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Diego Rodrigez de Silva y Velázquez. Werke, Intentionen und Interpretationsansätze

Title: Diego Rodrigez de Silva y Velázquez. Werke, Intentionen und Interpretationsansätze

Seminar Paper , 2014 , 25 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Art - History of Art
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In dieser Arbeit erfolgte eine intensive Auseinandersetzung mit dem Künstler und seinem Werk. Sie soll anhand unterschiedlicher Aspekte, Betrachtungsweisen und Fakten einen Versuch darstellen, die Intentionen des Künstlers zu erfassen. Neben der Klärung der Herkunfts- und Auftragsgebersituation, sowie der sich von seinen Künstlerkollegen abgrenzenden Darstellung von Bewegung soll die Vorstellung der zurzeit vorherrschenden Interpretationsansätze zu einem umfassenden Überblick des heutigen Forschungstandes führen. Abschließend stellt das Fazit eine Ausarbeitung und Zusammenfassung der in den vorherigen Kapiteln erarbeiteten Kenntnisse und Erkenntnisse dar.

Diego Rodrigez de Silva y Velázquez, geboren 1599 in Sevilla, verstorben 1660 in Madrid. Mit 24 Jahren bereits Hofmaler des spanischen Königs Philip IV., in dessen Diensten er bis zu seinem Tode blieb. Er gilt als einer der größten Künstler des europäischen Barock, als Meister der Farbe und des Lichts und als Vorbild für Künstler nachfolgender Jahrhunderte. Mit seinem Gemälde „Las Hilanderas“ schuf er ein Werk, dass in seiner Komplexität bis heute in der Forschung viel diskutiert wird. Es gilt als Exempel für Velázquez´ Umgang mit Bewegung im Bild und führt durch seinen vielfältig auslegbaren Inhalt noch heute zu einer großen Zahl an Interpretationsversuchen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Einleitung

2.1 Zeitliche Einordnung, Zustand und Provenienz des Werkes

2.2. Bildbeschreibung

3. Technik und Aufbau

3.1. Darstellung von Bewegung

3.2. Komposition

4. Handlung/ Thematik

4.1. Lucretia

4.2. Fabel der Arachne

5. Interpretation

5.1. Vordergrund

5.1.1. Santa Isabel

5.1.2.Arachne und Pallas

5.1.3. Die drei Parzen und Fortuna

5.2. Hintergrund

5.2.1. Die drei Grazien

5.3. Zusammenhang beider Ebenen

5.3.1. Die Leiter als Symbol

5.3.2. Bild und Wirklichkeit

5.3.3. Theatrum Mundi

5.3.4. Klassentrennung

5.4. Nobilitierung des Künstlers – „Artista triunfante“

6. Vorbild oder Rivale

6.1. (Michelangelo, Tintoretto, Rubens, Tizian)

6.2. Künstlerwettkampf

7. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Gemälde „Las Hilanderas“ von Diego Velázquez. Ziel ist es, die vielschichtigen Interpretationsansätze – von der Genredarstellung bis zur mythologischen Allegorie – zu analysieren und die Rolle des Künstlers sowie seine Auseinandersetzung mit Vorbildern und künstlerischen Techniken zu beleuchten.

  • Analyse der Provenienz und des Erhaltungszustands des Werkes
  • Untersuchung der Komposition und der bildnerischen Bewegungsdarstellung
  • Deutung der mythologischen Themen „Lucretia“ und „Fabel der Arachne“
  • Interne Struktur des Gemäldes: Vordergrund, Hintergrund und ihre symbolische Verknüpfung
  • Untersuchung des künstlerischen Wettkampfs mit historischen Vorbildern (Tizian, Rubens, etc.)

Auszug aus dem Buch

3.1.Velázquez´ Darstellung von Bewegung

Die technische Besonderheit in Velázquez´ Chef d´œuvre ist der lebhafte Umgang mit Licht und Bewegung. Dabei sind vor allem das Spinnrad sowie auch die wickelnden Hände der im Vordergrund arbeitenden Frauen herauszustellen.

Dass die Bildthematik der Spinnerinnen bereits Künstler in vorangegangenen Jahrhunderten beschäftigte, zeigt ein aus dem ersten Jahrhundert nach Christus stammendes Zitat von Plinius dem Älteren. „[…] eine Spinnstube, in welcher alle Frauen ihre Aufgaben zu fertigen sich beeilen.“, Hierbei handelt es sich um die beschreibenden Worte über ein Gemälde des Antiphilos. Obwohl Philius Beschreibung nicht explizit auf die dargestellte Bewegung eingeht, sieht Bedaux bereits in der Wortwahl einen Beweis der existierenden Bewegungsdarstellungen in Antiphilos Spinnstubengemälde.

