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Syntaktische Besonderheiten des Arabischen. Einflüsse auf die Deutschkompetenz von arabischsprachigen Deutschlernenden

Title: Syntaktische Besonderheiten des Arabischen. Einflüsse auf die Deutschkompetenz von arabischsprachigen Deutschlernenden

Master's Thesis , 2021 , 102 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Eslam Abozaid (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Die Sprachen, die Eingewanderte mitbringen, haben Einflüsse auf den Spracherwerb der deutschen Sprache und spielen eine große Rolle im Deutschunterricht. In dieser Arbeit wird der Frage, ob diese Einflüsse die deutsche Sprache bereichern oder ihr schaden, nicht nachgegangen. Im Rahmen der vorliegenden Masterarbeit sollen nur Einflüsse dargestellt und untersucht werden, welche in schriftlichen Texten von arabischen Eingewanderten vorkommen. Da die Bedeutung des Arabischen für die empirische Studie grundlegend ist, befasst sich der erste Teil der vorliegenden Arbeit u. a. mit der arabischen Sprache und der Vorstellung ihrer Komponenten.

Für die Masterarbeit wurde arabische Literatur gesammelt, die ins Deutsche übersetzt wurde. Bei der Untersuchung wurde eine internationale Transliteration der arabischen Schrift von der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft DMG (1969) verwendet, um arabische Wörter in Anlehnung an die Aussprachegewohnheiten der deutschen Sprache wiederzugeben und die arabische Schreibweise besser zu erkennen. Mithilfe dieser Transliteration können die Sätze aus den arabischen Texten durch das lateinische Alphabet und die deutsche Phonetik in die Lautsprache übertragen werden. Die DMG-Transliteration und die interlineare Glossierung werden im Kapitel 2 mit Beispielen verdeutlicht.

Auf die Darstellung und Vorgehensweise der Untersuchung wird ebenfalls im Kapitel 4.1.2 näher eingegangen. Im Rahmen dessen wird ein Überblick über einige Elemente der arabischen Sprache, wie beispielsweise Satz, Verb, Tempus, Adjektive und Präpositionen, vermittelt. Darauf folgt das dritte Kapitel, in dessen Zentrum die Vorstellung der deutschen Sprache sowie deren Bestandteile stehen. Im letzten Kapitel (der praktische Teil) werden deutsche Texte untersucht, die von arabischsprachigen Deutschlernenden auf dem Niveau A2 verfasst wurden. Am Ende dieses Kapitels wird ein Fazit gezogen und es werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammenfassend dargelegt. Das Ende dieser Arbeit bilden ein Schluss und eine Zusammenfassung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und aktuelle Relevanz

