Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit der pragmatischen Analyse eines Transkripts im Deutschunterricht auseinander. Wir stützen uns auf dieses Transkript und wollen einen Beitrag für ein umfassenderes Verständnis von Pragmatik und Translanguaging im Fremdsprachunterricht leisten. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit folgender zentraler Fragestellung: Wann benutzen die Lernenden Translanguaging beim Gespräch im Deutschunterricht und was sind die Ursachen für Translanguaging?
Im ersten Teil dieser Arbeit wird die Pragmatik und ihre Funktionen im Sprachunterricht vorgestellt. Darüber hinaus werden die Geschichte der Pragmatik und ihre Entwicklung sowie ihr Entstehen im Fremdsprachenunterricht skizziert. Das zweite Kapitel der Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff Translanguaging und Code-Switching. Weiterhin wird sowohl der Gebrauch von Translanguaging und Code-Switching als auch ihr Umfeld erläutert. Im Fokus des dritten Kapitels werden zuerst der Begriff Gespräche definiert und Eigenschaften von Gesprächen aufgezeigt.
Daneben werden die Dokumentation und Transkription der Gespräche erörtert. Darauf aufbauend wird das Material im praktischen Teil das Transkript untersucht und pragmatisch analysiert. Nachfolgend werden die Quelle und Herkunft des Transkripts dargelegt. Letztendlich schließt dieses Kapitel mit einer Zusammenfassung der pragmatischen Analyse und ihrer Ergebnisse. Am Ende der Hausarbeit wird ein allgemeiner, kurzer Überblick zu der Gesamtheit der vorliegenden Arbeit und ihrer Ergebnisse wiedergegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Aktualität
2. Einführung in die Pragmatik
2.1 Definition von Sprachwissenschaft und Sprachunterricht
2.2 Funktion der Pragmatik
2.3 Entwicklung der Pragmatik
2.4 Pragmatik im Fremdsprachunterricht
2.5 Pragmatik und Handeln
3. Translanguaging
3.1 Der Begriff Translanguaging
3.2 Gebrauch des Translanguagings
3.2.1 Translanguaging - Umfelder
3.3 Code-Switching und sein Gebrauch
4. Gesprächsanalyse
4.1 Definition der Gesprächsanalyse
4.2 Eigenschaften von Gesprächen
4.3 Transkription der Gespräche und Vorgehensweise in der Gesprächsforschung
5. Quelle des Korpusmateriales
5.1 Die pragmatische Analyse des Transkripts
5.2 Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Fazit
6. Arbeitsergebnisse und Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer funktional-pragmatischen Analyse eines Transkripts aus dem DaF-Unterricht, unter welchen Umständen Lernende Translanguaging einsetzen und welche Ursachen diesem Sprachgebrauch zugrunde liegen, um einen Beitrag zum Verständnis von Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht zu leisten.
- Grundlagen der Pragmatik und ihre Rolle im Sprachunterricht.
- Definition und Bedeutung von Translanguaging und Code-Switching.
- Methodik der Gesprächsanalyse und Transkription von Unterrichtsinteraktionen.
- Pragmatische Analyse eines Korpusbeispiels ("Familie im Krankenhaus").
- Diskussion über die Relevanz von Translanguaging als Kommunikationshilfe.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung und Aktualität
Wer kommunikativ erfolgreich sein will, soll auf das Unnötige und Überflüssige beim Gespräch verzichten (vgl. Ehrhardt/Heringer 2011). Der Sprecher spricht nicht immer explizit, sondern manchmal auch implizit. Ein Grund dafür könnte sein, dass wir mitunter nicht klar und einfach reden. Es liegt in der Natur der Menschen, … Bedeutungen in der Kommunikation indirekt zu äußern. Kommunikation und Handeln sind von der Zeit abhängig, denn eine Kommunikation erfolgt mithilfe von bestimmten Zeitspannen. Wenn der Gesprächspartner einen kurzen Satz versteht und sofort darauf reagiert, hat ein rationales Gespräch mit geringem Aufwand stattgefunden.
