Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschlechterstudien / Gender Studies

Mode als Ausdrucksmöglichkeit von Identität. Ist heutige Mode geschlechtergerecht?

Titel: Mode als Ausdrucksmöglichkeit von Identität. Ist heutige Mode geschlechtergerecht?

Bachelorarbeit , 2022 , 50 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Pauline Lehmann (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Mode als Ausdrucksmöglichkeit von Identität unter Berücksichtigung der Geschlechtergerechtigkeit auseinander. Ziel der Arbeit ist die Beantwortung der Frage, ob die heutige Mode geschlechtergerecht ist und ob sie jedem Individuum die Möglichkeit bietet, die eigene Identität auszudrücken.

Nach einer wissenschaftlichen Einordnung der relevanten Begriffe, wie Identität und Geschlecht, folgt eine Betrachtung der Geschlechterrollen bezüglich Männer und Frauen. Dadurch werden mögliche Erwartungshaltungen an beide Geschlechter durch die Gesellschaft deutlich, die Auswirkungen auf das Kleiderverhalten haben. Dieses Zusammenspiel von Identität und Mode wird anschließend in einem historischen Kontext anhand der Modegeschichte in Bezug auf Weiblichkeit und Männlichkeit bis zum 21. Jahrhundert dargestellt.

Durch die Auflösung der Stände während der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts spielt diese Bewegung hierbei eine bedeutende Rolle. Daher beginnt die Betrachtung der Modegeschichte ab jenem historischen Ereignis. Um die einschneidenden Unterschiede zwischen Frauen- und Männermode beispielhaft aufzuzeigen, werden die Geschichten der Kleidungsstücke Rock und Hose dargestellt. Die Betrachtung letzterer kann auch als Emanzipationsgeschichte der Frauen gesehen werden. Daraufhin folgt die Beschreibung aktueller Mode-Trends und -Ereignissen des 21. Jahrhunderts, die einen Einblick in die heutige Mode geben.

Die dargestellten Inhalte zeigen, dass das Ausdrücken der eigenen Identität durch die heutige Mode durchaus möglich ist. Dennoch bestehen ungeschriebene Richtlinien und Vorstellungen, die das weibliche sowie das männliche Geschlecht im modischen Ausdrücken ihrer Persönlichkeit einschränken und somit diskriminieren. Diese herausgearbeitete Feststellung lässt Rückschlüsse auf die heutige Gesellschaft und deren vorrangige Ordnung in zwei Geschlechter mit damit verbundenen Geschlechterrollen schließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identität und Geschlecht

2.1. Anfänge des Identitätsbegriffs bis in die Moderne

2.2. Geschlechterforschung

2.2.1. Geschlechteridentität

2.2.2. Geschlechterrollen

2.2.3. Geschlechtergerechtigkeit

3. Kleidung und Mode

3.1. Entstehungstheorien von Kleidung

3.2. Kleidung als Grund- und/oder Wahlbedürfnis

3.3. Modebegriff

4. Mode als Ausdrucksmöglichkeit der weiblichen und männlichen Identität

4.1. Weiblichkeit und Männlichkeit in der Modegeschichte ab der Französischen Revolution bis heute

4.2. Mode als Ausdrucksmöglichkeit von Identität am Beispiel der Kleidungsstücke Hose und Rock

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob die heutige Mode geschlechtergerecht ist und jedem Individuum ermöglicht, die eigene Identität frei auszudrücken. Dabei werden die wechselseitigen Beziehungen zwischen Mode, Identitätskonstruktion und gesellschaftlichen Geschlechterrollen historisch und soziologisch analysiert.

  • Wissenschaftliche Einordnung der Begriffe Identität und Geschlecht
  • Analyse der Bedeutung von Mode als Kommunikationsmittel und Ausdruck der Individualität
  • Betrachtung der Modegeschichte und Geschlechterrollen ab der Französischen Revolution
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Kodierung von Kleidungsstücken wie Hose und Rock
  • Diskussion aktueller Entwicklungen wie Unisex-Mode und ihre Grenzen im Mainstream

Auszug aus dem Buch

4.1. Weiblichkeit und Männlichkeit in der Modegeschichte ab der Französischen Revolution bis heute

Die Auflösung der Stände durch die Französische Revolution Ende des 18. Jahrhunderts bewirkt neben des veränderten Modeverhaltens auch differenziertere Auffassungen über Weiblichkeit und Männlichkeit, was wiederum Auswirkungen auf die Kleiderordnungen hat. Daher wird die Modegeschichte in der vorliegenden Arbeit ab diesem Zeitpunkt bis heute erläutert. Außerdem ist dieses Unterkapitel als Ergänzung zu Kapitel 2.2.2. „Geschlechterrollen“ zu verstehen, da u. a. Geschlechterrollen in Bezug auf Kleidung und Mode angesprochen werden.