2. Methodische Hinweise zur Untersuchung

2.1 Transliteration der arabischen Schrift

2.2 Interlineare Glossierung

2.3 Grammatische Abkürzungen

3. Die arabische Sprache

3.1 Überblick über die Sprache

3.1.1 Die Bedeutung der Sprache

3.1.2 Besonderheiten der Sprache

3.1.3 Orthographie und Schriftsystem

3.2 Der arabische Satz

3.2.1 Satzarten

3.2.2 Der Satz und seine Konstruktion

3.3 Das Verb und seine Kasus

3.4 Tempus in der arabischen Sprache

3.5 Das Adjektiv und seine Arten

3.6 Die Präpositionen

4. Die deutsche Sprache

4.1 Überblick über die Sprache

4.1.1 Ursprünge der Sprache

4.1.2 Historische Entwicklung der deutschen Lautverschiebung

4.1.3 Entwicklung der Sprache

4.1.4 Aussprache und Schriftsystem

4.2 Der deutsche Satz

4.2.1 Satzbestandteile und -struktur

4.2.2 Satzarten

4.3 Tempus

4.4 Konjugation der Verben

4.5 Modalverben

4.6 Das Adjektiv und seine Anwendung

4.7 Kasus, Numerus und Genus

4.8 Präpositionen

5. Empirische Studie

5.1 Das Korpusmaterial

5.1.1 Vorstellung der Personen und ihrer untersuchten Texte

5.1.2 Vorgehensweise der Untersuchung

5.2 Untersuchung der verfassten Texte

5.3 Fazit und Ergebnisse der Untersuchung

6. Schluss und Zusammenfassung

Anhang 1: Das Korpusmaterial

Anhang 1.1: Die Personenliste

Anhang 1.2: Die verfassten und untersuchten Texte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflüsse der arabischen Syntax auf die deutsche Schreibkompetenz von arabischsprachigen Deutschlernenden auf dem Niveau A2. Ziel ist es, syntaktische Abweichungen in schriftlichen Texten zu analysieren, diese auf mögliche Rückwirkungen des arabischen Sprachsystems zurückzuführen und Lehrkräfte für diese spezifischen Lernherausforderungen zu sensibilisieren.

  • Syntaktische, morphologische und semantische Analyse von Lernertexten
  • Vergleichende Untersuchung der Satzstrukturen im Arabischen und Deutschen
  • Rolle der arabischen Syntax bei der Verwendung von Modalverben und Tempusformen
  • Einfluss der arabischen Präpositionen auf den deutschen Sprachgebrauch
  • Methodik zur Fehleranalyse im DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache)

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Besonderheiten der Sprache

Die arabische Sprache ist in drei Grundelementen unterteilt. Das erste Element sind Phoneme, d. h. die Buchstabengruppe, aus der die Wörter bestehen. Dazu gehören auch die Hilfszeichen Fatha (◌َ ), Kasra (◌ِ ) und Damma ( ◌ُ ), die für die Bildung des Kasus verwendet werden. Das zweite Element ist das Vokabular. Die arabische Sprache enthält eine große Anzahl von Vokabeln, nicht weniger als 12 Millionen Wörter. Das dritte und letzte Element findet sich innerhalb der Strukturen, welche die Grammatik der Sprache bilden. Einerseits ist dies die Syntax, anderseits die Morphologie. Die Aufgabe der Syntax ist es, die Zusammensetzung von Sätzen zu beschreiben. Es ist bekannt, dass es in der arabischen Sprache viele Arten von Sätzen gibt. Zusätzlich zu den Sätzen gibt es grundlegende und sekundäre Hilfszeichen. Die Morphologie beschäftigt sich damit, wie die Wörter verändert und in verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Bedeutungen umgewandelt werden können. Die arabische Sprache unterscheidet sich von allen anderen internationalen Sprachen durch eine Reihe von Merkmalen:

Die Phonetik: Eines der Hauptmerkmale der arabischen Sprache. Es werden Zunge, Hals und Kehlkopf verwendet, um Buchstaben und Wörter anhand ihrer Laute auszusprechen. Die Laute der arabischen Sprache sind in eine Gruppe von Abschnitten unterteilt, z. B. okklusale Geräusche, Kehlkopfgeräusche und andere.

Wortschatz: Die Wörter, aus denen die arabische Sprache besteht. Das arabische Sprachwörterbuch wird als eines der sprachlich größten Wörterbücher eingestuft und ist reich an Vokabeln und Strukturen, da es mehr als eine Million Wörter enthält (vgl. el Zarka 2007 – Sprachensteckbrief: o. S.).

Zur Phonetik gehört ebenfalls die Methode, wie Wörter der arabischen Sprache ausgesprochen werden. Die Wörter werden abhängig von der Verwendung sprachlicher Bewegungen ausgesprochen, was als TaŠkīl bezeichnet wird. Die spezifische Aussprache eines jeden Wortes ändert sich abhängig von der Art seiner Bildung mit TaŠkil. Es benennt die Zeichen, die über bzw. unter den Buchstaben geschrieben sind, und die Aussprache enthalten. Damit es den Arabischlernenden leichter fällt, arabische Wörter und Sätze richtig zu gebrauchen und zu verstehen, ist es notwendig, dass sie TaŠkīl beherrschen (vgl. Elhalawany 2013: 21-23).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und aktuelle Relevanz: Erörtert die Bedeutung des Spracherwerbs für die Integration und stellt das Forschungsinteresse an den Einflüssen der arabischen Sprache auf das Deutsche dar.