Auch Velázquez´ niederländische Künstlerkollegen, wie zum Beispiel Nicolaes Maes, schufen etwa zur gleichen Zeit eine Bildreihe von alten Spinnerinnen. Die „Spinnerin“ von Nicolaes Maes stellt dabei ein weitaus handfesteres Beispiel für den malerischen Umgang mit Bewegung dar. Zwar lässt die schattige Ecke, in der das Spinnrad steht, keine Lichtreflexe zu, jedoch ist durch das Auslassen einzelner Speichen und der gemalten Unschärfe eine deutliche Bewegung erkennbar.

Es ist zwar nicht nachgewiesen, dass ein ideeller Austausch zwischen Velázquez und den flämischen Künstlern stattfand, allerdings wisse man, so Bedaux, dass es üblich war, sich mit den oben genannten Schriften des Plinius zur Kunst zu befassen. Dass Velázquez ebenfalls eine Ausgabe dieser naturkundlichen Enzyklopädie besaß, konnte mittels einer Inventarliste nachgewiesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Kurze Hinführung zum Thema und der Bedeutung des Künstlers.

2. Einleitung: Beleuchtung der historischen Fakten, Provenienz und eine detaillierte Beschreibung des Gemäldes.

3. Technik und Aufbau: Analyse der malerischen Mittel zur Bewegungsdarstellung und der kompositorischen Struktur des Bildraums.

4. Handlung/ Thematik: Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Deutungsmöglichkeiten, insbesondere den Mythen um Lucretia und Arachne.

5. Interpretation: Tiefgehende Analyse der symbolischen Ebenen von Vorder- und Hintergrund sowie der sozialen und künstlerischen Aussagen.

6. Vorbild oder Rivale: Untersuchung des Verhältnisses von Velázquez zu anderen Meistern wie Tizian, Rubens und Michelangelo.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Nobilitierung des Künstlers und die technische Brillanz des Werkes.

Schlüsselwörter

Velázquez, Las Hilanderas, Bildanalyse, Kunstgeschichte, Mythologie, Fabel der Arachne, Komposition, Bewegungsdarstellung, Nobilitierung, Barock, Maltechnik, Spinnstube, Bildzitat, Künstlerwettkampf, Tizian.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kunsthistorischen Analyse des Gemäldes „Las Hilanderas“ von Diego Velázquez aus dem 17. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ikonographie, die Komposition, die symbolische Bedeutung der Bildinhalte sowie der künstlerische Diskurs mit Vorbildern der Renaissance und des Barock.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Interpretationsansätze des Gemäldes zusammenzuführen und zu klären, wie Velázquez durch seine Darstellung die Nobilitierung des eigenen Berufsstandes reflektierte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden wie die formale Bildanalyse, den Vergleich mit literarischen Quellen (z.B. Ovid) sowie die Auswertung kunsthistorischer Fachliteratur und Inventarlisten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Analysen (Licht, Bewegung, Komposition), inhaltliche Deutungen der Mythen (Arachne, Lucretia) und die Untersuchung der künstlerischen Auseinandersetzung mit Größen wie Tizian oder Rubens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ikonographie, spanischer Barock, künstlerische Selbstbehauptung und mythologische Allegorie beschreiben.

Warum spielt das Thema „Nobilitierung des Künstlers“ eine so wichtige Rolle?

Im Spanien des 17. Jahrhunderts galt der Maler als Handwerker. Velázquez versuchte zeitlebens, diesen Status durch seine Kunst und die Nobilitierung des Malereiberufs zu erhöhen.

Wie unterscheidet sich die Deutung des Vorder- und Hintergrunds?

Während der Vordergrund oft als handwerkliche Alltagsszene (Teppichweberei) gelesen wurde, dient der Hintergrund als mythologische Bühne, die das Handwerk in den Kontext der hohen Kunst hebt.

Welche Bedeutung hat das Bildzitat von Tizians „Raub der Europa“?

Das Zitat dient Velázquez dazu, sich in die Tradition großer Meister zu stellen, sein eigenes Können mit den antiken Mythen zu verknüpfen und den Wettstreit der Künste zu thematisieren.

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Details

Title
Diego Rodrigez de Silva y Velázquez. Werke, Intentionen und Interpretationsansätze
College
University of Münster
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
25
Catalog Number
V1278407
ISBN (PDF)
9783346746221
ISBN (Book)
9783346746238
Language
German
Tags
diego rodrigez silva velázquez werke intentionen interpretationsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Diego Rodrigez de Silva y Velázquez. Werke, Intentionen und Interpretationsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278407
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