Menschen lieben angeblich McDonalds, EDEKA liebt scheinbar Lebensmittel. Woher kommen diese emotionsgeladenen Slogans und wieso haben gerade sie sich im Kopf der Konsumenten verankert? Um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen, werden die Instrumente der Emotionalisierung im Marketing durchleuchtet. Durch welche Reize und auf welchem kommunikativen Weg diese Emotionalisierung erreicht werden kann, ist Thema der vorliegenden Arbeit.
Dieser Scientific Essay zeigt mittels der inhaltlichen Auswertung wissenschaftlich fundierter Quellen die Zusammenhänge zwischen multisensorischer Ansprache und crossmedialer Kommunikation am Fallbeispiel Coca-Cola auf.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Emotionalisierung durch multisensorische Ansprache
2.1 Theoretische Grundlagen
2.2 Crossmediale Elemente der Marke Coca-Cola
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Instrumente der Emotionalisierung im Marketing und analysiert, wie multisensorische Ansprache in Kombination mit crossmedialer Kommunikation ein starkes Markenerlebnis schafft und langfristige Kundenbindungen fördert.
- Grundlagen der multisensorischen Markenwahrnehmung
- Zusammenhang zwischen Sinnesreizen und emotionaler Bindung
- Strategischer Einsatz von Crossmedia am Beispiel von Coca-Cola
- Psychologische Wirkmechanismen von Markenerlebnissen
Auszug aus dem Buch
2 Emotionalisierung durch multisensorische Ansprache
Im Marketing ist unter multisensorischer Ansprache zu verstehen, dass Werbung mehrere Sinnesreize anspricht. Es geht dabei um akustische, haptische, visuelle, gustatorische und olfaktorische Reize (Abb. 1). Ton, Berührung, Bild, Geschmack und Duft zahlen auf diese Reize ein.
In der heutigen zunehmend digitaleren Welt sind im Internet multisensuale Darbietungen auf bildliche und tonale Inhalte fokussiert. Die visuellen und auditiven Reize aktivieren in ihrem Zusammenspiel auch weitere Sinne. So kann zum Beispiel die optimale Darstellung von Lebensmitteln zu gustatorischen Reizen führen. Die Wirkung multisensorischer Erfahrungen bei der Informationssuche der Konsumenten ist dabei nachhaltig. Die Reize erfassen sie unmittelbar und führen zu einem Markenerlebnis, so dass sie Vertrauen gegenüber dem Unternehmen bilden. Grundlage dafür ist die multisensorische Simulation, die eine reale physische Erfahrung mit der indirekten (psychischen) Erfahrung der dargestellten Lebensmittel verknüpft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Forschungsfrage nach den Ursachen für emotionsgeladene Slogans und skizziert das Ziel der Arbeit, die Zusammenhänge zwischen multisensorischer Ansprache und crossmedialer Kommunikation zu untersuchen.
2 Emotionalisierung durch multisensorische Ansprache: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der multisensorischen Reizwahrnehmung und demonstriert anhand der Marke Coca-Cola den praktischen Einsatz von crossmedialen Elementen zur emotionalen Kundenbindung.
3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Marken durch gezielte multisensorische Ansprache und Erlebnisse einen höheren Mehrwert stiften und somit eine stärkere Kundenbindung und Loyalität erzielen können als durch reinen Produktnutzen.
Schlüsselwörter
Multisensorische Ansprache, Crossmedia, Emotionalisierung, Markenerlebnis, Markenführung, Konsumentenverhalten, Werbepsychologie, Kundenbindung, Coca-Cola, Sinnesmarketing, Storytelling, Markenidentität, Neuro-Marketing, Halo-Effekt, Produktmarke
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der multisensorischen Ansprache im modernen Marketing und wie diese durch crossmediale Kampagnen zur Emotionalisierung einer Marke genutzt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der multisensorischen Wahrnehmung, den psychologischen Wirkmechanismen in der Werbung und der praktischen Anwendung von Crossmedia-Strategien in einem globalen Markenkontext.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen durch die gezielte Aktivierung verschiedener Sinneskanäle ein starkes, positives Image beim Konsumenten verankern und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt die inhaltliche Auswertung wissenschaftlich fundierter Quellen sowie die Analyse eines spezifischen Fallbeispiels (Coca-Cola), um Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis herzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der multisensorischen Reizaktivierung und eine detaillierte Fallstudie zu den crossmedialen Marketing-Elementen der Marke Coca-Cola.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe umfassen multisensorische Ansprache, Fallbeispiel Coca-Cola, Emotionalisierung, Markenführung und Kundenbindung.
Wie illustriert die Autorin die Wirkung von multisensorischem Marketing bei Coca-Cola?
Dies geschieht durch die Analyse von Storytelling, personalisierten Flaschen (Share A Coke), der World of Coca-Cola als Erlebnismuseum und der strategischen Nutzung von Weihnachtskampagnen.
Was besagt das Ergebnis des sogenannten „Pepsi-Tests“ im Kontext dieser Arbeit?
Der Test zeigt, dass die positive Wahrnehmung einer Marke – beeinflusst durch Emotionen und das Markenbild (Halo-Effekt) – die rein geschmackliche Bewertung eines Produkts im Gehirn überlagern oder beeinflussen kann.
- Arbeit zitieren
- Svenja Oppermann (Autor:in), 2020, Instrumente der Emotionalisierung im Marketing. Zusammenhänge zwischen multisensorischer Ansprache und crossmedialer Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278925