2. Methodische Hinweise zur Untersuchung: Erläutert die Verwendung von Transliteration und interlinearer Glossierung als Werkzeuge zur sprachvergleichenden Analyse.

3. Die arabische Sprache: Vermittelt einen Überblick über die Geschichte, Struktur, das Alphabet sowie grammatikalische Besonderheiten wie Satzbau, Verbkonjugation und das Tempussystem.

4. Die deutsche Sprache: Beschreibt die Ursprünge und Besonderheiten der deutschen Sprache, einschließlich der Lautverschiebung, des Satzbaus, der Tempuswahl, Modalverben und des Kasussystems.

5. Empirische Studie: Dokumentiert die Untersuchung schriftlicher Texte von A2-Lernenden, kategorisiert grammatische Abweichungen und interpretiert diese vor dem Hintergrund des arabischen Einflusses.

6. Schluss und Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Relevanz der Kontrastanalyse für die Unterrichtsgestaltung im Bereich DaF.

Schlüsselwörter

Arabisch, Deutsch, Syntax, Morphologie, Semantik, Spracherwerb, DaF, Kontrastive Linguistik, Satzbau, Fehleranalyse, Präpositionen, Verbkonjugation, Tempus, Modalverben, Sprachintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Masterarbeit analysiert, wie die arabische Syntax die deutsche Schreibkompetenz von arabischsprachigen Lernenden auf dem Niveau A2 beeinflusst und welche Fehler dadurch entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung deckt die syntaktischen, morphologischen und semantischen Ebenen beider Sprachen ab, insbesondere den Satzbau, die Verbkonjugation und den Gebrauch von Präpositionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, syntaktische Abweichungen im Schriftgebrauch der Lernenden auf ihre muttersprachlichen Wurzeln zurückzuführen, um Lehrkräften neue Erklärungsansätze für typische Fehler zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kontrastive linguistische Methode, bei der die fehlerhaften deutschen Sätze der Lernenden mittels Transliteration und interlinearer Glossierung mit der arabischen Ausgangsstruktur verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Vorstellung der arabischen und deutschen Sprachstrukturen sowie einen empirischen Teil, der tatsächliche Lernertexte auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Syntaxkontrast, Spracherwerb, DaF-Didaktik, Fehleranalyse und typologische Unterschiede zwischen Semitischen und Germanischen Sprachen.

Warum ist das Beherrschen von TaŠkīl für Arabischlernende so wichtig?

Laut der Autorin ist das Wissen um die TaŠkīl-Zeichen notwendig, um die korrekte Aussprache arabischer Wörter und Sätze zu verstehen, da sie die Vokalisierung und Kasusbildung maßgeblich beeinflussen.

Welchen Einfluss hat die arabische Leserichtung auf das Deutschlernen?

Die Arbeit identifiziert die im Arabischen gewohnte Leserichtung von rechts nach links als eine zusätzliche sprachliche Hürde beim Erlernen der deutschen Sprache.

Wie gehen arabischsprachige Lernende häufig mit dem Verb "sein" im Deutschen um?

Da das arabische Präsens durch Nominalsätze ohne explizites Kopula-Verb gebildet werden kann, neigen Lernende dazu, in deutschen Sätzen das Verb "sein" auszulassen.

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Details

Title
Syntaktische Besonderheiten des Arabischen. Einflüsse auf die Deutschkompetenz von arabischsprachigen Deutschlernenden
College
University of Hildesheim  (Institut für Interkulturelle Kommunikation)
Grade
1.3
Author
Eslam Abozaid (Author)
Publication Year
2021
Pages
102
Catalog Number
V1278472
ISBN (eBook)
9783346735461
ISBN (Book)
9783346735478
Language
German
Tags
DaF Arabische Teilnehmer Deutsch Arabisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eslam Abozaid (Author), 2021, Syntaktische Besonderheiten des Arabischen. Einflüsse auf die Deutschkompetenz von arabischsprachigen Deutschlernenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278472
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