Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung eines Interviewleitfadens und den Vor- und Nachteilen einer Telefonbefragung in der Marktforschung. Im Anschluss daran wird das Vorgehen bei einer Inhaltsanalyse genau geschildert.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
A 1.1 Die Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens
A 1.2 Der fertige Interviewleitfaden zum Thema “Markenpersönlichkeit“
Aufgabe 2
A 2.1 Die Vor- und Nachteile einer telefonischen Befragung im Vergleich zu einem Face-to-Face-Interview
A 2.2 Typische Einsatzfelder für Telefon- sowie für persönliche Befragungen (jeweils zwei Beispiele)
Aufgabe 3
A 3.1 Was ist eine Inhaltsanalyse?
A 3.2 Der typische Verlauf einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
A 3.3 Der typische Verlauf einer evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse
A 3.4 Die wichtigsten Unterschiede beider Analysemethoden
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Anwendung zentraler Methoden der qualitativen Sozialforschung. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Konzeption eines standardisierten Interviewleitfadens, dem Vergleich unterschiedlicher Befragungsarten sowie der detaillierten methodischen Vorgehensweise bei der inhaltlich strukturierenden und der evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse.
- Konzeption qualitativer Interviewleitfäden am Beispiel der Markenpersönlichkeit
- Vergleichende Analyse von telefonischen versus persönlichen Interviews (Face-to-Face)
- Grundlagen und Systematik qualitativer Inhaltsanalysen
- Differenzierung zwischen inhaltlich strukturierenden und evaluativen Analysemethoden
Auszug aus dem Buch
A 2.1 Die Vor- und Nachteile einer telefonischen Befragung im Vergleich zu einem Face-to-Face-Interview
Jede Art der Daten- oder Informationserhebung, für empirische Markt- und Meinungsforschungen als auch in Bewerbungsprozessen o. ä., hat seine Vor und Nachteile. Face-to-Face-Interviews sowie telefonische Befragungen werden meist von geschulten Interviewern durchgeführt, sodass auf unvorhergesehene Situationen, Aussagen, Fragen oder Kritik professionell reagiert werden kann.
Ein klarer Vorteil von Telefonbefragungen ist die Aktualität der bezogenen Daten und Informationen, die regionale Unabhängigkeit, als auch die Schnelligkeit der Erhebung. Verfügt man über die Festnetz- oder Handynummer des zu Befragenden, kann man sofort zum Hörer greifen und die Kontaktperson anrufen. Ist die Person gerade erreichbar und hat Zeit, kann das Interview sofort durchgeführt werden, selbst wenn sich die Person nicht im nahen Umkreis aufhält. Anders ist es bei einem Gespräch Face-to-Face, dass terminiert werden muss, da beide Teilnehmer der Befragung zur gleichen Zeit am selben Ort sein müssen. Die Möglichkeit, das Interview sofort durchzuführen, besteht somit meist nicht. In der Regel kann der Austausch frühestens am darauf folgenden Tag stattfinden und verzögert dadurch die Daten- und Informationserhebung.
Infolgedessen sind auch die unterschiedlich hohen Kosten der Befragungsarten nicht zu vernachlässigen. Selbstverständlich sind Telefonbefragungen sehr viel kostengünstiger als persönliche Interviews, da keine Reisekosten entstehen und keine besonderen Räumlichkeiten erforderlich sind. Des Weiteren ist üblicherweise nur ein Interviewer involviert und es wird insgesamt deutlich weniger Arbeitszeit benötigt. Zwar muss man sich auf ein Telefonat genauso vorbereiten wie auf ein persönliches Gespräch, jedoch ist die Vorbereitung bei einem Face-to-Face-Interview trotzdem intensiver.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Dieses Kapitel behandelt die methodische Konzeption eines Interviewleitfadens anhand des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeitspsychologie.
Aufgabe 2: Hier erfolgt eine gegenüberstellende Analyse von telefonischen Befragungen und persönlichen Interviews hinsichtlich ihrer Effizienz, Kosten und organisatorischen Anforderungen.
Aufgabe 3: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen und den konkreten Ablaufprozess der inhaltlich strukturierenden sowie der evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse.
Schlüsselwörter
Qualitative Sozialforschung, Interviewleitfaden, Markenpersönlichkeit, Big-Five-Modell, Face-to-Face-Interview, Telefonbefragung, Inhaltsanalyse, Kategorienbildung, Codierung, Text-Retrieval, Auswertungsmethoden, empirische Forschung, Datenerhebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden im Bereich der qualitativen Sozialforschung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Leitfadenentwicklung, der Gegenüberstellung von Interviewtechniken und der systematischen Durchführung qualitativer Inhaltsanalysen.
Was ist das übergeordnete Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die theoretischen Anforderungen an qualitative Erhebungsmethoden auf eine konkrete Fragestellung – die Messung der Markenpersönlichkeit – anzuwenden.
Welche Forschungsmethoden stehen im Fokus?
Die Arbeit untersucht das standardisierte Interview sowie die inhaltlich strukturierende und die evaluative Inhaltsanalyse nach Ornau.
Was wird im methodischen Teil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Konzeption eines spezifischen Interviewleitfadens und die detaillierte Darstellung der Arbeitsschritte bei Inhaltsanalysen.
Durch welche Merkmale lässt sich die Arbeit kennzeichnen?
Sie zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus, insbesondere durch die direkte Ableitung von Interviewfragen aus Persönlichkeitsdimensionen.
Wie unterscheidet sich die inhaltlich strukturierende von der evaluativen Inhaltsanalyse?
Während die strukturierende Variante primär auf eine Kategorienbildung zur Beschreibung abzielt, beinhaltet die evaluative Form eine stärkere interpretative Ausrichtung sowie eine Ganzheitsbewertung von Fällen.
Was ist die Rolle des CATI-Systems?
Das CATI-System dient der computergestützten Telefonerhebung, welche die Datenerfassung und Filterführung signifikant beschleunigt und qualitativ hochwertig gestaltet.
- Citation du texte
- Saskia Haschke (Auteur), 2018, Qualitative Verfahren beim wissenschaftlichen Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278530