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Der Club of Rome und die Grenzen des Wachstums

Anmerkungen zur Zukunft der Menschheit

Título: Der Club of Rome und die Grenzen des Wachstums

Trabajo de Seminario , 2008 , 32 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Michael Sypien (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía económica
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Die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise führt den Menschen schmerzlich vor Augen, dass unser „System Welt“ ein sehr empfindliches ist, und Störungen in einem Bereich zu schweren Beeinträchtigungen des Gesamtsystems führen können. So entwächst aus einem kollabierenden Finanzmarkt eine Wirtschaftskrise, deren Ausgang nicht absehbar ist.

Mit der Zerbrechlichkeit des Weltsystems beschäftigten sich schon 1970 einige Wissenschaftler, darunter Dennis L. Meadows, im Namen des Club of Rome. Sie machten sich damals Sorgen um die Welt, obwohl diese gerade Jahrzehnte ungebremsten Wachstums durchlebte. Sozialstaaten wurden ausgebaut und boten ein Leben in Sicherheit, und Autos waren eckig, laut, groß und verbrauchten eine Menge billigen Benzins. Warum sollte dieses System, das den politischen Systemen Osteuropas überlegen schien, in Frage gestellt werden?

Meadows (1972) erkannte schon damals die Probleme des exponentiellen Wachstums. Teile des Systems, wie z.B. das Bevölkerungswachstum oder die Industrieproduktion wuchsen aber bereits derartig. Das veranlasste ihn zur Herausgabe des Berichtes "Grenzen des Wachstums" (The Limits to Growth). Diesem Bericht folgte 1992 das Buch "Die neuen Grenzen des Wachstums" (Beyond the Limits), welches die Erkenntnisse von 1972 mit aktuellen Zahlen stützte und ein Überschreiten der Wachstumsgrenze bereits zu dieser Zeit feststellte. Im dritten Buch dieser Reihe (Grenzen des Wachstums – Das 30-Jahre-Update) von 2005 geht es darum, Lösungen zu finden, um die andauernde Grenzüberschreitung und das ständige Wachstum aller Weltsysteme zu beenden und einen Kollaps des Gesamtsystems zu verhindern.

Nach einer kurzen Vorstellung des Club of Rome sollen in dieser Arbeit die zentralen Aussagen dieses Berichtes im Hinblick auf die Zukunft der Menschheit dargestellt werden. Jeder Problembereich soll mit aktuellen Daten verglichen werden, um die Prognosefähigkeit beurteilen zu können. Simulationsläufe des dem Bericht zu Grunde liegenden Weltmodells (Forrester 1971) geben daraufhin Zukunftsprognosen für verschiedene Rohstoff- und Wachstumsszenarien ab. Abschließend folgen eine Darstellung von Lösungsmöglichkeiten, die der Club of Rome vorschlägt und ein Blick in die Zukunft.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Ist die Menschheit noch zu retten?

2 Der Club of Rome

2.1 Eckdaten zu „Grenzen des Wachstums“

2.2 Das Weltmodell

3 Problembereiche

3.1 Exponentielles Bevölkerungswachstum

3.1.1 Aussagen des Club of Rome

3.1.2 Tatsächliche Entwicklung

3.2 Exponentielles Industriewachstum

3.2.1 Aussagen des Club of Rome

3.2.2 Tatsächliche Entwicklung

4 Grundfaktoren für Wachstum

4.1 Nahrungsmittelversorgung

4.1.1 Aussagen des Club of Rome

4.1.2 Tatsächliche Entwicklung

4.2 Nichtregenerative Rohstoffe

4.2.1 Aussagen des Club of Rome

4.2.2 Tatsächliche Entwicklung

4.3 Umweltverschmutzung

4.3.1 Aussagen des Club of Rome

4.3.2 Tatsächliche Entwicklung

5 Simulationsläufe des Weltmodells

6 Lösungsvorschläge des Club of Rome

7 Zukunftsaussichten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Prognosen des „Club of Rome“ zur Zukunft der Menschheit unter Berücksichtigung aktueller Daten. Das Hauptziel besteht darin, die Thesen des Berichts „Grenzen des Wachstums“ kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob die prognostizierten Kollapsszenarien durch reale Entwicklungen in den Bereichen Bevölkerung, Industrie, Nahrungsmittel, Rohstoffe und Umwelt gestützt werden.

  • Analyse des exponentiellen Wachstums als systemtheoretisches Grundproblem
  • Vergleich historischer Prognosen des Club of Rome mit modernen statistischen Daten
  • Bewertung der Modellierung von Nahrungsmittel- und Rohstoffknappheit
  • Diskussion des Klimawandels und der Umweltverschmutzung als limitierende Faktoren
  • Darstellung und kritische Würdigung der Lösungsansätze für eine nachhaltige globale Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Weltmodell

Das Weltmodell beschreibt die Wechselwirkungen zwischen fünf wichtigen Trends: Der beschleunigten Industrialisierung, dem rapiden Bevölkerungswachstum, der weltweiten Unterernährung, der Ausbeutung der Rohstoffreserven und der Zerstörung des Lebensraumes. Die Autoren räumen ein, dass das Modell stark vereinfacht und verbesserungswürdig ist (Meadows et al. 1972: 77, Forrester 1971: 16).