Ende des 18. Jahrhunderts wird Männlichkeit als die „Welt des Seins“ und Weiblichkeit als die „Welt des Scheins“ gesehen. Der Mann kleidet sich zurückhaltend, schlicht und überwiegend in dunklen Anzügen. Er verkörpert Vernunft, Sachlichkeit, Ökonomie, aber auch Authentizität. Die Frau ist bzw. dient als Repräsentantin des Mannes und dessen Sozialstatus und präsentiert seine Stellung nach außen. Dabei trägt sie unpraktische und für die Arbeit im Haus hinderliche Kleidung. Dieser Aufgabe steht andererseits die sexuelle Funktion der Frau gegenüber. Die Frau soll dem Mann gefallen. Das Bild der Frau entspricht demnach Sinnlichkeit, Erotik und Intimität. Somit wird der Bereich des Textilen und der Mode überwiegend Frauen zugeschrieben (vgl. Sommer/Wind 1988: 16).

Bereits 1762 erkennt Jean Jacques Rousseau, ein bedeutender Schweizer Philosoph, folgende Tatsache: „Der Mann ist nur in wenigen Augenblicken Mann, die Frau aber ihr ganzes Leben lang Frau“ (Gaugele 2005: 308).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, hinterfragt die geschlechtsspezifische Trennung in der Modeindustrie und stellt die Forschungsfrage nach Geschlechtergerechtigkeit.

2. Identität und Geschlecht: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Identität, Geschlechtsidentität und soziale Rollenbilder und ordnet diese historisch und wissenschaftlich ein.

3. Kleidung und Mode: Hier werden Kleidung als textiles Produkt und Mode als soziales Ausdrucksmittel abgegrenzt sowie Theorien zur Entstehung von Kleidung und das Bedürfnis der Selbstverwirklichung beleuchtet.

4. Mode als Ausdrucksmöglichkeit der weiblichen und männlichen Identität: Dieses Hauptkapitel untersucht die historische Entwicklung von Geschlechternormen in der Mode, insbesondere anhand der Kleidungsstücke Rock und Hose, und analysiert aktuelle Trends wie Unisex-Mode.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, konstatiert die mangelnde Geschlechtergerechtigkeit in der heutigen Mode und plädiert für ein kritischeres Verständnis gesellschaftlicher Geschlechterkonstruktionen.

Schlüsselwörter

Mode, Identität, Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterrollen, Kleidung, Sozialgeschichtliche Entwicklung, Modegeschichte, Weiblichkeit, Männlichkeit, Unisex-Mode, Performativität, Identitätsentwicklung, Geschlechterforschung, Emanzipationsgeschichte, Gesellschaftskonstruktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Mode als Mittel zur Identitätsbildung und den gesellschaftlichen Erwartungen an geschlechtsspezifische Kleidung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Identität und Geschlecht, die Geschichte der Moderezeption seit der Französischen Revolution sowie aktuelle soziologische Debatten um Geschlechtergerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob heutige Mode geschlechtergerecht ist und ob sie jedem Individuum ungeachtet des Geschlechts ausreichend Raum zur freien Identitätsentfaltung bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer historisch-systematischen Untersuchung, die soziologische Theorien (z.B. von Goffman, Simmel und Butler) auf modegeschichtliche Phänomene anwendet.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der historischen Entwicklung von Geschlechternormen in der Mode, der Bedeutung von Kleidungselementen wie Hose und Rock und dem modernen Diskurs um Diversität und Unisex-Trends.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Identität, Geschlechterrolle, Modegeschichte, Emanzipation, Performativer Akt und gesellschaftliche Konstruktion.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der „Hose“ in der Emanzipationsgeschichte?

Die Hose wird als ein zentrales Symbol der Emanzipationsgeschichte gesehen, dessen Aneignung durch Frauen einen langen gesellschaftlichen Aushandlungsprozess erforderte und das traditionelle Weiblichkeitsideal nachhaltig veränderte.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit im Hinblick auf Unisex-Mode?

Die Autorin sieht in der Unisex-Mode zwar einen Ansatz zur Überwindung starrer Normen, stellt jedoch fest, dass diese Einseitigkeit oft nur in Richtung einer Angleichung von Frauen an männliche Standards verläuft und der Markt weiterhin stark binär strukturiert bleibt.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mode als Ausdrucksmöglichkeit von Identität. Ist heutige Mode geschlechtergerecht?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Note
2,0
Autor
Pauline Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
50
Katalognummer
V1278980
ISBN (eBook)
9783346733153
ISBN (Buch)
9783346733160
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mode ausdrucksmöglichkeit identität geschlecht gender kleidung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pauline Lehmann (Autor:in), 2022, Mode als Ausdrucksmöglichkeit von Identität. Ist heutige Mode geschlechtergerecht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278980
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  50  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum