beteiligung durch einen Business Angel
2.2.2. Rechtliche Grundlagen für die Beteiligung eines Business Angels
2.2.3. Steuerliche Auswirkungen durch die Beteiligung eines Business Angels
3. Vergleich von Crowdfunding vs. Business Angels
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmensgründer im deutschen Startup-Markt und fokussiert sich dabei auf den direkten Vergleich zwischen der Finanzierungsform equity-based Crowdfunding und der Beteiligung durch einen Business Angel, um die jeweiligen Vor- und Nachteile aus Sicht der Geldnehmer herauszuarbeiten.
- Institutionelle Grundlagen des Crowdfundings und seiner Ausprägungsformen.
- Prozessualer Ablauf von Crowdfunding-Kampagnen und Business Angel-Investitionen.
- Rechtliche Rahmenbedingungen und steuerliche Implikationen beider Finanzierungsarten.
- Gegenüberstellung von Mitspracherechten, Finanzierungsvolumen und Kontaktaufnahme.
- Analyse der Eignung beider Instrumente in Abhängigkeit von den individuellen Bedürfnissen des Startups.
Auszug aus dem Buch
2.2. Finanzierung durch Business Angels
Ein Business Angel ist ein Akteur auf dem informellen Beteiligungsmarkt in Deutschland. Informell bedeutet, dass es sich um einen nicht organisierten Markt handelt, auf dem sich der Business Angel als eine natürliche Person bewegt und als Investor sein Privatvermögen direkt in ein betreffendes Unternehmen investiert. Dabei wird der Zwischenweg über einen Intermediär auf dem formellen Kapitalmarkt wie bspw. einer Venture-Capital-Gesellschaft vermieden. Investitionen durch Business Angels gab es bereits im frühen 20. Jahrhundert. Zum Beispiel erhielt Henry Ford Unterstützung von fünf informellen Investoren und konnte so die erste Produktion von Automobilen starten. Dabei muss man den Business Angel von passiven Privatinvestoren abgrenzen, welche lediglich finanzielle Unterstützung liefern und rein renditeorientiert handeln. Der Business Angel bringt neben der reinen monetären Leistung auch umfangreiche weiter Vorteile mit sich, die er einem Startup zur Verfügung stellen kann. So Kennzeichen den Geldgeber eine Vielzahl von Eigenschaften, welche den Geldnehmern einen Mehrwert verschaffen gegenüber rein finanziellen Mitteln:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Gründungssituation in Deutschland und identifiziert die Finanzierungslücke für Startups in frühen Entwicklungsphasen als zentrales Problem.
2. Institutionelle Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert detailliert die Strukturen, Prozesse sowie die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen von Crowdfunding und Business Angel Finanzierungen.
3. Vergleich von Crowdfunding vs. Business Angels: Hier erfolgt eine systematische Gegenüberstellung, in der die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Finanzierungswege anhand von Kriterien wie Prozessaufwand, Mitsprache und finanzieller Ausgestaltung analysiert werden.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass keine generelle Überlegenheit einer Finanzierungsform existiert, da die Wahl stark von den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Startups abhängt.
Schlüsselwörter
Crowdfunding, Business Angel, Startup, Finanzierung, Equity-based, Mezzanine, Existenzgründung, Kapitalgeber, Risikokapital, Beteiligung, Stille Gesellschaft, Rechtliche Grundlagen, Steuerliche Auswirkungen, Finanzierungslücke, Venture Capital.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Publikation?
Die Arbeit analysiert und vergleicht die zwei Finanzierungsformen Crowdfunding und Business Angel aus der Perspektive von Unternehmensgründern in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Dazu gehören Institutionelle Grundlagen, Prozessstrukturen, rechtliche Rahmenbedingungen inklusive spezifischer deutscher Gesetze (HGB, EStG, VermAnlG) sowie steuerliche Aspekte der Beteiligungsformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile von equity-based Crowdfunding und Business Angel Beteiligungen gegenüberzustellen, um Gründern eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl der Finanzierung zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Gegenüberstellung von Finanzierungsformen unter Verwendung aktueller Literatur und rechtlicher Bestimmungen.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Finanzierungsmodelle inklusive ihrer rechtlichen und prozessualen Einordnung sowie einen direkten Vergleich dieser Modelle.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Startup-Finanzierung, Crowdinvesting, Business Angels, Beteiligungsformen und unternehmerische Finanzierungsstrukturen beschreiben.
Welchen Einfluss hat die Rechtsform eines Startups auf die Finanzierung durch Business Angels?
Wie im Kapitel zur Rechtsform beschrieben, wird bei 70 Prozent der deutschen Startups die GmbH gewählt, worauf sich die rechtliche Analyse der Beteiligung, etwa hinsichtlich Stimmrechten und Gesellschaftsverträgen, konzentriert.
Warum ist das "INVEST Zuschuss für Wagniskapital"-Programm für Business Angels relevant?
Das Programm ist relevant, da es natürliche Personen bei Beteiligungen an Startups durch eine Erstattung von 20 Prozent des Investitionsbetrags sowie eine steuerliche Begünstigung der Erträge fördert.
- Arbeit zitieren
- Matthias Täuber (Autor:in), 2020, Crowdfunding versus Finanzierung durch Business Angels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278161