Das Ergebnis der Simulation zeichnet immer das gleiche Bild: Die Wachstumsgrenze der Erde ist in spätestens 100 Jahren erreicht (Basis ist das Jahr 1972). Grund ist das exponentielle Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, das die Ressourcen des Planeten Erde immer rascher schwinden lässt. Die Autoren fordern deshalb Gleichgewicht statt Wachstum. Voraussetzung müsste allerdings eine materielle Lebensgrundlage für alle Menschen sein, aber es soll auch Spielraum für individuelle, menschliche Fähigkeiten geben. Nur sofortiges Handeln kann laut Meadows den Kollaps des Systems verhindern (Meadows et al. 1972: 15 ff.).

Kritisiert wird das Weltmodell vor allem, weil der Technologiefortschritt nicht explizit in das System eingearbeitet wurde. Die Autoren versuchen diesen Vorwurf dadurch zu entkräften, indem sie extrem optimistische Annahmen (unendlich Energie, 100 % Recyclingquote, strenge Kontrolle der Umweltverschmutzung, Intensivierung des landwirtschaftlichen Ertrags, wirksame Geburtenkontrolle) in das System einbauen. Dennoch kollabiert das System spätestens bis zum Jahr 2100 mit unterschiedlich starken Auswirkungen auf die Weltbevölkerung (Meadows et al. 1972: 118ff.; 1992: 217f.). Das Modell will keine punktgenauen Aussagen treffen, sondern helfen, „die grundsätzlichen Verhaltensmöglichkeiten des Systems zu beschreiben und zu verstehen; dies ist besonders wichtig, da auch der Kollaps zu den möglichen Verhaltensformen gehört“ (Meadows et al. 1992: 143).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ist die Menschheit noch zu retten?: Einführung in die Problematik des exponentiellen Wachstums und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie des Club of Rome.

2 Der Club of Rome: Vorstellung der Organisation und Erläuterung des systemdynamischen Weltmodells, das als Grundlage für die „Grenzen des Wachstums“ dient.

3 Problembereiche: Analyse der exponentiellen Entwicklungen bei Bevölkerung und Industrieproduktion im Vergleich mit tatsächlichen Daten.

4 Grundfaktoren für Wachstum: Untersuchung der limitierenden Faktoren Nahrungsmittel, Rohstoffe und Umweltverschmutzung und deren heutige Relevanz.

5 Simulationsläufe des Weltmodells: Beschreibung der Prognoseszenarien des Weltmodells und Erläuterung der systemimmanenten Kollapsmechanismen.

6 Lösungsvorschläge des Club of Rome: Vorstellung von Strategien zur Erreichung eines globalen Gleichgewichtszustandes und eines nachhaltigen Wirtschaftens.

7 Zukunftsaussichten: Abschließende Reflexion über die Bedeutung von Nachhaltigkeit als Paradigmenwechsel für die Zukunft der Menschheit.

Schlüsselwörter

Club of Rome, Grenzen des Wachstums, exponentielles Wachstum, Weltmodell, Nachhaltigkeit, Bevölkerungswachstum, Industrieproduktion, Nahrungsmittelversorgung, Rohstoffknappheit, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Overshoot, Systemdynamik, Ressourceneffizienz, ökologischer Fußabdruck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die berühmten Studien des „Club of Rome“ über die Grenzen des Wachstums auch Jahrzehnte später noch Gültigkeit besitzen und welche Lehren daraus für die heutige Zeit gezogen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder sind das Bevölkerungswachstum, die Industrieproduktion, die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, der Verbrauch endlicher Rohstoffe sowie die ökologischen Folgen der Umweltverschmutzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Abgleich der theoretischen Modellprognosen von 1972 mit aktuellen empirischen Daten, um die Prognosefähigkeit der ursprünglichen Weltmodelle zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Analyse, bei der historische Aussagen des „Club of Rome“ den heutigen statistischen Entwicklungen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Treibern des exponentiellen Wachstums und den limitierenden Faktoren des Planeten sowie eine Analyse der daraus resultierenden Simulationsläufe des Weltmodells.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind „exponentielles Wachstum“, „Nachhaltigkeit“, „Systemdynamik“ und „Overshoot“ – letzterer beschreibt das unwissentliche Überschreiten der ökologischen Belastungsgrenzen der Erde.

Wie bewertet der Autor den aktuellen Stand der Prognosen zum Klimawandel?

Der Autor verweist auf den wissenschaftlichen Konsens über den Klimawandel und betont, dass die systemischen Verzögerungen bei ökologischen Reaktionen es notwendig machen, schon vor dem finalen Beweis katastrophaler Ausmaße präventiv zu handeln.

Welche Rolle spielt der ökologische Fußabdruck im Fazit?

Der ökologische Fußabdruck dient als zentraler Indikator dafür, dass die Menschheit bereits seit den späten 1970er Jahren mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde dauerhaft bereitstellen kann.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Club of Rome und die Grenzen des Wachstums
Subtítulo
Anmerkungen zur Zukunft der Menschheit
Universidad
University of Bamberg  (Professur für GIS und Fernerkundung)
Curso
Seminar "Grenzen des Wachstums"
Calificación
1,7
Autor
Michael Sypien (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
32
No. de catálogo
V127836
ISBN (Ebook)
9783640342785
ISBN (Libro)
9783640342587
Idioma
Alemán
Etiqueta
Club of Rome Wachstum Rohstoffe Ressourcen Menschheit Krise Zukunft Weltmodell Forrester Limits to Growth Beyond the Limits Meadows Tragfähigkeit Ökologischer Fußabdruck Geographie Hausarbeit Wachstumsrate Geburtenrate Referat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Sypien (Autor), 2008, Der Club of Rome und die Grenzen des Wachstums, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127836
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Extracto de  32  Páginas
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