Bei solch einem Problem oder Missverständnis könnte die Pragmatik helfen. Darüber hinaus wird die Inexplizität bevorzugt verwendet, um Aufmerksamkeit zu erregen oder ein Gespräch interessanter zu machen. Wenn man explizit redet und einen Witz oder ein Rätsel erklärt, dann verliert dies die Bedeutung und den Sinn, indem man die Pointe explizit schildern (vgl. Ehrhardt/Heringer 2011).
Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit der pragmatischen Analyse eines Transkripts im Deutschunterricht auseinander. Wir stützen uns auf dieses Transkript und wollen einen Beitrag für ein umfassenderes Verständnis von Pragmatik und Translanguaging im Fremdsprachunterricht leisten. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit folgender zentraler Fragestellung: Wann benutzen die Lernenden Translanguaging beim Gespräch im Deutschunterricht und was sind die Ursachen für Translanguaging?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Aktualität: Einführung in die Thematik der pragmatischen Analyse im DaF-Unterricht und Darstellung der zentralen Forschungsfrage zum Gebrauch von Translanguaging.
2. Einführung in die Pragmatik: Erläuterung der linguistischen Grundlagen der Pragmatik, ihrer historischen Entwicklung und ihrer spezifischen Bedeutung im Fremdsprachunterricht.
3. Translanguaging: Definition von Translanguaging und Code-Switching sowie Untersuchung deren Einflussfaktoren und Anwendungsbereiche in verschiedenen Umfeldern.
4. Gesprächsanalyse: Darstellung des methodischen Rahmens zur Untersuchung von authentischen Gesprächen, inklusive Definitionen, Eigenschaften und Transkriptionskriterien.
5. Quelle des Korpusmateriales: Präsentation des empirischen Materials, Durchführung der pragmatischen Analyse des Transkripts "Familie im Krankenhaus" und erste Teilzusammenfassungen.
6. Arbeitsergebnisse und Fazit: Resümee der Analyseergebnisse und Diskussion der Rolle von Translanguaging als Hilfsmittel für Lernende mit Sprachförderbedarf sowie Reflexion des Nutzens im Unterricht.
Schlüsselwörter
Pragmatik, Translanguaging, Deutsch als Fremdsprache, Gesprächsanalyse, Transkription, Code-Switching, Sprachhandeln, Kommunikation, Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Kompetenz, Sprachförderung, Unterrichtsinteraktion, Sprachwechsel, Linguistische Kompetenz, Sprachunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht pragmatische Aspekte im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht, insbesondere den Gebrauch von Translanguaging und Code-Switching bei Lernenden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zu den Schwerpunkten zählen die Pragmatik, Translanguaging (insbesondere in familiären und schulischen Umfeldern), die Gesprächsanalyse und die empirische Untersuchung von Unterrichtsgesprächen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit stellt die Frage, unter welchen Umständen Lernende Translanguaging in Gesprächssituationen im Deutschunterricht nutzen und welche Ursachen für dieses Verhalten vorliegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine funktional-pragmatische Analyse eines Transkripts (basierend auf der HIAT-Transkriptionskonvention) angewandt, um die Sprachinteraktion der Teilnehmer zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Pragmatik und Translanguaging sowie den praktischen Teil, in dem ein konkretes Transkript zu einer Unterrichtssequenz analysiert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachhandeln, Mehrsprachigkeit, Gesprächsanalyse, Interkulturalität und DaF (Deutsch als Fremdsprache).
Warum wird im praktischen Teil das Beispiel "Familie im Krankenhaus" genutzt?
Dieses Beispiel dient als valider Datensatz, um aufzuzeigen, wie Sprachbarrieren durch Translanguaging überwunden werden und wie Lernende interkulturelle Erfahrungen in den Unterricht einbringen.
Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des Einsatzes von Translanguaging?
Das Fazit betont, dass Translanguaging ein wichtiges Instrument für die Kommunikation ist, insbesondere bei Lernenden mit hohem Sprachförderbedarf, wobei die Lehrkraft dennoch die Balance zwischen Sprachwechsel und effektivem Spracherwerb berücksichtigen sollte.
- Quote paper
- Eslam Abozaid (Author), 2020, Translanguaging im DaF-Unterricht. Funktional-pragmatische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278518